Mehr Arbeitslose im Januar, aber das ist normal. Im Vorjahresvergleich sinkt die Zahl der Menschen ohne Job im Norden weiter. Für den Jahresverlauf bleiben Arbeitsagentur und Minister Buchholz zuversichtlich.

Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein ist auf den niedrigsten Januar-Stand seit 1981 gesunken. Derzeit sind 85.800 Menschen ohne festen Job, wie die Agentur für Arbeit heute berichtete. Zum Dezember gab es einen saisonal üblichen Anstieg um 8,6 Prozent und zum Januar 2019 einen Rückgang um 1,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,4 Prozent, nach 5,6 Prozent vor einem Jahr. Der Arbeitsmarkt bleibe robust, sagte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. Sollte es keinen größeren Wintereinbruch geben, erwarte sie im März auch wieder einen Abbau der Arbeitslosigkeit zum Vormonat.
Für Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) ist vor allem erfreulich, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen im Alter von über 50 Jahren um 1,1 Prozent gesunken ist. Und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen verzeichnet mit einem Minus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einen erheblichen Rückgang“, sagte Buchholz.
Um die insgesamt gute Entwicklung weiter zu flankieren, verlängert das Land die Förderung aus dem Landesprogramm Arbeit bis Ende 2021. „In dem wichtigen Bereich der Weiterbildung stocken wir beispielsweise den Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein um 1,5 Millionen auf insgesamt 8,5 Millionen Euro auf“, sagte Buchholz. Über den Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein – der aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird – können Beschäftigte in Unternehmen sowie Freiberufler und Selbstständige einen Zuschuss zu Seminarkosten von Weiterbildungen erhalten.
Auch der Zuwachs an Beschäftigung im echten Norden hält weiter an. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 13.500 auf 1,4 Millionen im Jahresdurchschnitt 2019. Der Zuwachs geht vor allem auf die steigende Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zurück. „Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Logistik und im Dienstleistungsbereich zeigt sich, dass im Vergleich zum Vorjahr neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden sind“, so Buchholz.
In Einklang mit dem jüngsten Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung geht auch Buchholz für die nächsten Monate von einer positiven Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes aus: „Die Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit dürfte nachlassen, die Beschäftigung aber aufgrund der krisenfesten Branchenstruktur in unserem Land im Laufe des Jahres weiter steigen.“


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Über ihre Erfahrungen mit dem Wettbewerb und seine Folgen sagte die Vorjahres-Siegerin Christina Wittke von my Standards aus Kiel





«Wir alle sind überzeugt, dass diese Idee enormes Potenzial für die Wirtschaft in Schleswig-Holstein in sich birgt», sagte Buchholz. «Deshalb unterstützen wir diesen Ansatz auch als Beitrag zu einer Green Economy.» Die Vision sei ein zunehmend von autonomen Lösungen geprägtes urbanes Mobilitätssystem, das sicher, schadstofffrei und klimafreundlich ist. Der Individualverkehr würde deutlich reduziert, Verkehrsträger zu Land und Wasser intelligent miteinander verbunden.
«Das Netzwerk „CAPTin Kiel“ wird Basis sein für den Transfer innovativer Forschungsergebnisse und Designentwürfe in die Wirtschaft, sagte der Kieler Uni-Präsident Lutz Kipp. So könnten neue Technologien für den Weltmarkt etabliert werden. «Wir freuen uns sehr, dass das Land das Projekt von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt unterstützt.» Es verbinde Digitalisierung und Mobilität mit den Stärken des Wissenschafts- und Industriestandortes. Schon jetzt rufe es Interesse in aller Welt hervor. «Die Technologie könnte ein neuer Exportschlager des Nordens werden», sagte Kipp.

