SH-Unternehmen rechnen mit 1,6 Prozent Wachstum in 2016

Guter Jahresstart der Wirtschaft in SH: Die meisten Unternehmen blicken positiv in ihre Zukunft 

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Schleswig-Holsteins Unternehmen blicken überwiegend positiv in die Zukunft. «Wir rechnen in diesem Jahr mit 1,6 Prozent Wirtschaftswachstum», sagte die Präsidentin der Indutrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, Friederike Kühn, heuteb bei der Vorstellung des neuen Konjunkturklimaindexes in Kiel. Der stieg im vierten Quartal 2015 von 116 auf 122 Punkte. Das ist deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt von 117 Punkten. Durch den schwachen Euro rechnen die Firmen mit wieder anziehenden Exporten.

Von den befragten Unternehmen bezeichneten 44,7 Prozent ihre Geschäftslage als gut (Vorquartal 41,7 Prozent), weitere 46 Prozent als befriedigend (47,6). Nur 9,9 Prozent (10,7) beurteilten ihre Situation als schlecht. «Die Betriebe sehen die weitere Entwicklung optimistisch», sagte Kühn. 27,6 Prozent erwarten eine Verbesserung der Situation (Vorquartal 21,3 Prozent), 54,1 Prozent zumindest eine gleichbleibende Lage (60,7). 18,3 Prozent (18,0) rechnen mit einer Verschlechterung.

Positiv bewertete die Kammer auch den Jahresstart. «Weder der Börsencrash in China noch der Flüchtlingsstrom haben sich bisher negativ auf die Konjunktur ausgewirkt», sagte Kühn. Die Unternehmen seien bereit, ihren Beitrag in der Flüchtlingsfrage zu leisten. Dreiviertel seien offen für die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen oder das Angebot entsprechender Praktika. Allerdings erwarteten die Unternehmer, dass «2016 politische Lösungen für den schleppenden Infrastrukturausbau oder auch für die Integration der Flüchtlinge gefunden werden».

«Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt besser als im Vorjahr», sagte Kühn. Das nochmalige Sinken des Ölpreises trägt dazu bei. Sorgen bereiten den Betrieben neben dem Sanierungsstau aber auch die geopolitische Entwicklung und Grenzkontrollen.

Die Entwicklung verläuft in den Branchen unterschiedlich. Während sich die Industrie überwiegend befriedigend über die Lage äußert, verzeichnet die Bauwirtschaft zwar einen leichten Rückgang aufgrund saisonaler Gegebenheiten. Mit Blick auf den kommenden Frühlingsanfang deutet vieles aber auf eine Stimmungsverbesserung hin. Weniger zufrieden mit der Geschäftslage ist wegen des milden Winters aber der Einzelhandel.

Nochmals eingetrübt hat sich die Stimmungslage angesichts des Sanierungsstaus und Verzögerungen bei der Planung wie jüngst nach dem Fund eines verwaisten Adlerhorstes nahe der geplanten Trassenführung für die Küstenautobahn A20. «Wenn Planungen fehlerfrei gestaltet sind, kommt so etwas nicht vor», sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Michael Stein. Klagen gegen Verkehrsprojekte seien ein großes Problem. «Denn die touristischen Akteure müssen erreichbar sein.»

Weltwirtschaftspreis an EU-Kommissar Monti und Verlegerin Springer

Kieler Weltwirtschaftspreis für Friede Springer und Mario Monti

Der ehemalige EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti und die Verlegerin Friede Springer erhalten in diesem Jahr den Kieler Weltwirtschaftlichen Preis. Als weiteren Preisträger verkündete der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Prof. Dennis Snower, den amerikanischen Nobelpreisträger Oliver Williamson. Das Institut, die Landeshauptstadt und die IHK Schleswig-Holstein würdigen mit der Auszeichnung Persönlichkeiten, die als Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft Herausragendes geleistet haben.

Der nicht dotierte Preis wird zum zwölften Mal in den Kategorien Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vergeben. Die Festrede zur Preisverleihung während der Kieler Woche soll am 19. Juni Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) halten.

«Alle unsere Preisträger waren mutig genug, eine sehr komfortable Situation aufzugeben, um ihre Kraft und ihre Tugenden, teilweise auch gegen große Widerstände, in den Dienst einer größeren Sache zu stellen», sagte IfW-Präsident Snower. Alle drei hätten sich um eine freie und eigenverantwortliche Gesellschaft mit gemeinsamen, sozialen Werten verdient gemacht und damit der Lösung globaler Probleme einen fruchtbaren Boden bereitet. «Wandern zwischen Welten» sei diesmal die Grundidee für die Preisvergabe gewesen, sagte Snower.

Den in der Kategorie Politik nominierten Monti, ehemaliger EU-Wettbewerbskommissar und italienischer Ministerpräsident, lobte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) als streitbaren Geist und politischen Visionär. «Als international angesehener Wirtschaftsprofessor wagte er den Gang in die Praxis und zeigte in Brüssel mächtigen Konzernen ihre Grenzen, zum Wohle für alle Verbraucher.» Gegen viele Widerstände habe Monti dann in seinem Heimatland wichtige Reformen eingeleitet.

Friede Springer habe nach dem Tod ihres Mannes mit beispielloser Disziplin und Ausdauer den Springer Verlag in das neue Medienzeitalter geführt, sagte der Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein, Klaus-Hinrich Vater. «Sie fühlte sich dem Wohlergehen ihrer Mitarbeiter genauso verpflichtet wie einer an den Grundwerten der Freiheit und des Friedens ausgerichteten Berichterstattung.»

Nobelpreisträger Williamson habe eine sichere Position als Ingenieur aufgegeben, um in gleich drei wissenschaftlichen Disziplinen forschen zu können, sagte Snower über den dritten Preisträger. «Mit seinen Erkenntnissen über Transaktionskosten und Unternehmensfusionen trug er maßgeblich zu einer neuen Wettbewerbspolitik bei.»

Arbeitsmarkt in SH auch zum Jahresauftakt 2016 in robuster Verfassung

Saisontypischer Anstieg, aber: Geringste Januar-Arbeitslosigkeit seit 23 Jahren

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Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Januar im Vergleich zum Dezember um 1400 auf 105 000 gestiegen. Allerding sei dieser saisontypische Anstieg deutlich geringer ausgefallen als in den Vorjahren, teilte die Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur heute in Kiel mit. Es sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993. Nicht nur der milde Winter, auch die positive Grundverfassung des schleswig-holsteinischen Arbeitsmarktes sei für den geringeren Anstieg verantwortlich, sagte Regionaldirektionschefin Margit Haupt-Koopmann. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,0 Prozent.

Reinhard_Meyer„Damit zeigt sich der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein auch zum Jahresbeginn weiterhin in einer positiven Grundverfassung“, sagt Arbeits- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.  Für ihn sei die Integration von Flüchtlingen mit gesicherter Bleiberechtsperspektive 2016 eine der wichtigsten Herausforderungen. Kommende Woche werde er gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur, Margit Haupt-Koopmann, ein Bünndnispapier mit der Wirtschaft unterzeichnen. Alle Einzelheiten dazu hier: Presseerklärung vom Dezember

Mit gegenwärtig 15.277 arbeitslosen Ausländern ist Ausländerarbeitslosigkeit erneut im Vergleich zum Vormonat (+7,8%) als auch zum Vorjahresmonat (+19,5%) kräftig gestiegen; die Ausländerarbeitslosenquote beträgt gegenwärtig 21,7%. Die steigende Ausländerarbeitslosigkeit weist nach den Worten von Meyer deutlich darauf hin, dass viele Flüchtlinge mit Bleiberechtsperspektive in Kürze dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. „Mit ihrer Hilfe können die Auswirkung des demographischen Wandels und der damit verbundene Fachkräftemangel abgebremst werden. Nachwuchs für den Arbeitsmarkt wird gebraucht“, so Meyer. So stünden bereits im Januar 2016 deutlich mehr Jobs zur Verfügung (+32,0%) als im Vorjahr.

Neben der Herausforderung, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dürfen laut Meyer aber die anderen Gruppen nicht vergessen werden, deren Teilhabe an der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes eher gering ausfällt. Die Bemühungen, sowohl Langzeitarbeitslosen als auch älteren Fachkräften eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten, bleibe eine weitere große Herausforderung. So konnten im Vorjahresvergleich weder die Gruppe der Langzeitarbeitslosen (+0,4%) noch die der Älteren (+0,6%) von der guten Arbeitsmarktlage profitieren. Deshalb intensiviere die Landesregierung im Rahmen des Landesprogramms Arbeit mit der Förderung von weiteren elf Modellprojekten die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

 

Nord-Ostsee-Kanal musste 2015 Federn lassen – gute Aussichten für 2016

NOK-Verkehr im Gegenwind: Deutlicher Rückgang im Jahr 2015

Schleusenbereich des Nord-Ostsee-Kanal

90,6 Millionen Tonnen Ladung sind im vergangenen Jahr auf dem Nord-Ostsee-Kanal transportiert worden und damit etwa ein Zehntel weniger als 2014. Die Zahl der Schiffe sank von fast 32 600 auf knapp 32 100. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verweist auf schwierige Rahmenbedingungen. Dazu gehörten Kollisionen mit Schleusentoren, Reparaturen, niedrige Treibstoffpreise und das Russland-Embargo. Die Zahl der Schiffe im Russland-Verkehr verringerte sich um rund 20 Prozent.

Dr. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt:
„Trotzdem blicken wir auf ein positives Jahr 2015. Mit dem Abschluss der Reparaturen an den vier Großen Schleusen des Kanals haben wir für die zunehmend größeren Schiffe wieder mehr Leistungsfähigkeit geschaffen. Die Ladungsmengen zeigen, dass der Nord-Ostsee-Kanal als wichtige Transitstrecke für die internationale Schifffahrt unverzichtbar ist. Einem starken Jahr 2016 steht nichts im Wege.“

Die Schifffahrt hat laut Witte auf die Freigabe der Großen Schleusen im Dezember unmittelbar reagiert. Die Anzahl der Schiffe im Kanal sei unmittelbar danach sichtbar angestiegen. Ein Drittel aller Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal sei auf die großen Schleusen angewiesen und transportiert zwei Drittel der Gesamtladung. Insgesamt 32.091 Schiffe nutzten 2015 die Passage durch den Kanal. In 2014 waren es 32.589 Schiffe.
Für den reinen Durchgangsverkehr bedeutet das 23.005 Schiffe, für den Teilstreckenverkehr 9.086 Schiffe. Bemerkenswert ist laut Witte, dass im Teilstrecken-verkehr 2015 mehr Schiffe als im Vorjahr verkehrten. 2015 waren es 9.086, 2014 8.491 Schiffe.

 

Dank Dezember-Schub: Deutsche Maschinenbauer machen ein Prozent mehr Umsatz als 2014

Goldener Dezember rettet Maschinenbauern die Jahresbilanz: Ein Prozent Plus gegenüber 2014

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Ein kräftiger Bestellschub aus dem Ausland hat dem deutschen Maschinenbau die Bilanz für 2015 gerettet. Unter dem Strich lag der Wert der neuen Order für das Gesamtjahr 1 Prozent über dem Wert aus dem Jahr 2014, wie der Branchenverband VDMA heute in Frankfurt berichtete. Dieser reale Zuwachs stammte sowohl aus dem Inland als aus dem Ausland. «Das ist nicht gerade berauschend, aber es zeigt sehr gut die Seitwärtsbewegung im Maschinenbau», erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Trotz der leicht positiven Orderentwicklung im vergangenen Jahr bleibt der Verband bei seiner vorsichtigen Prognose für die Produktion. Danach werde es im laufenden Jahr erneut eine Stagnation ohne reale Produktionssteigerung geben. Der nominale Produktionswert wird für 2015 unverändert auf 199 Milliarden Euro geschätzt und für dieses Jahr auf 201 Milliarden Euro.

Die stark exportorientierte Branche mit gut einer Million Arbeitsplätzen spürt das verlangsamte Wachstum der chinesischen Wirtschaft ebenso wie die Sanktionen gegen Russland und die Probleme vieler Schwellenländer. Im Gesamtjahr gingen die Aufträge aus den Nicht-Euro-Ländern um 3 Prozent zurück. Deutlicher Nachholbedarf bei den Investitionen zeigt sich hingegen in den um 15 Prozent gestiegenen Bestellungen aus dem Euro-Raum. Hier komme man allerdings von einem niedrigen Niveau, hieß es beim VDMA.

Im Monat Dezember hatten aber gerade einige Großaufträge aus dem Nicht-Euro-Raum das Auslandsgeschäft auf ein Plus von 17 Prozent getrieben. Aus dem Inland kamen hingegen 5 Prozent weniger Aufträge.

Bei den nur bis einschließlich November vorliegenden Exportzahlen zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Absatzmärkte. Das preisbereinigte Exportwachstum von 2,4 Prozent erklärt sich aus gestiegenen Ausfuhren in die USA (+12 Prozent) und in die EU (+6 Prozent), mit denen das schwächelnde China-Geschäft (-6 Prozent) mehr als ausgeglichen werden konnte.

Sehr unterschiedlich entwickelten sich im Schlussquartal 2015 die einzelnen Maschinenbausparten. So konnten die Hersteller von Turbinen, Fahrtreppen und Aufzügen sowie Maschinen für Bergbau und Verfahrenstechnik Zuwächse von über 20 Prozent verzeichnen. Einbußen in der gleichen Dimension mussten hingegen die Hersteller von Maschinen für Holzbearbeitung, Gießereien sowie Hütten- und Walzwerktechnik hinnehmen.

Sanierung der B 76 beim Gewerbepark Raisdorf geht in nächste Runde

Ab Dienstag ist von Pendlern auf der B 76 zwischen Preetz und Kiel Geduld gefragt – zweiter Bauabschnitt beginnt

 

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Vor 40 Jahren nutzten täglich 20.500 Autos die Schnellstraße zwischen Kiel und Schwentinental (Kreis Plön). Heute sind es mit mehr als 46.000 Wagen mehr als doppelt so viele. Das macht der Bundesstraße 76 zu schaffen. Deshalb erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) die Straße seit letztem Jahr auf einer Länge von acht Kilometern von Grund auf.

Nachdem der erste Bauabschnitt Ende 2015 fertiggestellt wurde, finden ab kommenden Dienstag (2. Februar) die Vorbereitungsarbeiten für den Abschnitt vom Gewerbegebiet Ostseepark bis kurz vor die Anschlussstelle zur B 202 statt. Die Baulänge beträgt ca. 1,7 Kilometer.

Während der achtwöchigen Arbeiten an der Entwässerung ist aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Verkehrssicherheit leider nur eine einspurige Verkehrsführung je Richtung möglich. Verkehrsminister Reinhard Meyer bittet vor allem die Berufspendler um Verständnis und rät, vor allem morgens ein wenig mehr Zeit einzuplanen. Erst nach Abschluss der Arbeiten an der Entwässerung kann auf das bereits im ersten Abschnitt bewährte flexible System einer dreisprurigen Verkehrsführung zrückgegriffen werden (morgens in Richtung Kiel: zwei Spuren, in Richtung Preetz eine Spur – abends umgekehrt)

Wesentlicher Bestandteil der anstehenden Arbeiten ist die Sanierung der Entwässerungsleitungen. Dazu werden insgesamt 1.100 Meter so genannter Schlauchliner in die vorhandene, reparaturbedürftige Entwässerung eingebaut. Außerdem werden ca. 600 Meter Entwässerungsleitungen und rund 85 Entwässerungsschächte saniert.

Die Arbeiten an den Entwässerungsleitungen dienen der Vorbereitung zur Grundhaften Erneuerung der B 76 in diesem Abschnitt, die ab Ende April beginnen wird. Die Sanierung der Leitungen wird in insgesamt drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt erfolgen die Bauarbeiten im Bereich des Mittelstreifens, im zweiten und dritten Bauabschnitt werden die Entwässerungsleitungen am äußeren Fahrbahnrand in Fahrtrichtung Kiel bzw. in Fahrtrichtung Preetz saniert.

Die Länge der einspurigen Verkehrsführung beträgt während der gesamten Bauzeit nicht mehr als ca. 600 Meter. Aufgrund der geringen Fahrbahnbreiten im Bereich der Anschlussstellen kann es tagesweise zu Sperrungen kommen. Eine Umleitungsbeschilderung bzw. Hinweisschilder werden für die betroffenen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig aufgestellt.

Die Baumaßnahme wird voraussichtlich Anfang April 2016, dalso nach elf bis 12 Wochen Bauzeit beendet sein. Die Bausumme beläuft sich auf rund 490.000 Euro. Der Auftrag wurde nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung an ein mittelständisches Unternehmen aus der Region erteilt.

Selbst grauer November hellt Tourismus-Bilanz auf

Der Tourismus-Boom im echten Norden hält an: Fünf Prozent mehr Übernachtungen als im November 2014

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Auch im grauen November sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Touristen nach Schleswig-Holstein gekommen als im Jahr zuvor. Die Hotels, Ferienhäuser, Pensionen und Ferienanlagen mit mindestens zehn Betten zählten 378 000 Übernachtungsgäste und damit 5,0 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat.

Das berichtet heute das Statistikamt. Damit besuchten von Januar bis November 6,68 Millionen Gäste das nördlichste Bundesland, ein Plus von 3,9 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent auf gut 26,04 Millionen. Die November-Statistik erfasste 2879 Beherbergungsstätten mit 142 000 Betten und 93 Campingplätze.

Für Wirtschaftsminister Reinhard Meyer einmal mehr ein erfreulicher Befund: „Schleswig-Holstein entwickelt sich immer stärker zu einem beliebten Urlaubsziel auch für die Nebensaison, das zeigte auch die gute Buchungslage zum Jahreswechsel.“ Damit die Wachstumspotenziale der Nebensaison künftig noch konsequenter erschlossen werden, werde die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) künftig die Nebensaison noch stärker in den Fokus ihrer Marketingarbeit stellen, kündigte Meyer an.

 

Azubis gesucht: 25 Flensburger Betriebe öffnen ihre Türen

Schüler aufgepasst: Am 5. Februar öffnen 25 Flensburger Firmen ihre Türen für Euch – vielleicht sind es eure künftigen Arbeitgeber?

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Türöffner-Tag im vergangenen Jahr bei der Flensburger NOSPA

Reinschnuppern und ausprobieren: Dies wird auch das Motto der 2. Flensburger Lehrstellenrallye sein. Am 5. Februar öffnen 25 Betriebe in der Zeit von 11 bis 15 Uhr ihre Türen, um zukünftigen Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, sich über ihren Traumberuf zu informieren. Ab 15:30 Uhr findet die Abschlussveranstaltung in der IHK Flensburg statt. Hierbei werden, neben der Verlosung von attraktiven Sachpreisen, die Lehrstellenkönigin oder der Lehrstellenkönig gekürt. Er oder sie kann den Hauptpreis, ein iPad, direkt in Empfang nehmen.

Vom Anlagenmechaniker über den Hotelfachmann bis hin zum Verkäufer stellen die 25 teilnehmenden Betriebe 39 Ausbildungsberufe und sechs duale Studiengänge vor. In vielen Betrieben können die Schülerinnen und Schüler mit Azubis und Ausbildern sprechen.

Dr. Michael Schack, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK Flensburg, sieht in der Veranstaltung Vorteile nicht nur für den beruflichen Nachwuchs, sondern auch für die regionalen Unternehmen: „Das Ziel der Lehrstellenrallye ist es, Unternehmen und interessierte Jugendliche zusammenzubringen und für die duale Ausbildung sowie das duale Studium zu werben.“

„Berufsorientierung ist für alle Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Thema auf dem Weg zum passenden Beruf. Daher ist es richtig, sich einen Überblick über die Möglichkeiten der betrieblichen Ausbildung zu verschaffen“, berichtet Christian Werft von der Handwerkskammer Flensburg.

„Die persönlichen Gespräche bei der Lehrstellenrallye bieten eine tolle Gelegenheit, um die jungen Menschen noch besser zu verstehen. Wir möchten den Schülern mit guten Informationen mehr Sicherheit bei ihrer Berufswahl geben und ihre Zukunft so aktiv mitgestalten sowie bestenfalls für eine Ausbildung in unserem Haus begeistern. Dafür haben wir extra einen zweiten Informationsstandort in der Filiale Schleswiger Straße 54 eingerichtet“, erklärt Kirsten Hansen von der Nord-Ostsee Sparkasse.

„Bei uns bekommst du den richtigen Durchblick!“, so Ingo Reimer von Glas Franzen zur Lehrstellenrallye.

Kristin Haase vom Technischen Betriebszentrum in Flensburg freut sich auf die Schülerinnen und Schüler bei der Lehrstellenrallye und betont, dass das TBZ seinen eigenen Nachwuchs ausbildet. „Neben der reinen Vermittlung des Fachwissens legen wir viel Wert darauf, dass die Azubis genügend Freiraum finden, sich beruflich und privat weiterzuentwickeln“, so Haase.

Kieler Hafen mit Kreuzfahrern weiter auf Erfolgskurs

Kieler Seehafen verbucht Rekord im Kreuzfahrtgeschäft. Rückgang beim Güterumschlag um 4,2 Prozent

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Über den Kieler Seehafen sind im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Passagiere gereist und damit 2,0 Prozent mehr als 2014. Beim Güterumschlag gab es einen Rückgang um 4,2 Prozent auf 6,2 Millionen Tonnen.

Das berichtete heute der Geschäftsführer des „Port of Kiel“, Dr. Dirk Claus. Vor dem Hintergrund der Russland-Sanktionen und schärferer Umweltauflagen an die Schiffe könne der Hafen trotz dieses Rückgangs insgesamt zufrieden sein. Der Umschlag bei Massengütern sank um 9,4 Prozent. Vor allem bei Kohle und Getreide gab es ein klares Minus. Im Kreuzfahrtverkehr verbuchte der Hafen eine Zunahme um 29,4 Prozent auf gut 458 000 Passagiere. Das ist ein Rekordwert.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus