
Die positive Entwicklung auf dem Bau in Schleswig-Holstein hält an. Der Umsatz der größeren Betriebe im Bauhauptgewerbe stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Am deutlichsten fiel der Zuwachs mit neun Prozent im Wohnungsbau aus. Steigende Umsätze gab es im vergangenen Jahr auch im öffentlichen und Verkehrsbau (plus sieben Prozent). Dagegen verzeichneten der gewerbliche und der industrielle Bau um drei Prozent sinkende Umsätze.
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich zuversichtlich, dass die gute Lage angesichts der boomenden Konjunktur und des niedrigen Zinsniveaus weiterhin anhalte. Er appellierte alloerdings an die Baubranche, durch Neueinstellungen und Investitionen die Kapazitäten auszubauen. „Steigende Umsätze nützen nichts, wenn sie vor allem durch Preissteigerungen zustande kommen. Was wir brauchen ist mehr Wertschöpfung“, so der Minister.
Der Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, Andreas Breitner, bezeichnete die deutliche Zunahme des Wohnungsbaus als erfreulich. Darunter befinde sich eine Reihe von Wohnungen mit bezahlbaren Mieten. «Dadurch steigen die Chancen für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen, eine Wohnung zu bekommen.» In Schleswig-Holstein haben die Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften nach seinen Angaben rund 218 Millionen Euro in den Wohnungsneubau investiert.
Die Statistik beruht auf Ergebnissen von 290 Betrieben mit jeweils mindestens 20 Beschäftigten. Deren Auftragseingänge lagen mit 1,9 Milliarden Euro um zehn Prozent über denen des Vorjahres. Im öffentlichen und Verkehrsbau sowie im gewerblichen und industriellen Bau gab es mit jeweils 18 Prozent deutliche Zuwächse. Rückläufig war der Auftragswert dagegen im Wohnungsbau (minus vier Prozent).
Auf dem Bau verdienten im vergangenen Jahr 13 100 Frauen und Männer ihr Geld. Das waren nach Angaben des Statistikamts etwas mehr Beschäftigte als 2016. Sie leisteten 2017 rund 15,5 Millionen Arbeitsstunden (minus ein Prozent).










Die Schwartauer Werke investieren einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau ihres Produktionsstandortes. Geplant sei die Modernisierung des Müsliriegel-Werkes in Bad Schwartau bei Lübeck und die Erweiterung des Lagers im benachbarten Ratekau (Kreis Ostholstein), teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit sind die Pläne für eine Verlagerung des Unternehmens endgültig vom Tisch, die 2016 für Aufregung gesorgt hatten. Zuvor hatten die «Lübecker Nachrichten» darüber berichtet.
„Das sind sensationelle Nachrichten für Bad Schwartau“, kommentierte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz die Entscheidung des Unternehmens. „Die bestehenden Betriebsstätten nicht nur zu erhalten, sondern mit Investitionen zu modernisieren und zu erweitern, ist ein klares Bekenntnis zum Standort und ganz besonders wichtig für die Region. Schließlich arbeiten in den Schwartauer Werken viele Menschen und identifizieren sich mit dem Unternehmen. Mit dieser positiven Entscheidung wird es auch in Zukunft viele gute Produkte geben, die den Standort im Namen tragen – beste Werbung also für Bad Schwartau“, so der Minister.