Alle Beiträge von WiMi.SH

Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Sie entscheiden mit! Schleswiger-StartUp „Unleash Future Boats“ hofft auf Final-Einzug

Der „Deutschlandweite Tag der Start-ups in Logistik und Mobilität“ am 13. September auf dem Campus des Flughafens Frankfurt bringt online Gründerinnen & Gründer sowie Start-ups mit Coaches, Mentoren, Investoren und Interessierten zusammen.

Jeder kann virtuell nicht nur dabei sein, sondern per Online-Voting auch mitentscheiden, wer als Favoriten ins Finale des Start-up-Contests der Länder geht. Stimmen Sie also bis zum 24. August einfach online ab – dazu einfach hier klicken.

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Technologieminister Claus Ruhe Madsen bittet dabei natürlich um ein ganz besonderes Augenmerk auf unsere schleswig-holsteinische Kandidatin, die „Unleash Future Boats GmbH“ aus Schleswig, die an der Entwicklung einer autonom fahrenden Fähre experimentiert und baut.

Land fördert mit 6,7 Millionen den weiteren Ausbau des Kieler Ostufer-Hafens

Besprechung an Bord der „Sprott“ des Kieler Seehafens v.l.: Ulf Kämpfer, Claus Ruhe Madsen, Dirk Claus

Neuer Schwung für eine der wichtigsten deutschen Drehscheiben im Ostsee-Frachtverkehr: Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen übergab heute im Beisein von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer an Dirk Claus, Geschäftsführer des Seehafens Kiel, einen Scheck über rund 6,7 Millionen Euro. «Um die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens künftig noch besser zu gewährleisten, wird mit Hilfe dieses Geldes die Seeverkehrsachse ins Baltikum weiter gestärkt – unter anderem mit der Ertüchtigung von RoRo-Rampen und der Optimierung der Wegeführung im Ostuferhafen», sagte Madsen. Gefördert werden mit dem Zuschuss 60 Prozent der Kosten von knapp 11,2 Millionen Euro.

Im Gespräch mit Andreas Otto von RSH sagte Madsen bei dem Ortstermin weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Nach den Worten von Oberbürgermeister Kämpfer sei der Ostuferhafen seit vielen Jahren auf Erfolgskurs und mittlerweile auch Anlaufpunkt für große Kreuzfahrtschiffe. «Das Kerngeschäft des Ostuferhafens ist aber der Frachtverkehr über die Ostsee, der mit diesem geförderten Ausbau der Roll-on-Roll-off-Anleger weiter gestärkt wird. Ich freue mich sehr, dass das Land erneut den Ausbau des Seehafens großzügig mit Fördermitteln unterstützt.»

Wie Hafenchef Dirk Claus seinen Gästen erläuterte, umfasst das geförderte Bauprojekt zwei Einzelprojekte. Beide verfolgen das Ziel einer effizienteren Flächennutzung und zukunftsfähigen Optimierung der Infrastruktur im Ostuferhafen. Der Optimierung der Wegeführung dienen eine Bodenverbesserung und die Erneuerung der Gleisanlage in Betonbauweise. Dadurch wird eine stetige Gleisquerung ermöglicht und damit gibt es direkte kurze Wege zwischen Nordwest- und Südwestfläche im Hafen. Bis auf die Vorfläche zur RoRo-Rampe Nr. 5  ist das Projekt weitestgehend abgeschlossen

Die Erweiterung der RoRo-Rampen 5 und 6 ermöglicht es dem Port of Kiel zukünftig, eine neue Fährgeneration mit breiteren Schiffsrampen abzufertigen. Hierzu wurden die festen Bestandsrampen zurückgebaut und durch hydraulisch verstellbare Rampen aus Stahl ersetzt. Die Gründungs- und Betonarbeiten sind bereits abgeschlossen, derzeit erfolgen die Montage der Rampe RoRo 6 sowie der restliche Tiefbau für RoRo 5. Der Einbau der zweiten Rampe ist für die kommende Woche avisiert. Nach einem finalen Last-Test beider Rampen ist der erste Probeanlauf eines Schiffes für den 20. September vorgesehen.

Seit fast 30 Jahren ist die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG auf den Routen in das Baltikum mit der dänischen Reederei DFDS Marktführer. Aktuell wird im Umschlag, der auch dänische und deutsche Ladung umfasst, in Kiel ein leichter Mengenrückgang verzeichnet. Aufgrund der engen wirtschaftlichen Handelsbeziehungen in die Region, der besonderen geografischen Insellage des Baltikums und eines anhaltenden Fahrermangels geht die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG in Zukunft jedoch wieder von wachsendem Verkehr aus.

Hafenchef Dirk Claus schaute im Gespräch mit Madsen und Kämpfer unterdessen schon voraus: «Dieses Bauprojekt ist nicht nur eine Qualitätsverbesserung am Terminal und echte Zukunftsinvestition für den Umschlag ins Baltikum, sondern auch der erste Schritt unserer umfangreichen Ostufererweiterung, die die Versorgungsfunktion der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG für den europäischen Handel in Zukunft weiter stärken wird.»

Trotz „bitterer Medizin“ durch Gasumlage: Madsen verspricht Mittelstand Kontinuität

Auch wenn die Rahmenbedingungen stürmischer werden: Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen versprach den Nord-Unternehmen am Abend Kontinuität in der schwarz-grünen Wirtschaftspolitik

Während die Gasumlage seit heute früh bundesweit Politik, Mieter und Wirtschaft umtreibt, hat Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen die Unternehmen in Schleswig-Holstein am Abend auf Kontinuität eingestimmt: «Die Regierung wird sich weiterhin für Entlastungen des Mittelstandes einsetzen, unbürokratischere Rahmenbedingungen schaffen sowie die Modernisierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ebenso vorantreiben wie die Digitalisierung», sagte Madsen vor Unternehmerinnen und Unternehmern auf Schloß Gottorf. Als weitere Schwerpunkte nannte er bei einer Rede vor der Studien- und Fördergesellschaft der Wirtschaft die Unterstützung für die Gründung neuer Unternehmen und die Bekämpfung des Fachkräftemangels durch eine attraktive Standortpolitik.

Madsen sagte weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Den in der vergangenen Wahlperiode eingeleiteten Weg, mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, werde die jetzige Regierung konsequent weitergehen, sagte Madsen. «Die mittelständischen Unternehmen sind die Leistungsträger der schleswig-holsteinischen Wirtschaft.» Beim Verkehr hob der Minister Landesstraßen, Radwege, Schienenwege und den Fehmarnbelttunnel hervor. Den Standortvorteil, dass der Ausbau erneuerbarer Energien hier weit fortgeschritten sei, wolle das Land konsequent nutzen.

Mit Finanzierungsprogrammen, Beratung und einer Werbekampagne soll Madsen zufolge unter anderem das Problem der Unternehmensnachfolge entschärft werden: Die Hälfte der Betriebe im Land braucht binnen zehn Jahren eine neue Spitze. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, will Madsen mit seinen beiden Staatssekretären nicht nur das vorhandene Potenzial im Land besser ausschöpfen, sondern auch Zuwanderung fördern. Zudem kündigte er die Entwicklung einer Weiterbildungsstrategie an. «Ich biete der Wirtschaft einen konstruktiven, offenen Dialog an», so Madsen.

Tobias Goldschmidt

Die ab Herbst anfallende Gasumlage ist nach Auffassung von Madsen und seinem für Energie zuständigen Ressortkollegen Tobias Goldschmidt notwendig, um die Stabilität des Energiesystems zu sichern. «Durch die explodierenden Marktpreise für Gas sind viele Versorger in finanzielle Schwierigkeiten geraten, und einigen droht sogar die Zahlungsunfähigkeit», sagte Goldschmidt. Es brauche dringend einen Mechanismus, der es den Versorgern ermögliche, die Mehrkosten auf breitere Schultern zu verteilen.

Insolvenzen könnten zu Dominoeffekten führen und die Gaslieferketten beinträchtigen, erläuterte Goldschmidt. «Damit wäre die Versorgungssicherheit in unserem Land in erheblichen Maße gefährdet.»

Mit der von allen Gaskunden zu zahlenden Umlage von 2,4 Cent pro Kilowattstunde werden erhöhte Beschaffungskosten von Importeuren an die Kunden weitergegeben. Die Umlage soll Versorgern zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibendes, günstigeres Gas aus Russland kaufen müssen. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden betragen die Mehrkosten rund 484 Euro. Falls zusätzlich die Mehrwertsteuer fällig wird, steigen die Kosten auf 576 Euro. Die Bundesregierung will allerdings verhindern, dass diese fällig wird.

Sollten für eine reibungslose Umsetzung gesetzliche Änderungen notwendig sein, sollten diese direkt nach der Sommerpause vom Bundestag beschlossen werden, meinte Goldschmidt. «Schleswig-Holstein steht bereit, über den Bundesrat im September konstruktiv an notwendigen Anpassungen mitzuwirken.» Aus Sicht Goldschmidts sind zusätzliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen dringend erforderlich. Die von Bundesfinanzminister Christian Lindner vorgestellten Pläne dürften nicht das letzte Wort sein. «Außerdem müssen die Folgewirkungen für energieintensive Unternehmen weiter im Blick behalten werden.»

Nach den Worten von Madsen liege die Umlage «Gott sei Dank im unteren Bereich dessen, was kommuniziert worden ist». Auf der einen Seite sei es gut, eine Lösung zu haben, um die Gasinfrastruktur aufrechtzuerhalten. Auf der anderen Seite müsse genau geprüft werden, welche negativen Auswirkungen es für internationale Konzerne und auch für kleine energieintensive Betriebe geben werde.

Kieler Erdgasspeicher der Stadtwerke Kiel

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sprach heute von «bitterer Medizin» und erklärte, die Umlage sei notwendig, um die Wärme- und Energieversorgung in den privaten Haushalten und der Wirtschaft aufrechtzuerhalten. «Sonst wäre die Versorgungssicherheit gefährdet.» Die Umlage werde von einem weiteren Entlastungspaket begleitet. Die Bundesregierung habe sich schon auf erste Schritte wie eine Ausweitung des Wohngeldes mit einem Heizkostenzuschuss verständigt. «Ich meine aber, dass weitere zielgenaue Entlastungen nötig sind», so Habeck.

Madsen besucht Belt-Tunnelbaustelle und sagt Fehmaranern Baustellen-Koordinator zu

Madsen mit Femern A/S-Deutschland-Direktor Lars Fris Cornett auf der Tunnelbaustelle in Rodbyhavn auf Lolland

Knapp sechs Wochen nach seinem Amtsantritt hat Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen heute die Belttunnel-Baustelle in Dänemark und zuvor Fehmarn besucht. Er versprach den Insulanern für die kommenden Jahre des Belttunnel-Baus nicht nur einen hauptamtlichen Baustellen-Koordinator (oder eine Koordinatorin), sondern auch einen regelmäßigen Austausch unter allen Beteiligten.

„Die Insel und der Kreis Ostholstein stehen zweifellos vor ernstzunehmenden Herausforderungen in den kommenden Jahren und da habe ich für den Wunsch nach enger Begleitung durch das Land größtes Verständnis“, sagte Madsen bei einem Ortstermin an der Fehmarnsundbrücke mit Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber und Großenbrodes Verwaltungschef Jens Reise. Madsen ließ zugleich aber keinen Zweifel daran, dass sowohl Fehmarn als auch der gesamte Kreis Ostholstein von dem künftigen Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark massiv profitieren werden.

Stipvisite auf der Sundbrücke mit Vertretern der Stadt Fehmarn und Großenbrodes Bürgermeister Jens Reise (links)

Auch Großenbrodes Bürgermeister Reise betonte die Chancen, die das Projekt nach seiner Fertigstellung bieten werde. „Brücken und Tunnel haben schon immer Verbindungen geschaffen und Vorteile gebracht“, so Reise. Einzelheiten zur künftigen Baustellenkoordinierung sollen am 18. August im Dialogforum in Oldenburg bekannt gegeben werden.

Parallel zum anstehenden Ausbau der Fehmarnbelt-Schienenanbindung zwischen Lübeck und Puttgarden durch die DB AG wird aktuell die Bundesstraße B 207 – in der Verantwortung der DEGES – zwischen Heiligenhafen und Puttgarden ausgebaut. Darüber hinaus stehen Baumaßnahmen des Energiekonzerns TenneT für die 380-Kilovolt-Leitung zwischen Lübeck und Göhl an. Hinzu kommen regelmäßige Baumaßnahmen der kommunalen Versorgungsdienstleister sowie Erhaltungsmaßnahmen am klassifizierten Straßennetz. „Der Bedarf nach einer Baustellenkoordinierung mit absehbar über 100 notwendigen Umleitungen in den nächsten Jahren in der Region ist also gegeben“, so Madsen.

Treffen mit Bürgermeistern und DB-Verantwortlichen

Wie der Minister weiter sagte, solle die Baustellenkoordinierung künftig nicht nur zentrale Ansprechstelle sein, sondern vor allem bei Konflikten moderieren und dafür sorgen, dass die unterschiedlichen Projektverantwortlichen von der Deutschen Bahn AG über die DEGES bis hin zum Energiekonzern Tenne T stets aktuelle Daten und Informationen liefern.

Nach den Worten von Madsen nehme er neben dem Wunsch nach einem regelmäßigen Austausch in der Region auch einige Themen mit nach Kiel, für die er fachlich nicht zuständig sei – unter anderem Fragen zum künftigen Hochwasserschutz auf der Insel.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Madsen weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber sagte nach dem Treffen – Audio starten, Pfeil klicken…

Auf seiner anschließenden Überfahrt nach Lolland in Dänemark traf Madsen Scandlines CEO Carsten Nørland und den Geschäftsführer der Scandlines Deutschland GmbH, Heiko Kähler. Kähler erinnerte daran, dass Scandlines seit zehn Jahren Pionierarbeit bei grüner Schifffahrtstechnologie leiste und er überzeugt sei, dass dieser Weg richtig ist. „Für die Einsparung von Energie und der schrittweisen Einführung neuer Antriebstechnologien haben wir in der Vergangenheit große Summen investiert und sind bereit, dies auch in der Zukunft zu tun. Gleichzeitig sind wir aber auch auf Unterstützung von Politik und Behörden angewiesen“, sagte Nørland.

Die Scandlines-Geschäftsführer erinnerten weiter daran, dass die Straßenanbindung zum Fährhafen Puttgarden auch in Zukunft unverändert leistungsfähig bleiben müsse, damit die grünen Investitionen auch langfristig eine solide wirtschaftliche Basis hätten. Zudem müsse die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit ausreichender regenerativ erzeugter Energie aus dem Stromnetz sichergestellt werden, damit die emissionsfreien Fähren von Scandlines genügend grünen Strom für den Regelbetrieb zur Verfügung hätten.

Mit Kapitän und Scandlines-Chefs an Bord der „Deutschland“

„Wir freuen uns, dass Claus Ruhe Madsen heute bei uns vorbeigeschaut hat, wünschen ihm bei seiner Tätigkeit viel Erfolg und hoffen, unseren guten Austausch von heute fortsetzen zu können. Unser gemeinsames Interesse ist eine starke Region, zu der wir als Arbeitgeber von mehr als 700 gut bezahlten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern allein auf Fehmarn einen großen Beitrag leisten. Unsere grünen Initiativen leisten nicht nur einen Beitrag für Klima und Umwelt, sondern sichern auch technologischen Fortschritt und Know-How in Schleswig-Holstein“, so Kähler.

Madsen bezeichnete Scandlinies als ein innovatives Verkehrsunternehmen, das den Umweltschutz ernst nehme: „Davon habe ich mich heute überzeugen können und ich begrüße zudem ausdrücklich, dass die alternative Verbindung nach der Fertigstellung des Tunnels weiter zur Verfügung steht““, so Madsen.

Femern-A/S-Chef Henrik Vincentsen erläutert dem Minister das Modell der Gesamt-Tunnelbaustelle auf Lolland

Auf Lolland stand Madsens erster Besuch auf Nordeuropas größter Baustelle an – für den gebürtigen Dänen ein Heimspiel. Henrik Vincentsen, Vorstandsvorsitzender von Femern A/S, erläuterte dem Minister die Bauweise des Fehmarnbelt-Tunnels. Anhand eines großen Modells im Besucherzentrum in Rødbyhavn zeigte er, wie die 89 Tunnelelemente in einer eigens dafür gebauten Fabrik hergestellt werden, welche Schlüsselrolle der große Arbeitshafen für das Projekt spielt und wie die 73.000 Tonnen schweren Elemente später im Fehmarnbelt abgesenkt werden.

Im Anschluss wurde der Minister über die 220 Hektar große Tunnelbaustelle gefahren. Vorbei an den drei rund 30 Meter hohen Fabrikhallen, entlang an den künftigen Trocken-docks und zum ersten Testelement, das kürzlich gefertigt wurde.

Madsen zeigte sich tief beeindruckt vom Projekt und dem Fortschritt der Bauarbeiten: „Als Däne, der zugleich Verkehrsminister in Schleswig-Holstein ist, bin ich natürlich ein großer Fan vom Fehmarnbelt-Tunnel. Ich bin fest davon überzeugt, dass Deutschland und Dänemark dadurch noch enger zusammenwachsen. Es ist wirklich eindrucksvoll zu sehen, wie weit die Arbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel bereits sind. Und ich freue mich natürlich, dass die Bauarbeiten auch auf der deutschen Seite so gut vorangehen.“ Er sagte weiter: Audio starten – Pfeil klicken…

Auch auf die europäische Dimension des Projekts ging Madsen ein: „Hier am Fehmarnbelt wird eine Vision der neuen europäischen Verbindung Schritt für Schritt Wirklichkeit. Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein zutiefst europäisches und zugleich regionales Projekt, von dem die Menschen auf beiden Seiten des Belts profitieren werden.“

In diesem Zusammenhang verwies der Minister auf die künftig deutlich geringeren Fahr-zeiten für Züge und Autos: „Die beiden Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen rücken durch den Fehmarnbelt-Tunnel näher zusammen. Das eröffnet Chancen für die neue Grenzregion, die wir für Schleswig-Holstein nutzen wollen.“

Henrik Vincentsen freute sich über den Besuch aus Kiel: „Es ist schön, dass Minister Madsen so kurz nach seinem Amtsantritt unser Projekt besucht und sich über den Bau-fortschritt informiert hat. Das zeigt uns, wie wichtig dem Land Schleswig-Holstein dieses grenzüberschreitende Projekt ist.“

Und wieder surfen bald fünf SH-Gemeinden mit Lichtgeschwindigkeit durchs Internet

Madsen mit Timo Boss, Bürgermeister von Molfsee, Michael Böddeker, Geschäftsführer der Stadtwerke Neumünster sowie Timo Poppe von der Palladio Kommunal GmbH

Technologie-Schub für fünf Gemeinden südlich von Kiel: Die Stadtwerke Neumünster starten in diesen Tagen mit dem Glasfaserausbau in Molfsee, Mielkendorf, Rodenbek, Rumohr und Schierensee. „Die Gemeindevertreter haben die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, sowie der Wirtschaft erkannt und sind aktiv geworden. Wir brauchen genau solche Initiativen aus den Gemeinden, um die flächendeckende und zukunftsfähige Infrastruktur im echten Norden voranzubringen“, lobte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen das Projekt. Rund 45 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der fünf Gemeinden hätten sich bereits für das schnelle Internet angemeldet und sicherten den Kommunen damit den Glasfaserausbau.

Madsen sagte am Rande des Termins weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Die Stadtwerke Neumünster setzen den Glasfaserausbau in den fünf Gemeinden gemeinsam mit der deutschen Investmentboutique Palladio Partners bis voraussichtlich Juli 2023 um. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter http://www.giga5.de über den Glasfaseranschluss informieren und anmelden.

Pries und Verkehrsbetriebe ringen um bessere Bedingungen für Menschen mit Behinderungen

Michaela Pries und Tobias von der Heide nach dem Treffen mit den Verkehrsunternehmen im Ministerium

Schleswig-Holsteins Landesbeauftragte Michaela Pries hat sich für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Nahverkehr stark gemacht. Seit Einführung des 9-Euro-Tickets habe es zahlreiche Beschwerden gegeben, sagte Pries heute nach einem Gespräch mit Vertretern der Bahn-Unternehmen im Verkehrsministerium. Manche Betroffene hätten wegen der teils überfüllten Züge Angst gehabt, ihr Ziel nicht zu erreichen oder nicht wieder nach Hause zu kommen. In anderen Fällen habe es Probleme wegen des Gedränges an Bahnsteigen gegeben.

Problematisch ist auch, wenn barrierefreie Toiletten in Zügen nicht funktionieren oder es überhaupt keine an Bord gibt. «Das ist kein Zustand, das geht nicht», sagte Pries. Am Bahnhof Husum funktioniere ein Aufzug sei drei Jahren nicht mehr, Behelfsmaßnahmen seien unbefriedigend. Als erste Schritte sollen die Auffindbarkeit von Sammelstellen an Bahnhöfen verbessert und mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Hilfe angeboten werden.

Nach Ansicht von Verkehrsstaatssekretär Tobias von der Heide (CDU) dürften bei der Diskussion um eine Nachfolgeregelung für das Ende August auslaufende 9-Euro-Ticket die Belange bestimmter Gruppen nicht vernachlässigt werden. «Es geht am Ende nicht nur um den Tarif.» Von der Heide sagte weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Aktuell sind laut von der Heide bereits 78 Prozent aller Verkehrsstationen in Schleswig-Holstein barrierefrei ausgebaut, in 2025 soll der Wert auf 96 Prozent steigen – ein bundesweit sehr guter Wert. NAH.SH, DB Regio und DB Station&Service seien im engen Austausch mit der Landesbeauftragten und dem Verkehrsministerium, um operative und strukturelle Verbesserungen für mobilitätseingeschränkte Reisende zu ermöglichen. Geplant sind auch gemeinsame Vor-Ort-Termine, um gemeinsam ein noch besseres Verständnis für Zwangspunkte und mögliche Optionen und Lösungswege zu entwickeln.

Pries betonte, im Verhältnis zu anderen Ländern stehe Schleswig-Holstein beim Thema Barrierefreiheit relativ gut da. Bei Konzepten für die Zukunft des Nahverkehrs müsse aber an alle Bevölkerungsgruppen gedacht werden. «Das 9 Euro-Ticket läuft zwar aus, aber die Mobilität auf der Schiene muss künftig für alle funktionieren.»

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn verwies darauf, dass mittlerweile mehr als 90 Prozent der Reisenden bereits stufenlos bis zum Bahnsteig gelangten. Rund 70 Prozent der Fahrzeugflotte im Regionalverkehr sei an einer Bahnsteighöhe barrierefrei und für andere Bahnsteighöhen zusätzlich mit fahrzeuggebundener Ein- und Ausstiegshilfe ausgestattet. Zudem gebe es mehr als 1100 mobile Hubgeräte, Rampen, Treppenlifte und Elektromobile. Nach Angaben einer Sprecherin der Nahverkehrsgesellschaft Nah.SH sind im Norden 78 Prozent aller Verkehrsstationen barrierefrei ausgebaut. Bis 2025 soll der Wert auf 96 Prozent steigen.

Staatssekretär von der Heide sieht Bauarbeiten für neue Rader Brücke auf gutem Kurs

von der Heide mit DEGES-Projektleiter Mario Schönherr

Stipvisite auf einer der absehbar größten Brückenbaustellen Deutschlands: Verkehrsstaatssekretär Tobias von der Heide informierte sich heute in Borgstedt bei Rendsburg über die Vorbereitungsarbeiten für den Neubau der Rader Hochbrücke. Das alte Bauwerk – das in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag feiert – soll bis Ende des Jahrzehnts durch eine Zwillingsbrücke ersetzt werden.

Nach den Baufeldräumungen im März rollen nun die Bagger und Baufahrzeuge zur Herstellung von Baustraßen und Anlegestellen. Projektleiter Mario Schönherr von der zuständigen Infrastrukturgesellschaft DEGES erläuterte von der Heide unter anderem die aufwändigen Lärmschutzmaßnahmen für die Bewohnerinnen und Bewohner der Rader Insel – unter anderem sollen vier Meter hohe Wände für den Schutz gegen Baulärm entstehen. Der Staatssekretär ließ es sich auch nicht nehmen, mit den Nachbarn der Baustelle direkt das Gespräch zu suchen.

von der Heide im Gespräch mit Baustellen-Anwohner-Ehepaar Andrea und Wolfgang Löffler

Von der Heide sagte nach seinem Besuch – Audio starten – Pfeil klicken…

Nach Angaben von DEGES und des für die Baustelleneinrichtung zuständigen Konzerns STRABAG werden allein für die Baustraßen rund 200.000 Tonnen Erde und Schotter bewegt.

Die Ausschreibung für den Bau der ersten Zwillingsbrücke läuft aktuell.

Minister-Duo Schwarz/Madsen sucht Schulterschluss gegen Not der Schweinehalter

Landwirtschaftsminister Werner Schwarz heute zu Besuch bei Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen.

Im Landeskabinett vertreten sie sich gegenseitig – heute hatten sie ihren ersten fachlichen Austausch: Landwirtschaftsminister Werner Schwarz und Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen sprachen bei ihrem Treffen im Wirtschaftsministerium unter anderem über die anhaltende Not der über 200 Schweinehalter im Land. Das Problem: Die Betriebe erhalten Bundesmittel aus den Corona-Hilfen nur dann, wenn sie nachweisen können, dass ihre wirtschaftlichen Einbrüche „ausschließlich“ durch die Pandemie verursacht werden. Dadurch fallen viele Höfe aus dem Hilfsraster.

Im Schulterschluss wollen beide Minister nun prüfen, wie die bestehenden Förderprogramme auszulegen sind und ob möglicherweise mit Landesmitteln im Rahmen von Härtefällen unterstützt werden kann. Hintergrund: Im Rahmen der so genannten Überbrückungshilfen des Bundes sind Schweinehalter in der Regel nicht antragsberechtigt. Und für den Zugang zum Bund-Länder-Programm der so genannten Härtefallhilfen sind hohe Hürden gesetzt – die Betriebe müssen eine Existenzbedrohung nachweisen. Gleichzeitig, so Minister Schwarz, leiden die Schweinehalter aber unter einem starken Rückgang des Schweinefleischkonsums, der nicht nur auf Corona, sondern auch auf veränderte Präferenzen im Konsumverhalten zurückzuführen sei.

Tourismusminister Madsen für Neuregelung der Kontrollen an dänischer Grenze

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen hat sich für eine Neuregelung der dänischen Grenzkontrollen ausgesprochen. «Ich selbst war am Wochenende in Dänemark und musste an der Grenze Schlange stehen», sagte Madsen in einem heute ausgestrahlten Interview von Danmarks Radio. Es sei sehr unglücklich, wenn dort Pendler täglich unnötig im Stau stehen müssten, so Madsen, der selbst Däne ist.

Er wisse, dass eine Mehrheit in der dänischen Bevölkerung Grenzkontrollen befürworte. Es sei aus seiner Sicht aber an der Zeit, ernsthaft eine Diskussion über ein anderes System zu führen. Der frühere langjährige dänische Kulturminister Bertel Haarder, heute Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses im dänischen Folketing, regt unterdessen bereits ein gemeinsames Vorgehen an.

Nach den Worten von Madsen sei ein möglicher Weg, mehr Spuren am Grenzübergang freizugeben oder genauer zu prüfen, «wen man wie herausholen will, wenn Dänemark an Kontrollen festhalten will.».

Im Gespräch mit Rundfunk-Redakteur Per Smith Vinther sagte Madsen weiter – Audio starten, Pfeil klicken:

Kürzlich hatte der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Rasmus Andresen (Grüne) die Beendigung der Kontrollen an der dänisch-deutschen Grenze und ein Einschreiten der EU-Kommission verlangt.

Nun klappt’s an der Schleibrücke in Lindaunis – aber Geduld ist weiter gefragt

Bauleiterin Elena Dessauer und Henry Benedict (rechts) von der DB erläutern dem Minister die Baustelle auf der alten Klappbrücke, die ab 2025 abgerissen werden soll.

Trotz massiver technischer Herausforderungen beim Neubau der knapp 130 Meter langen Schleibrücke Lindaunis im Kreis Schleswig-Flensburg sehen Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und die Verantwortlichen der Deutschen Bahn (DB) und des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) das Gemeinschaftsprojekt auf einem guten Weg: „Nach einem Baustopp im letzten Sommer, der zur Absicherung der Standfestigkeit der benachbarten historischen Klappbrücke nötig war, befinden sich die Arbeiten weitgehend im Zeitplan“, sagte Madsen heute bei einem Besuch der Baustelle. Zugleich machten der Minister, DB-Projektleiter Henry Benedict und LBV.SH-Direktor Torsten Conradt aber auch deutlich, dass bis zur geplanten Fertigstellung der neuen Brücke im Jahr 2025 die alte Klappbrücke pro Jahr für mehrere Monate für Züge und Kraftfahrzeuge gesperrt werden müsse.   

Madsen sagte im Gespräch mit Journalisten weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Hintergrund: Nach dem Baustopp im Juni letzten Jahres musste der Bauablauf umgestellt werden, weil die Gründungsarbeiten für den Neubau ansonsten die Standfestigkeit der alten Brücke gefährdet hätten. „Das bedeutet, dass wir bis zur Fertigstellung für je bis zu sechs Monate im Jahr die alte Klappbrücke für den motorisierten Straßenverkehr und die Züge sperren müssen, um die Gründungen, die Widerlager und Pfeiler sowie den Überbau in dieser Zeit herzustellen“, sagte DB-Projektleiter Benedict. In der Bauzeit könne die Brücke dann auch nicht wie gewohnt für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Geöffnet sei die Brücke dann aber für den Fußgänger- wie Radverkehr. Zudem bleibe sie für Boote mit niedrigen Aufbauten und ohne Masten in den Sperrzeiten ebenfalls passierbar.

Dieses Jahr beginnt die Bauzeit bereits am 15. September und läuft bis Frühjahr 2023. Madsen zeigte sich erleichtert, dass für den Schiffsverkehr bis zum 15. Oktober die viermal täglichen Klappungen aufrechterhalten werden können, wenn auch zu anderen Zeiten als bisher. Ab Mitte Oktober sind wieder Bedarfsklappungen der alten Brücke möglich. So werde sie vom 16. bis 31. Oktober jeweils von Freitag bis Sonntag zweimal täglich um 11.30 und um 16.30 Uhr geöffnet. Ab November bis zum Frühjahr 2023 werden zudem Klappungen nach Bedarf erfolgen. Erfreulich sei zudem, dass ab 15. August zwei Provisorien zum Aus- und Einsteigen am nördlichen und südlichen Ende der Brücke errichtet werden. Der Umstieg zwischen den Zügen wird dann zu Fuß über die Brücke erfolgen.

Nach den Worten von LBV.SH-Direktor Conradt ist mit der Einrichtung der provisorischen Zustiegsmöglichkeiten allerdings eine Sperrung der Brücke für den Kfz-Verkehr ab 15. August verbunden. Bis zum 15. September wird jeweils zu den Wochenenden die Sperrung aber aufgehoben. „Das sind leider die Kompromisse, die für einen glatten Bauablauf und damit die Realisierung dieses Projekts erforderlich sind“, so Conradt. Er appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, durch Einhaltung der Gewichts- und Geschwindigkeitsbegrenzungen die alte Klappbrücke nicht unnötig zu strapazieren.

Die neue Klappbrücke wird 12 Meter breit, entsteht in Stahlbauweise und kostet rund 100 Millionen Euro. Mit dem Neubau steht künftig in jeder Fahrtrichtung ein Fahrstreifen zur Verfügung, womit für den Autoverkehr nur noch bei Zugdurchfahrten Wartezeiten entstehen.

Weiterführende Informationen zum Bauablauf und zu den Sperr- und Öffnungszeiten unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/bruecke-lindaunis