Erster Weiterbildungstag Schleswig-Holstein in Neumünster

Erster Weiterbildungstag in SH – Staatssekretär Nägele verlangt mehr Kooperation in beruflicher Bildung

Anlässlich des ersten Weiterbildungstages Schleswig-Holstein hat Arbeits-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute auf die herausragende Bedeutung der Weiterbildung für die mittelständische Wirtschaft im Land hingewiesen: „Jede Investition in Qualifizierung ist gut für die Beschäftigten und für die Unterneh­men.“ Zwar sei die Weiterbildungsbeteiligung in Schleswig-Holstein im Verhältnis zu seiner Wirtschaftskraft nach dem neuen Weiterbildungsatlas der Bertelsmann Stiftung gut, aber: „Die Akteure im System der beruflichen Bildung, zu dem auch die oftmals ausgeblendete Weiterbildung von Erwachsenen gehört, müssen noch enger zusammenrücken: Nur eine fundierte berufliche Qualifikation schaffe die Grundlage für einen sicheren Arbeitsplatz. Und nur gut aus- und weitergebildete Beschäftigte stärken die Betriebe, um sich erfolgreich am Markt zu behaupten“, so Nägele.

Bei dem Weiterbildungstag diskutieren rund 70 Beraterinnen und Berater aus fünf Netzwerken über Themen wie Weiterbildungsfinanzierung, Qualitätssicherung oder neue Ansätze zur Kompetenzorientierung der Beratung. Vertreten sind die Beratungsnetzwerke Fachkräftesicherung und Weiterbildung, Qualifizierungsberater der Bundesanstalt für Arbeit, Beraterinnen von Frau & Beruf sowie des Netzwerks IQ, das für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten zuständig ist.

Nach den Worten von Nägele stelle insbesondere der demografische Wandel, der Fachkräftebedarf und die Integration von Tausenden junger Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt das etablierte berufliche System vor völlig neue Aufgaben. „Dies können wir nur in einer breiten Kooperation bewältigen. Und gerade die Beraterinnen und Berater, die sich derzeit mit Hochdruck um die Integration der vielen Zuwanderer in Schleswig-Holstein kümmern, sollen wissen, dass sie nicht alleine dastehen und fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen können“, so der Staatssekretär.

Expansion in China: Lübecker Unternehmen SLM eröffnet Tochtergesellschaft in Shanghai

SLM Solutions eröffnet Tochterunternehmen in Shanghai – Meyer: Das stärkt auch den Standort Lübeck

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Minister Meyer vor einem 3-D-Metalldrucker der Firma SLM in Shanghai  (Fotos: Kiefer)

Im Rahmen des Besuchs der Wirtschaftsdelegation um Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz in China hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute an der feierlichen Gründung einer Tochtergesellschaft des Lübecker Unternehmens SLM Solutions teilgenommen. „Es ist der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt, denn die neue chinesische Strategie zielt sehr stark darauf ab, technische Innovationen und Technologien zu fördern“, sagte Meyer bei der Zeremonie. SLM Solutions hingegen sei sehr exportorientiert und habe den Markt in Fernost sehr gründlich analysiert. Er sei sicher, dass der Sprung des 200 Mitarbeiter starken Unternehmens auch den Standort Lübeck selbst stärken werde.

Die SLM Solutions Group AG ist ein führender Anbieter so genannter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie (3D-Druck) und setzt nach den Worten seines Vorstandstandvorsitzenden Dr. Markus Rechlin mit der China-Dependance seine globale Wachstumsstrategie fort. Die im Shanghai Caohejing Hi-Tech Park Songjiang New Industrial Park ansässige Tochtergesellschaft firmiert in Shanghai als SLM Solutions Shanghai Co. Ltd. Das Unternehmen wird von diesem Standort den gesamten chinesischen Markt bearbeiten. SLM Solutions ist bereits seit fast 20 Jahren auch durch die Vorgängerorganisation mit lokalen Partnern auf dem chinesischen Markt tätig.

Kiefer

Über die Eröffnung  der SLM-Niederlassung, weitere Stationen der Delegationsreise sowie die Wirtschafts-Kooperation zwischen China und Schleswig-Holstein sagte Meyer im Gespräch mit dem mitreisenden Journalisten Dr. Thomas Kiefer (Foto rechts) (Audiopfeil klicken)

Meyer erinnerte daran, dass die schleswig-holsteinische Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH (WT.SH) in den letzten 20 Jahren zahlreichen Unternehmen aus dem Norden Starthilfe bei Gründungen in China gegeben habe und aktuell über 30 Firmen im WT.SH Businesscenter in Hangzou (Hauptstadt der SH-Partnerprovinz Zhejiang) engagiert seien. „Denn gerade kleinere und mittlere Unternehmen sind darauf angewiesen, dass wir ihnen am Anfang in gewisser Weise die Steigbügel halten“, so Meyer weiter. Er erinnerte daran, dass die Beziehung von Hamburg und Schleswig-Holstein zu China keineswegs eine Einbahnstraße ist: So entstehe untzer anderem derzeit in Itzehoe auf dem ehemaligen Gelände der Druckerei Prinovis ein Logistik-Center mit chinesischen Partnern.

„Auch wenn wir durchaus hier und dort Rückschläge erleben – wie jüngst am Lübecker Flughafen – so bin ich sicher, dass wir mit den Verbindungen in unsere Partnerregionen Zhejiang und Shanghai auf dem richtigen Kurs sind“, so der Minister.

Eine Reportage über den Besuch von Hamburgs Bürgermeister Scholz – der vor allem auch in Sachen Olympia in der Partnerregion unterwegs ist – finden Sie hier: zum Artikel in der „Welt“

Meyer bricht heute nach China auf – Teilnahme an Wirtschafts-Delegationsreise von Olaf Scholz

Meyer stößt zur China-Delegationsreise von Olaf Scholz dazu. Besuch bei Shanghai-Dependance der Lübecker Firma SLM

HBC
Meyer bei seinem letzten Besuch der WT.SH-Repräsentanz in Hangzhou

Gemeinsam mit dem Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WT.SH, Bernd Bösche, wird Meyer unter anderem am Donnerstag an der offiziellen Gründung einer Tochtergesellschaft der Lübecker Firma SLM Solutions teilnehmen, die auf so genannte 3-D-Drucker spezialisiert ist. Die neue Niederlassung soll von Shanghai aus den Vertrieb, das Marketing und den Service für Kunden auf dem gesamten chinesischen Markt aufbauen. SLM Solutions mit seinen rund 200 Mitarbeitern – ist bereits seit fast 20 Jahren mit lokalen Partnern auf dem chinesischen Markt tätig. Zur Presseerklärung des Unternehmens: hier klicken

Reinhard_MeyerMeyer sagte vor seiner
Abreise (Audiopfeil klicken)

Am Freitag steht zudem ein Besuch der Niederlassung des Gabelstapler-Herstellers und Lagertechnik-Spezialisten Jungheinrich auf dem Programm. Ein wichtiges Diskussionsthema bei allen Stationen wird unter anderem das Bundes-Projekt „Industrie 4.0.“ sein. Bei dieser so genannten vierten industriellen Revolution geht es unter anderem um eine stärkere Individualisierung von Produktionsprozessen – selbst bei Serienfertigung – aber auch um eine stärkere Kopplung von Produktion und Dienstleistung. Abschließend wird Meyer am Sonnabend die schleswig-holsteinische Partnerprovinz Zhejiang in Hangzhou besuchen, die im kommenden Jahr ihre 30-jährige Partnerschaft mit Schleswig-Holstein feiert.

Trotz der abgekühlten konjunkturellen Lage in China bezeichnete Meyer den chinesischen Markt als nach wie vor enorm wichtig für Schleswig-Holstein und Hamburg. „Darum ist es auch richtig und wichtig, dass wir dort gemeinsam mit Hamburg Präsenz zeigen“, so Meyer. Pro Jahr werden Waren im Wert von über zwei Milliarden Euro aus China nach Schleswig-Holstein eingeführt und für knapp eine Milliarde Euro exportiert.

Die Küstenprovinz Zhejiang, die Meyer und Bösche zum Abschluss ihrer Reise besuchen, zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen in China. Am 20. April 1986 wurde die Vereinbarung über die Partnerschaft zwischen Zhejiang und Schleswig-Holstein unterzeichnet. Zwischen der Provinz Zhejiang und Schleswig-Holstein gibt es eine immer intensivere Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereichen. Schleswig-Holstein ist bei der Maritimen Wirtschaft, den Erneuerbaren Energien sowie beim Umweltschutz gut aufgestellt und damit insbesondere für die Provinz Zhejiang ein interessanter Partner.

Teeplantage in Zhejiang

Die Repräsentanz der WT.SH (Wirtschaftsförderung- und Technologietransfer GmbH) in der Hauptstadt Hangzhou der Provinz Zhejiang hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1996 als das wichtigste Instrument der Außenwirtschaftsförderung für die schleswig-holsteinische Wirtschaft in der VR China erwiesen. „Alle China-Aktivitäten der WTSH werden über dieses Schleswig-Holstein Business Center abgewickelt. Das WTSH-Büro wird ebenfalls dazu genutzt, um den attraktiven Standort Schleswig-Holstein für chinesische Unternehmen zu präsentieren und bekannt zu machen, die den europäischen Markt erschließen wollen. Die chinesischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hangzhou sind sehr engagiert und motiviert für die Belange der Unternehmen aus Schleswig-Holstein tätig“, so Meyer.
Die Repräsentanz wurde 1999 um ein Gemeinschaftsbüro für schleswig-holsteinische Unternehmen erweitert. In 2005 wurde die Leistungspalette des WTSH-Büros um ein Office-in-Office ergänzt. Damit wird es Firmen aus Schleswig-Holstein ermöglicht, innerhalb des Büros mit einem eigenen abgetrennten Büroteil und eigenem Personal das back office des WTSH-Büros sowie die wertvollen Kontakte der chinesischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen.

Anfang 2013 erfolgte ein Umzug des WTSH-Büros innerhalb der Stadt Hangzhou, die Neueröffnung erfolgte im Rahmen eines Festaktes am 20. November 2013, an dem der Ministerpräsident Torsten Albig teilnahm.
Aktuell sind insgesamt 32 Firmen Mitglied im Firmengemeinschaftsbüro.

Zur Delegation um Hamburgs Bürgermeister Scholz gehören neben Meyer unter anderem Hamburgs Flughafenchef Michael Eggenschwiler, der Geschäftsführer der Olympia-Bewerbungsgesellschaft, Nikolas Hill und Airbus-Vize Georg Mecke. Außerdem reisen der Chef der Hamburg Port Authority (HPA), Jens Meier, Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Hans-Jörg Schmidt-Trenz, HSH Nordbank-Chef Constantin von Oesterreich sowie Siemens-Nord-Chef Michael Westhagemann mit.

Erörterungen zum Belttunnel sind nun presseöffentlich

Erörterungstermine zum Belttunnel seit gestern presseöffentlich, heute, 9 Uhr, Fortsetzung in Halle 400

Pro und contra Fehmarnbelt-Tunnel: In Schleswig-Holstein haben Befürworter und Kritiker gestern mit Beratungen über das umstrittene Milliardenprojekt begonnen. Das Erörterungsverfahren, zu dessen Auftakt knapp 100 Gegner des Großvorhabens, Planungsexperten und Vertreter der Projektgesellschaft kamen, startete auf dem Kieler Ostufer in der Halle 400 und wird heute fortgesetzt.

Nachdem gestern in der ersten Sitzung einer der Teilnehmer die Zulassung der Presse (ohne Film- und Tonaufnahmen) beantragt und niemand widersprochen hatte, bleibt die Erörterung bis auf Weiteres presseöffentlich 

Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den rund 19 Kilometer langen Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen den Inseln Fehmarn auf deutscher und Lolland auf dänischer Seite waren mehr als 3100 Bedenken eingegangen. Aus Sicht der Kritiker – darunter Umweltverbände und die Fährreederei Scandlines – ist das Projekt unverhältnismäßig teuer. Zudem befürchten sie Gefahren für Natur und Tierwelt. Die Befürworter setzen dagegen auf wirtschaftliche Vorteile durch die schnellere Verkehrsverbindung.

Insgesamt sieben Erörterungstermine sind bis Mittwoch nächster Woche angesetzt. Dabei kommen alle Themenbereiche zur Sprache – von Bedarf, Finanzierung und Umweltaspekten über Schienenlärm, Schweinswal- und Gewässerschutz bis hin zur Tunnelsicherheit. Am Auftakttag spielten zunächst Verfahrensfragen die Hauptrolle, dann ging es um den umstrittenen Bedarf für das Großvorhaben und dessen möglichen Platz im europäischen Verkehrsnetz.

Die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S hatte dem schleswig-holsteinischen Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Ende Mai ihre Erwiderungen zu den über 3100 Einwendungen übersandt. In 41 Aktenordnern sind etwa 50 000 Einzelaspekte aufgeführt.

Bereits 2008 hatten Dänemark und Deutschland einen Staatsvertrag über das Großvorhaben abgeschlossen. Trotz Rückschlägen vor allem im Hinblick auf die Kosten haben beide Seiten ihre Entschlossenheit zur Umsetzung immer wieder betont. Dänemark finanziert den gesamten Tunnelbau, Deutschland nur die Anbindung auf seinem Gebiet.

Kritiker bemängeln eine aus ihrer Sicht zu geringe Bürgerbeteiligung. Der Naturschutzbund Nabu verlangte wegen ökologischer Bedenken eine Neubewertung. Die Reederei Scandlines, die auf der Route Fähren betreibt, befürchtet eine Umlenkung großer Teile des Verkehrs. «Leider haben wir nach wie vor den Eindruck, dass die Vorhabenträger dieses Großprojekts versuchen, unsere intensive Betroffenheit herunterzuspielen», sagte Vorstandschef Søren Poulsgaard Jensen.

„Der echte Norden“ – Schritt zwei: Land startet Werbekampagne für die Wirtschaft

„Schleswig-Holstein. Der echte Norden“: Meyer gibt Startschuss für breit angelegte Werbekampagne

 WTSH-CLP_JOBSeit 2013 segelt Schleswig-Holstein unter einer einheitlichen Dachmarke mit dem mittlerweile bundesweit bekannten Claim: „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“ Nun folgt Schritt zwei: Mit Unterstützung der Hamburger Werbeagentur KNSK soll der „echte Norden“ durch eine breit angelegte Print- und Digitalkampagne zu einer Wirtschaftsmarke erwachsen und auch außerhalb der Landesinstitutionen und Behörden zu einem Markenzeichen des nördlichsten Bundeslandes werden.

„Ob beim Thema Fachkräfte, Ausbildung, Ansiedlungen, Gesundheitswirtschaft oder Tourismus – wir haben unglaublich viele Stärken, stehen aber auch in einem enorm starken Wettbewerb mit anderen Bundesländern, die bereits alle seit Jahren mit Standort-Kampagnen für sich werben“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute bei der Vorstellung der kampagne. „Es ist es deshalb allerhöchste Zeit, dass auch wir unsere Standortvorteile unter einer Marke bündeln und ebenso geschlossen wie selbstbewusst nach Außen auftreten.“ Die Wirtschaft habe diese Forderung schon vor mehr als zehn Jahren an die Landesregierung gestellt. „Wir haben diese berechtigte Erwartung aufgenommen und setzten die Markenbildung trotz knapper Haushaltsmittel Schritt für Schritt weiter um“, so Meyer.

IMG_0958Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer weiter
(Audiopfeil klicken):

Wie der Minister weiter sagte, treten mittlerweile alle Behörden und Einrichtungen des Landes im Gewand des „echten Nordens“ auf. Auch mit Gemeinschaftsständen auf in- und ausländischen Messen wie beispielsweise der Cebit in Hannover, der Immobilienmesse Expo Real in München oder der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) sei Schleswig-Holstein seit mehr als einem Jahr frisch, modern und einheitlich erkennbar. „Wir haben damit erfolgreich die Identität nach Innen gestärkt – nun geht es darum, das Profil nach Außen noch weiter zu schärfen und dafür in einem ersten Schritt vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer im Land für unsere Marke zu begeistern“, so Meyer.WTSH-CLP_MOE

Im Mittelpunkt der anlaufenden Kampagne – für die KNSK im Frühsommer in einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte – steht zunächst der Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein selbst. Nach den Worten von WT.SH-Chef Bösche gehe es darum, das Land als attraktiven Wirtschaftsstandort intensiv zu bewerben. „Zielgruppen sind im ersten Schritt unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen, später die Hochschulabsolventen und Fachkräfte und in einer weiteren Phase Investoren und Unternehmer außerhalb Schleswig-Holsteins“, so Bösche. Für ihn stehe außer Zweifel, dass das Land damit langfristig seine nationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern und sich als attraktiver Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensstandort positionieren könne.

Der KNSK Werbeagentur GmbH steht für die Kampagne ein Jahresbudget von 250.000 Euro zur Verfügung. „Wir haben eine klassische, aufmerksamkeitsstarke, crossmediale Kampagne erarbeitet. Im Gegensatz zu der im Länder-Standortmarketing leicht austauschbaren und verwechselbaren Faktenkommunikation, haben wir diese Kampagne um eine einzigartige Mentalität und eben sehr typische norddeutsche Haltung der Schleswig-Holsteiner bereichert“, so Olaf Uthmann von KNSK. Die Kampagne sei zunächst auf zwei Jahre festgesetzt, mit der Option auf Verlängerung.

Zum Auftakt werden nach den Worten von WT.SH-Chef Bösche verschiedene Kampagnenmotive im ganzen Land sichtbar werden. Zwischen dem 16. und dem 30. November werden so genannte City Light Plakate (CLP) an Bushaltestellen und Großflächenplakate (GF) zu sehen sein. „Die für den ,Echten Norden‘ zwingend erforderliche Authentizität erreichen wir dadurch, dass wir echte Schleswig-Holsteiner als Kampagnenmotiv abbilden“, sagt Uthmann.

Es handelt sich bei allen „Models“ der ersten Kampagnenmotive um Geschäftsführerinnen und Geschäftsführ aus dem schleswig-holsteinischen Mittelstand, die sich zum Standort Schleswig-Holstein bekennen. „Darüber hinaus sind all diese Unternehmerinnen und Unternehmer Premiumpartner des WTSH Partnerprogramms“, sagte Bösche. „Das Kernziel unseres Partnerprogramms ist es, die schleswig-holsteinische Wirtschaft in das Standortmarketing einzubinden und die Vorzüge des Wirtschafts-Arbeits-und Lebensstandortes gemeinsam zu kommunizieren. Demnach wird es immer wieder enge Berührungspunkte zu den Kampagnenmaßnahmen geben.“

Nach den Worten von KNSK-Gesellschafter Uthmann sollen die Kampagnenmotive „die Emotionen und den Stolz der Unternehmen in Schleswig-Holstein auf Ihre Region herauskitzeln.“ Die Motive sollen zum Ausdruck bringen, dass Menschen und Macher in Schleswig-Holstein zwar genauso innovativ und modern seien, wie überall in Deutschland, nur dass man die Dinge hier einfach auf den Punkt bringe. „Hier lässt man alles Überflüssige weg und packt an. Die Bodenständigkeit, die Klarheit und die Authentizität wollen wir als ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Kampagne zum Ausdruck bringen.“

Neben den klassischen CLP und Großflächenschaltungen wird es weitere Kampagnenmaßnahmen geben. So soll der „echte Norden“ unter anderem verstärkt auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen sichtbar werden. Dazu zählen Großveranstaltungen, wie zum Beispiel die Kieler Woche 2016, aber auch Branchenveranstaltungen wie Fachkräfte-und Recruting-Days.

Darüber hinaus soll alles rund um die Kampagne auch online erkennbar werden. Sukzessive wird die Website www.der-echte-norden.info zur digitalen Kampagnen-Plattform ausgebaut. Alle aktuellen Informationen zur Kampagne und ihren Maßnahmen werden hier zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wird die Website auch um Social-Media-Angebote erweitert.

Meyers Statement während der heutigen Pressekonferenz in voller Länge hier (Audiopfeil klicken):

Geplanter Fehmarnbelttunnel: Die Erörterungstermine haben begonnen

Auftakt des Erörterungsverfahrens für Fehmarnbelt-Tunnel: Knapp 100 von 3100 Betroffenen kamen nach Kiel

IMG_9930In der Halle 400 auf dem Kieler Ostufer hat am Vormittag das Erörterungsverfahren zum Bau des geplanten Fehmarnbelttunnels begonnen. Zum Auftakttermin kamen mehrere Dutzend Gegner des Großvorhabens, Planungsexperten und Vertreter der Projektgesellschaft. Mehr als 3100 Einwendungen wurden gegen den Planfeststellungsbeschluss vorgebracht. Aus Sicht der Kritiker, darunter Umweltverbände und die Reederei Scandlines, ist der vorgesehene 19 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland unverhältnismäßig teuer. Zudem befürchten sie Gefahren für Natur und Tierwelt. Die Befürworter setzen auf wirtschaftliche Vorteile durch die schnellere Verkehrsverbindung.

Die weiteren Erörterungen finden diese und kommende Woche statt.

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Susann Müller (stehend) von der Planfeststellungsbehörde im Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) leitet die Termine

Start der Werbekampagne: Der echte Norden soll noch bekannter werden

Meyer präsentiert Auftakt der Werbekampagne zur Dachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden“. 11 Uhr Landeshaus

Schleswig-Holstein will mit seinem Anspruch, «der echte Norden» zu sein, in Zukunft noch präsenter auftreten. «Der gewählte Slogan polarisiert zweifellos, aber genau das war das Ziel», sagt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Dadurch habe das nördlichste Bundesland «bundesweit einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht». Nun wollen die Werbeexperten im Marketing für «den echten Norden» noch einmal deutlich nachlegen.

Die Werbekampagne für die Dachmarke stellt Meyer heute Vormittag, 11 Uhr, im Landeshaus (Raum 395) gemeinsam mit der Hamburger Werbeagentur KNSK und WTSH-Chef Bernd Bösche vor.
Meyer zieht bislang eine positive Zwischenbilanz. «Der Startschuss der Dachmarke vor gut anderthalb Jahren ist sehr erfolgreich verlaufen», sagte er. In einem zweiten Schritt der Kampagne müsse es nun darum gehen, «nach außen sichtbarer zu werden». Dies wollen die Werbefachleute mit einer groß angelegten Werbekampagne erreichen. Details wollen Meyer und Bernd Bösche, der Chef der Wirtschaftsförderung des Landes, am Montag (11.00 Uhr) vorstellen.

Belttunnel: Morgen Auftakt für sieben nicht öffentliche Erörterungstermine

Morgen (9. November) beginnt (nicht öffentlich) in der «Halle 400» in Kiel das Erörterungsverfahren für den Fehmarnbelttunnel

Halle 400 11.04.2005
Tagungsort für Betroffene und Einwender: Halle 400 in Kiel – die Sitzung ist nicht öffentlich

Auf deutscher Seite gibt es über 3100 Einwendungen gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Verkehrsprojekt. Für die nicht-öffentliche Erörterung hat das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium zunächst sieben Tage vorgesehen. Bei Bedarf werden weitere Termine angesetzt.

Die Befürworter des rund 19 Kilometer langen Straßen- und Eisenbahntunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland hoffen unter anderem auf wirtschaftliche Vorteile durch die schnellere Verkehrsverbindung. Die Gegner, darunter Umweltverbände und die Reederei Scandlines, halten das Projekt dagegen für überflüssig. Sie befürchten unter anderem Gefahren für Natur und Tierwelt sowie eine Kostenexplosion.

Um Journalisten die Arbeit zu erleichtern, bieten wir morgen und an allen anderen Tagen jeweils 15 Minuten vor Beginn der Sitzungen (also ab 8.45 Uhr) die Möglichkeit zu Auftriebsbildern. Ab 9 Uhr wird dann hinter verschlossenen Türen getagt. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, vor dem Sitzungssaal Interviews zu führen.

Die weiteren Erörterungstermine (9 Uhr bis ca. 17.30 Uhr) sind: Dienstag (10. November), Mittwoch (11. November), Donnerstag (12. November), Montag (16. November), Dienstag (17. November), Mittwoch (18. November).

Einen Überblick über die inhaltlichen Fragestellungen der Sitzung finden Sie hier: zur Themenübersicht

Zur Vorgeschichte: Die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S hatte Ende Mai dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) ihre Erwiderungen zu den mehr als 3100 Einwendungen gegen das Projekt übersandt.

Die Erörterungen mit den so genannten „Trägern öffentlicher Belange“ sowie zahlreiche Individualtermine mit rein privat betroffenen Einwendern wurden bereits zwischen Juli und September abgearbeitet

Die Feste Fehmarnbeltquerung soll als Tunnel realisiert werden und braucht auf dänischer und deutscher Seite jeweils eine Baugenehmigung. Grundlage dafür ist der Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark vom 3. September 2008, der vor wenigen Wochen durch die Regierungschefinnen beider Staaten sowie durch die Verkehrsminister von Dänemark und Schleswig-Holstein nochmals bekräftigt wurde.

18.10.2013, Kiel. Uebergabe des Planfeststellungsantrages zur Fehmarnbelt-Querung in Kiel mit Verkehrsminister Reinhard Meyer (3.vl), dem Vorstandsvorsitzenden von Femern A/S Claus Baunkjær (4.vl), dem Projektdirektor bei Femern A/S Claus Dynesen (2.vl) und dem Direktor der LBV Torsten Konradt (links) in Kiel. Fehmarnbelt PresseONLY Verkehr Politik   Querformat QF Innen Innenaufnahme Copyright/Foto:grafikfoto.de
18. Oktober 2013: Übergabe des Planfeststellungsantrages zur Fehmarnbelt-Querung mit Verkehrsminister Meyer (3.vl), dem Vorstandsvorsitzenden von Femern A/S Claus Baunkjær (4.vl), dem Projektdirektor bei Femern A/S Claus Dynesen (2.vl) und dem Direktor der LBV Torsten Conradt (links)

Am 18. Oktober 2013 hatte Femern A/S nach jahrelangen intensiven Untersuchungen insgesamt 19 Ordner mit rund 11.000 Seiten an die schleswig-holsteinische Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde beim LBV-SH in Kiel übergeben und mit diesen Unterlagen gemeinsam mit dem Vorhabenträger (LBV-SH, Niederlassung Lübeck) den Antrag auf Planfeststellung für den deutschen Teil des Belttunnels gestellt.

Nach Prüfung dieser Unterlagen auf Plausibilität und Vollständigkeit wurde im Mai 2014 das formelle Planfeststellungsverfahren mit der Auslegung vor Ort (vom 5. Mai bis zum 5. Juni 2014) gestartet. Parallel dazu konnten die Unterlagen bereits seit Ende 2013 auf der Internetseite von Femern A/S online eingesehen werden und können es auch weiterhin.

Die Träger öffentlicher Belange (vor allem Fachbehörden, betroffene Bürger, Unternehmen und Naturschutz-Verbände) hatten bis Anfang Juli 2014 Gelegenheit, ihre Stellungnahmen und Einwendungen abzugeben.

Ende Mai 2015 war es dann soweit: Nach fast einem Jahr Bearbeitung hatte Femern A/S die gesamten Erwiderungen in Kiel abgeliefert, insgesamt 41 Aktenordner, in denen sich rund 50.000 Einzelaspekte des Projekts widerfinden.

Meyer lobt Offenheit der Unternehmen im Norden für Flüchtlinge

Meyer erfreut über Bereitschaft der Nord-Unternehmen, Flüchtlingen Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze zu bieten

Die Unternehmen in Norddeutschland sind bereit, Flüchtlinge in ihre Betriebe aufzunehmen, sei es als Praktikanten, Auszubildende oder Arbeitnehmer. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UV Nord), deren Ergebnisse heute in Hamburg vorgestellt wurden. Danach könnten sich 74 Prozent der befragten Unternehmen vorstellen, Flüchtlinge zu beschäftigen. 5 Prozent haben bereits Flüchtlinge eingestellt, «Das ist beeindruckend», sagte UV-Nord-Präsident Uli Wachholtz. 21 Prozent sehen dazu aber keine Möglichkeit.

Auch Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer zeigte sich erfreut: „Der UV Nord ist ein guter Partner bei der Integration dieser Menschen und die Landesregierung wird diesen Weg weiterhin intensiv begleiten.“ Die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung sei eine große Herausforderung. „Insbesondere die häufig fehlenden Sprachkenntnisse sind dabei eine hohe Hürde, was in hohem Maß Weiterbildungen und Qualifizierungen notwendig macht“, so Meyer. Er kündigte für den 14. Dezember zusammen mit der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit und den Sozialpartnern eine Informationsveranstaltung in Kiel an.

Nach den Worten von UV-Nord-Chef Wachholtz gebe es allerdings ein Problem mit dem gesetzlichen Mindestlohn. Die Verbände wollten zu dem Thema keine Empfehlungen oder Forderungen aussprechen, sagte Wachholtz. Die Wirtschaft sei immer gegen einen Mindestlohn gewesen, weil er tief in die Tarifautonomie eingreife und die weniger produktiven Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt ausschließe. «Wir wollen jetzt nicht die Situation mit den Flüchtlingen ausnutzen, um unsere Position doch noch durchzusetzen», sagte Wachholtz. «Aber die Politik muss sich da etwas einfallen lassen.» Viele der Flüchtlinge benötigten nicht nur eine Sprachausbildung, sondern auch weitere Qualifizierung.

Insgesamt befindet sich die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg in einer guten Verfassung und erwartet ganz überwiegend stabile oder steigende Umsätze. Dennoch halten sich die Unternehmen bei Investitionen zurück. Wachholtz machte für die unzureichende Investitionstätigkeit vor allem die zunehmende Verunsicherung der Unternehmen über die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland verantwortlich und forderte eine Ende zusätzlicher Belastungen. «Die Unternehmen arbeiten an der Grenzen ihrer Kapazitäten, aber sie investieren eher im Ausland», sagte er. Dort seien nicht nur die Energiepreise günstiger, sondern auch Genehmigungsverfahren kürzer und generell Investitionen leichter möglich.

Bei einer weiteren Umfrage zur Zufriedenheit der Unternehmen mit dem Hamburger Senat schnitt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) als beliebtester Regierungspolitiker ab. 85 Prozent der befragten Unternehmen sind mit seiner Arbeit zufrieden. Unter den Senatoren schnitt Innen- und Sportsenator Michael Neumann (SPD) mit einer Zustimmung von 80 Prozent am besten ab; den letzten Platz belegte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) mit 44 Prozent.

Unternehmensverbände präsentieren Konjunkturumfrage

Unternehmensverbände in HH und SH stellen heute (11.15 Uhr) eine neue Konjunkturumfrage für die beiden Bundesländer vor. 


Zudem präsentiert Verbandspräsident Uli Wachholtz die Ergebnisse einer Blitzumfrage zur aktuellen politischen Entwicklung in Hamburg und den Erwartungen der Unternehmen an die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein. 

Im ersten Halbjahr war Hamburg deutlich stärker gewachsen als der Bund, was jedoch zum Teil auf Sondereffekte zurückzuführen war. In Schleswig-Holstein nahm das Inlandsprodukt dagegen geringer zu als im Durchschnitt der übrigen Bundesländer.

Auch der Umgang der mittelständischen Wirtschaft mit Flüchtlingen wird ein Thema sein

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus