Auch in diesem Jahr stand und steht der Ausbildungsstart für viele junge Menschen in Schleswig-Holstein im Schatten der Corona-Pandemie. Wie hat sich das Verhältnis zwischen offenen Ausbildungsstellen und versorgten Bewerberinnen und Bewerbern seit Oktober 2020 entwickelt? Wo klaffen besonders große Lücken – und welche Zeichen setzt die Landesregierung knapp ein Jahr nach Gründung des Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB)?
Diese Fragen beleuchten heute ab 10 Uhr in einem Pressegespräch die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, und Arbeitsstaatssekretär Thilo Rolfs. Mehr dazu später auch hier…
Der Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt geht weiter. Die Zahl der Arbeitslosen im Land sank diesen Monat erneut. Und zwar im Vergleich zum September um 2300 auf 79.600 Jobsuchende, was einem Rückgang von 2,9 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,0 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Septemberwert.
Für Wirtschafts- und Arbeitsminister Bernd Buchholz ist aber nicht nur dies seine „Meldung der Woche“, sondern auch der Ausblick auf 2022. Video starten…
Der Entwurf des so genannten Zielfahrplans des Deutschlandtakts für den Bahnverkehr umtreibt die Landespolitiker mit Sorge. So ist auf der Marschbahn-Strecke nur noch „Fernverkehr oder schneller Regionalverkehr“ vorgesehen. Das sei „nicht ausreichend“, begründete der CDU-Politiker Lukas Kilian diese Woche einen Landtags-Antrag. Zudem sei nicht klar, ob die Lübecker Bucht künftig weiter von schnellen ICEs oder ICs bedient werde. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) forderte eine umfangreiche „Bahnstruktur-Reform“. Schleswig-Holstein habe im Schienenverkehr „den größten Nachholbedarf aller Bundesländer“. Hier seine komplette Landtagsrede:
Es ist der bislang höchste Betrag, mit dem sich die Landesregierung je beim Ausbau des Glasfasernetzes engagiert hat: Die Rekord-Summe von 15 Millionen Euro übergab Wirtschaftsminister Bernd Buchholz gestern in Form eines Förderbescheids an Segebergs Landrat Schröder, um ein 21-Millionen-Projekt im Kreis zu realisieren. Es geht um den Anschluss von knapp 2000 unversorgten Haushalten. Für Buchholz seine Meldung der Woche. Video starten.
Noch mehr Urlauber im Norden oder vor allem mehr Aufenthaltsqualität für die Gäste? Über die Perspektiven der boomenden Branche berät heute der Tourismustag in Husum. Minister Buchholz wirbt bei Einheimischen um Akzeptanz für weitere Hotels.
Buchholz im Sommer mit Tourismus-Experten bei einem Besuch der boomenden Lübecker Bucht
Trotz der großen wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für Schleswig-Holstein gibt es im Norden auch Widerstände gegen einen weiteren Ausbau der Infrastruktur. «Wir müssen für die Akzeptanz des Tourismus in Schleswig-Holstein werben», sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen die Einheimischen mitnehmen und dafür sorgen, dass die Menschen, die vor Ort leben und arbeiten, es wichtig finden, dass Tourismus stattfindet und sie sich nicht genervt abwenden und sagen: Wir wollen hier eigentlich keinen Tourismus.»
Über die Lage und die Zukunftschancen des Tourismus im Land zwischen den Meeren diskutieren heute im Husumer Kongresszentrum Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Auf dem diesjährigen Tourismustag geht es in der nordfriesischen Kreisstadt besonders auch um Nachhaltigkeit und eine krisensichere Aufstellung der Branche, die nach den Einbrüchen infolge der Corona-Pandemie wieder gut in Schwung gekommen ist. Eine Talkrunde widmet sich der Frage, ob Tourismus ohne Wachstum erfolgreich sein kann.
Buchholz betonte das volkswirtschaftliche Gewicht der Branche im Norden: «160 000 Menschen bei uns leben vom Tourismus. Fünf bis sieben Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes sind Tourismus». Um die Qualität hochzuhalten, brauche die Branche immer wieder neue Ziele und auch neue Beherbergungsbetriebe. «Deshalb ist ein neues Hotel per se auch nichts Schlimmes, und es gehen ja auch immer viele Bettenkapazitäten aus dem Markt.» Wachstum durch Qualität sei nur mit neuen Einrichtungen möglich.
Weiter sagte Buchholz am Rande der Konferenz – Audio starten…
«Deshalb sollten wir auch auf dem Tourismustag darüber nachdenken, wie wir mehr Akzeptanz in der einheimischen Bevölkerung für den Ausbau des Tourismus mit neuen Beherbergungsbetrieben, mit neuen Promenaden, neuen Seebrücken und neuer Infrastruktur insgesamt erreichen und wie wir die Menschen dabei positiv mitnehmen können.» Dies gelte auch im Hinblick auf skeptische Bürgerinitiativen. «Wir müssen mit guten Argumenten die Menschen davon überzeugen, dass ein neues Hotel nicht vom Teufel ist, sondern etwas Gutes für den Tourismus und auch für den jeweiligen Ort.»
Schleswig-Holsteins Stromkunden – Privathaushalte wie Unternehmen – zahlen seit Jahren die bundesweit höchsten Preise und werden damit indirekt dafür bestraft, dass sie Vorreiter der Energiewende sind.
Nach Angaben von SH Netz kostet eine Kilowattstunde aktuell etwa 20 Prozent mehr als in anderen Bundesländern. Einen Großteil des Strom-Preises macht das so genannte Netzentgelt aus, das im dünn besiedelten Flächenland Schleswig-Holstein höher ist als in einem Stadtstaat wie Bremen. Denn: Wo es kurze Leitungen gibt, ist das Netzentgelt niedrig. Auch der Preis für CO2-Zertifikate hat sich laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in den vergangenen 24 Monaten mehr als verdoppelt. Außerdem beeinflussten die hohen Preise im Gas-Großhandel auch den Strompreis, da sich die Erzeugung in Gaskraftwerken verteuere, so der Verband.
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) empfindet diese Situation als geradezu paradox: «Das passt nicht zusammen. Das Land, das am meisten produziert, müsste eigentlich die günstigsten Strompreise haben – haben wir aber nicht, weil die Netzentgelte bei uns am höchsten sind.» Er sieht die Bewältigung dieser Problematik als wichtige Aufgabe der künftigen Bundesregierung an und dagte im Gespräch mit NDR Schleswig-Holstein weiter – Audio starten
Es gehe darum, einen ausgeglichenen Weg zu finden. Auf der einen Seite soll Energie bezahlbar bleiben, damit die deutsche Wirtschaft funktioniert. Auf der anderen Seite sollen die fossilen Energieträger zurückgefahren werden. «Klimawandel zum Nulltarif gibt es nicht. Das kostet Geld», so Buchholz. Man müsse aber aufpassen, dass auch Menschen mit weniger Geld sich dennoch Strom leisten können. Im Zweifel, so Buchholz, müsse es bundesweit regional unterschiedliche Strompreise geben.
Es ist ein Teilstück von „nur“ neun Kilometern, aber für die Westküsten-Infrastruktur durchaus ein großer Sprung: In dieser Woche gab der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) die dreistreifig ausgebaute Bundesstraße B 5 zwischen Itzehoe und Wilster für den Verkehr frei. Für die Straßenbauer ein anspruchsvolles Unterfangen, für Verkehrsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“. Video starten…
Buchholz bei der Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometers mit Verbandschefin Stephanie Ladwig
Tourismusminister Bernd Buchholz rechnet mit einem kräftigen Schub für die Branche in Schleswig-Holstein im Herbst. «Die Buchungslage für die Monate Oktober und November ist hervorragend im Vergleich zu den Vorjahren», sagte er heute bei der Vorstellung des Tourismusbarometers von Sparkassen- und Tourismusverband in Kiel. «Legt man die Erfahrungen aus dem letzten Jahr zugrunde, dann ist für den Spätsommer und Herbst 2021 ebenfalls ein Erreichen des Niveaus vor Corona realistisch.» Damit könnten die Betriebe einen Teil ihrer Verluste im Zuge der Pandemie aus den ersten vier Monaten des Jahres wieder ausgleichen.
Die Branche sei zwar besser durch die Corona-Krise gekommen als andere Regionen, stehe aber ebenfalls vor großen Herausforderungen, so Buchholz. Auch die Vorsitzende des Tourismusverbands, Stephanie Ladwig, sagt: «Deutschland-Tourismus ist kein Selbstläufer. Der Wettbewerb der Urlaubsziele im In- und Ausland wird kommendes Jahr wieder intensiver, wenn weitere Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie fallen und der Mittelmeerraum stärker um deutsche Touristen buhlt.»
In den ersten sieben Monaten buchten Urlauber laut Statistikamt Nord 14,8 Millionen Übernachtungen in Schleswig-Holstein, das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gäste ging jedoch um 13,6 Prozent zurück.
Buchholz führte die im Norden bessere Entwicklung der Branche als in ganz Deutschland auch auf die frühzeitige Öffnung ab Mitte April in vier Modellregionen zurück. «Die Modellregionen waren die größte Marketing-Offensive, die jemals für den Tourismus in Schleswig-Holstein stattgefunden hat.» Nur deshalb hätte die Nachfrage im Juni und Juli bereits wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht.
Buchholz sagte bei der heutigen Pressekonferenz des Sparkassen- und Tourismusverbandes weiter (Audio starten)
Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbands, Oliver Stolz, betonte, «die positive Entwicklung können wir auch daran ablesen, dass bei den Betrieben im Land nur wenige Kreditausfälle zu verzeichnen sind». Die Branche sei auch aufgrund der Hilfen mit einem blauen Auge davongekommen.
Laut Tourismusbarometer ist die Gästezufriedenheit im Ländervergleich immer noch hoch, aber wie bundesweit auch im Norden leicht gesunken. «Beim Preis-Leistungs-Verhältnis lag der echte Norden im letzten Jahr noch auf Platz 8, dieses Jahr ging es bergab auf Platz 12», sagte Marktforschungsexperte Karsten Heinsohn vom wirtschaftswissenschaftlichen Fremdenverkehrsinstitut dwif.
Das Land habe Wettbewerbsvorteile. «Der Bezug zum Wasser mit Ostsee, Nordsee, Seen- und Flusslandschaften liegt absolut im Trend, genauso wie autarke Unterkunftsformen, wie beispielsweise Camping und Ferienwohnungen beziehungsweise Ferienhäuser.» Heinsohn warnte jedoch: Die durchschnittlichen Zimmerpreise in der Hotellerie seien in Schleswig-Holstein 2020 und 2021 jeweils um 11 Prozent gestiegen.
Nur in Mecklenburg-Vorpommern sind die Zimmer im Jahresdurchschnitt noch teurer. Minister Buchholz mahnte, bei den Zimmerpreisen nicht zu überdrehen.
Sorgen bereiten der Landesregierung nach den Worten von Buchholz vor allem zwei Dinge. Einerseits werde die Suche nach guten Mitarbeitern noch schwerer, weil viele gute Fachkräfte angesichts der Kurzarbeit während des touristischen Lockdowns die Branche gewechselt hätten. Jede fünfte Stelle sei 2020 nicht besetzt gewesen, es drohe akuter Nachwuchsmangel. Zudem bereite die abnehmende Akzeptanz für den Tourismus Sorgen. Vielerorts bildeten sich Bürgerinitiativen bei neuen Hotelprojekten. Es sei eine grundsätzliche Ablehnung neuer Hotel-Projekte zu beobachten, sagte Buchholz.
Buchholz (Mitte) bei seinem EXPO-Besuch vor drei Jahren
Vorhang auf für Europas größte B2B-Fachmesse für Immobilien und Investitionen in München: Mit insgesamt 18 Ausstellern zeigt Schleswig-Holstein allein am WTSH-Gemeinschaftsstand Flagge und präsentiert die nordische Vielfalt und Attraktivität. Zum Auftakt stattet heute Wirtschaftsminister Bernd Buchholz der Fachmesse einen Besuch ab.
Organisiert wird der Gemeinschaftsstand seit fast 20 Jahren von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). In Halle B2 an Stand 330 geben Partner aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Dienstleistung und Projektentwicklung gemeinsam mit Maklern unter dem Motto „Immobilienstandorte mit Atmosphäre“ drei Tage lang Informationen und Impulse über Immobilien, Flächen und aktuelle Projekte im echten Norden.
„Wie immer liegt der WTSH-Stand in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hamburg-Stand. Das passt nicht nur zur geographischen Nähe von Schleswig-Holstein und Hamburg, sondern auch zu unserer erfolgreichen Partnerschaft. Denn beide Länder haben viel zu bieten“, sagte Buchholz zu Beginn seines Rundgangs. Nach der Absage der Messe im vergangenen Jahr sei der Wunsch nach Austausch und Vernetzung in den beteiligten Branchen groß.
Am Gemeinschaftsstand auf der EXPO REAL 2021 werden zwei regionale Wirtschaftskooperationen für die Vorzüge und die Innovationskraft des echten Nordens werben: Die Energieküste zeigt die Nordseeküste als Zukunftsstandort für Erneuerbare Energien. Und der HanseBelt präsentiert sich als Brücke zwischen Deutschland, Dänemark und Südschweden.
Ebenfalls zu den Ausstellern am schleswig-holsteinischen Gemeinschaftsstand zählen Bauträger und Projektentwickler wie die DSK | BIG Gruppe, die Kieler Volksbank Immobilien GmbH, die KWL GmbH und die laren consulting real estate GmbH als auch Finanzierungspartner wie die Sparkasse Holstein und die Kieler Volksbank.
Ende eines langen Tauziehens: Der Bundesrat hat am Freitag höheren Bußgeldern für Verkehrssünder wie Raser zugestimmt. Mehr Geld kosten künftig zum Beispiel auch Parkverstöße. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Radfahrer und Fußgänger sollen besser geschützt werden. Die Änderungen des Bußgeldkatalogs gehen auf eine Einigung von Bund und Ländern im April zurück.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) muss die Verordnung nun noch unterschreiben. Die Änderungen treten noch im Herbst in Kraft.
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz sagte dazu am Freitag in der Bundesratssitzung – Video starten…
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus