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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Land startet Ausschreibung emissionsarmer Züge in den Netzen Nord und Ost

SH setzt bei Ausschreibungen im Schienenpersonennahverkehr auf innovative Antriebstechnik.

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Zur Vergabe der nicht elektrifizierten Netze Nord und Ost [zur Übersichtskarte] sollen moderne und emissionsarme Fahrzeuge bereitstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, gehen das Land und der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH GmbH) bei der Ausschreibung neue Wege.

Die Herausforderung: Das Netz Ost hat einen hohen Anteil dieselbetriebener Linien, das Netz Nord ist ausschließlich dieselbetrieben. Züge sollen dort künftig nachhaltiger und umweltschonender unterwegs sein. Ziel ist eine deutliche CO2-Minderung im Vergleich zu den aktuellen Schienenfahrzeugen. Das Land möchte deshalb für beide Netze eine große Flotte von etwa 50 Fahrzeugen auswählen, zuzüglich weiterer Optionen für Angebotsausweitungen, die bis zu 30 Jahre auf den Strecken im Einsatz sein sollen.

Um den Wettbewerb zwischen den Herstellern und die Entwicklung von neuen Fahrzeugen und Antriebstechniken zu fördern, planen das Land und die NAH.SH GmbH, die Fahrzeuge separat durch ein vorgelagertes Vergabeverfahren bereit zu stellen. Der Hersteller soll neben der Entwicklung der Triebzüge auch für die Instandsetzung und ggf. die erforderliche Infrastruktur verantwortlich sein, die das Laden oder Betanken ermöglicht. Die Finanzierung der Fahrzeuge ist nicht Teil der Ausschreibung und soll in einem separaten Verfahren vergeben werden. Die Triebzüge sollen dann den Verkehrsunternehmen zur Verfügung stehen, die voraussichtlich ab Anfang 2018 in einer separaten Ausschreibung für den Betrieb ermittelt werden.

Verkehrsminister Reinhard Meyer: „Die Ausschreibung der Fahrzeuge ist ein herausragendes Projekt der Landesregierung Schleswig-Holstein und eine große Chance, die Energiewende auf der Schiene voranzutreiben. Unser Ziel sind Fahrzeuge, die bei der Energieeffizienz und Antriebstechnik über den heutigen technischen Stand hinausgehen. Durch die Ausschreibung könnte Schleswig-Holstein die Entwicklung eines neuen Fahrzeugtyps für den deutschen Markt anstoßen, der CO2-freien Verkehr auf nicht elektrifizierten Strecken ermöglicht und dazu beiträgt, Klimaschutzziele zu erreichen.“

Die NAH.SH GmbH bekam in Vorgesprächen mit mehreren Herstellern positive Resonanz zum angestrebten Verfahren. Die Ausschreibung erfolgt technologieoffen. Eine spätere Umrüstung der Fahrzeuge auf neue Antriebstechniken soll ebenfalls möglich sein. Den Zuschlag erhält am Ende das wirtschaftlichste Angebot. Berücksichtigt werden dabei u. a. die Lebenszykluskosten der Fahrzeuge und ein Bonus für Emissionsminderungen. Da bisher keine entsprechenden Fahrzeuge auf dem Markt angeboten werden, behält sich das Land vor, die Ausschreibung aufzuheben, wenn sich aus den Gesprächen mit den Herstellern ergibt, dass keine geeigneten oder finanzierbaren technischen Lösungen gefunden werden können.

NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers: „Unser Ziel ist es, auch diese Ausschreibung für die Bieter interessant zu machen und den Wettbewerb weiter zu befördern. Große Kosteneffekte erwarten wir bei der erneuten Betreibersuche für die Netze Nord und Ost nicht mehr. Umso interessanter ist es für uns, das Thema Qualität und die Entwicklung neuer Technologien im Land mitzugestalten und den Nahverkehr für die Zukunft zu rüsten.“

Die Ausschreibung wird in Kürze im EU-Amtsblatt veröffentlicht, interessierte Fahrzeughersteller können sich dann um die Teilnahme am Verfahren bewerben. Weitere Informationen zum Verfahren stehen demnächst auch online unter www.nah.sh/vergabeverfahren. Der elektrifizierte Teil des Netzes Ost wird separat ausgeschrieben.

Hintergrund:

Die vorwiegend nicht elektrifizierten Strecken im Netz Ost umfassen die „Lübecker Linien“ RE 83 Kiel – Lübeck – Lüneburg und RB 84 Kiel – Lübeck, die von der DB Regio betrieben werden, sowie zukünftig die RB 76 Kiel – Schönberger Strand. Aktuell sind das 3,5 Millionen Zug-Kilometer pro Jahr. Das Netz Nord umfasst die Linien RB 63 Büsum – Neumünster, RB 64 Bad St. Peter-Ording – Husum, RE 72 Flensburg – Kiel, RB 73 Eckernförde – Kiel, RE 74 Husum – Kiel, RB 75 Rendsburg – Kiel und RB 82 Neumünster – Bad Oldesloe. 5,6 Zug-Kilometer kommen so derzeit pro Jahr zusammen. Die Strecken werden von der DB Regio und der nordbahn betrieben.

 

Wohin fließen die Milliarden für Straßen, Wasserstraßen und Schienenwege? Kabinett berät Bundesverkehrswegeplan

Bund berät heute Bundesverkehrswegeplan – Nägele sieht beim Thema Schiene Luft nach oben

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Der Bund will in den kommenden Jahren stärker in den Ausbau des Schienennetzes investieren als bisher vorgesehen. Im Bundesverkehrswegeplan, der heute in Berlin vom Kabinett beschlossen werden soll, sind bis 2030 nun 18,3 Milliarden Euro für neue Aus- und Neubauvorhaben bei der Bahn vorgesehen. Dies entspricht dem Niveau der Straßenbauvorhaben.  Im ersten Entwurf von März waren für Bundesstraßen und Autobahnen noch 19,3 Milliarden Euro eingeplant, für die Bahn 17,2 Milliarden Euro. Außerdem will der Bund künftig überregionale Fahrradwege finanzieren.

NaegeleFür Schleswig-Holstein ändert sich gegenüber dem ersten Entwurf vom März  vorerst nichts. Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele sagte dazu.

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Bundesweit ist eine leichte Umschichtung zugunsten der Schiene auch bei den Gesamtinvestitionen von 269,6 Milliarden Euro vorgesehen, die zu 69 Prozent in den Erhalt fließen sollen. Der Anteil der Bahn wuchs im Vergleich zum ersten Entwurf von 41,3 auf 41,6 Prozent.

Knapp die Hälfte (49,3 Prozent) der Ausgaben soll in Straßenvorhaben gehen. Eine stärkere Berücksichtigung von Klimaschutzzielen hatte zuletzt auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) angemahnt. Die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, forderte im «Handelsblatt» (Dienstag) «ein Bekenntnis zum Schienenverkehr».

Der Verkehrswegeplan bündelt rund 1000 Projekte, die aus Sicht des Bundes am dringendsten sind. Angemeldet wurden ursprünglich 2000 Vorhaben, die nach Kosten, Nutzen und Umweltfolgen bewertet wurden. Daraus ergeben sich Projekte des «vordringlichen Bedarfs», die bis 2030 realistisch finanzierbar sein sollen. Nach dem Beschluss des Kabinetts muss der Bundestag noch Ausbaugesetze verabschieden.

Zur Bedeutung und den Auswirkungen des Bundesverkehrswegeplans auf Schleswig-Holstein siehe auch hier

Hier gehts lang: Willkommen zum weltgrößten Heavy-Metal-Event

So begrüßt der „echte Norden“ ab heute die erwarteten 75.000 Besucher des WACKEN OPEN AIR

Der echte Norden grüßt alle Wacken-Fans in der Abfahrt Wacken der A23
Der echte Norden grüßt alle Wacken-Fans in der Abfahrt Wacken der A23

Grußbotschaft an die 75.000 erwarteten Gäste des Wacken-Open-Air-Festivals – zumindest an diejenigen, die bis zum nächsten Wochenende den regulären Weg zum Festival-Gelände über die Landesstraße 130 hinter der A-23-Autobahn­ab­fahrt Schenefeld nehmen.

Wie Tourismus-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute (29. Juli) in Kiel sagte, habe sich das Land – neben dem Einsatz von Sonderfahrten per Bahn – zu dem kleinen Willkommensgruß entschlossen, um einmal mehr die enge Verbindung zwischen dem 1990 gegründeten Kult-Festival und Schleswig-Holstein zu unterstreichen. Heute früh wurde das 3 x 2 Meter große und 580 Euro teure Schild von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr  Schleswig-Holstein (LBV-SH) aufgestellt. „Das Wacken-Open-Air macht Schleswig-Holstein nicht nur bundesweit, sondern quer durch Europa und die gesamte Welt bekannt. Und es hat für den Kreis Steinburg nebenbei auch eine gewaltige Wirtschaftskraft“, so Nägele.

Denn das beschauliche 1900 Seelen-Dorf  Wacken wird sich vom 4. bis zum 6. August wieder einmal in eine Großstadt verwandeln. Die 75.000 Einlasskarten waren bereits vor einem Jahr in nicht einmal 24 Stunden vergriffen.

Die Standortmarketing-Kampagne des Landes mit dem Claim „Schleswig-Holstein. Der echte Norden“ greift das Kult-Festival aber nicht nur auf einem Begrüßungsschild auf:  So gibt es neben Edgar-Cards mit Sprüchen wie „Zwei Meere. Dazwischen die schönsten Riffs. Der echte Norden wünscht viel Spaß beim Wacken Open Air 2016“ auch online einen Live-Blog geben – und zwar hier: http://der-echte-norden.info

Der „Echte-Norden-Mystery-Man“ wird direkt vom Festival berichten und die kuriosesten Entdeckungen zur Schau stellen. Ganz nach dem Motto: „Metal trifft Moin – so bunt ist das schwarze Festival im echten Norden.“

Noch eine Impression gefällig? Schauen Sie hier (vorher Lautsprecher schön aufdrehen!):

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Nachwuchs-Crews auf Helgoland zeigen Flagge für das Segler-Land Schleswig-Holstein

Staatssekretär Nägele: Helgoländer „Opti-Woche“ sorgt für Rückenwind in einem wichtigen Tourismus-Segment  

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Unter der Schirmherrschaft von Tourismus-Staatssekretär Frank Nägele findet noch bis zum 6. August die „Opti-Woche“ für Nachwuchssegler statt. Für die Jüngsten unter den Seglern fiel am vergangenen Sonnabend vor Helgoland der Startschuss. Mehr als 100 Teilnehmer bis 15 Jahre kämpfen in drei unterschiedlichen Wettkämpfen vor der Hochseeinsel um die besten Platzierungen. Den Anfang machte der Störtebeker Opti-Cup. Die Helgoländer Opti-Woche wird vom des Blankeneser Segel-Club und dem Wassersportclubs Helgoland organisiert. Morgen findet neben dem regulären Opti- Cup zusätzlich die internationale deutsche Jüngstenmeisterschaft (IDJüM) zum ersten Mal vor Helgoland statt.

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Tourismus-Staatssekretär Frank Nägele sagte zur Bedeutung des Segelwettbewerbs für das Land und die Westküste

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Helgolands Bürgermeister Jörg Singer sagte: „Unsere Insel bietet perfekte Bedingungen, um dem Nachwuchs das Segeln auf hoher See näherzubringen. Deswegen freut es uns sehr, dass wir 2016 gleich zwei hochrangige Veranstaltungen auf unserer Insel haben werden, bei denen die Jüngsten unter den Seglern ihr Talent beweisen können.“

A 24: Markierungsarbeiten von Gudow bis Trittau sollen im September fertig sein

Größtes Projekt bundesweit: Markierungsarbeiten auf A 24 auf 26 Kilometern Länge – Abschluss Mitte September

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Millionen-Investition in die Verkehrssicherheit auf der A 24 zwischen Gudow und Trittau: Auf insgesamt 26 Kilometern Länge werden derzeit für rund 3,3 Millionen Euro die teils provisorischen und teils verschlissenen Fahrbahnmarkierungen erneuert. Wie Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbe­triebs für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), anlässlich eines heutigen Ortstermins mit Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele sagte, handelt es sich dabei um eines der derzeit bundesweit aufwändigsten Projekte dieser Art.

GardenalIm Gespräch mit Journalisten auf der Baustelle sagte Staatssekretär Nägele

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Alles in allem werden hochwertige Spezialfolienstreifen mit einer Gesamtlänge von 120 Kilometern auf die Fahrbahn aufgebracht.

Nägele bat die Verkehrsteilnehmer um Geduld: „Wir werden diese Arbeiten, die mit Geschwindigkeitsbeschränkungen verbunden sind, bis Mitte September abgeschlossen haben. Wir haben uns dazu ganz bewusst die Ferienzeit ausgesucht, weil auf dieser Berufspendlerstrecke in diesen Wochen die Verkehrsbelastung eindeutig am geringsten ist.“ Dass die Arbeiten noch nach der eigentlichen Fertigstellung der A 24 notwendig sind, hängt unter anderem auch damit zusammen, dass durch Fertigstellungen der neuen Fahrbahnen in den jeweiligen Herbstmonaten lediglich eine provisorische „Freigabemarkierung“ aufgetragen werden konnte. Auf dem älteren Teil der A 24 hingegen sind die Markierungen nach nunmehr 14 Jahren verschlissen und müssen deshalb erneuert werden.

Wie Nägele und Sommerburg weiter erläuterten, sei der Arbeitsumfang enorm und erfordere eine erhebliche Koordination zwischen Landesbetrieb und Baukolonnen. Die Arbeiten finden ausschließlich im Rahmen von Tagesbaustellen statt, wobei immer nur eine Markierung erneuert wird, um die Verkehrsbeschränkungen (Tempo 80) so weit wie möglich zu verringern. Laut Sommerburg finden die Markierungsarbeiten von Montag bis Sonnabend statt, wobei die Zeiten des Berufsverkehrs berücksichtigt werden. In Richtung Hamburg beginnen die Arbeiten erst ab 9 Uhr. In Fahrrichtung Berlin enden die Arbeiten von montags bis donnerstags um 15 Uhr, freitags bereits um 12 Uhr.

Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holsteinauf niedrigstem Juli-Wert seit 1992

Positiver Arbeitsmarkt-Trend im echten Norden hält an. Nur typische leichte Juli-Flaute

Arbeiter der FSG während eines Stapellaufs

Arbeits-Staatssekretär Nägele zeigte sich erfreut:Die Arbeitslosigkeit ist in Schleswig-Holstein auf den niedrigsten Juli-Wert seit 1992 gesunken. Nach Angaben der Regionaldirektion waren im Juli 92 400 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 4100 oder 4,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr, aber 1900 oder 2,1 Prozent mehr als im Juni. «Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ist für den Monat Juli typisch», sagte Geschäftsführungsmitglied Thomas Letixerant. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,1 Prozent, nach 6,4 Prozent im Vorjahresmonat.

Hauptgrund für diesen leichten Anstieg im Juli ist das Ausbildungsende. «Entscheidend ist jedoch, dass sich viele junge Menschen – nach Abschluss ihrer Berufsausbildung – vorübergehend arbeitslos melden», sagte Letixerant. Daher sei der überproportionale Anstieg der Arbeitslosenzahl bei den unter 25-Jährigen von 8900 auf 10 500 kein Grund zur Besorgnis.

Weitere Gründe für den Juli-Anstieg sind quartalsbedingte Kündigungen und die abwartende Haltung in vielen Branchen bei möglichen Neueinstellungen vor dem Ende der Sommerferien. Insgesamt sind Arbeitskräfte im Norden aber weiterhin stark nachgefragt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Vorjahresvergleich um 26 000 oder 2,9 Prozent. «Das ist ein sehr stabiler Trend», sagte Letixerant.

Insgesamt gibt es zwischen Nord- und Ostsee nun 938 700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Eingestellt wird vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 5000 gegenüber dem Vorjahr), im Handel (3100), im Bau (2100) sowie im Gastgewerbe (1900). Nur in den Bereichen «öffentliche Verwaltung/ Sozialversicherungen» (minus 1300) sowie der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei (100) fielen Jobs weg.

Unter den Kreisen ist die Quote weiterhin in Stormarn mit 3,6 Prozent am niedrigsten und in Dithmarschen mit 6,7 Prozent am höchsten. Bei den kreisfreien Städten stehen Flensburg und Lübeck mit 8,8 Prozent am besten da und Kiel mit 9,5 Prozent am schlechtesten.

Nach Ansicht von Nägele zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter robust. Allerdings sei die Zahl der arbeitslosen Ausländer im Vergleich zum Juni um 2,6 Prozent auf 15 401 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Anstieg mit 16,7 Prozent noch deutlicher aus. Grund sei die hohe Zahl der Flüchtlinge, die besonders 2015 nach Schleswig-Holstein kamen.

«Die Landesregierung hat ein großes Interesse an einer gelungenen Integration der vor Krieg und Terror geflüchtet Menschen», sagte Nägele. Gemeinsam mit der Arbeitsagentur hat das Land ein Programm für Flüchtlinge gestartet. Im laufenden Jahr stehen dafür bis zu 1600 Plätze bereit. Die Fördermittel betragen bis zu sechs Millionen Euro.

LBV-SH erläutert heute Stand und Fortgang der Markierungsarbeiten an der A 24

Heute, 10 Uhr, Grande: Ortstermin mit Nägele zu Restarbeiten an A 24 zwischen Gudow und Talkau

Bauarbeiten an den Leitplanken an der A7

Nach dem Ende der Komplett-Sanierung der A24 im vergangenen Dezember wird seit knapp zwei Wochen die endgültige, dauerhafte und hochwertige Markierung aufgebracht.

Auf einer Streckenlänge von 26 km werden insgesamt 120 Kilometer Folie aufgeschweißt. Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele wird heute ab 10 Uhr gemeinsam mit dem Chef der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), Jens Sommerburg, im Rahmen eines reinen Pressetermins über den Stand und Zeitplan der Bauarbeiten informieren.

Treffpunkt für Journalisten: 10 Uhr, Autobahn- und Straßenmeisterei Grande, Möllner Straße 23, Grande

IfW zurück im Kreis der Konjunktur-Prognostiker der Bundesregierung

Kieler Institut für Weltwirtschaft spielt ab sofort wieder in der Konjunktur-Bundesliga

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Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) gehört wieder dem Kreis der Konjunktur-Gutachter der Bundesregierung an. «Damit hat sich ausgezahlt, dass wir unsere Prognosearbeit auch während der Auszeit der vergangenen drei Jahre auf hohem Niveau fortgeführt haben», sagte heute IfW-Präsident Dennis Snower .

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Dennis Snower

Die Kieler Forscher erstellen ab sofort gemeinsam mit vier anderen Instituten beziehungsweise Bieter-Gemeinschaften die Frühjahrs- und Herbstprognose zur konjunkturellen Entwicklung. Das Bundeswirtschaftsministerium berief das Institut für vier Jahre in den Gutachterkreis.

Neben dem Kieler Institut gehören dem Kreis nun das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (Berlin) mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung, das Münchner ifo Institut mit der Konjunkturforschungsstelle an der ETH Zürich, das Institut für Wirtschaftsforschung (Halle) und das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (Essen) mit dem Institut für Höhere Studien (Wien) an.

Nachdem das IfW vor drei Jahren vom Bundeswirtschaftsministerium keinen Zuschlag für die Gemeinschaftsdiagnose mehr bekommen hatte, zeigte sich Wirtschafts-Staatssekretär Frank Nägele heute erfreut: Damit wird die Strahlkraft unseres Instituts, das allein durch das Global Economic Symposium (GES) bereits weltweit einen exzellenten Ruf genießt, noch einmal kräftig aufpoliert.

Er erinnerte daran, dass Wirtschaftsgutachten eine enorm hohe Bedeutung  haben, weil der Konjunkturverlauf auch für politische Maßnahmen eine wichtige Entscheidungsgrundlage ist – angefangen von Steuereinnahmen bis hin zum Arbeitsmarkt. Die Güte der Prognose hänge dabei natürlich stark von unvorhersehbaren Ereignissen ab. „Niemand konnte vor einem Jahr den Brexit  voraussehen oder gar externe Schocks  wie Terrorangriffe.“

Konzentration im Einzelhandel: Minister Meyer schreibt an Gabriel

Rewe kommt bei Übernahme von Coop voran – Staatssekretär Nägele erleichtert und besorgt zugleich

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Während Edekas Pläne zur Fusion mit Kaiser’s Tengelmann zu scheitern drohen, macht Konkurrent Rewe deutliche Fortschritte bei der Übernahme von rund 200 Sky-Supermärkten von Coop. Die wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen diesen Zusammenschluss könnten wohl ausgeräumt werden, signalisiert das Bundeskartellamt. Und ein Rewe-Sprecher betonte gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur, das Unternehmen halte eine Lösung „für kurzfristig realisierbar“.

IMG_0101Wirtschafts-Staatssekretär Frank Nägele sieht die anstehende Übernahme mit gemischen Gefühlen, er sagt:

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Rewe plant, die rund 200 Sky-Supermärkte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg zu übernehmen. Es gibt hierzu zwar Bedenken: So geht das Bundeskartellamt nach einem am Montag an die Beteiligten verschickten Entscheidungsentwurf davon aus, dass die Übernahme von Coop durch Rewe ohne Gegenmaßnahmen in acht regionalen Märkten und zwei Hamburger Stadtbezirken zu einer Behinderung des Wettbewerbs führen würde.

Jedoch betonte Kartellamtspräsident Andreas Mundt, Rewe und Coop hätten zur Beseitigung der Wettbewerbsprobleme bereits Angebote zum Verkauf von Standorten an andere Unternehmen angekündigt, „die die wettbewerbsrechtlichen Probleme vor­aussichtlich beseitigen können“.

Bei der Einkaufsmacht sehen die Wettbewerbshüter durch den Zusammenschluss ohnehin keine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs. Rewe und Coop seien bereits seit fast zehn Jahren in einer Einkaufskooperation verbunden, über die Coop bis zu 70 Prozent seiner Waren beschaffe. Als unabhängiger Wettbewerber spiele Coop keine bedeutende Rolle mehr. Coop sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, „dass es zu einer Genehmigung mit geringen Auflagen kommen wird“.

Land vergibt die ersten drei Gründerstipendien

Staatssekretär Nägele: Gründerstipendien sind Vorbild und Ansporn für die junge Wirtschaft

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Frisch gebackene Jungunternehmer: Timo Drahn, Torben Eggerstorf, Laura Cordes

Damit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft keine gute Idee verloren geht, gibt es seit Anfang 2016 das „Gründungsstipendium Schleswig-Holstein“. Die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) hat nach Entscheidung der Auswahl-Kommission bestehend aus Vertretern des Landes, der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG), der Hochschulen, sowie Unternehmerinnen und Unternehmern jetzt die ersten drei Gründungsstipendien Hochschul-Absolventen/-innen gewährt, die an überzeugenden Konzepten mit Perspektive für ein marktfähiges Unternehmen arbeiten: Laura Cordes erhält das sechsmonatige Stipendium für die Entwicklung von „Gardoré“, einer Online-Plattform für Damen-Businessbekleidung, Timo Drahn und Torben Eggerstorf für „Foodbox“, einer intuitiven Online-Plattform, die den Lebensmitteleinkauf bündeln und vereinfachen soll.

NaegeleWirtschafts-Staatssekrerär Dr. Frank Nägele gratulierte den jungen Gründern zu ihrem Schritt: „Sie haben schon jetzt ein hohes Maß an Ideenreichtum und Biss bewiesen – ich bin sicher, dass das Geld in ihren jungen Unternehmen bestens angelegt ist.“

Weiter sagte Nägele (Audiopfeil klicken)

Die Geschäftsideen:

Gardoré: Die Geschäftsidee von Laura Cordes (28) heißt „Gardoré“: eine Online-Plattform, die Frauen mit Inspiration, Beratung und Verkauf bei der Auswahl und beim Shopping von Damen-Businessbekleidung unterstützt. Die Entwicklung dieser Idee bis zur Marktreife haben die zahlreichen gründerorientierten Angebote in der Landeshauptstadt deutlich erleichtert: „Egal ob Workshops, Meet-Ups oder eben das Gründerstipendium – diese Infrastruktur ist für einen erfolgreichen Unternehmensstart sehr wichtig“, sagt die ehemalige Unternehmensberaterin. Sie will das Stipendium unter anderem nutzen, um einen Prototyp ihrer Online-Plattform zu erstellen und erste Kunden zu bedienen. „Im Anschluss kann ich dann auf dieser Basis private Investoren gewinnen und Gardoré auf Wachstumskurs bringen.“

 Foodbox: Auch das Projekt von Timo Drahn (24) und Torben Eggerstorf (24) wird digital realisiert: Mit „Foodbox“ entwickeln der Lehrer für Deutsch und Philosophie und der Kommunikations-Designer eine intuitive Online-Plattform, die den Lebensmitteleinkauf bündelt und vereinfacht. „Bisher konnten wir lediglich nach der Arbeit oder am Wochenende an unserer Idee arbeiten“, sagen die beiden zukünftigen Unternehmer. „Dank des Stipendiums können wir uns jetzt voll auf die Unternehmensplanung, die Ausarbeitung eines aussagekräftigen Businessplans und natürlich die Gründung selbst konzentrieren.“ Der Standort Schleswig-Holstein erscheint ihnen dabei nur logisch: „Besonders die gute Atmosphäre und die kurzen Wege haben es uns angetan.“

Die Stipendiaten/innen werden während der Laufzeit des Stipendiums von den Partnerhochschulen und -einrichtungen unterstützt und begleitet. Im Falle von Gardoré ist es das Zentrum für Entrepreneurship an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, im Fall von Foodbox ist es Opencampus.SH

Das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein:

Das Land Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit der IB.SH und der MBG für die kommenden vier Jahre eine Million Euro für das Gründungsstipendium bereitgestellt. Mit den Mitteln sollen jährlich fünf bis sieben Gründungsvorhaben gefördert werden. Anders als vergleichbare Angebote zur Finanzierung von Gründungsvorhaben ist dieses Stipendium unter anderem dafür vorgesehen, die Lebenshaltungskosten der zukünftigen Unternehmer in der Vorbereitungsphase vor der eigentlichen Gründung zu tragen. Die WTSH berät in diesem Rahmen Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und F&E-starken Unternehmen und gewährt das Gründungsstipendium im Auftrag des Landes. Bereits in der Vorgründungsphase prüft sie, ob Gründungsvorhaben die Voraussetzungen erfüllen, durch die Gewährung  eines Gründungsstipendiums gefördert zu werden. „Die Stipendiaten/-innen sollen sich – unterstützt durch diese Förderung während der sechs Monate Laufzeit – voll und ganz auf die Weiterentwicklung und Erprobung ihres Geschäftsmodells und auf die Gründung ihres Unternehmens konzentrieren können, so Dr. Annelie Tallig, Projektmanagerin Gründungsförderung bei der WTSH. „Bis zum Ende dieser so genannten Pre-Seed-Phase soll dann ein komplett ausgearbeiteter Businessplan vorliegen – als elementare Grundlage, um anschließend weitere Mittel für die Unternehmensgründung einzuwerben. Die drei ersten Stipendiaten/-innen überzeugten durch Ihre marktfähige Geschäftsidee und den sichtbaren Unternehmergeist“, so Tallig.

Das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein soll Studierenden und Hochschul-Absolventen/-innen mit innovativen und marktfähigen Ideen den Weg in die Selbstständigkeit ebnen. Absolventen/-innen mit einer Erfolg versprechenden Geschäftsidee, die sich für ein Stipendium bewerben wollen, wenden sich an die Verantwortlichen zum Thema Unternehmensgründung an ihrer Hochschule oder an die WTSH.