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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Trotz leichter „Januar-Delle“: Arbeitsmarkt im echten Norden weiter in Top-Form

Mehr Arbeitslose im Januar, aber das ist normal. Im Vorjahresvergleich sinkt die Zahl der Menschen ohne Job im Norden weiter. Für den Jahresverlauf bleiben Arbeitsagentur und Minister Buchholz zuversichtlich.

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RD-Nord-Chefin Haupt-Koopmann und Arbeitsminister Buchholz

Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein ist auf den niedrigsten Januar-Stand seit 1981 gesunken. Derzeit sind 85.800 Menschen ohne festen Job, wie die Agentur für Arbeit heute berichtete. Zum Dezember gab es einen saisonal üblichen Anstieg um 8,6 Prozent und zum Januar 2019 einen Rückgang um 1,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,4 Prozent, nach 5,6 Prozent vor einem Jahr. Der Arbeitsmarkt bleibe robust, sagte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. Sollte es keinen größeren Wintereinbruch geben, erwarte sie im März auch wieder einen Abbau der Arbeitslosigkeit zum Vormonat.

Für Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) ist vor allem erfreulich, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen im Alter von über 50 Jahren um 1,1 Prozent gesunken ist. Und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen verzeichnet mit einem Minus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einen erheblichen Rückgang“, sagte Buchholz.

Um die insgesamt gute Entwicklung weiter zu flankieren, verlängert das Land die Förderung aus dem Landesprogramm Arbeit bis Ende 2021. „In dem wichtigen Bereich der Weiterbildung stocken wir beispielsweise den Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein um 1,5 Millionen auf insgesamt 8,5 Millionen Euro auf“, sagte Buchholz. Über den Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein – der aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird – können Beschäftigte in Unternehmen sowie Freiberufler und Selbstständige einen Zuschuss zu Seminarkosten von Weiterbildungen erhalten.

Auch der Zuwachs an Beschäftigung im echten Norden hält weiter an. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 13.500 auf 1,4 Millionen im Jahresdurchschnitt 2019. Der Zuwachs geht vor allem auf die steigende Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zurück. „Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Logistik und im Dienstleistungsbereich zeigt sich, dass im Vergleich zum Vorjahr neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden sind“, so Buchholz.

In Einklang mit dem jüngsten Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung geht auch Buchholz für die nächsten Monate von einer positiven Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes aus: „Die Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit dürfte nachlassen, die Beschäftigung aber aufgrund der krisenfesten Branchenstruktur in unserem Land im Laufe des Jahres weiter steigen.“

Von Lauenburg bis Nordfriesland-Nord: Alle Glasfaser-Projekte in SH sind ausfinanziert

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Immer weniger weiße „Glasfaser-Flecken“ auf der SH-Karte: Buchholz mit dem Chef des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein, Richard Krause 

Der Haushaltsüberschuss des Landes macht‘s möglich: Dank zusätzlicher 52 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau können sämtliche offenen Glasfaser-Projekte in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2025 ausfinanziert werden. „Damit stellen wir sicher, dass wir innerhalb der kommenden fünf Jahre eine nahezu flächendeckende Glasfaser-Versorgung im Land erreichen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz am Abend beim diesjährigen Branchentreffen „Bündnis für Glasfaserausbau“ in Kiel.

Bislang hatte die Landesregierung rund 105 Millionen Euro für den Glasfaserausbau zur Verfügung und zusätzlich 150 Millionen Euro aus dem Breitband-Bundesprogramm  eingeworben. Damit konnte bereits eine Glasfaser-Anschlussquote von aktuell 44 Prozent aller Haushalte im Land erreicht werden. „Und damit liegen wir bundesweit mit Abstand an der Spitze“, so Buchholz. Mit der jetzigen Mittel-Aufstockung könnten bereits in zwei Jahren schon über 60 Prozent Versorgungsquote erzielt werden. Als Beispiele nannte Buchholz das Glasfaserprojekt des Zweckverbandes Ostholstein, das den Ausbau im gesamten Kreisgebiet vorsieht, sowie das Glasfaserprojekt „Lauenburgische Seen“ oder das Ausbau-Projekt „Nordfriesland Nord“ samt Außenlagen.

Derzeit befinden sich nach den Worten des Ministers bereits 638 Gemeinden im Glasfaser-Betrieb, in 139 Gemeinden werde aktuell gebaut und für 285 Gemeinden sei der Ausbau in Planung. „Das heißt: wir haben 15.300 Kilometer Glasfaser-Trassen im Betrieb und weitere 15.000 Kilometer in Planung“, so Buchholz.

Mit Blick auf die Glaserfaser-Lücken in vielen Städten erinnerte der Minister daran, dass hier nach wie vor eine Förderung nicht möglich sei. „Das liegt vor allem daran, dass die Städte für heutige Verhältnisse noch gut mit Kabelnetzen und VDSL versorgt sind. Aber auf Dauer wird das nicht reichen“, so Buchholz. Darum sei auch in Zukunft ein erhebliches privatwirtschaftliches Engagement nötig, das mit Hilfe der Investitionsbank vom Land flankiert werde. Buchholz: „Positive Ansätze gibt es bereits in Flensburg und Neumünster mit den jeweiligen Stadtwerken – und auch Lübeck hat sich auf den Weg gemacht.“

„Überflieger“-StartUps 2020 gesucht: Land und Vereine starten dritten Ideenwettbewerb

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Veranstalter, Sponsoren und Vorjahres-Preisträgerin heute beim Auftakt zur dritten Runde des „Überflieger“-Wettbewerbs (von links): Axel Schulz (The By Areas); Preisträgerin Christina Wittke (myStandards Kiel), Staatssekretär Rohlfs, Björre Schneider (Marketing-Club) und StartUpSH-Chefin Dr. Anke Rasmus
Zündende Geschäftsideen von Startups aus dem echten Norden gesucht: Die drei Vereine „The Bay Areas“, der „Marketing Club Schleswig-Holstein“ sowie „StartUp SH“ haben heute zusammen mit der Landesregierung den Startschuss für den dritten landesweiten Startup-Wettbewerb „Überflieger“ gegeben. Ab sofort sind junge Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihren Firmensitz im Land haben und zwischen Januar 2017 und Ende März 2020 gegründet wurden, zur Teilnahme aufgerufen.

Nach den Worten von Wirtschafts- und Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs winken den drei Gewinner-Teams unter anderem noch in diesem Jahr Reisen ins Silicon Valley nach San Francisco. „Der Überflieger-Wettbewerb ist für Startups also eine hervorragende Chance, sich über das Land hinaus zu vernetzen und bekannter zu machen. Wir bereiten dafür den Weg, stellen Kontakte zu möglichen Sponsoren her und bauen über unser Büro in San Francisco gern auch Brücken, über die die Geschäftsideen aus Schleswig-Holstein in die Welt getragen werden können“, so Rohlfs.

RohlfsIm Gespräch mit Journalisten sagte Rohlfs weiter

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Wie die „StartUp SH“-Vorsitzende Dr. Anke Rasmus sagte, kombinieren die vier Veranstalter in diesem Jahr Altbewährtes mit Neuem: So werde es am 23. April erstmals im Inkubator des „Zentrums für Entrepreneurship“ (ZfE) der Universität Kiel ein Vor-Finale mit allen zugelassenen Bewerbern geben. „Hier werden alle die Möglichkeit haben, sich in einer Kurzvorstellung zu präsentieren. Mit dieser Neuerung wollen wir allen die Chance geben, miteinander ins Gespräch zu kommen – mit Sponsoren und Gründungs-Fachleuten“, so Rasmus. Die sechs besten Teams kommen dann ins Finale.

ChrissiÜber ihre Erfahrungen mit dem Wettbewerb und seine Folgen sagte die Vorjahres-Siegerin Christina Wittke von my Standards aus Kiel

(Audio starten – Pfeil klicken)

Beim Finale am 7. Mai in Kiel werden sich insgesamt sechs Gründerinnen und Gründer vor einer Jury behaupten müssen, die dann noch am Abend die drei Sieger-Teams kürt. „Unser Konzept überzeugt alte und neue Sponsoren gleichermaßen. Somit können wir erneut den Startups die Möglichkeit bieten, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen“, sagt Börrje Schneider vom Marketing Club Schleswig-Holstein.

Nach kurzer Vorrede von Christina Wittke erläutert Anke Rasmus noch einmal die Bedingungen des Wettbewerbs

Und Axel Schulz vom Verein „The Bay Areas“ ergänzt: „Von Schleswig-Holstein aus über die Grenzen zu sehen und unsere Partnerschaft mit San Francisco dabei gewinnbringend im Startup-Mekka der USA für unsere Startups zu nutzen, ist eine tolle Chance. Starke Partner agieren hier gemeinsam und wir freuen uns wieder auf eine landesweite Beteiligung.“

Hier ein Livestream-Audio des gesamten Pressegesprächs

Zusätzlich zu den drei Reisen nach San Francisco und ins Silicon Valley (18. bis 25. Oktober) wird es dieses Jahr auch erneut einen Sonderpreis geben: Eine Wildcard für das StartUp-Camp Schleswig-Holstein des Wirtschaftsministeriums (8. bis 13. Juni an der Fachhochschule Wedel).

Bewerbungen mit Motivationsschreiben und „Pitchdeck“ können ab sofort bis spätestens 31. März eingereicht werden unter: wettbewerb@startupsh.de

Informationen zum Wettbewerb: www.startupsh.de/ueberflieger2020

Und so berichten die KN in ihrer Donnerstagausgabe:


UNTERSTÜTZER UND SPONSOREN

tec.tours, Landeshauptstadt Kiel, Kieler Wirtschaftsförderung GmbH (KiWi), Parbs Osterloh, Ströer, create, IB.SH, MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH, W. Doose Werkzeug-Vorrichtung GmbH + Co. KG, EUROCON Ewoldt & Rösler Consultants GmbH, KPS-Concepts gmbH, fat IT Solutions, IHK Schleswig-Holstein, ICS Festival Service GmbH sowie Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK.SH), GreenTEC Campus GmbH, Traser Software GmbH

Öffentliches Festival im Mai wirbt für Chancen des Fehmarnbelttunnels

FBBC

Mit zwei großen Tagungen will das Fehmarnbelt Business Council (FBBC) in diesem Jahr über den geplanten Bau des Ostseetunnels zwischen Deutschland und Dänemark informieren. Dieses Jahrhundertbauwerk biete große Chancen und sei ein Impulsgeber für das Zusammenwachsen zwischen Skandinavien und Mitteleuropa, sagte heute der Vorsitzende der Organisation, Arno Propst. Deshalb soll es im Rahmen der Fehmarnbelt Days am 17. Mai in Weißenhäuser Strand im Kreis Ostholstein ein öffentliches Festival geben.

Bislang waren die Fehmarnbelt Days reine Fachtagungen für Beteiligte und Unternehmer. In diesem Jahr seien alle Bürger aus Norddeutschland, Dänemark und Schweden eingeladen, sich zu informieren und miteinander zu feiern, sagte die FFBC-Managerin Nina Höfner. Bei einer Fehmarn Link Business Conferenz am 12. März in der dänischen Stadt Rödby haben dagegen Unternehmen aus Norddeutschland Gelegenheit, Dienstleistungen für den Bau des Tunnels sowie der Straßen- und Schienenanbindungen anzubieten. Diese Konferenz sei die Kick-Off-Veranstaltung für den Tunnelbau, bei der Angebot und Nachfrage zusammengebracht werden sollten, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Femernbelt Development, Stig Rømer Winther. In Dänemark würden die ersten Bauarbeiten für das Tunnelprojekt in diesem Frühjahr beginnen.

Im FBBC haben sich 2007 elf Handelskammern und Wirtschaftsverbände aus Deutschland, Dänemark und Südschweden zusammengeschlossen. Sie vertreten nach eigenen Angaben mehr als 400 000 Unternehmen

Buchholz zur Wiederaufnahme der Marschbahn ins Maßnahmegesetz: „Wir haben hart gekämpft“

Nun also doch: Der zweigleisige Ausbau der Marschbahn-Strecke vor und auf Sylt soll wieder in das so genannte Maßnahmegesetz des Bundes aufgenommen werden, mit dem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Bau besonders wichtiger Projekte vorantreiben will. Darauf haben sich, wie Bundesverkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann heute bestätigte, die Spitzen der Regierungs-Fraktionen im Bund verständigt. Am morgigen Mittwoch befasst sich noch einmal der Verkehrsausschuss des Bundestags mit dem Thema, am Freitag soll das Gesetz dann im Bundestag beschlossen und anschließend dem Bundesrat zugeleitet werden. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) zeigten sich entsprechend zufrieden: „Wir haben hart darum gekämpft – ich freu mich“, sagte Buchholz.

Über das geplante Maßnahmegesetz ist vorgesehen, große Infrastrukturvorhaben künftig vom Parlament per Gesetz zu genehmigen statt wie bisher von einer Behörde nach einem langen Planfeststellungsverfahren. Klagen wären dann nicht mehr vor Verwaltungsgerichten möglich, sondern nur noch vor dem Bundesverfassungsgericht. Damit wäre ein schnellerer Bau möglich.

Zwar hatte Scheuer den Gleis-Ausbau zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie Morsum und Tinnum zunächst in seinen Entwurf aufgenommen, doch Ende November war er auf Drängen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wegen juristischer Bedenken wieder herausgestrichen worden.

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Buchholz am Rande der letzten Bundesratssitzung mit Umweltministerin Svenja Schulze und Staatssekretär Ferlemann

Das Bundesumweltministerium hatte juristische Gründe für sein Nein angeführt. Der klima- und verkehrspolitische Nutzen solcher Projekte müsse sehr hoch sein, um das Konzept der Legalplanung zu rechtfertigen. Der Nutzen einer zweigleisigen Marschbahn sei aber nach dieser fachlichen Prüfung mit den übrigen in dem Gesetzentwurf enthaltenen Schienenverkehrsprojekten nicht vergleichbar. Dies hatte im Norden für erhebliche Kritik gesorgt.

Verkehrsminister Buchholz warb im Dezember im Bundesrat erfolgreich für den beschleunigten Ausbau der Bahnstrecke, der einzigen festen Verbindung zwischen der Insel und dem Festland. Es gehe nicht darum, «dass die Schönen und die Reichen mit ihren SUV schneller auf die Insel kommen und wieder runter». Sondern es gehe um täglich 4000 bis 6000 Pendler vom Festland zur Insel, die auf Sylt arbeiten. Bei Pünktlichkeitsquoten im vergangenen April bei 50 Prozent könne niemand seinen Job pünktlich erreichen oder nachmittags die Kinder aus dem Kindergarten abholen.

Hier ein Auszug aus der Dezember-Rede:

Bereits im November hatte der Landtag in Kiel einen raschen Ausbau der Bahnstrecke Hamburg-Sylt gefordert. Auf der Strecke verursachen defekte Waggons, Bauarbeiten und fehlendes Personal seit langem immer wieder Verspätungen und Zugausfälle. Unter anderem mit einem Investitionsprogramm für die Sanierung der Infrastruktur will die Bahn die Situation künftig verbessern.

Zur Einigung in Berlin sagte die nordfriesische CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Damerow: «Ich freue mich sehr über diesen Erfolg. Das ist ein gutes Signal für unsere Region und die gesamte Westküste.» Ihr Bundestagskollege Johann Wadephul ergänzte: «Wir konnten in harten Verhandlungen unseren Koalitionspartner überzeugen, die Marschbahn wieder in den Gesetzentwurf aufzunehmen.» Er sei sicher, das Gesetz werde nach der Einigung der Fraktionsspitzen Zustimmung finden.

In dem neuen Gesetzentwurf heißt es: «Bei dem Ausbau der Eisenbahnstrecke von Niebüll über Klanxbüll nach Westerland handelt es sich um ein verkehrlich bedeutendes Projekt, dessen Maßnahmenziel die Herstellung der Zweigleisigkeit auf dem Festland und in einem Teilabschnitt auf Sylt ist. Diese Kapazitätserweiterung ist dringend erforderlich, da der Engpass der Strecke zu unzumutbaren Unzuverlässigkeiten im Personenverkehr führt, die primär die Pendlerströme (insbesondere für Arbeitnehmer mit Wohnsitz auf dem Festland, die einer Tätigkeit auf Sylt nachgehen) ganzjährig beeinträchtigen.» Zusammenfassend werde durch die derzeit unzureichende infrastrukturelle Anbindung der Insel Sylt maßgeblich geschädigt.

«Die Ausbaumaßnahme hat einen engpassfreien Zulauf zur Insel, die in Deutschland nur auf der Schiene erreichbar ist, zum Ziel.» Das Projekt diene auch dem Klimaschutz. Eine zunehmende Nutzung des Schiene durch mehr Zuverlässigkeit und Kapazität diene der Umwelt auf der Insel.

Vergabe des Marine-Großauftrags MKS 180: German Naval Yards leitet juristische Schritte ein

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Zur Auftragsvergabe und den Folgen für die SH-Industriepolitik findet sich heute auch ein Interview im sh:z (zum Link siehe unten)

Im Streit um die Vergabe des Milliardenauftrags für das deutsche Kampfschiff «MKS 180» hat die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) juristische Schritte eingeleitet. Der Schriftsatz sei an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr geschickt worden, teilte das Unternehmen heute mit. Gebe die Behörde der Rüge nicht statt, werde die Werft «definitiv einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer des Bundes einreichen». Notfalls will das Unternehmen Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einreichen.

German Naval Yards sei von dem Auftrag über 5,27 Milliarden Euro für vier Schiffe ausgeschlossen worden, weil das Unternehmen unter 0,15 Prozent der Forderungen nicht erfüllt habe, zitierte das Unternehmen den von der Werft beauftragten Vergaberechtsexperten Roland M. Stein. Doch keiner der angeblichen Gründe rechtfertige einen Ausschluss vom Verfahren. Stattdessen müsse vielmehr die niederländische Damen-Werft ausgeschlossen werden. Bei ihr gebe es erhebliche und begründete Zweifel, ob deren Angebot mit zentralen Aspekten der Ausschreibung übereinstimme. Neben Themen des Antriebs gehe es dabei auch um sicherheitsrelevante Aspekte.

Am 13. Januar war bekannt geworden, dass das europaweit ausgeschriebene neue Marine-Kampfschiff unter niederländischer Federführung bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut werden soll. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr. Um den Auftrag hatte sich auch GNYK mit Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) als Subunternehmer beworben. Die Entscheidung für das niederländisch geführte Konsortium war in Politik und Wirtschaft auf massive Kritik gestoßen.

Unter anderem zur MKS-Vergabe hat das „Flensburger Tageblatt“ ein Interview mit Wirtschaftsminister Buchholz geführt.

Die Umstrittene Auftragsvergabe war jüngst auch Gegenstand unserer „Meldung der Woche“:

Startschuss für die Zukunft des klimaneutralen und autonomen ÖPNV im echten Norden

Noch klingt es ein wenig nach Zukunftsmusik, aber in einigen Jahren soll es Realität sein: Forscher und Unternehmen wollen für Kiel eine autonom fahrende Bus-Fähre-Kombination entwickeln. Das Land hilft und Beteiligte hoffen auf einen Exportschlager.

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Eine Kombination aus autonom fahrenden Bussen und Förde-Fähren könnte in Zukunft den Nahverkehr in Kiel revolutionieren. Daran wollen Wissenschaftler Kieler Hochschulen und des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (Darmstadt) gemeinsam mit einem schleswig-holsteinischen Firmenkonsortium arbeiten. Das Land werde das Projekt mit absehbar einer halben Million Euro fördern, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. Er habe den Projektträgern grünes Licht für den Aufbau des nötigen Netzwerks gegeben. «Unser gemeinsames Ziel ist es, zukünftig mehr Menschen dazu zu bringen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und damit die Umwelt und vor allem Menschen in der Stadt zu entlasten», sagte Buchholz.

Das Mobilitäts-Projekt heißt «CAPTin Kiel» (Clean Autonomous Public Transport/Sauberer autonomer öffentlicher Verkehr). Außer den Hochschulen und Unternehmen wie TKMS, Raytheon Anschütz und German Naval Yards ist auch die Landeshauptstadt Kiel mit ihren Gesellschaften Partner des Verbundes.

2c63f696-7d93-4b6a-b116-797dd5db29f3-3383-0000043a67d18ad4-1«Wir alle sind überzeugt, dass diese Idee enormes Potenzial für die Wirtschaft in Schleswig-Holstein in sich birgt», sagte Buchholz. «Deshalb unterstützen wir diesen Ansatz auch als Beitrag zu einer Green Economy.» Die Vision sei ein zunehmend von autonomen Lösungen geprägtes urbanes Mobilitätssystem, das sicher, schadstofffrei und klimafreundlich ist. Der Individualverkehr würde deutlich reduziert, Verkehrsträger zu Land und Wasser intelligent miteinander verbunden.

Kipp«Das Netzwerk „CAPTin Kiel“ wird Basis sein für den Transfer innovativer Forschungsergebnisse und Designentwürfe in die Wirtschaft, sagte der Kieler Uni-Präsident Lutz Kipp. So könnten neue Technologien für den Weltmarkt etabliert werden. «Wir freuen uns sehr, dass das Land das Projekt von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt unterstützt.» Es verbinde Digitalisierung und Mobilität mit den Stärken des Wissenschafts- und Industriestandortes. Schon jetzt rufe es Interesse in aller Welt hervor. «Die Technologie könnte ein neuer Exportschlager des Nordens werden», sagte Kipp.

Derzeit bereiten Forschern ein digitales Testfeld an und auf der Kieler Förde vor. Die beteiligten Unternehmen planen laut Wirtschaftsministerium zudem den Bau eines Schiffes als Versuchsträger auf der Grundlage von Designstudien der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Für den Antrieb der Busse und Personenfähren soll «grüner Wasserstoff» verwendet werden, gewonnen aus Windstrom in Schleswig-Holstein.

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So könnte die künftige Förde-Fähre der Kieler SFK aussehen: Autonom, modern und klimaneutral – Projektskizze der Muthesius-Kunsthochschule Kiel

 

Millionen-Überschuss machts möglich: Alle SH-Glasfaser-Projekte bis 2025 ausfinanziert

Ein unerwartet hoher Haushaltsüberschuss des Landes aus dem Jahr 2019 macht’s möglich: Land und Kommunen in Schleswig-Holstein können sämtliche Glasfaser-Projekte realisieren, die zu einer flächendeckenden Versorgung bis zum Jahr 2025 nötig sind. Für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“. Denn: Hinter so manches Projekt war wegen gestiegener Kosten im letzten Jahr ein kleines Fragezeichen geraten. Video starten….

Land fördert Ausbildungsbotschafter – Rohlfs: „Werbung um Fachkräfte für morgen“

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Staatssekretär Rohlfs (3.v.l.) mit den Empfängern der Förderbescheide bei der Flensburger Firma „Bilfinger GreyLogix“

Im Wettbewerb um künftige Fachkräfte geht die Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein (FI.SH) neue Wege: Mit der Initiative „Ausbildungsbotschafter*innen“ und der Regionalen Partnerschaft Schule-Betrieb sollen junge Menschen für die berufliche Ausbildung begeistert und mit Unternehmen zusammengebracht werden. Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs übergab heute in Flensburg sechs Förderbescheide über insgesamt 604.500 Euro für die neuen Projekte an die Handwerkskammern Lübeck und Flensburg sowie die IHK‘en zu Lübeck, zu Kiel und Flensburg.

„In Schleswig-Holstein gibt es im Bereich Berufsorientierung bereits ein breites Angebot, das es bedarfsgerecht und flächendeckend zu vermitteln gilt“, sagte Rohlfs. An dieser Stelle trete die Regionale Partnerschaft Schule-Betrieb ein, die bestehende Angebote und individuelle Bedarfe von Schulen und Betrieben im Bereich Berufsorientierung zusammenbringe und passgenau vermittle.

„Wir wollen junge Menschen, die noch auf der Suche nach dem optimalen Lebens- und Arbeitsmodell sind, für eine duale Ausbildung begeistern und gewinnen“, so Rohlfs. Um einen realitätsnahen Einblick in den beruflichen Alltag zu vermitteln, sollen Ausbildungsbotschafter und -botschafterinnen eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Auszubildende, die nach einer entsprechenden Fortbildung in den Schulen von ihrem persönlichen Werdegang und ihren Erfahrungen in der beruflichen Ausbildung berichten. Rohlfs: „Junge Menschen, die auf Augenhöhe und mit gleicher Sprache Schülerinnen und Schüler informieren und authentische Antworten auf Unsicherheiten, Berufsvorstellungen und Vorbehalte haben.“

Damit leiste die Regionale Partnerschaft einen wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung. „Wir führen Betriebe und Jugendliche zusammen, damit sie miteinander reden und nicht übereinander. So erweitern wir das Berufswahlspektrum und erhöhen insgesamt die Attraktivität der beruflichen Ausbildung.“

Weniger Schiffe, weniger Ladung: Buchholz mahnt zur Eile beim Ausbau des NOK

Trotz internationaler Handelsauseinandersetzungen rechnet Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz nicht mit größeren Folgen für den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Ausbau des Kanals als elementarem Bestandteil des nordeuropäischen Handels-Drehkreuzes sei weiter dringend erforderlich, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die heute vorgelegte Kanal-Jahresbilanz 2019. Der bereits begonnene Ausbau der Oststrecke und die Erneuerung der Schleusen seien überfällig. «Ein intakter Kanal, der den Reedereien wenig Wartezeiten beschert, ist nicht nur für die vielen tausend Arbeitsplätze wichtig, die direkt wie indirekt am Kanal hängen», so der FDP-Politiker. Das gelte auch für das Klima – denn jede Abkürzung des Seewegs um Skagen spart auch Treibstoff und damit Emissionen.

Nach der Jahres-Statistik 2019 der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wurden insgesamt 83.476.501 Tonnen Ladung auf dem Nord-Ostsee-Kanal transportiert – das sind 4,59 Prozent weniger als im Vorjahr 2018 (87.489.053 Tonnen). Insgesamt haben den Kanal im vergangenen Jahr 28.797 Schiffe befahren. 2018 waren es 30.009 Schiffe.
Gleichbleibend ist die Zahl der Sportboote, die mit rund 12.000 den Nord-Ostsee-Kanal jährlich nutzen.

Bei den Verkehrszahlen des Jahres 2019 spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. So fiel beispielsweise die konjunkturelle Entwicklung im Ostseeraum mit Wachstumsraten beim Brutto-Inlandsprodukt von überwiegend ein bis zwei Prozent schwächer aus als in den Vorjahren. Die für die Routenwahl der NOK-Schiffe wichtigen Faktoren wie niedrige Bunkerpreise und Frachtraten im Nord-Ostseeverkehr begünstigten die Fahrt um Skagen.

Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Was-serstraßen und Schifffahrt: „Wir investieren in die Leistungsfähigkeit die-ser bedeutenden internationalen Wasserstraße und rüsten den Kanal für die Zukunft. Die ausgebaute Oststrecke vor Kiel wird der Schifffahrt deut-liche Vorteile bringen. Die wichtigen Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau des Kanals setzen wir auch in den kommenden Jahren konsequent fort.“