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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Sylt-Shuttle rollt mit Bio-Sprit – Staatssekretär von der Heide: „Ein wichtiger Schritt für den Nationalpark“

DB-Vorständin Stefanie Berk mit dem Vorstand DB-Technik Energie, Andreas Hoffknecht (rechts) und Staatssekretär Tobias von der Heide

Die Bahn will bei den letzten Fernverkehrs-Strecken mit Dieselloks künftig Biosprit nutzen. «Bis 2025 stellen wir die letzten noch verbleibenden knapp zwei Prozent der dieselbetriebenen Strecken im Fernverkehr auf Biokraftstoff um und setzen damit ein weiteres Zeichen für den Klimaschutz», sagte die Vorständin Marketing DB Fernverkehr, Stefanie Berk, heute in Westerland auf Sylt. Zusammen mit Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretär Tobias von der Heide nahm Berk die symbolische Betankung des ersten Sylt-Shuttle vor.

Ab sofort werden damit die Dieselzüge des Sylt Shuttles und des Sylt Shuttle Plus zwischen Niebüll und Westerland auf Sylt mit Biokraftstoff betankt. Laut Bahn werden dadurch jährlich etwa 7.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Der eingesetzte Kraftstoff werde ausschließlch aus biologischen Rest- und Abfallstoffen produziert. Es werde keine extra angebaute Biomasse verwendet, eine Konkurrenz mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion sei ausgeschlossen.

«Das ist vor allem ein wertvoller Beitrag für einen umweltfreundlichen Tourismus im Nationalpark Wattenmeer», sagte von der Heide. Der nächste wichtige Schritt sei die vollständige Elektrifizierung der sogenannten Marschbahn-Strecke nach Sylt. «Denn nur so werden wir langfristig komplett emissionsfrei unterwegs sein und obendrein die Fahrzeiten deutlich verkürzen.»

Staatssekretär von der Heide: „Wir werden die Baustellenplanung auf Sylt weiter verbessern“

von der Heide (Mitte) lässt sich von dem LBV.SH-Team die Erweiterungspläne erläutern

Auch wenn bei den derzeitigen Hitze-Rekorden niemand an Winterdienst und Streusalz denken mag – auf dem Sylter Stützpunkt des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) werden aktuell genau dafür die Weichen gestellt: Bei einem Besuch der Insel ließ sich Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide heute von LBV.SH-Geschäftsbereichsleiterin Susan Müller unter anderem die Pläne für den Neubau einer Winterdienst-Anlage am Königskamp in Tinnum erläutern. Hier soll bis zum Jahreswechsel auf einem landeseigenen Grundstück neben dem jetzigen Stützpunkt am Königskamp für 2,3 Millionen Euro ein zentrales Streustofflager samt Remise und eines Sole-Erzeugers entstehen. Bei Sole handelt es sich um ein Salz-Wasser-Gemisch. Die aus den 60er Jahren stammende alte Halle in Tinnum wurde inzwischen aus Sicherheitsgründen abgerissen.

„Der Neubau soll im November seinen Betrieb aufnehmen und genügt dank eines Regenwasserspeichers samt Filter sowie einer Sole-Recyclinganlage nicht nur ökologischen Ansprüchen, sondern wird bei einer Kapazität von 800 Tonnen Streusalz und 40 Kubikmetern Sole auch den Winterdienst auf der Insel dauerhaft sicherstellen“, sagte von der Heide. Er erinnerte zugleich daran, dass es sich bei der Winterdienstanlage nur um den ersten Bauabschnitt handelt. In einem zweiten Schritt werden am Königskamp die Dienststellen des LBV.SH und des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) zusammengelegt.

„Weil die Liegenschaften beider Betriebe marode sind, hat die Landesregierung die räumliche Zusammenlegung beschlossen und bereits die Planung beauftragt“, so von der Heide. Die Kosten für den gemeinsamen Stützpunkt werden auf rund 10,5 Millionen Euro geschätzt. Von der Heide: „Das ist gut angelegtes Geld. Es schafft Synergien, weil die Standorte beider Betriebe derzeit über die gesamte Insel verstreut sind.“ 

Mit Blick auf die derzeitigen Sanierungsarbeiten an der Landesstraße L 24 zwischen Westerland und Kampen sowie an der Kreisstraße K 117 bat von der Heide Insulaner wie Urlauber um Verständnis und Geduld: „Baustellen – egal zu welcher Jahreszeit – sind immer ein Hindernis. Aber notwendig. Denn nur, wenn wir rechtzeig reparieren, verhindern wir einen Sanierungsstau und damit noch längere Bau- und Stauzeiten“, so von der Heide. Die Landesregierung werde zudem die Baustellenplanung weiter verbessern, um eine noch engere Kooperation zwischen den betroffenen Gemeinden und dem LBV.SH zu erreichen. Das begonnene Bauprojekt zeige aber auch, dass das Land weiter kraftvoll in die Erhaltung des Straßennetzes investiere. Dafür stehen auf Sylt über drei Millionen Euro zur Verfügung.

Madsen: Ohne mehr Angebot und Personal ist eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets sinnlos

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsenkann sich eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets für den ÖPNV nur dann vorstellen, wenn der Bund zuvor massiv in eine Angebotsausweitung und in Personal investiert. Schon jetzt bringe der Ansturm auf das Billig-Ticket das System auch in Schleswig-Holstein an manchen Tagen auf bestimmten Strecken an seine Grenzen, sagte Madsen heute früh im „Deutschlandfunk“. Das 9-Euro-Ticket war zum 1. Juni von Bundesverkehhrsminister Volker Wissing (FDP) als Zusatz-Angebot zum Tank-Rabatt von Wissings Parteifreund Christian Lindner eingeführt worden.

Die bisherige Bilanz des Ticket-Angebots sieht Madsen eher skeptisch: „Es war ja als Entlastung und Schnupper-Angebot für Millionen von Berufspendlern angedacht, fällt aber nun genau in die Ferienzeit und ist damit eher zu einem Freizeit-Ticket geworden“, so der Minister. Zudem wundere ihn, dass Bundesminister Wissing das Ticket zwar als „fulminanten Erfolg“ bezeichne, es dann aber auf keinen Fall verlängern wolle. Der Bund lässt sich das Drei-Monats-Angebot 2,5 Milliarden Euro kosten – im Fall einer Verlängerung bis zum Jahresende – wie von der Links-Fraktion im Bundestag gefordert – wären das 10 Milliarden Euro.

Madsen sagte im Deutschlandfunk zu dem Thema heute früh außerdem – Audio starten, Pfeil klickten…

In Schleswig-Holstein wurden bisher rund 330.000 Neun-Euro-Tickets im NAH.SH-Gebiet verkauft. Hinzu kommen die Verkäufe der DB.

Wichtig sei jetzt nach den Worten von Madsen – und zwar möglichst noch für dieses Jahr, spätesten jedoch Anfang 2023 – eine substanzielle Erhöhung der so genannten Regionalisierungsmittel des Bundes. „Andernfalls müssten die Tarife des ÖPNV gegenüber der Zeit vor dem Billig-Angebot deutlich erhöht werden. In einigen Ländern würde dies zu Abbestellungen von Verkehrsleistungen führen und das politische Ziel einer Verdoppelung der Fahrgäste im ÖPNV bis 2030 unmöglich machen.

Rückendeckung von Madsen bekommt Wissing in der Frage eines bundesweit einheitlichen Tarifmodells: „Wenn wir die Menschen aus dem Auto auf die Schiene oder in Busse bekommen wollen, dann muss es einfacher werden“, sagt Madsen. Es würde beispielsweise schon ausreichen, wenn man mit der NAH.SH-App in jedem Verkehrsverbund erkannt werde und dort das Ticket mit dem eigenen Nutzerkonto kaufen könnte. Damit sei die NAH.SH bereits beschäftigt.

Mit Blick auf Wissings Vorstoß machte Madsen auch deutlich: „Hinsichtlich schlanker Strukturen sind wir anderen Ländern um 20 Jahre voraus: „Das, was wir in Schleswig-Holstein haben, nämlich einen Landestarif, gab es so vorher nirgendwo anders. “ Viele Bundesländer hätten das inzwischen kopiert. In Baden-Württemberg hingenen gibt es weiterhin 22 Verkehrsverbünde.

Krisen zum Trotz: Oldesloer Hako-Gruppe wächst in Bad Oldesloe – Minister Madsen gratuliert

Spatenstich Hako-Chef Schreiber und Minister Madsen geben das offizielle Startsignal zum Bau der 20-Millionen-Logistikhalle

Die weltweit in 60 Ländern mit über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätige Hako-Gruppe wächst – allen Krisen zum Trotz: Gemeinsam mit Geschäftsführer Mario Schreiber setzte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen am Nachmittag den ersten Spatenstich für einen 20 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau. Auf 13.500 Quadratmetern entsteht in den kommenden 12 Monaten ein hochmodernes Logistikzentrum am Stammsitz in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn).

„Die Landesregierung ist überaus froh, dass hier ein Weltmarktführer mit einer hoch motivierten Belegschaft ein solch deutliches Bekenntnis zum Standort ablegt“, sagte Madsen. HaKo ist auf die Produktion von Reinigungsmaschinen und Technik für Kommunen spezialisiert. „Durch unseren Neubau mit seinem voll digitalisierten Lager sparen wir in erheblichem Umfang Transportwege und erhöhen unsere Liefergeschwindigkeit deutlich“, sagte Schreiber. Zudem werde durch eine nachhaltige Bauweise der ökologische Fußabdruck des Konzerns noch einmal deutlich verbessert.

Minister Madsen (rechts) im Gespräch mit Hako-Chef Schreiber (links) sowie Joachim Blache – ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung

Das neue Gebäude im Gewerbegebiet von Bad Oldesloe wird aus einem fast 11.000 Quadratmeter großen eingeschossigen Logistikzentrum samt sieben Lkw-Andockstellen bestehen. Wie Madsen in seinem Grußwort an die Belegschaft sagte, sichere die Investition vor allem die hochwertigen Arbeitsplätze. Allein in Bad Oldesloe arbeiten rund 500 Menschen für Hako. „Und auch als Ausbildungsbetrieb haben Sie hier eine Strahlkraft von landesweiter Bedeutung“, so Madsen, zugleich Arbeitsminister.

Madsen begeistert von Gamevention-Festival: „Hier schlummert riesiges Potenzial“

Madsen bei der Eröffnung des Businesstages

Es ist sein erster Außentermin als neuer Wirtschafts- und Technologieminister – und über die Zusage musste er keine Sekunde nachdenken: Claus Ruhe Madsen hat am Vormittag den Businesstag des „Gamevention-Festivals“ in den Holstenhallen von Neumünster eröffnet. „Gaming ist weitaus mehr als eine Nische für Nerds oder Kellerkinder“, sagte er vor rund 200 Fachvertreterinnen und Fachvertretern. Gaming sei die Wiege vieler technischer Innovationen und mache global 190 Milliarden Euro an Umsatz aus – das sei mehr als die weltweite Musik- und Filmbranche inklusive Netflix, Amazon und Hollywood.

„Und genau das biete auch ein sehr hohes Potenzial an Bruttowertschöpfung, an dem Schleswig-Holstein bislang nur einen sehr geringen Anteil hat“, so Madsen. Der Koalitionsvertrag der neuen schwarz-grünen Landesregierung sehe deshalb explizit vor, diese Chance für Schleswig-Holstein zu nutzen. „Unter anderem auch durch die Ansiedlung von Games- und digitalen Unternehmen.“

Auf dem Festival stehen bis einschließlich Sonntag auf 85.000 Quadratmetern unter anderem rund 100 Gaming-Stationen, an denen neue Spiele ausprobiert werden können. „Alles, was man als Hobby machen kann, gibt es auch als Spiel“, sagt Organisator und Gastgeber Oliver Welling. Vom Kartenspiel über Sportspiele bis hin zum Angeln.

Madsen sagte bei seinem Besuch im Gespräch mit Journalisten weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals sind die deutschlandweit ersten Landesmeisterschaften im E-Sport am Sonntag. In den drei Spielen League of Legends (Finale: 15 bis 18.30 Uhr), Fifa 22 (10 bis 12 Uhr) und Rocket League (Sonntag, 12.30 bis 14.30 Uhr) messen sich die besten E-Sportler Schleswig-Holsteins und beweisen ihre technischen Fähigkeiten auf „Hochleistungsniveau“, verspricht Welling.

Nach den Worten von Minister Madsen stünden zwei Sieger aber jetzt schon fest: Die Stadt Neumünster und das Land Schleswig-Holstein: „Die Gamevention ist ein neues Festival in signifikanter Größenordnung, das gekommen ist, um zu bleiben. Das Festival hat enorme Strahlkraft auf den Tourismus und den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Bereits in diesem Jahr kommen mehr als 20 Prozent der Gäste nicht aus Schleswig-Holstein.“

Madsen mit Arbeitsmarkt zufrieden: „Fachkräfte-Gewinnung bleibt zentrales Thema“

Trotz eines leichten Arbeitslosen-Anstiegs gegenüber dem Vormonat infolge des Kriegs in der Ukraine zeigt sich Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen mit der heute von der Arbeitsagentur vorgelegten Halbjahresbilanz zufrieden: „Angesichts eines fast zwölfprozentigen Rückgangs gegenüber Juni letzten Jahres sind die Zahlen Ausdruck der Stärke des schleswig-holsteinischen Mittelstands und des Arbeitsmarktes.“ Vor allem den Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen um 16,1 Prozent auf knapp 29.400 bezeichnete Madsen als gutes Zeichen. Den Anstieg der Arbeitslosenzahl um 4,2 Prozent gegenüber Mai führen sowohl Madsen als auch die Arbeitsagentur vor allem auf den Übergang geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer in die Grundsicherung zurück. Die Arbeitslosenquote liegt bei fünf Prozent.

Madsen

Nach den Worten von Madsen bleibe die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften zentrales Anliegen der Arbeitsmarktpolitik der nächsten fünf Jahre. „Wir werden Potenziale heben – durch die Zuwanderung von Fachkräften, die Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, mit einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen und mit der Unterstützung weiterer benachteiligter Personen“, sagte der Minister. Wichtig sei dabei, die Bereiche nicht einzeln sondern vernetzt zu betrachten: „Die konsequente Digitalisierung aller Lebensbereiche, mehr berufliche Aus- und Weiterbildungen und eine stärkere Gründungskultur sind nötig, um die Wirtschaftskraft unseres Landes zu erhalten.“

Mit Blick auf die beginnenden Sommerferien warb Madsen für die erstmalig ins Leben gerufene „Praktikumswoche Schleswig-Holstein“: „Während der Coronapandemie gab es kaum Praktika, umso so schöner, dass Schülerinnen und Schüler nun in den Sommerferien einfach mal unverbindlich in interessante Berufe reinschnuppern und ihre Talente testen können.“ An fünf Tagen könnten sie fünf Berufe und fünf Unternehmen kennen lernen. Dafür stünden noch reichlich Praktikumsplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen und die Anmeldung für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Betriebe, Einrichtungen und Behörden gibt es unter https://www.praktikumswoche.sh.

Buchholz geht – Madsen kommt – Feierliche Staffelstab-Übergabe im Wirtschaftsministerium

Der neue und der alte Minister – Claus Ruhe Madsen und Bernd Buchholz. Hier im Ministerbüro des Wirtschaftsministeriums mit dem Spaten vom ersten Spatenstich für die Fehmarnbeltquerung. Madsen ist 49 Jahre alt und Däne.

Wechsel nach fünf Jahren Jamaika-Regierung: Dr. Bernd Buchholz hat heute das „Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus“ (MWVATT) an seinen Nachfolger Claus Ruhe Madsen übergeben. Der 49 Jahre alte Däne war zuvor von Ministerpräsident Daniel Günther zum neuen Ressortchef ernannt worden. «Ich übernehme ein leistungsfähiges Haus und komme mit der Erwartungshaltung, hier auch die Menschen nach vorne zu bringen», sagte Madsen, der zuletzt Oberbürgermeister von Rostock war. Die Herausforderungen seien groß.

Madsen versprach: «Wir werden die Ärmel aufkrempeln und auch echt was erreichen.» Ziel sei unter anderem, die Wirtschaft und die Beziehungen zu Dänemark zu stärken. «Und ich möchte natürlich, dass das Land auch schnell zu einem grünen Industrieland wird.» Er sei emotional etwas angefasst, bekannte Madsen. «Denn es ist schon schwierig, wenn man nach einem Vierteljahrhundert die Lieblingsstadt beruflich verlässt.» Er freue sich aber auf die Menschen in Schleswig-Holstein.

von der Heide

Nach dem Ausscheiden von Dr. Thilo Rohlfs ziehen mit Julia Carstens und Tobias von der Heide auch neue Staatssekretäre in das Ministerium ein. Auch sie wurden heute mit dem übrigen Kabinett der ersten schwarz-grünen-Landesregierung von Schleswig-Holstein ernannt. Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich unterdessen erfreut über die geschlossene Zustimmung der Koalitionsfraktionen für ihn. «Wir haben große Aufgaben für Schleswig-Holstein vor uns in den nächsten fünf Jahren.» Die Koalition habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt und im Kabinett spüre man Aufbruchstimmung. «Wir wissen, wir haben große Ziele im Gepäck, schwere Steine», sagte Finanzministerin und Vize-Regierungschefin Monika Heinold (Grüne). Schwarz-Grün verstehe sich als Klimakoalition.

In eigener Sache: Buchholz und seine letzte „Meldung der Woche“

Heute Vormittag unterzeichnen die Parteispitzen von CDU und Grünen endgültig den Koalitionsvertrag für die kommenden fünf Jahre – morgen wird das neue Kabinett verpflichtet. Damit bricht für Bernd Buchholz der letzte Arbeitstag als Wirtschaftsminister an. Morgen Nachmittag wird er das Haus an seinen Nachfolger Claus Ruhe Madsen übergeben. Zeit für einen Rücklick in eigener Sache… Video starten.

Innovativ und ideenreich: Das sind die Siegerinnen und Sieger unseres 6. StartUp Camps

Siegerehrung Online: Die Gewinner unseres StartUp-Camps

Vor einer Woche liefen sie sich bereits auf dem jährlichen Waterkant-Festival in Kiel warm, heute Abend dann nach einem heißen Tag das große Finale beim mittlerweile 6. StartUp Camp des Landes: Fünf von neun jungen Gründerinnen- und Gründerteams aus dem gesamten norddeutschen Raum holten sich dabei mit ihren Geschäftsideen und Innovationen ein Flugticket ins Silicon Valley bei San Francisco. Unter den Siegern sind unter anderem ein StartUp aus Lübeck und eine Firma aus Handewitt bei Flensburg.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz als Schirmherr der Veranstaltung sagte nach der digitalen Siegerehrung: „Ich habe die Jury wahrlich nicht beneidet, denn aus meiner Sicht war jedes Konzept auf seine Weise herausragend und preisverdächtig. Und denen, die nicht unter den fünf Gewinnern sind, rufe ich zu: Machen Sie weiter. Sie sind allein schon dadurch Gewinner, dass Sie unsere StartUp-Szene im Norden wunderbar bereichern.“  

Isakowitz und Hachmeister mit ihrem Gründer-Partner Christian Veit Sist

Den ersten Preis holten sich Lennardt Hachmeister und Marcel Isakowitz aus Hannover mit ihrer Firma „iotis“ Ihre Geschäftsidee: Die Entwicklung eines so genannten „smart ball“-Fußballs mit Sensortechnologie im Inneren, um Live-Daten für Trainings- und Spielanalysen zu generieren. Für die beiden Gründer kommt der Preis genau zur richtigen Zeit: „Denn für uns ist gerade der amerikanische Markt unglaublich wichtig für das weitere Wachstum von iotis. Die Offenheit für neue Technologien auf Investoren- und Konsumentenseite ist riesig im Silicon Valley“, sagt Hachmeister.

Die weiteren Gewinner:

  • Platz 2: Die Hamburger Firma „matched.io“ von Cagdas Sayin, Manuela Sayin und Dr. Stefan Frehse. Das Unternehmen hat ein Konzept zur Linderung des Fachkräftemangels im IT-Bereich entwickelt und verbindet Unternehmen und Softwareentwickler innerhalb von Sekunden. Ähnlich wie bei der Singel-Partnerbörse „Tinder“ erhalten Teilnehmer durch einen so genannten Matching-Algorithmus ausreichend Informationen, um mit einem Klick zu entscheiden, ob Angebot und Nachfrage zusammenpassen.
  • Platz 3: Die in Handewitt ansässige Firma „OURZ“ von Antoni Hauptmann und Jonas Wendt. Sie bieten eine Plattform, die es Lebensmittelmarken ermöglicht, ihre Zulieferer in Echtzeit über die Chargenherkunft und andere relevante Daten zu informieren. Die Plattform wandelt die Daten in spezifische Produktgeschichten um, so dass der Verbraucher die Geschichte seiner Waren verfolgen und Vertrauen in die Nachhaltigkeitsaussagen der Hersteller aufbauen kann.
  • Platz 4: Das Hamburger Startup „Offsetted“ von Aleksandr Lazarenko, Daria Lipatova und Anton Kondrashov. Sie entwickelten eine Plattform zur Überwachung, Reduzierung und Kommunikation des ökologischen Fußabdrucks von Produkten.
  • Platz 5: „Robot Dreams“ aus Timmendorfer Strand bei Lübeck von Dimitrij Shulkin, Ulrich Weigelt, Sergey Chertkov und Aleksandr Pushkin. Die vier Unternehmer entwickelten eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Software für die Blutdiagnostik zur Erkennung des akuten Coronarsyndroms.

Zusammen werden die fünf Gewinner sechs ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem mehrwöchigen Stipendium ins Silicon Valley schicken. Dafür erhält jede(r) 9.000 US-Dollar. Seit 2019 ist der Unternehmens-Beschleuniger (Accelerator) „Plug & Play“ einer von vielen Kooperationspartnern im StartUp Camp dabei. Über ihn erhalten die Camp-Gewinner die Möglichkeit eines kostenlosen, dreimonatigen Stipendiums und unter anderem Unterstützung durch Experten-Know-how bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee sowie Zugang zu einem großen Investorennetzwerk.

Und so dankte Wirtschaftsminister Buchholz den Partnern und Teilnehmer-Teams:

Buchholz über eine Woche der Überflieger, UnternehmerInnen und StartUps

Ein Bild, dass es über zwei Jahre nicht mehr gab: Auf dem ehemaligen Marineflieger-Gelände in Kiel Friedrichsort tummelten sich gestern über 1000 zumeist junge Menschen aus der GründerInnen-Szene beim Waterkant-Festival. Nur einen Abend zuvor gab es in Lübeck Preise für besonders mutige Unternehmens-Gründerinnen aus dem echten Norden. Und zudem gab Wirtschaftsminister Buchholz den Startschuss für den Überflieger-Wettbewerb um pfiffige Geschäftsideen.

Seine Meldung der Woche… Video starten.