146 Akteure aus der maritimen Wissenschaft und Wirtschaft bündeln ihre Kräfte im Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN)
Die Länder legten jetzt den Grundstein für eine Fortführung des Ende 2016 auslaufenden Projekts MCN, das ab dem 1. Januar 2017 als eigenständiger Verein agieren wird und seinen Sitz in Hamburg mit einer Geschäftsstelle in Kiel hat. Bundesweit einmalig ist und wird das MCN auch als Verein bleiben: 146 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie der fünf norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kamen diese Woche zur länderübergreifenden Vereinsgründung in das Internationale Maritime Museum an die Elbe. Kein unbekannter Ort: Wurde doch vor fünf Jahren hier der offizielle Auftakt des MCN gefeiert.
Mit der Verabschiedung der Satzung und der Wahl des Vorstandes erfolgte der Startschuss zur Weiterführung des bislang zeitlich befristeten Förderprojekts in Form eines Vereins. Als Vorstandsvorsitzender wurde Prof. Dr.-Ing. Holger Watter, Präsident der Fachhochschule Flensburg gewählt, 2. Vorsitzender ist Heiko Landahl-Gette (German Naval Yards Holding, Rendsburg), die Position des Schatzmeisters wurde mit Frank Nicolai (Hamburg) besetzt. Beisitzer sind Dr. Janou Hennig (Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt GmbH), Ingelore Hering (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Stephan Piworus (P7, Hamburg) sowie Axel Weihe (Weihe GmbH, Engineering & Products, Altenholz).

Vor fünf Jahren gegründet und durch intensive und erfolgreiche Aufbauarbeit von dem Projektträger WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) bis zur Übergabe begleitet, ist das MCN heute ein aktives Branchennetzwerk. „Die besondere Bedeutung des maritimen Sektors für alle norddeutschen Länder erfordert weiterhin eine enge Zusammenarbeit in zahlreichen maritimen Themenstellungen“, erklärte Senator Frank Horch, der im Namen der unterstützenden Länder auf der Gründungsversammlung ein Grußwort sprach.
„Das MCN nimmt dabei eine wichtige Funktion an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand ein“, so Wirtschaftsminister Lies aus Niedersachsen. Die fünf norddeutschen Länder beteiligen sich als Gründungsmitglieder am MCN e. V., der die Trägerschaft der Zusammenarbeit dauerhaft übernehmen soll.
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeigte sich erfreut, dass das länderübergreifende Projekt sich künftig als Verein weiter intensiv um die Belange und die Vernetzung der maritimen Branche einsetzen könne. „Gerade für Schleswig-Holstein, wo einst der Kreiselkompass erfunden wurde und wo heute mit dem GEOMAR Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung ein Institut von Weltruf existiert, ist der maritime Schulterschluss für die Weiterentwicklung des Sektors elementar“, sagte Meyer.
Ziel er länderübergreifenden Kooperation im MCN e.V. ist die Stärkung der Innovationskraft und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen maritimen Akteure durch Förderung der Vernetzung, Unterstützung des Technologie- und Wissenstransfers sowie Initiierung von Innovationsprojekten. Damit bildet der MCN e.V. eine Ergänzung zu den etablierten maritimen Wirtschaftsverbänden. Der Bremer Wirtschaftssenator Martin Günthner freut sich: „Aus Bremen kommen nach einem knappen Jahr der Mitwirkung im MCN bereist zwölf Unternehmen und Institute zur Gründungsversammlung und ich bin sicher, dass es bald noch mehr Mitwirkende geben wird. Das Land Bremen wird den MCN e.V. auch weiterhin als Mitglied unterstützen.“
Geplant ist, dass der Verein in diesem Jahr zunächst parallel zum Projekt MCN seine Arbeit aufnehmen und dieses dann ab 2017 komplett ablösen soll. In 2016 werden die künftige Struktur vorbereitet, Arbeitsschwerpunkte festgelegt, ein Wirtschaftsplan entworfen und die weiteren Voraussetzungen geschaffen. „Die maritime Wirtschaft ist ein breit aufgestelltes Wachstumsfeld. Und das Maritime Cluster als innovatives Verbundcluster mit verschiedensten Handlungsschwerpunkten bildet ein wesentliches Werkzeug des industriepolitischen Instrumentenkastens und gibt der maritimen eine Stimme“, erklärte der neue Vorsitzende Prof. Holger Watter, Präsident der Fachhochschule Flensburg.
Wesentliche Aufgaben werden auch in Zukunft das Networking in der maritimen Branche, die Organisation von Fachveranstaltungen, die Arbeit in Fachgruppen sowie das Initiieren und Begleiten von Projekten unter Einbeziehung von Wirtschaft, Wissenschaft mit ihren Forschungs- und Hochschuleinrichtungen. In allen fünf Ländern ist der eingeschlagene Kurs klar: Gemeinsam in einem Netzwerk ist man stark, innovativ und kann etwas bewegen.
Die Verbraucherschutzminister der Länder dringen nach dem VW-Abgasskandal auf bessere Klagerechte gegen Konzerne nach US-Vorbild. „Der VW-Skandal hat uns allen vor Augen geführt, dass die Klagemöglichkeiten derzeit deutlich Schutzlücken aufweisen“, sagte der Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, Johannes Remmel (Grüne), zu Beginn der heutigen Tagung in Düsseldorf.
In der Debatte um den Erhalt von Bargeld als Zahlungsmittel warnte Meyer zu Beginn der Konferenz vor massiven Einschränkungen des Bargeldverkehrs. Zwar sei die Einstellung der Produktion von 500-Euro-Scheinen kein Problem, so lange die im Umlauf befindlichen Scheine weiterhin genutzt werden können, dennoch dürfe es keine weiteren Einschränkungen des Bargeldverkehrs geben. Für das berechtigte Anliegen der Geldwäsche-Prävention seien andere Wege zu wählen.
Meyer sagte weiter
Im Gespräch mit Journalisten sagte Nägele weiter

Meyer sagte am Rande der Verkehrsministerkonferenz in Heringsdorf
Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, dass der im Dezember 2014 vorgelegte Planfeststellungsbeschluss für den schleswig-holsteinischen Elbabschnitt der A 20 in einem Teil nachgebessert werden muss, ist aus Sicht von Verkehrsminister Reinhard Meyer „die ärgerliche Folge einer offenbar falschen Abwägung“.

Im Gespräch mit Sven Brosda von Radio Schleswig-Holstein sagte Nägele weiter (Audiopfeil klicken):


Der Staatssekretär sagte weiter