Während sich der lang ersehnte Ausbau der B 5 zwischen Hattstedt und Bredstedt wegen anhängiger Klagen noch weiter hinzieht, kommt in den dreistreifigen Ausbau zwischen Husum und Tönning Bewegung: Land, Landrat, IHK und der Verein Infrastruktur Westküste/Vestkysten e.V. um den Vorsitzenden Rickmer Topf verständigten sich diese Woche bei einem Minister-Treffen auf eine vorzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung – unter anderem, um für mehr Akzeptanz für den Ausbau zu werben. Für Buchholz seine „Meldung der Woche“ – Video starten
Buchholz im Gespräch mit Joachim Behrmann von der Reinbeker Maschinenbaufabrik Amandus Kahl – das 140 Jahre alte Unternehmen baut Anlagen zur professionellen Herstellung von Mischfutter, Shrimp-, Fisch-, Haustier- und Raufutter.Einladung des Verbandes der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) zum „Tag des Maschinenbaus in Schleswig- Holstein“: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz besuchte heute in Begleitung von VDMA-Chef Jörg Mutschler und dem Kieler Unternehmer Jürgen Holdho (EDUR-Pumpen) in der Funktion als VDMA-Vorstand fünf Unternehmen zwischen Lübeck und Reinbek. Nach den Worten von Mutschler und Buchholz alles Betriebe, die ihre Ideen und Lösungen für den Weltmarkt erfolgreich entwickeln und so die momentan schwache Auftragslage überwinden.
Laut Mutschler sind die Bestellungen von Maschinenbauprodukten aus Deutschland im vergangenen Jahr um neun Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sei der Personalbestand in den Unternehmen konstant geblieben oder sogar angewachsen.
Das Fazit von Buchholz: „Die Maschinenbauer blicken optimistisch in die Zukunft, die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen gerade hin zu CO2 einsparenden Produkten sind enorm, dafür wird weiterhin Fachpersonal gesucht. Aber auch in der Produktion gibt es viel zu tun, um am Standort Schleswig- Holstein für den Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.“
Weiter sagte der Minister (Audio starten – „im Browser anhören“)
Die Stationen der reise waren die Unternehmen Gabler Maschinenbau GmbH, Solcon Systemtechnik GmbH, Universelle Engineering U.N.I. GmbH, GEA Tuchenhagen GmbH und Amandus Kahl GmbH & Co. KG.
Bei Gabler-Maschinenbau in Lübeck: Ole Johannsen (l.) und David Schirm (2.v.r.) erläutern dem Minister und VDMA-Chef Mutschler die Produktion„Konjunkturelle Schwankungen sind wir gewohnt“, so Holdhof, „wir nutzen die derzeitige Konjunkturdelle, um unsere digitalen Hausaufgaben bei der Produktentwicklung und den Fertigungsprozessen zu machen. Gleichzeitig sind die Maschinen- und Anlagen unserer Branche so erfolgreich, weil sie unsere Kunden dazu befähigen, industrielle Produkte immer umweltschonender herzustellen – möglichst überall auf der Welt.“
Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit seinen 21.000 hochqualifizierten Beschäftigten und einem Umsatz von 5,4 Milliarden Euro (2018) der größte industrielle Wirtschaftszweig in Schleswig-Holstein. Die Branche exportiert rund dreiviertel ihrer Produkte und begleitet die Maschinen oft über den gesamten Lebenszyklus mit Service und Wartung. Der Ingenieuranteil in den Unternehmen liegt bei 18 Prozent.
„Die zukünftigen Bedarfe an Ingenieurinnen und Ingenieuren bewerten weit über die Hälfte der vom VDMA befragten Unternehmen als deutlich zunehmend. Hier bieten sich für die Firmen in Schleswig-Holstein gute Chancen, denn bei uns bilden wir genügend Nachwuchs an den Hochschulen und Universitäten aus“, kommentiert Minister Dr. Buchholz. Gleichzeitig wünscht er sich eine noch engere Verzahnung zwischen den Hochschulen und den Betrieben.
Wie lassen sich wachsende Mobilitätsanforderungen von Gesellschaft und Logistikwirtschaft mit Klimaschutz und einer zunehmend digitalisierten Industrie in Einklang bringen? Darüber berieten heute rund 150 Experten bei der „2. Konferenz Bahntechnik“ im Kieler Wissenschaftszentrum. Eine der Antworten könnte lauten: Vor allem durch eine engere Verzahnung von Wirtschaft und Hochschulen im Land.
Um vom weltweit wachsenden Markt der Bahntechnik stärker zu profitieren, sollen Wirtschaft und Wissenschaft in Schleswig-Holstein enger zusammenrücken: „Die bis zuletzt aussichtsreiche Position von Kiel im Wettlauf um die Fertigung von 100-Hybrid-Loks für die DB Cargo hat gezeigt, dass die Landeshauptstadt ein traditionell hervorragender Bahntechnik-Standort ist. Der Zuschlag für Rostock hat aber auch gezeigt, dass wir noch Steigerungsmöglichkeiten haben – vor allem beim Innovationspotenzial“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz zur Eröffnung der Fachtagung.
Mit Blick auf die bereits bei der ersten Bahntechnik-Konferenz 2019 vorgelegten Marktanalysen durch die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH und das Kieler Beratungsunternehmen ASTRAN machte Buchholz deutlich, dass der Trend zur Schiene auch weiterhin ungebrochen und das Marktwachstum nachhaltig sei. „Und auch wenn mal ein Auftrag verloren gehen mag: die breit aufgestellte Bahnindustrie in Schleswig-Holstein hat erhebliche Zukunftschancen.“ Zwar stecke die nötige Vernetzung von Industrie und Hochschulen noch in den Kinderschuhen, doch sei er überzeugt, dass die Branche über diesen Weg ihr Innovations-Potenzial massiv steigern könne. „Sei es für mehr Reise-Komfort durch bessere Fahrzeuge, durch bessere Fahrgastinformationen oder für klimafreundliche Antriebsformen durch Batterien oder grünen Wasserstoff“, sagte der Minister.
Auch Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer machte deutlich: „In unserer Landeshauptstadt konzentriert sich das geballte Bahntechnik-Know-how. An den Hochschulen und den Regionalen Bildungszentren sowie vor allem in den kleinen und großen Unternehmen der Branche entstehen technologische Innovationen. Diese Konzentration von Wissen und Wertschöpfung macht Kiel zu einem der führenden Bahntechnik-Standorte in Europa.“
Kiels IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater betonte vor allem die Chancen einer klimafreundlichen Verkehrswende für die Wirtschaft in Schleswig-Holstein: „Digitalisierung und Automatisierung können dazu beitragen, den Schienenverkehr in entscheidendem Maße produktiver und attraktiver zu machen. Die hierfür erforderlichen Innovationen kann weder ein Unternehmen allein noch der gesamte Sektor Bahn leisten. Um die Herausforderungen zu meistern, sind eine bessere Vernetzung und ein gemeinsames Vorgehen von Bahnunternehmen, Industrie, Wissenschaft und Politik erforderlich.“
Nach den Worten von Tim Hildebrandt, Vorsitzender des Beirats Bahntechnik Schleswig-Holstein, müsse dabei nicht jedes Rad neu erfunden werden: „Auch aktuelle Technologie-Trends können in der Bahntechnik zu Innovationen führen. Die neuen technischen Ansätze betreffen oft mehr als nur ein Teilsystem in der Bahn. Innovationen in der Bahn sind meist verbunden mit langfristigen und kostenintensiven Projekten.“ Daher sei die Vernetzung von Know-how-Trägern mit dem Systemverständnis der Bahn mit Wissensträgern aus anderen technologischen Bereichen enorm wichtig. „Gemeinsam können wir Ideen entwickeln und die heutigen Projekte in eine innovative Richtung lenken. Die Bahntechnik erfährt Rückenwind, den wir nutzen wollen“, so Hildebrandt.
Der vor einem Jahr gegründete Beirat Bahntechnik besteht aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Unternehmen der Bahntechnik und der Fachhochschule Kiel. Die Geschäftsführung des Beirats teilen sich das Wirtschaftsministerium, die Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi), die IHK zu Kiel und die Fachhochschule Kiel.
Insgesamt 118 Unternehmen – darunter 11 Firmen aus dem Ausland – haben sich letztes Jahr für den Standort Schleswig-Holstein entschieden. Mittelfristig werden dadurch 3408 neue Arbeitsplätze entstehen, eine Steigerung von fast 80 Prozent gegenüber 2018. Die Anzahl der angesiedelten Unternehmen ist gegenüber 2018 (132 Firmen) leicht gesunken.
Dieses Ergebnis präsentierten Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und WTSH-Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche heute gemeinsam mit Jens Meyer, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH.
„Mit diesen Zahlen haben die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) sowie die Wirtschaftsförderer der Kreise und kreisfreien Städte ein solides Ansiedlungsergebnis erzielt“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute bei der Vorstellung der Ansiedlungsbilanz. Die Zahlen stehen erneut für Stabilität und bestätigen einen kontinuierlichen Wachstumsprozess unserer Wirtschaft. Das Ansiedlungsergebnis ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Schleswig-Holstein auch im überregionalen und internationalen Wettbewerb der Standorte weiterhin gut behauptet“, so Buchholz.
Ein großer Arbeitsplatzzuwachs ist in der Logistik zu verzeichnen. Rund 500 Arbeitsplätze werden in drei Verteilzentren des Unternehmens Amazon geschaffen. Im Oktober 2019 ging in Borgstedtfelde im Kreis Rendsburg-Eckernförde ein Verteilzentrum mit rund 200 Arbeitsplätzen in Betrieb. Zwei weitere Verteilzentren werden in Nützen (Kreis Segeberg) und Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) angesiedelt. An diesen Standorten werden weitere jeweils ca. 150 Jobs entstehen. Für die Auslieferung der Pakete an die Kunden werden bei den Lieferpartnern pro Standort bis zu 600 Fahrer zuständig sein. Die beiden Verteilzentren in Nützen und Bad Oldesloe werden voraussichtlich 2020 eröffnet.
Im Gespräch mit Andreas Otto (RSH) sagte Buchholz weiter
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WTSH-Chef Bösche betonte, dass Schleswig-Holstein als Logistikstandort sehr gefragt sei. „Wir haben bereits in diesem Jahr weitere Anfragen von namhaften internationalen Logistikunternehmen erhalten, die am Standort Schleswig-Holstein aktiv werden und sowohl Infrastruktur als auch Lage nutzen wollen.“ Auch der Arbeitsplatzeffekt in der Logistik werde voraussichtlich auch im laufenden Jahr nicht abreißen, bestätigte Bösche während der Pressekonferenz.
Erfreulich: Auch im Bereich des Maschinenbaus ist ein deutlicher Arbeitsplatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. „Wir sind auch hier einen großen Schritt vorangekommen, denn allein im Maschinenbau entstehen mittelfristig 128 Arbeitsplätze in sieben Unternehmen, im Vorjahr waren es 29 Arbeitsplätze in drei Unternehmen“, so Bösche.
Im Bereich der Erneuerbaren Energien gibt ebenfalls einen Arbeitsplatzzuwachs zu verzeichnen: Hier entstehen mittelfristig 116 Arbeitsplätze in 4 Unternehmen, im Vorjahr waren es 63 Arbeitsplätze in drei Unternehmen.
Ein Beispiel hierfür ist die Baltic Windkraftanlagen Service & Solutions GmbH & Co. KG in Neustadt i.H. Das Unternehmen übernimmt vom 24-Stunden-Monitoring über die Wartung und Großkomponententausch bis hin zur Betriebsführung alle Aufgaben rund um Windkraftanlagen. Darüber hinaus produziert und errichtet Baltic Windkraftanlagen Service & Solutions zukünftig auch komplette Windkraftanlagen bis zur 5-Megawatt-Klasse für das Schwesterunternehmen Förde WindWerke GmbH & Co. KG. Die Kunden befinden sich vor allem im nordwesteuropäischen, skandinavischen und osteuropäischen Raum.
„Aus diesem Grund hat sich Ostholstein bei der Wahl des Unternehmensstandortes geradezu angeboten und sich im Wettbewerb mit alternativen Standorten in Mecklenburg-Vorpommern durchgesetzt“, so Jens Meyer, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH EGOH. Die Ansiedlung des Unternehmens ist mit 1,6 Hektar die flächenmäßig größte im Kreis Ostholstein seit mehreren Jahren und wird in der ersten Ausbaustufe rund 60 Arbeitsplätze schaffen. Ebenfalls im Jahr 2019 konnte die Neuansiedlung der Rosenrot Naturkosmetik GmbH in Eutin verzeichnet werden. Auf rund 1,2 Hektar Gewerbefläche entsteht dort ein Produktions- und Verwaltungsgebäude mit langfristig 70 Arbeitsplätzen. Das bislang in Heilbronn beheimatete Unternehmen produziert und vertreibt Naturkosmetik in Bioqualität ohne Kunststoffverpackungen.
Dr. Bernd Bösche und Buchholz bei der Präsentation der Ansiedlungszahlen
Besonders positiv haben sich 2019 nach den Worten von WTSH-Geschäftsführer Bösche auch die technologieorientierten, innovativen Geschäftsgründungen entwickelt. Die Bandbreite dieser Start-ups reiche hier vom Bau autarker so genannter „Tiny“ – (klitzekleiner) Häuser für den Tourismusbereich, über eine App für Schließsysteme, bis hin zu Mikrolaser-Scannern für 3D Kameras, die unter anderem beim autonomen Fahren zum Einsatz kommen. Viele Geschäftsideen kämen, laut Bösche, aus dem Bereich der Digitalen Wirtschaft. „Wir stellen erneut fest, dass die Digitalisierung ein Innovationstreiber insbesondere für Start-ups ist“, so Bösche. Auch für den Bereich des Maschinenbaus werden von Start-ups innovative Ideen entwickelt, bei denen die Digitalisierung im Vordergrund steht. Exemplarisch hierfür steht das Norderstedter Start-up Aeditive GmbH. Hier setzt die Digitalisierung bereits im Kern der Wertschöpfung – bei der Produktion – an. Das Start-up hat eine robotische Produktionsanlage für Betonbauteile entwickelt. Mit einer einzigartigen Kombination aus Hardware, Software und Beton wird es den Kunden, wie zum Beispiel Bauunternehmen und Fertigteilherstellern – ermöglicht, Betonbauteile ohne Schalungen und bei geringerem Materialverbrauch herzustellen. „Wir haben das Aeditive Team dabei unterstützt, einen Produktionsstandort in Schleswig-Holstein zu finden und sie auf dem Weg zur Finanzierung dieser Investition begleitet“, so Bösche. In Kürze wird das Start-up Mittel aus dem Seed- und Start-up Fonds Schleswig-Holstein II sowie weitere Mittel aus dem Landesprogramm Wirtschaft erhalten.
„Es zeigt sich, dass die Unterstützungsangebote des Landes, wie zum Beispiel das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein und der Seed-und Start-up Fonds Schleswig-Holstein II, Früchte tragen und sich der echte Norden als Start-up-Standort profiliert“, betonte Wirtschaftsminister Buchholz.
Insgesamt 11 ausländische Unternehmen aus acht Ländern (2018 waren es 15 aus sieben Ländern) entschieden sich für den Standort Schleswig-Holstein: Jeweils ein Unternehmen aus der Türkei, den Niederlanden, Rumänien, Großbritannien, Frankreich, Dänemark und China sowie vier Unternehmen – darunter die drei Amazon Ansiedlungen – sind aufgrund des Firmensitzes der Muttergesellschaft den USA zuzuordnen.
Symbolische Eröffnung mit Streckenlängen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich der Niederlassung Nord der neuen Autobahngesellschaft (v.r.): Geschäftsführer Stephan Krenz, Minister Bernd Buchholz, Bundesminister Andreas Scheuer, Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann und Niederlassungs-Direktor Klaus Franke
Nach knapp drei Jahren der Vorplanung nimmt die neugegründete Autobahngesellschaft des Bundes jetzt Fahrt auf: In Hamburg wurde heute als erster Standort die „Niederlassung Nord“ am Heidkampsweg offiziell in Betrieb genommen. Dazu zählen Außenstellen in Lübeck und Rendsburg mit zusammen rund 170 Beschäftigten. «Wir gehen lieber einen Schritt voran, weil wir den Erfolg der Autobahnreform wollen», sagte Buchholz zu der Vorreiterrolle der Nord-Niederlassung bei seinem Besuch in Hamburg. Seit dem 2. Januar ist die Niederlassung zuständig für zunächst rund 200 Autobahn-Kilometer in Schleswig-Holstein und Hamburg.
«Gemeinsam mit Hamburg haben wir von der Option des Bundes Gebrauch gemacht, ein Jahr früher als alle anderen Autobahnen in die Zuständigkeit der neuen Gesellschaft abzugeben – denn damit haben wir noch die größten Gestaltungsmöglichkeiten beim Wachsen der Gesellschaft», so Buchholz beim gemeinsamen Rundgang durch die Niederlassung mit Bundesverkehrsminster Andreas Scheuer und Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann. Schleswig-Holstein werde ab 2021 insgesamt 545 Kilometer Autobahn an die neue Gesellschaft abgeben.
Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)
Nach den Worten von Scheuer nimmt «die größte Autobahnreform in der Geschichte Deutschlands mit der ersten Niederlassung ganz konkrete Gestalt an». Ziel sei eine reibungslose Übernahme der Autobahnen und der rund 15 000 Landesbeschäftigten durch den Bund zum Jahresanfang 2021. «Wir liegen im Zeitplan.» Um das 13.000 Kilometer lange Autobahnnetz will sich der Bund aus einer Hand kümmern, was unter anderem Investitionen in marode Fahrbahnen beschleunigen soll. Bislang gab er als Eigentümer das Geld, die Länder waren für Planung, Bau und Betrieb zuständig. Allein dieses Jahr will der Bund im Norden rund 300 Millionen Euro investieren.
Laut Klaus Franke, Direktor der neuen Niederlassung, müssen im Norden rund 700 Kilometer Autobahn-Netz erhalten werden. Das Autobahnnetz soll hier auf 987 Kilometer im Jahr 2030 ausgedehnt werden. Dazu gehören der Ausbau der A 20 westlich von Bad Segeberg, der Bau der A 26 im Süden von Hamburg durch das Hafengebiet sowie die Erweiterung der A 7 in der Hansestadt und die Elbbrücken der A 1.
Angesichts «voller Kassen» forderte Buchholz von Scheuer bei dem Treffen auch eine «auskömmliche Finanzierung» für die in Länderhand verbliebenen Bundesstraßen.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP)
Nach langem Hin und Her liegt seit gestern – wenn auch nur inoffiziell – der Entwurf für eine nationale Wasserstoffstrategie vor. Das eigentlich schon für Dezember angekündigte Papier von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trägt klar die Handschrift der Unions-geführten Ministerien für Wirtschaft, Verkehr und Forschung.
Mit Blick auf die im September vorgelegte Wasserstoff-Strategie der norddeutschen Länder sieht Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz in den Grundzügen des Altmaier-Papiers mehr Schatten als Licht. Seine „Meldung der Woche“. Video starten
Im Kampf gegen Raser und Drängler werden nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) dauerhaft nur technologische Lösungen wirksam helfen: «Schon heute ist ein Großteil der Pkw-Flotte auf unseren Straßen mit automatisierten Steuerungselementen wie Abstandshaltern oder Auffahrsperren ausgerüstet – und diese Einrichtungen leisten schon jetzt einen erheblichen Beitrag zur Verkehrssicherheit», sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur angesichts der Debatten beim 58. Verkehrs-Gerichtstag in Goslar. Anstelle von immer neuen Bußgeldkatalog-Reformen oder der Dauerdiskussion um Tempolimits wäre es daher deutlich besser, der Automobilindustrie Anreize zu bieten, die teilweise noch kostspieligen Pkw-Bordcomputer weiter zu entwickeln und langfristig für alle Autoklassen preiswert anzubieten, so der Nord-Liberale.
Mit Blick auf die Tempolimit-Debatte auf Autobahnen schloss sich Buchholz der Forderung des Verkehrsgerichtstags-Präsidenten Ansgar Staudinger an, die Auswirkungen eines Tempolimits auf Autobahnen wissenschaftlich untersuchen zu lassen, Durch die Studie im Auftrag der Bundesregierung solle geklärt werden, wie sich Tempo 130 auf die Verkehrssicherheit und auf die Umwelt auswirken würde.
Weiter sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)
Hintergrund der Diskussion beim Verkehrsgerichtstag ist unter anderem eine im September 2019 veröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Danach beklagen inzwischen 90 Prozent der befragten Verkehrsteilnehmer eine zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr. «Nach den Erkenntnissen der Polizei sind aggressive Verhaltensweisen in den letzten Jahren häufiger geworden», sagt etwa Julia Fohmann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). «Vor allem Männer und Fahrende höherklassiger Fahrzeuge fallen in diesem Zusammenhang negativ auf.» Es gebe allerdings auch Fahrer in Kleinwagen, die sich aggressiv verhalten, so ADAC-Vizepräsident Gerhard Hillebrand aus Neumünster. Objektive Kriterien für eine Zunahme der Aggressivität im Straßenverkehr gibt es nach Darstellung der Bundesanstalt für Straßenwesen allerdings nicht. Ähnlich sieht man es beim ADAC. Ob die Aggressivität im Straßenverkehr tatsächlich zugenommen habe, sei schwer zu messen, sagt Hillebrand.
Nach den Worten von Buchholz sei die schleswig-holsteinische Landespolizei bei der Verfolgung und Beweissicherung von Raser-Vergehen sehr gut aufgestellt: «Unter anderem steht im Land eine große Flotte an Videowagen zur Verfügung.»
Mit Blick auf das hohe Unfall-Risiko von Fahr-Anfängern hat sich Schleswig-Holstein laut Buchholz zudem dafür ausgesprochen, das Mindestalter für den Führerschein auf 16 Jahre abzusenken. «Die positiven Effekte des „Begleiteten Fahrens mit 17“ auf das Fahrvermögen der Fahranfänger wirken laut Studien dauerhaft. Es ist deshalb nur konsequent, die Dauer des begleiteten Fahrens auszudehnen», so der Minister. Momentan werde das Vorhaben durch die EU-Kommission allerdings noch blockiert.
Mit Blick auf die Verkehrsgerichtstags-Debatte um Elektrokleinstfahrzeuge machte Buchholz klar, dass E-Scooter eine neue Form der Mobilität darstellen. «Eine Mobilitätsform, die neue Perspektiven bietet – etwa für den Weg von und zur Arbeit», so Buchholz. Das Fahren mit einem E-Scooter mache Spaß und bringe ein völlig neues Fahrgefühl mit sich. «Aber auch hier gilt es, sicher mobil zu sein und Gefährdungen auszuschließen», sagt Buchholz. Er erinnerte an die im letzten Jahr in Kraft getretenen Regeln. Elektrokleinstfahrzeuge seien rechtlich Kraftfahrzeuge. Verstöße gegen das Mindestalter, Fahren und Alkoholeinfluss oder mit mehreren Personen seien deshalb keine Kleinigkeiten.
Mehr Arbeitslose im Januar, aber das ist normal. Im Vorjahresvergleich sinkt die Zahl der Menschen ohne Job im Norden weiter. Für den Jahresverlauf bleiben Arbeitsagentur und Minister Buchholz zuversichtlich.
RD-Nord-Chefin Haupt-Koopmann und Arbeitsminister Buchholz
Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein ist auf den niedrigsten Januar-Stand seit 1981 gesunken. Derzeit sind 85.800 Menschen ohne festen Job, wie die Agentur für Arbeit heute berichtete. Zum Dezember gab es einen saisonal üblichen Anstieg um 8,6 Prozent und zum Januar 2019 einen Rückgang um 1,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,4 Prozent, nach 5,6 Prozent vor einem Jahr. Der Arbeitsmarkt bleibe robust, sagte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. Sollte es keinen größeren Wintereinbruch geben, erwarte sie im März auch wieder einen Abbau der Arbeitslosigkeit zum Vormonat.
Für Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) ist vor allem erfreulich, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen im Alter von über 50 Jahren um 1,1 Prozent gesunken ist. Und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen verzeichnet mit einem Minus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einen erheblichen Rückgang“, sagte Buchholz.
Um die insgesamt gute Entwicklung weiter zu flankieren, verlängert das Land die Förderung aus dem Landesprogramm Arbeit bis Ende 2021. „In dem wichtigen Bereich der Weiterbildung stocken wir beispielsweise den Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein um 1,5 Millionen auf insgesamt 8,5 Millionen Euro auf“, sagte Buchholz. Über den Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein – der aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird – können Beschäftigte in Unternehmen sowie Freiberufler und Selbstständige einen Zuschuss zu Seminarkosten von Weiterbildungen erhalten.
Auch der Zuwachs an Beschäftigung im echten Norden hält weiter an. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 13.500 auf 1,4 Millionen im Jahresdurchschnitt 2019. Der Zuwachs geht vor allem auf die steigende Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zurück. „Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Logistik und im Dienstleistungsbereich zeigt sich, dass im Vergleich zum Vorjahr neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden sind“, so Buchholz.
In Einklang mit dem jüngsten Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung geht auch Buchholz für die nächsten Monate von einer positiven Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes aus: „Die Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit dürfte nachlassen, die Beschäftigung aber aufgrund der krisenfesten Branchenstruktur in unserem Land im Laufe des Jahres weiter steigen.“
Immer weniger weiße „Glasfaser-Flecken“ auf der SH-Karte: Buchholz mit dem Chef des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein, Richard Krause
Der Haushaltsüberschuss des Landes macht‘s möglich: Dank zusätzlicher 52 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau können sämtliche offenen Glasfaser-Projekte in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2025 ausfinanziert werden. „Damit stellen wir sicher, dass wir innerhalb der kommenden fünf Jahre eine nahezu flächendeckende Glasfaser-Versorgung im Land erreichen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz am Abend beim diesjährigen Branchentreffen „Bündnis für Glasfaserausbau“ in Kiel.
Bislang hatte die Landesregierung rund 105 Millionen Euro für den Glasfaserausbau zur Verfügung und zusätzlich 150 Millionen Euro aus dem Breitband-Bundesprogramm eingeworben. Damit konnte bereits eine Glasfaser-Anschlussquote von aktuell 44 Prozent aller Haushalte im Land erreicht werden. „Und damit liegen wir bundesweit mit Abstand an der Spitze“, so Buchholz. Mit der jetzigen Mittel-Aufstockung könnten bereits in zwei Jahren schon über 60 Prozent Versorgungsquote erzielt werden. Als Beispiele nannte Buchholz das Glasfaserprojekt des Zweckverbandes Ostholstein, das den Ausbau im gesamten Kreisgebiet vorsieht, sowie das Glasfaserprojekt „Lauenburgische Seen“ oder das Ausbau-Projekt „Nordfriesland Nord“ samt Außenlagen.
Derzeit befinden sich nach den Worten des Ministers bereits 638 Gemeinden im Glasfaser-Betrieb, in 139 Gemeinden werde aktuell gebaut und für 285 Gemeinden sei der Ausbau in Planung. „Das heißt: wir haben 15.300 Kilometer Glasfaser-Trassen im Betrieb und weitere 15.000 Kilometer in Planung“, so Buchholz.
Mit Blick auf die Glaserfaser-Lücken in vielen Städten erinnerte der Minister daran, dass hier nach wie vor eine Förderung nicht möglich sei. „Das liegt vor allem daran, dass die Städte für heutige Verhältnisse noch gut mit Kabelnetzen und VDSL versorgt sind. Aber auf Dauer wird das nicht reichen“, so Buchholz. Darum sei auch in Zukunft ein erhebliches privatwirtschaftliches Engagement nötig, das mit Hilfe der Investitionsbank vom Land flankiert werde. Buchholz: „Positive Ansätze gibt es bereits in Flensburg und Neumünster mit den jeweiligen Stadtwerken – und auch Lübeck hat sich auf den Weg gemacht.“
Veranstalter, Sponsoren und Vorjahres-Preisträgerin heute beim Auftakt zur dritten Runde des „Überflieger“-Wettbewerbs (von links): Axel Schulz (The By Areas); Preisträgerin Christina Wittke (myStandards Kiel), Staatssekretär Rohlfs, Björre Schneider (Marketing-Club) und StartUpSH-Chefin Dr. Anke RasmusZündende Geschäftsideen von Startups aus dem echten Norden gesucht: Die drei Vereine „The Bay Areas“, der „Marketing Club Schleswig-Holstein“ sowie „StartUp SH“ haben heute zusammen mit der Landesregierung den Startschuss für den dritten landesweiten Startup-Wettbewerb „Überflieger“ gegeben. Ab sofort sind junge Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihren Firmensitz im Land haben und zwischen Januar 2017 und Ende März 2020 gegründet wurden, zur Teilnahme aufgerufen.
Nach den Worten von Wirtschafts- und Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs winken den drei Gewinner-Teams unter anderem noch in diesem Jahr Reisen ins Silicon Valley nach San Francisco. „Der Überflieger-Wettbewerb ist für Startups also eine hervorragende Chance, sich über das Land hinaus zu vernetzen und bekannter zu machen. Wir bereiten dafür den Weg, stellen Kontakte zu möglichen Sponsoren her und bauen über unser Büro in San Francisco gern auch Brücken, über die die Geschäftsideen aus Schleswig-Holstein in die Welt getragen werden können“, so Rohlfs.
Im Gespräch mit Journalisten sagte Rohlfs weiter
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Wie die „StartUp SH“-Vorsitzende Dr. Anke Rasmus sagte, kombinieren die vier Veranstalter in diesem Jahr Altbewährtes mit Neuem: So werde es am 23. April erstmals im Inkubator des „Zentrums für Entrepreneurship“ (ZfE) der Universität Kiel ein Vor-Finale mit allen zugelassenen Bewerbern geben. „Hier werden alle die Möglichkeit haben, sich in einer Kurzvorstellung zu präsentieren. Mit dieser Neuerung wollen wir allen die Chance geben, miteinander ins Gespräch zu kommen – mit Sponsoren und Gründungs-Fachleuten“, so Rasmus. Die sechs besten Teams kommen dann ins Finale.
Über ihre Erfahrungen mit dem Wettbewerb und seine Folgen sagte die Vorjahres-Siegerin Christina Wittke von my Standards aus Kiel
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Beim Finale am 7. Mai in Kiel werden sich insgesamt sechs Gründerinnen und Gründer vor einer Jury behaupten müssen, die dann noch am Abend die drei Sieger-Teams kürt. „Unser Konzept überzeugt alte und neue Sponsoren gleichermaßen. Somit können wir erneut den Startups die Möglichkeit bieten, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen“, sagt Börrje Schneider vom Marketing Club Schleswig-Holstein.
Und Axel Schulz vom Verein „The Bay Areas“ ergänzt: „Von Schleswig-Holstein aus über die Grenzen zu sehen und unsere Partnerschaft mit San Francisco dabei gewinnbringend im Startup-Mekka der USA für unsere Startups zu nutzen, ist eine tolle Chance. Starke Partner agieren hier gemeinsam und wir freuen uns wieder auf eine landesweite Beteiligung.“
Hier ein Livestream-Audio des gesamten Pressegesprächs
Zusätzlich zu den drei Reisen nach San Francisco und ins Silicon Valley (18. bis 25. Oktober) wird es dieses Jahr auch erneut einen Sonderpreis geben: Eine Wildcard für das StartUp-Camp Schleswig-Holstein des Wirtschaftsministeriums (8. bis 13. Juni an der Fachhochschule Wedel).
Bewerbungen mit Motivationsschreiben und „Pitchdeck“ können ab sofort bis spätestens 31. März eingereicht werden unter: wettbewerb@startupsh.de