Reform: LBV.SH macht sich fit als schlagkräftiger Betrieb und attraktiver Arbeitgeber

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Staatssekretär Rohlfs bei seiner Rede vor den rund 1000 Kolleginnen und Kollegen des LBV.SH

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) mit seinen rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird aus der derzeit laufenden Reform der Bundesfernstraßenverwaltung gestärkt hervorgehen. Das sagte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute vor über 1000 LBV.SH-Beschäftigten bei einer Informationsveranstaltung des Landesbetriebs in den Neu­münsteraner Holstenhallen. So werden alle fünf Standorte in Flensburg, Kiel, Rendsburg, Itzehoe und Lübeck erhalten bleiben. „Dort wo heute Kolleginnen und Kollegen des LBV.SH arbeiten, werden auch künftig Kolleginnen und Kollegen des Landesbetriebs arbeiten. Das war eine der wichtigsten Rahmenbedingungen, auf die wir uns in den vergangenen Monaten im engen Schulterschluss mit den Personalvertretungen, der LBV-Spitze und dem Ministerium verständigt haben“, sagte Rohlfs.

Hintergrund der Reform ist neben dem Investitionsschub in die Straßen-Infrastruktur und dem starken Wettbewerb um Fachkräfte vor allem der Start der Bundesfernstraßengesell­schaft zum 1. Januar 2021. Danach werden die Autobahnen vom Bund durch eine Infrastrukturgesellschaft Autobahnen GmbH (IGA) und ein Fernstraßen-Bundesamt (FBA) verwaltet – statt wie bislang durch die Länder.

PK2Während des Pressegesprächs im Anschluss an die Versammlung zusammen LBV.SH-Chef Conradt  sagte Rohlfs

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Kernstück des weiteren Prozesses ist nach den Worten von Rohlfs die Umstrukturierung des LBV.SH zu einem so genannten Geschäftsbereichsmodell, über das die Herausforderungen der kommenden Jahre flexibel gemeistert werden sollen. Der Staatssekretär stellte klar: „Diese moderate Weiterentwicklung des LBV.SH ist keine radikale Reform, die alles Bisherige auf den Kopf stellt. Wir haben vielmehr unsere eigenen Strukturen selbstkritisch angeschaut und uns ehrlich gefragt: Was ist gut, was könnte noch besser sein, wo hakt es?“

Hier zum Mitschnitt des Pressegesprächs:

Mit Blick auf das geplante Geschäftsbereichsmodell machte LBV.SH-Direktor Torsten Conradt klar, dass die flexible neue Struktur vor allem dazu beitragen werde, die bisherigen Aufgaben noch wirkungsvoller zu erledigen. Dazu gehören neben Planung, Bau und Erhaltung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen einschließlich der Radwege auch die Gehölzpflege und der Winterdienst. „Diese Straffung erreichen wir vor allem durch die Einführung flacher Hierarchien und damit kürzerer Entscheidungswege“, so Conradt. Durch diese höhere Flexibilität kann der LBV.SH zukünftig auch besser auf regionale Schwankungen in der Aufgabenverteilung im Land aber auch auf regional unterschiedliche Bewerberzahlen bei Einstellungen von Nachwuchskräften reagieren. Anstelle der Niederlassungen werde es künftig Geschäftsbereiche in Kiel mit Regionaldezernaten vor Ort geben, die weiterhin Ansprechpartner vor allem der Kreise und Kommunen sind.

Als eines der wichtigsten Ergebnisse der Reform bezeichnete der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats des LBV.SH, Ralf Wrobel, die festgelegte Arbeitsort-Garantie bei dieser Organisationsänderung: „Niemand muss gegen seinen oder ihren Willen den Arbeitsort wechseln. Wer mag, der kann wechseln, wer nicht will, wird nicht gezwungen. Nur so wird es laufen“, so Wrobel.

Wie Staatssekretär Rohlfs sagte, werde der Landesbetrieb im nächsten Schritt das Geschäftsbereichsmodell weiter verfeinern, um es bereits Mitte 2019 in die Praxis umzusetzen. [Hier zur Standort-Übersicht]

Und so berichtet der sh:z

Und so das Hamburger Abendblatt:


60 Firmen und Institutionen unterzeichnen Bündnis für Glasfaser-Ausbau im echten Norden

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Einer der 60 Unterzeichner des Memorandums: Jens Krabbenhöft vom Breitband-Zweckverband Hüttener Berge mit Wirtschaftsminister Buchholz

Breite Allianz, klares Ziel: Um den flächendeckenden Ausbau des Glasfaser-Netzes in Schleswig-Holstein noch dynamischer voranzutreiben, haben sich heute in Kiel Vertreterinnen und Vertreter von 60 Unternehmen und Institutionen zu einem „Bündnis für den Glasfaserausbau Schleswig-Holstein“ zusammengeschlossen. „In dieser Allianz wird jeder nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir 2025 den flächendeckenden Ausbau schaffen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Unterzeichnung des entsprechenden Memorandums. „Schleswig-Holstein ist mit 35 Prozent anschließbarer Haushalte bereits heute das Glasfaserland Nummer 1 in Deutschland, im Bund sind es gerade einmal acht Prozent“, so der Minister.

Bei dem Memorandum handelt es sich nach den Worten von Buchholz um eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter, ohne in deren Unabhängigkeit und in den Wettbewerb einzugreifen. Wichtigste Elemente des Memorandums sind:

  • Unterstützung der Zielsetzung der Glasfaserstrategie der Landesregierung.
  • Einsatz von Fördermitteln nur dann, wenn es keine privatwirtschaftliche Lösung gibt
  • zweijähriger Verzicht der Unternehmen auf eigene Ausbaumaßnahmen bei kommunalen Förderprojekten, sofern die Unternehmen selbst keinen Eigenausbau angekündigt haben („Stillhalteabkommen“).
  • Verzicht auf einen Parallelausbau von Glasfaserinfrastrukturen, stattdessen Nutzung vorhandener Infrastrukturen.
  • Bekenntnis zur Flexibilisierung von Regulierungsmaßnahmen der Bundesnetzagentur, um weitere Investitionen anzuregen.
  • Bereitschaft zur Kooperation der Anbieter bei Ausbaumaßnahmen.

Buchholz: „Bis 2020 werden wir mit den laufenden Ausbauprojekten in Schleswig-Holstein die Hälfte unserer Haushalte erschließen können, bis 2022 etwa zwei knappe Drittel. Ich erwarte, dass es uns mithilfe der unterzeichnenden Akteure gelingt, diesen Prozess weiter zu beschleunigen.“ Als bedauerlich bezeichnete es der Minister, dass sich vor allem zwei große Telekommunikationsunternehmen nicht für eine Unterschrift entscheiden konnten. „Ich hoffe aber, dass dies erstens nicht das letzte Wort war. Und zweitens, dass die Unternehmen trotzdem im Sinne des Memorandums agieren werden.“ Fünf weitere Unternehmen prüfen aktuell noch ihren Einstieg in das Bündnis.

Wie Buchholz weiter sagte, solle innerhalb des Bündnisses vor allem besprochen werden, wie die 2022 noch verbleibenden rund 38 Prozent der schleswig-holsteinischen Haushalte ebenfalls noch mit Glasfaser erschlossen werden können: „Wir werden diese weißen Flecken mithilfe des Breitband-Kompetenzzentrums näher analysieren. Und darauf aufbauend sollen die Bündnispartner dann prüfen, ob ein eigenwirtschaftlicher Ausbau oder die Bildung von Ausbau-Allianzen denkbar ist. All das wird die Landesregierung eng begleiten und – wo möglich – auch mit Förder- und Finanzierungsinstrumenten unterstützen.“

Glasfaserkabel zur Breitband-Nutzung werden verlegt

Gründerland SH: Nadine Sydow und Martin Frischbock sind die „Überflieger“-Sieger

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Siegerehrung (v.l.): Axel Schulz, Kristina Engel, Martin Fischbock,  Bernd Buchholz, Nadine Sydow,   Johannes Ripken, Sebastian Wiercinski, Jonas Stamm,  Anke Rasmus und Börrje Schneider

Ihre Startup-Ideen überzeugten: Die beiden Kieler Nadine Sydow und Martin Fischbock  sind die „Überflieger“ des Jahres 2018 und gewinnen ein Ticket ins Silicon Valley im Rahmen der Delegantionsreise der Landesregierung in die USA vom 5. bis zum 31. August. „Es ist immer wieder motivierend zu sehen, wie viele innovative Ideen und engagierte Jungunternehmer wir in Schleswig-Holstein haben. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs haben einmal mehr gezeigt, dass wir ein Gründerland sind und noch reichlich Potential haben. Als Schirmherr und Jury-Mitglied unterstütze ich gerne unsere Startups und ebne Wege für die Firmeninhaber von morgen und damit die Vielfalt für uns alle“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz am Freitagabend bei der Preisübergabe im Gästehaus der Landesregierung.

Auch die Initiatoren des Start-up Wettbewerbs, die Vereine The Bay Areas, StartUp SH und der Marketing-Club Schleswig-Holstein, sind begeistert von den aktiven Teilnehmern. „Die Premiere des ersten landesweiten Wettbewerbs ist mehr als gelungen“, so Börrje Schneider (Marketing Club Schleswig-Holstein). „Wir haben hier spannende Gründungsideen und werden auch die anderen Teilnehmer gerne weiter begleiten“, ergänzt Dr. Anke Rasmus (StartUpSH). „Mit dem Zuspruch aus der Startup Szene und unseren engagierten Unterstützern können wir gemeinsam das Gründerland Schleswig-Holstein auch mit diesem Kontest weiter unterstützen“, sagt Axel Schulz (The Bay Areas).

Betriebsbesuche in Baubranche: Heute mal per Motorrad statt per Dienstwagen….

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Auf Motorrad-Tour durch die Betriebe: Buchholz, Freiberg, Schareck
In Schleswig-Holstein wird kräftig gebaut und da sind die Betriebe im Land gefragt. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein, Thorsten Freiberg, und dem Hauptgeschäftsführer Georg Schareck besucht Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zur Stunde zwei Unternehmen aus der Bauwirtschaft, um vor Ort tiefere Einblicke in die Branche zu gewinnen.

„Wir besuchen  die Segeberger Zimmerei Holzbau Pagels und das Bauunternehmen Dirk Kage in Hohenlockstedt, weil die Firmen beispielhaft die Leistungsfähigkeit unserer Branche zeigen“, sagt Schareck. Die Baubranche sei eine leistungsstarke Schlüsselbranche mit einer hohen Nachfrage und die beiden Unternehmen aus den Bereichen Holzbau und Umweltökologie, Massivbau und Gebäudetypologien würden eine große Bandbreite des Baugeschehens abbilden.

Mit einer derartigen Betriebstour werde vor allem die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch geschaffen. „Wir halten den direkten Kontakt mit den Betrieben für sehr wichtig – für beide Seiten“, meint Schareck, dessen Verband die Tour initiiert hat.

Zu den Betrieben

Die Zimmerei Holzbau Pagels GmbH mit Sitz in Bad Segeberg ist aus einer traditionellen Zimmerei und Sägewerk von 1912 hervorgegangen und wurde 1979 in zweiter Generation von Zimmermeister Manfred Pagels übernommen. Sie wird heute als hochmoderner Betrieb von Dipl.-Ing. Marcus Pagels geführt, beschäftigt Mitarbeiter aus den Bereichen Zimmerei, Dachdeckerei sowie Dachklempnerei und ist Ausbildungsbetrieb. Das Leistungsspektrum reicht von Zimmererarbeiten über Holzrahmen- und Fachwerkbau bis zum Schlüsselfertigbau (www.holzbau-pagels.de).

Kagebau errichtet als Generalunternehmer bezugsfertige Massivhäuser, sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser. Der Betrieb hat sich seit Firmengründung 1994 durch Dirk Kage als Einzelunternehmen mit vier Mitarbeitern zu einem mittelständischen Bauunternehmen mit heute rund 150 Angestellten, darunter 14 Auszubildenden, entwickelt. Am Firmensitz in Hohenlockstedt hat Kagebau einen Musterhauspark eröffnet. Sie unterhält Büros und Musterhäuser an weiteren Standorten in Schleswig-Holstein und Hamburg (www.kagebau.de).

So berichten die Lübecker Nachrichten


 

Buchholz zufrieden: Juni-Arbeitslosenquote sinkt dank Konjunktur gegenüber 2017 um 8,9 Prozent

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Es brummt – nicht nur im Straßenbau

Nach dem glänzenden Jahresstart nun auch eine sonnige Halbzeitbilanz: Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,9 Prozent zurückgegangen, gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent. „Damit können wir für 2018 eine glänzende Halbzeitbilanz ziehen“, sagte Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute zu den aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt mit  81.638 erwerbslosen Personen bei 5,2 Prozent, ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

„Nicht nur die Halbzeitbilanz fällt positiv aus, auch die Entwicklung der letzten Jahre kann sich sehen lassen“, sagte Buchholz: Habe die Zahl der Arbeitslosen 2014 durchschnittlich bei knapp 101.000 gelegen, so waren es im Jahresdurchschnitt 2017 noch 92.400.  „Der Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen von durchschnittlich 37.200 im Jahr 2014 auf 32.300 in 2017 zeigt, dass es durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik in Kombination mit einber guten wirtschaftlichen Entwicklung gelungen ist, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren und die Übertritte in Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren.“

Gegenwärtig sind 29.500 Langzeitarbeitslose registriert. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Zahl um 2.700 oder 8,5 Prozent zurück. Einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat um 1.200 (- 14 %) verzeichnet auch die Zahl der arbeitslosen 15- bis 25-jährigen, die gegenwärtig bei 7.748 Personen liegt. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer liegt bei 17.300 und ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent zurück.

Besonders erfreulich ist laut Buchholz, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter ansteigt. Nach den hochgerechneten Daten von April um 4.000 (+ 0,4 %)  gegenüber dem Vormonat und 20.000 (+ 2,1 %) gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenwärtig sind 979.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte zu verzeichnen. „Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr zeigt sich in allen Branchen, besonders im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und dem Dienstleistungsbereich“, so der Minister

SH zieht Länder-Wirtschaftsminister mit „Glasfaser-Antrag“ auf seine Seite

Glasfaserkabel zur Breitband-Nutzung
Soll auch bundesweit die maßgebliche Technologie der Zukunft sein: Glasfaser, dass – anders als etwa das Vectoring – Datenübertragungen im Gigabit-Bereich ermöglicht

Mit großer Mehrheit haben die Wirtschaftsminister der Länder am Nachmittag bei ihrer Sommerkonferenz in Saarbrücken zwei Anträge aus Schleswig-Holstein zu den Themen Glasfer-Ausbau und Mobilfunk gebilligt. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz geht es dabei vor allem um den Appell an den Bund, ebenso wie Schleswig-Holstein auf einen reinen Glasfaser-Ausbau und damit auf Gigabit-Bandbreiten zu setzen. Technologische Zwischenlösungen wie das so genannte Vectoring mit herkömmlichen Kupferdrähten sollen der Vergangenheit angehören und stattdessen bis 2025 ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser bis in die Häuser hinein erreicht werden.

„Nun kommt es darauf  an, dass der Bund seine Förderprogramme entsprechend ausrichtet“, so Buchholz, dessen Länder-Kollegen sich ebenso wie er selbst auch kritisch mit dem von der Berliner Koalition geplanten „Recht auf Internet für alle“ auseinandersetzten. „Eine solche Rechtsvorschrift würde den Ausbau vor allem lähmen statt befördern, weil sämtliche Telekommunikationsanbieter zunächst den genauen Rechtsrahmen abwarten würden, ehe sie investieren“, sagte Buchholz.

Weiter sagte der Minister zu den Anträgen aus Schleswig-Holstein. Audio starten – „im Browser anhören“

Hinsichtlich des künftigen Mobilfunk-Standards 5G machte neben Buchholz auch der zuständige Abteilungsleiter aus dem Bundesverkehrsministerium, Tobias Miethaner, deutlich, dass eine flächendeckende Versorgung „bis in die tiefsten Winkel der Republik hinein“ angesichts der zu vergebenden Frequenzen auf technische Schwierigkeiten stoße. Laut Buchholz komme es zunächst darauf an, rechtssichere Ausschreibungen für den 5G-Ausbau zustande zu bekommen statt den Anbietern Auflagen zu machen, die am Ende zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten führen können.

Rohlfs zu Sondermalus gegen DB wegen Marschbahn: Notfalls klären wir das vor Gericht

Pendler blockieren in Klanxbüll die Züge der Marschbahn

Der „Dauerbrenner“ Marschbahn beschäftigte heute einmal mehr den Wirtschaftsausschuss des Kieler Landtags. Dabei räumten sowohl DB-Regio-Chef Torsten Reh als auch Michael Körber von der DB Netz ein, dass die vertraglichen Leistungen auf der Strecke Itzehoe-Westerland nach wie vor bei weitem nicht erreicht würden. Die Pünktlichkeitswerte und Zugausfälle seien im Schnitt der letzten drei Wochen gegenüber dem Mai mit über 65 Prozent zwar teilweise leicht verbessert, aber noch nicht annähernd bei der vertraglich festgelegten Pünktlichkeitsquote von 93 Prozent.

Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs machte deutlich, dass auch für den Monat Juni erneut ein Sondermalus fällig werden dürfte. Ob er – wie im Mai – bei insgesamt 500.000 Euro liegen werde, oder – wie in den Monaten zuvor – bei 350.000 Euro müsste die genaue Auswertung der Zahlen noch ergeben.

Die DB-Vertreter machten klar, dass sie die Sondermalus-Regelung zugunsten der Pendler nur für den Monat Februar akzeptieren werde. Rohlfs zeigte sich davon wenig beeindruckt. Ein weiteres Thema war auch der Netzausbau – etwa das seit langem geforderte dritte Gleis zwischen Elmshorn und Pinneberg.

Überschrift
Staatssekretär Rohlfs

Dazu – und zum Sondermalus – sagten Rohlfs und NAH.SH-Chef Bernhard Wewers im Ausschuss:

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Autozug Sylt schickt zweite moderne Dieselelektrik-Lok auf den Hindenburgdamm

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US-Investor Henry Posner III mit seiner Frau, seiner Tochter und Minister Buchholz

Nachwuchs beim „Autozug Sylt“des US-Unternehmens RDC: In Anwesenheit des amerikanischen Privat-Investors Henry Posner III wurde heute in Kiel die zweite Siemens-Lok des Typs VECTRON getauft – auf den Namen „Anne“. Der VECTRON gilt nach Unternehmensangaben als derzeit leiseste, umweltfreundlichste und und effizienteste dieselelektrische Lok weltweit. Die erste der beiden fabrikneuen Loks ist unter dem Namen „Debbie“ bereits seit über einem Jahr auf dem Hindenburgdamm unterwegs.

Verkehrsminister Buchholz machte heute gegenüber Posner nochmals deutlich, dass er sich mittelfristig auch von RDC auf der Strecke Doppelstockwagen wünsche. Denn nur dadurch könnten die nötigen Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden, um die Verkehrsmengen auf der derzeit problematischen Strecke zu bewältigen

Buchholz sagte am Nachmittag anlässlich der Loktaufe weiter:

LBV.SH bringt in Steinburg, Dithmarschen und Pinneberg 75 Millionen Euro auf die Straße

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Präsentierten die Straßenbau-Vorhaben der Kreise Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg. Christopher Deppe (rechts) und Minister Buchholz.

Gewaltiger Sanierungs-Schub für das Straßennetz von Tönning über die südliche Westküste bis ins Binnenland hinein nach Hamburg: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und Christopher Deppe vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) heute in der Autobahnmeisterei Quickborn erläuterten, laufen in diesem Jahr allein im Zuständigkeitsbereich der LBV.SH-Niederlassung Itzehoe 38 Projekte im Gesamtauftragswert von rund 75 Millionen Euro an. Davon entfallen 21 Baumaßnahmen auf den Kreis Dithmarschen, zehn Projekte auf den Kreis Steinburg und sieben Vorhaben auf den Kreis Pinneberg.

„Es wird in den kommenden Wochen also deutlich sichtbar, dass die Landesregierung die Mittel für die Infrastruktur-Sanierung erheblich erhöht hat – allein um fast 30 Millionen auf annähernd 100 Millionen Euro in diesem Jahr für Landesstraßen“, so Buchholz. Nun gehe es darum, das Geld angesichts der voll ausgelasteten Bauindustrie ohne Reibungsverluste umzusetzen. Wie der Minister weiter sagte, stehe dabei außer Frage, dass durch die Vielzahl der Sommerbaustellen in den kommenden Wochen mit Beeinträchtigungen zu rechnen sei. Aber das eine sei ohne das andere nicht zu haben. Doch: „Wir haben im Vorwege alles getan, um die Baustellen so zu takten, dass die Beeinträchtigungen vertretbar bleiben. Denn nur, wenn wir jetzt das Geld buchstäblich auf die Straße bringen, werden wir künftig wieder die Verkehrswege zur Verfügung haben, die einem florierenden Wirtschaftsstandort und einem beliebten Tourismusland wie Schleswig-Holstein angemessen sind“, unterstrich der Minister.

Buchholz sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Nach den Worten von Christopher Deppe vom LBV.SH hätten Projekte wie das Beseitigen von Nadelöhren – etwa an der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster – ebenso hohe Priorität wie das Erneuern von Fahrbahnen. Die Länge der Straßenprojekte, die in diesem Jahr von der LBV.SH-Niederlassung Itzehoe angepackt wird, beträgt rund 75 Kilometer. Deppe erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass der Landesbetrieb nicht nur Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, sondern auch die Kreisstraßen im Kreis Dithmarschen betreue.

So werden in diesem Jahr Kreisstraßenprojekte mit einem Auftragsvolumen von rund 1,6 Millionen Euro in Angriff genommen. Als Beispiele nannte Deppe die Erneuerung der Fahrbahn der Kreisstraße K 1 auf 1,5 Kilometer Länge. Teilweise habe die Umsetzung bereits begonnen, so beispielsweise das vollständige Erneuern der Fahrbahn zwischen Eddelak und Brunsbüttel (L 138). Auch die beiden Fahrbahnerneuerungen am Fähranleger Glückstadt (B 495) sowie auf der L 105 zwischen Pinneberg und Holm stünden auf der Agenda.

Neben 27 Fahrbahnerhaltungs- und Ausbaumaßnahmen werden elf Projekte im Brückenbau von der Niederlassung Itzehoe umgesetzt. Deppe betonte, dass auch während der Bauzeiten zahlreiche Bürgerveranstaltungen vor Ort geplant seien, um detailliert über den aktuellen Stand und die nächsten Umsetzungsschritte zu informieren.

„Ich bin sicher, dass die Resultate sämtlicher Bauprojekte dazu beitragen werden, den Tourismus der Region erheblich zu stärken“, sagte Buchholz. Zudem würden künftig nicht nur die Urlauber schneller, sicherer und vor allem zufriedener an ihr Ziel gelangen, sondern auch die vielen Berufspendler und Anwohner der Region.

Sowohl der Minister als auch Deppe appellierten abschließend an alle Verkehrsteilnehmer, sich gegenüber den Mitarbeitern der Baufirmen und des Landesbetriebs fair und rücksichtsvoll zu verhalten. „Wir hatten leider erst vor wenigen Wochen einen schweren Unfall auf der A 20, bei dem ein Lkw durch Unachtsamkeit des Fahrers nahezu ungebremst in ein mit Gasflaschen beladenes Baustellenfahrzeug hineingerast ist“, sagte Buchholz. Dabei sei ein Mitarbeiter schwer verletzt worden.

Uebersicht

Trotz guter Auslastung: Nobis muss umsteuern und steht vor personellen Einschnitten

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Die Werftengruppe German Naval Yards will ihre Struktur umbauen. Mit Lindenau in Kiel steht eine der drei zum Konzern gehörenden Werften vor dem Aus. Insgesamt sollen 110 Jobs wegfallen – von 950. Insgesamt seien von den Plänen bis zu 190 Mitarbeiter betroffen, wie ein Werftsprecher heute nach einer Betriebsversammlung in Rendsburg sagte. Von ihnen sollen 60 die Chance erhalten, künftig bei der Schwesterwerft German Naval Yards Kiel zu arbeiten. Dort will die Gruppe ihre Stahlrumpf-Produktion konzentrieren.

Altersteilzeitmodelle oder die Überführung in eine Transfergesellschaft werde das Unternehmen rund 80 Mitarbeitern anbieten, sagte Nobiskrug-Geschäftsführer Bertram Liebler. Langfristig werde sich die Werft aber von rund 30 weiteren Beschäftigten trennen müssen. Hinzu kommt laut Liebler «die heute schon feststehende Fluktuation». Die Werft will Gespräche mit Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall führen.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sprach von einer sehr bedauerliche Nachricht für dieses traditionsreiche und wichtige Schiffbau-Unternehmen am Standort Rendsburg.

Er sagte (Audio starten – „im Browser anhören“)

„Es handelt sich um eine unternehmerische Weichenstellung, um die Zukunft des Unternehmens abzusichern – wobei soziale Aspekte besonders berücksichtigt werden sollten“, so Buchholz. Angesichts des Fachkräftemangels zeigte er sich zuversichtlich, dass  viele Beschäftigte im Unternehmen gehalten werden können und die anderen rasch auf dem aktuell eher unterversorgten Arbeitsmarkt eine Anschlussbeschäftigung finden werden. Sein Ministerium befinde sich in engem Kontakt mit Unternehmen und der IG-Metall.

Derzeit beschäftigt die Werftengruppe insgesamt 950 Mitarbeiter, davon 400 bei German Naval Yards Kiel und 550 am Standort Rendsburg. Zur Werftengruppe gehört neben Nobiskrug und German Naval Yards Kiel auch die Kieler Werft Lindenau. Sie soll voraussichtlich gegen Ende des Jahres aufgegeben werden. «Eine Fortführung macht sowohl aus technischer als auch wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn», sagte ein Sprecher. Die am Standort beschäftigten Mitarbeiter gehörten bereits seit Jahren formal zu Nobiskrug.

Die Traditionswerft hat seit der Gründung 1905 nach eigenen Angaben weit über 750 Schiffe gebaut. Zum Kerngeschäft zählen heute Entwicklung und Bau großer, individuell angefertigter Superjachten ab 60 Metern Länge.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus