Buchholz zur Konferenz der Verkehrsminister: Wichtige Weichenstellungen für den Norden

Die Verkehrsminister der Länder hatten bei ihrer Herbst-Konferenz in dieser Woche in Frankfurt vor allem zwei wichtige Themen auf der Agenda: Die Folgen des Klimapakets der Bundesregierung für die Deutsche Bahn und das – und der weitere Ausbau der digitalen Infrastruktur, vor allem im Bereich des 5-G-Mobilfunknetzes. Dabei spielen Unternehmen aus dem Echten Norden eine wichtige Rolle. Für Verkehrsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“. Video starten…

Nordländer-Erfolg im Bundesrat: Wasserstoff wird zum gemeinsamen Nenner der Energiewende

Spät, aber nicht zu spät: Beim Thema Energiewende wollen die norddeutschen Küstenländer, die im November eine gemeinsame Wasserstoff-Strategie auf den Weg bringen, eng mit dem Bund zusammenarbeiten. Ein entsprechender Antrag fand heute die Mehrheit im Bundesrat. Wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) im Plenum sagte, sei dies ein enorm wichtiger Schritt weg von der bislang rein strombasierten Energiewende hin zu mehr Technologieoffenheit. So könne  Wasserstoff direkt oder weiterverarbeitet in Form von synthetischem Gas wie etwa Methan oder Methanol genutzt werden. Als Bindeglied zwischen Strom- und Gassektor biete „grüner“ Wasserstoff zudem die Möglichkeit, künftig zwei Wege zum Transport von erneuerbaren Energien zu nutzen. Auch Autobauer hätten damit einen Anreiz zur stärkeren Forschung und Entwicklung von Wasserstoff-Fahrzeugen.

„Künftig kann zudem das erhebliche volkswirtschaftliche Kapital der Gastransport- und Gasspeicherinfrastruktur effizient in den Wandel der Energieerzeugung eingebunden werden“, so Buchholz weiter. Zusammen mit den anderen Vertretern der Küstenländer dankte der FDP-Politiker der Bundesregierung, eine nationale Wasserstoffstrategie aufzulegen. „Und wir bitten Sie darum, die Länder umfassend in diesen Prozess einzubinden sowie vorhandene Wasserstoffstrategien der Länder zu berücksichtigen und wirksam zu unterstützen.“

Buchholz und Länderkollegen fordern Verdoppelung der Investitionen in die Schiene

Eine deutliche Stärkung der Schiene in Deutschland fordert Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) im Einklang mit seinen Länderkollegen: „Die Attraktivität der Bahn als Alternative zum Individualverkehr muss deutlich erhöht werden. Sowohl bei Qualität, Infrastruktur und Innovation weist die Schiene vielfältige Defizite auf“, sagte Buchholz heute zum Abschluss der Herbstkonferenz der Länder-Verkehrsminister in Frankfurt.

Wenn bis 2030 eine Verdopplung der Reisendenzahlen erreicht und der Anteil der Güterverkehrstransporte auf der Schiene erhöht werden solle, bedürfe es einer Qualitäts- und Investitionsoffensive. Das sei durch folgende Einzelschritte zu erreichen:

  • Zügige Etablierung des Deutschlandtakts.
  • Anpassung der Regionalisierungsmittel, die der Bund den Ländern für die Organisation des Schienenpersonenverkehrs bezahlt.
  • Leistungssteigerung des Schienennetzes durch Digitalisierung.

Dazu müssen laut Buchholz Strukturen der Deutschen Bahn AG (DB) an die politischen Zielsetzungen angepasst werden: „Heute werden rund 77 Euro pro Jahr pro Kopf der Bevölkerung in Deutschland in die Schiene investiert. Europaweit ist das schlechter Durchschnitt. In der Schweiz werden pro Jahr pro Kopf 365 Euro investiert.“

Gemeinsam mit den übrigen Verkehrsministern der Länder fordert Buchholz eine Verstetigung der Investitionen auf 150 Euro pro Jahr pro Kopf in Deutschland.

Auch bei der Qualität fordert der Minister ein Umdenken in der Bundespolitik. Buchholz: „Die DB ist allein nicht dazu in der Lage, die Qualität des Angebotes vernünftig zu entwickeln. Da gibt es viel zu viele Akteure und verschiedene Gesellschaften. Es braucht eine starke Steuerung und Kontrolle der DB durch den Bund.“

Der Minister verwies auf die verschiedenen Qualitätsprobleme in Schleswig-Holstein: „Auf der Marschbahn bekommt die DB die Qualität nicht in den Griff. Zugausfälle und Infrastrukturmängel kommen hinzu. Die Verkehre zwischen Flensburg, Kiel und Hamburg leiden immer noch unter den ‚Kinderkrankheiten‘ der neuen Doppelstockwagen. Die Strecken von Lübeck und Elmshorn nach Hamburg sind an der Kapazitätsgrenze. Bahnübergangsstörungen sind an der Tagesordnung.“

Dabei sei Schleswig-Holstein relativ überschaubar. Buchholz: „Rechts eine Küste, links eine Küste, im Süden Hamburg an der Elbe und im Norden zwei Schienenwege nach Dänemark.“ Das Land biete sich geradezu an, eine Pilotregion für die Schiene zu werden. Hier könne die Bahn einmal zeigen, was sie kann.

So zeigt der echte Norden Flagge bei Europas größter Immobilien-Messe

Buchholz (rechts) in München im Gespräch mit Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und dessen Wirtschaftsförderern

Der echte Norden mit starker Präsenz im Südzipfel der Republik: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz besuchte heute die Expo Real in München, bei der sich Schleswig-Holstein zum 17. Mal gemeinsam mit Hamburg präsentiert. „Eine der wichtigsten europäischen Messen für Gewerbeimmobilien und Investitionen“, sagt Buchholz und zeigte sich sehr zufrieden mit der Rekordbeteiligung der regionalen Wirtschaftsförderer aus dem Norden.

Wie der Minister weiter sagte, hätten beide Länder viel zu bieten – hervorragende Flächen für Wohnbebauung in bester Lage, gut erschlossene Gewerbegebiete entlang der Wachstumsachsen Richtung Skandinavien sowie Bauflächen für Hotels und Ferienanlagen in boomenden Ferienregionen, die sich für eine vielfältige Nutzung anbieten. Der Norddeutsche Empfang am heutigen Abend verdeutliche die enge Zusammenarbeit der beiden Bundesländer.

Der schleswig-holsteinische Gemeinschaftsstand, organisiert von der WT.SH, sei zudem ein wichtiger Baustein im Standortmarketing des Landes Schleswig-Holstein.

Auf der Expo Real in München dreht sich alles um Gewerbeimmobilien und Investitionen – von Immobilienprojekten und Investments bis zur Finanzierung. Vertreter aller wichtigen Immobilienmärkte und -standorte sowie die internationalen Vertreter der der Immobilienwirtschaft sind dabei.

Buchholz will bei Konferenz der Verkehrsminister für mehr Kontrolle der DB-Klima-Millionen werben

Flensburger Tageblatt von heute…

Die Bahn in Deutschland braucht nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Verkehrsministers Bernd Buchholz dringend weitere Qualitätsverbesserungen. «Und die Verwendung der dafür eingestellten Mittel muss auch konsequent kontrolliert werden», sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Verkehrsministerkonferenz am Mittwoch in Frankfurt/Main. Der Beschluss, die Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19 auf 7 Prozent zu senken, sei richtig. «Aber nur deshalb wird kaum jemand vom Auto auf Bahn oder Bus umsteigen.» Darum seien zielgerichtete Vorschläge zur Qualitätsverbesserung bei Schieneninfrastruktur und Verkehrsleistung erforderlich.

Zu den bei der Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt anstehenden Themen sagte Buchholz weiter – Audio starten „im Browser anhören“

Der Einsatz der 400 Millionen Euro für die Bahn aus dem Klimapaket müsse zielgerichtet gesteuert werden, sagte Buchholz. Zudem sollten über einen Sonderfonds die Pro-Kopf-Investitionen für die Bahn mittelfristig auf 150 Euro im Jahr verdoppelt werden.

Für klimafreundliche Qualitätsverbesserungen bietet sich aus Sicht des Kieler Ministers Schleswig-Holstein als perfektes Testfeld an, zumal hier die Elektrifizierungsquote bundesweit am niedrigsten ist. «Auf den Strecken nach Sylt sowie von Hamburg nach Kiel und Lübeck könnte die Bahn wunderbar ihre Fähigkeiten zur Qualitätsverbesserung in einer Art Pilotprojekt unter Beweis stellen.»

Buchholz hatte kürzlich im Bundesrat eine Initiative zur zügigen Bahn-Elektrifizierung eingereicht. Er verknüpfte das mit der Forderung, dass der Bund komplett die Elektrifizierung von Regionalstrecken bezahlt. In Schleswig-Holstein haben nur 376 von 1275 Kilometern Schiene Oberleitungen. Auf knapp 900 Kilometern fahren die Züge mit Diesel.

Buchholz: Tag der Einheit war eine Visitenkarte des Wirtschafts-Standorts Schleswig-Holstein

Es war ein kurzes, aber ebenso friedliches wie gelungenes Fest. Die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit rund um Rathausplatz, Sparkassen-Arena, Kiellinie oder Landeshaus zogen am Mittwoch und Donnerstag Zigtausende nach Kiel.

Auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) war fast überall dabei und legte sein besonderes Augenmerk natürlich auf die Themen Energie und Wirtschaft – wie etwa unsere StartUp-Zelte. Seine „Meldung der Woche“. Video starten

Deutschland-Premiere in Brunsbüttel: Erste LNG-Betankung von Schiff zu Schiff

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Die blaue „Kairos“ betankt im Brunsbütteler Elbehafen die grüne „Sheldt River“

Weiterer Meilenstein zur Etablierung von LNG (Liquefied Natural Gas) in der Schifffahrt und in Deutschland. Im Brunsbütteler Elbehafen führte das Unternehmen „Nauticor“ heute erfolgreich die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung Deutschlands durch. Der Laderaumsaugbagger „Scheldt River“ hat den emissionsarmen Treibstoff LNG von dem Bunkerschiff „Kairos“ übernommen.

Nauticor-Chef Mahinde Abeynaike bezeichnete das geglückte Manöver als weiteren Meilenstein beim Aufbau einer flächendeckenden LNG-Versorgungsinfrastruktur.

Die Tatsache, dass der Brunsbütteler Elbehafen als Standort für den ersten LNG Ship-to-Ship Bunkervorgang Deutschlands gewählt wurde, freut Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und der SCHRAMM group: „Auf dem Weg, Brunsbüttel als führenden LNG Standort in Deutschland zu etablieren, stellt die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung im Elbehafen eine Bestätigung unseres Handelns dar. Der Hafen- und Industriestandort Brunsbüttel erfüllt alle Voraussetzung für die Nutzung, die Bebunkerung, den Umschlag und die Lagerung von LNG.“ Durch eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern von Nauticor, Brunsbüttel Ports und des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) als Genehmigungsbehörde hätten die notwendigen genehmigungsrechtlichen und operativen Voraussetzungen geschaffen werden können.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz begrüßt ebenfalls die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung: „Umweltfreundlichere Schiffe brauchen neue Kraftstoffe. Mit LNG gehen wir dabei die ersten Schritte, bis wir ausreichend synthetische Kraftstoffe zur Verfügung haben. Neue Kraftstoffe wiederum erfordern neue Prozeduren beim Tankvorgang, und diese Verfahren müssen in allererster Linie höchsten Sicherheitsansprüchen genügen. Ich freue mich daher sehr, dass Brunsbüttel Ports einmal mehr Vorreiter bei neuen Verfahren ist und bedanke mich bei allen beteiligten Behörden für die reibungslosen Vorbereitungen.“

Derweil werden die Planungen zur Errichtung eines kombinierten LNG Import- und Distributionsterminals am Standort Brunsbüttel durch die German LNG Terminal GmbH weiter vorangetrieben. Auch die Schifffahrtsversorgung mit LNG würde laut Buchholz von einem Terminal profitieren, da die Planungen vorsehen, dass LNG-Bunkerschiffe wie die Kairos am Terminal LNG zur Weiterverteilung übernehmen können.

 

Rückenwind von 2,3 Millionen Euro für Kieler Gewerbegebiets-Erschließung in Holtenau

Mit Rubin
Buchholz, Kämpfer und KiWi-Wirtschaftsförderer  Einar Rubin bei der Übergabe des Förderbescheids heute im Ministerbüro

Um dem wachsenden Bedarf an Gewerbeflächen rund um Kiel gerecht zu werden, unterstützt das Land die Landeshauptstadt mit knapp 2,3 Millionen Euro. Wirtschafts­minister Dr. Bernd Buchholz überreichte heute einen entsprechenden Förderbescheid an Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. „Mit diesem Betrag unterstützen wir Kiel dabei, in seinem Holtenauer Gewerbegebiet Boelckestraße rund sechs Hektar an zusätzlichen Gewerbeflächen und langfristig bis zu 240 neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Buchholz. Kiel plant auf dem Arreal nahe des Flughafens sieben Baufelder zwischen 4.000 und 13.000 Quadratmetern.

Wie Buchholz weiter erläuterte, verzeichne Kiel in den letzten Jahren eine starke Nachfrage nach neuen Gewerbeflächen. In Kiel selbst sowie im Umland seien bereits mehrere Gewerbegebiete erweitert oder neu erschlossen worden. Aktuell, so Buchholz, werde auch das Gewerbegebiet Schönkirchen auf der anderen Seite der Förde erweitert, ebenfalls mit Fördermitteln des Landes. „Die jüngsten Erschließungen in der KielRegion machen aber auch sehr deutlich, dass die Bereitstellung großer Flächen nur noch im interkommunalen Schulterschluss gelingt“, sagte er.

Kiels Oberbürgermeister Kämpfer unterstrich: „Die Förderung des Landes hilft uns sehr bei der Realisierung dieses Gewerbegebiets, das sogar eine optimale Anbindung aus der Luft hat.“ Das Areal im Kieler Norden grenze direkt an den Kieler Airport und liege in unmittelbarer Nähe zum Fernverkehr und zu internationalen Seewegen.

„Mit der Erschließung des Gewerbegebietes nördlich der Boelckestraße fällt der Startschuss für eine Wirtschaftsflächenentwicklung in den nördlichen Stadtteilen Kiels“, sagt Einar Rubin, Prokurist bei der Kieler Wirtschaftsförderung (KIWI). Diese Entwicklung werde sich mit der zukünftigen Ausweisung weiterer Gewerbeflächen am Airpark Holtenau, auf der maritimen Potenzialfläche des ehemaligen MFG-5-Geländes und im Gewerbe- und Industriegebiet in Kiel-Friedrichsort fortsetzen. „Und damit zur Stärkung der Stadtteile Holtenau und Friedrichsort beitragen“, so Rubin weiter.

Rohlfs gratuliert VisiConsult im Namen des Landes zum Großen Preis des Mittelstands

Visi
Silke Schulenburg, Hajo Schulenburg und Lennart Schulenburg (rechts) mit Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs heute bei der „Siegesfeier“ in Stockelsdorf

Das mittelständische Unternehmen VisiConsult X-ray Systems & Solutions GmbH mit Sitz in Stockelsdorf ist einer der Sieger des diesjährigen deutschen Mittelstandspreises. Nach der offiziellen Preisverleihung am letzten Sonnabend in Düsseldorf gab es heute eine interne Nachfeier am Standort in Stockelsdorf. Dabei gratulierte auch Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs der Gründer-Familie sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insbesondere mit Hinblick auf das diesjährige Motto ‚Nachhaltig Wirtschaften‘ sei VisiConsult ein würdiger Preisträger. „Ich freue mich, dass das Unternehmen es unter anderem versteht, die Leistung seiner Mitarbeiter als auch den echten Norden zu schätzen.“

VisiConsult ist einer von bundesweit nur vier Global Playern im Bereich der Röntgenbildverarbeitung. Da alle drei Konkurrenzbetriebe Aktienunternehmen sind, punktete der Mittelständler aus dem echten Norden vor allem mit seiner direkten und innovativen Führung sowie seiner Flexibilität. Anfang 2019 wurde das Unternehmen an die zweite Familiengeneration übergeben. Die Vision, sich vom kleinen Nischen-Player zum Weltmarktführer zu entwickeln, verfolgt nun ein fünfköpfiger Familienverbund.

Anders als konkurrierende Unternehmen, bietet VisiConsult laut Jury-Begründung einen Komplettservice, der seinesgleichen sucht. Angefangen hat alles 1996 mit dem Bildverarbeitungsprogramm Xplus, das heute noch Anwendung findet und das Herzstück der Röntgengeräte ist. Schnell wurde dem kreativen Geschäftsführer Hajo Schulenberg klar, dass die Kunden nicht nur die Software benötigen. Er begann, auch die Anlagen um das Programm herum zu konstruieren. Vor allem für den Automobilsektor und für die Luftfahrt liefert das Unternehmen innovative Lösungen, durch die es seine Marktführung langfristig ausbauen und sichern will. Weiterhin gilt das Unternehmen als Vorreiter in den Themen Automatisierung und Industrie 4.0. Im Rahmen von Konferenzen und Dachverbands-veranstaltungen teilt es seine Erfahrungen und Ideen häufig mit anderen Unternehmen.

Als Familienbetrieb in Zeiten des Fachkräftemangels weiß VisiConsult, wie wichtig die Förderung junger Menschen ist. Deshalb sind neben den 70 Mitarbeitern auch elf Auszubildende sowie zwölf Werkstudenten und Praktikanten für das Unternehmen tätig. In den letzten Jahren waren stets mindestens 15 Prozent der Angestellten in einer Ausbildung. Zahlreiche enge Kooperationen, beispielsweise mit der Fachhochschule und der Universität zu Lübeck, ermöglichen zudem regelmäßig studentische Praktika und akademische Abschlussarbeiten im Betrieb. Die Übernahmequote bei den regelmäßig zwei bis drei dualen Studenten beträgt beinahe 100 Prozent. Außerdem bietet das Unternehmen geflüchteten Menschen eine Chance und konnte auf diese Art und Weise inzwischen zwei neue Mitarbeiter gewinnen.

Besonders großen Wert legt VisiConsult auf den Umgang mit seinen Mitarbeitern. Auszubildende können bei einem vierteljährlich stattfindenden Azubi-Stammtisch mit der Geschäftsführung Feedback geben.

Enger Schulterschluss von Bund, Land und Wirtschaft beim Thema LNG-Terminal Brunsbüttel

So berichtet heute unter anderem die Dithmarscher Landeszeitung über das 30. Brunsbüttler Industriegespräch auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Klares Bekenntnis von Politik und Wirtschaft zum geplanten Brunsbüttler LNG-Terminal beim 30. Brunsbüttler Industriegespräch? Vor rund 150 Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft machten Montagabend an Bord der „Adler Princess“ sowohl Umwelt-Staatssekretär Tobias Goldschmidt als auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz klar, dass die Landesregierung ohne Wenn und Aber zu dem 500-Millionen-Projekt stehe. Erst am Tag zuvor hatte das Konsortium German LNG den erfolgreichen Abschluss des Präqualifizierungsverfahrens bekannt gegeben. 
Neben Buchholz und Goldschmidt begrüßte Gastgeber Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und Geschäftsführer der SCHRAMM group,  zum ersten Mal auch Norbert Brackmann in seiner Rolle als maritimer Koordinator der Bundesregierung. In diesem Jahr lag der thematische Fokus auf der Bedeutung der Industrie für die Region in Zeiten der Umweltbewegung vor dem Hintergrund des jüngst stattgefundenen Klimacamps in Brunsbüttel. In seinem Eingangsstatement unterstrich Buchholz die große regionalökonomische Bedeutung des ChemCoast Park Brunsbüttel als größtes zusammenhängendes Industriegebiet mit seinen Industrieunternehmen und Häfen für die Region, aber auch für das gesamte Land Schleswig-Holstein.

Mit Blick auf die jüngste Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), wonach in den letzten 20 Jahren in Schleswig-Holstein kontinuierlich Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe weggefallen sind, kündigte Buchholz bis zum Jahresende eine Nachjustierung der Industrie-Strategie der Landesregierung an. „Wir sind in den letzten Jahren durch die starke mittelständische Prägung mit einem zu schwach ausgeprägten Fokus auf die Industriepolitik unterwegs gewesen“, so Buchholz. Das solle sich mit der neuen Strategie ändern. Das Ziel: Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 soll die Zahl der Industriearbeitsplätze wieder deutlich steigen. „Wir brauchen dabei eine gemeinsame Haltung mit Hamburg, dass Betriebe, die nicht mehr in Hamburg unterkommen, in den Hamburger Rand geholt werden. Dafür benötige man allerdings entsprechende Industrieflächen. Außerdem setze die Landesregierung darauf, dass Hochschulen und mittelständischen Unternehmen im Land noch enger zusammenarbeiten, um sich in der Forschung austauschen zu können.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus