Archiv der Kategorie: Allgemein

Land und Kommunen im Schulterschluss: Über 100 Millionen für marode Kreisstraßen

Frühling für die Kreisstraßen: Land unterstützt Sanierung der Kommunen mit weit über 42 Millionen Euro

Ausgefahrene Seitenstreifen

Frischer Wind für den Straßenbau der Kommunen:  Mit 42,3 Millionen Euro sollen in diesem Jahr die Straßenbauprojekte der Kommunen durch das Land unterstützt werden. Für Verkehrsminister Meyer stehen dabei in den zurückliegenden Jahren begonnene Vorhaben sowie die Erhaltung von Straßennetzten und Brücken im Fokus. „Wir wollen den Kommunen helfen, insbesondere die Straßen in Schuss zu halten, die aufgrund ihrer regionalen Bedeutung eine hohe Verkehrsbelastung aufweisen“, sagte Meyer heute in Kiel.

Neben maroden Fahrbahndecken oder Brücken, für die Fördermittel von fast 16 Millionen Euro bereitgestellt werden, bilden auch die erhöhte Sicherung von Bahnübergängen und der Ausbau von Radwegstrecken Förderschwerpunkte.

Die Fördermittel setzten sich zusammen aus Zuweisungen des Bundes in Höhe von 37 Millionen Euro und dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) des Landes von 5,3 Millionen Euro. Außerdem stellt das Land den Kreisen wie in den Vorjahren zusätzliche FAG-Mittel in Höhe von 11,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen, die nach eigenem Ermessen in die Straßenerhaltung investiert werden können.

Überblick Neuaufnahmen Förderprogramm 2017

in Klammern: [Gesamtkosten / Fördermittel nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG-SH) und Finanzausgleichsgesetz (FAG)]

Stadt Flensburg

Straßenerneuerungen 2017 im Stadtgebiet (Kreisstraßen K 5, K 6, K 24, K 30 und K 31)

  • (930.000 € / 465.000 €)  Zur Presseerklärung: hier

Stadt Neumünster

Straßenerneuerung 2017 Stadtgebiet (Kreisstraßen K 8, K 9, K 17,Landesstraße L 322)

  • (942.500 € / 392.700 €)  Zur Presseerklärung: hier

Die Lübecker AltstadtHansestadt Lübeck

  • Ausbau des Radweges an der Travemünder Allee, 2. Bauabschnitt
  • (480.000 € / 334.900 €) zur Presseerklärung: hier

Kreis Dithmarschen

  • Straßenerneuerung aus 2016 und 2017 (Kreisstraßen K 53, K 75, K 13)
    (997.000 € / 373.000 €)
  • Bahnübergang „Ostermoor Fähre“ DB-Strecke Wilster-Brunsbüttel
    (23.445 € / 17.500 €)
  • Kreis Dithmarschen, EKrM BÜ „Dellweg“ DB-Strecke Heide-Büsum
    (50.930 € / 38.100 €)
  • Kreis Dithmarschen, zusätzliche Deckenerneuerungen 2017 (Radwege an den Kreisstraßen K 5, K 8, K 13 und K 42 sowie die Fahrbahn der K 75)

(610.000 € / 258.200 €)   Zur Presseerklärung: hier

Kreis Herzogtum Lauenburg

  • Straßenerneuerungen 2017 (Kreisstraßen K 11, K 26, K 29, K 42, K 64 und K 73)
    (811.000 € / 347.300 €) Zur Presseerklärung: hier

Kreis Nordfriesland

  • Erneuerung der Brücke über den Klixbüller Randgraben (Kreisstraße K 115)
    (406.300 € / 277.500 €)
  • Straßenerneuerungen 2017 (Kreisstraßen K 2, K 49, K 85, K 89, K 115, K 118, K 122 und K 125)
    (5.446.000 € / 2.209.200 €)  Zur Presseerklärung: hier

Kreis Ostholstein

  • Oldenburg Bahnübergang „Feldhof“ DB-Strecke Lübeck-Puttgarden
  • (12.500 € / 9.900 €)

Kreis Pinneberg

  • Erneuerung der Brücke über die Krückau (Kreisstraße K 23)

(2.323.000 € / 822.500 €)

Kreis Plön

  • Kreis Plön, Straßenerneuerungen 2017 (Kreisstraßen K 10 und K 26)
    (568.000 € / 212.000 €) Zur Presseerklärung: hier

Zwischen zwei Straßen wird in Osterrönfeld eine Querverbindung geschaffen. Im Hintergrund die Eisenbahnhochbrücke Rendsburg

Kreis Rendsburg-Eckernförde

  • Straßenerneuerung aus 2016 (Kreisstraße K 45)
    (1.090.000 € / 393.400 €)
  • Straßenerneuerungen 2017 (K 30, K 67, K 71, K 82, K 83 und K 93))
    (5.425.000 € / 1.836.700 €)
  • Stadt Rendsburg, Straßenerneuerung 2017 im Stadtgebiet (Landesstraße L 47)

(160.000 € / 73.000 €)

  • Gemeinde Gammelby, Bahnübergang „Rögener Weg“ DB-Strecke Kiel-Flensburg
    (29.595 € / 20.700 €)
  • Stadt Nortorf, Bahnübergang „Rendsburger Straße“ DB-Strecke Neumünster-Flensburg
    (63.000 € / 44.000 €)  Zur Presseerklärung: hier

Kreis Schleswig-Flensburg

  • Straßenerneuerungen 2017 (Kreisstraßen K 8, K 24, K 26, K 30, K 55, K 64, K 67, K 87, K 93, K 94, K 102 und K 115)

(6.178.700 € / 2.406.400 €)   Zur Presseerklärung: hier

Kreis Segeberg

  • Straßenerneuerung 2017 (Kreisstraßen K 81, K 7, K 102, K 40, K 57)

(1.630.700 € / 586.100 €)   Zur Presseerklärung: hier

Kreis Steinburg

  • Straßenerneuerungen 2017 (Kreisstraßen K 8, K 10, K 44, K 47, K 49, K 59, K 63,
    K 64 und K 68)
    (2.505.500 € / 1.153.000 €)
  • Ersatzneubau der Klappbrücke im Verlauf der K 11 / K 61 in Heiligenstedten
    (6.693.645 € / 3.808.200 €)   Zur Presseerklärung: hier

Kreis Stormarn

  • Erneuerung des Brückenbauwerkes über die Sylsbek
    (286.000 € / 172.500 €)
  • Stadt Reinbek, Straßenerneuerung 2017 (Landesstraße L 223)
    (565.400 € / 211.800 €)   Zur Presseerklärung: hier

Landtag debattiert in aktueller Stunde über Industriepolitik

Meyer nutzt Aktuelle Stunde im Landtag für Leistungsbilanz der Industriepolitik – hier die Rede in voller Länge

Arbeiter der FSG während eines StapellaufsVor dem Hintergrund der angekündigten Stellenstreichungen und Standortschließungen beim Windkraftanlagen-Hersteller Senvion hat die FDP-Fraktion im Kieler Landtag heute eine Aktuelle Stunde zur Industriepolitik im Land aufgerufen.

Letzten Meldungen zufolge beabsichtigt Senvion in diesem Jahr 780 Stellen abzubauen, davon 730 in Deutschland. Unter anderem soll auch die Produktion in Husum eingestellt werden. Wirtschaftsminister

Meyer war zuletzt am Vorabend der Debatte in der Senvion-Zentrale in Hamburg, um auszuloten, welche Rettungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven noch bestehen. Zugleich zog er eine Bilanz der bisherigen Industriepolitik seiner fünfjährigen Amtszeit.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD)Die Rede von Meyer in voller Länge hier:

(Audiopfeil klicken)

Weitere Einzelheiten zur Industriepolitik in Schleswig-Holstein inklusive der vom „Bündnis für Industrie.SH“ am letzten Freitag verabschiedeten Handlungsempfehlungen finden sich hier

 

Bund billigt 11 Breitband-Verbänden über 83 Millionen Euro für Glasfaserprojekte zu

Großer Sprung für schnelles Internet auf dem Land – Bund bewilligt 11 Kommunen 83,5 Millionen Euro

In einer Wohnstraße werden Leerrohre für Telekommunikationsleitungen verlegt

Die heute abend in Berlin vom Bund an elf Kommunen des Landes überreichten Breitband-Förderbescheide über insgesamt rund 83 Millionen Euro sind nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ein weiterer großer Sprung beim Breitbandausbau im echten Norden: „Damit können wir nicht nur unsere Spitzenposition bei der Glasfaser-Versorgung von derzeit 23 Prozent aller Haushalte weiter ausbauen, sondern bewegen alles in allem ein Investitionsvolumen von weit über 100 Millionen Euro.“ Als besonders erfreulich bezeichnete es Meyer zusammen mit Jörg Bülow, Landesgeschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, dass kein einziger Antrag aus Schleswig-Holstein abgelehnt worden sei.

Meyer_Messe

Nach den Worten von Meyer ist diese Förderung für die Breitband-Strategie unter anderem wichtig, weil….

(Audiopfeil klicken)

BuelowBülow sagte weiter: „Wir freuen uns, dass elf kommunale Glasfaserprojekte erfolgreich waren und vom Bund mit über 80 Millionen Euro gefördert werden. Das bringt einen wichtigen Schub für den Breitbandausbau. Wir wollen das schnellste Kommunikationsnetz Deutschlands schaffen.“

Bei den elf erfolgreichen Antragsstellern aus Schleswig-Holstein handelt es sich um:

  • Breitbandzweckverband Angeln
  • Breitbandzweckverband Südangeln
  • Breitbandzweckverband Probstei
  • Zweckverband Breitband Marsch und Geest
  • Breitband Zweckverband Südliches Nordfriesland
  • Breitbandzweckverband der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld, Hüttener Berge
  • Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg
  • Zweckverband Ostholstein
  • Amt Rantzau
  • Amt Landschaft Sylt
  • Ämterkooperation Südtondern – Mittleres Nordfriesland .

Insgesamt erhalten diese kommunalen Breitbandkooperationen 83,3 Millionen Euro an Fördermitteln des Bundes. Die gesamte Investitionssumme der geförderten Projekte aus den ersten drei Calls beträgt 104,8 Millionen Euro.

„Die hervorragende Erfolgsquote der kommunalen Projekte aus Schleswig-Holstein geht auf die sehr gute Zusammenarbeit der Antragssteller mit ihren Beratern und unserem Breitband-Kompetenzzentrum zurück“, so Bülow weiter. „Zusammen mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein und den Ministerien für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie sowie für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ziehen alle an einem Strang“.

Im Rahmen der Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland stellt der Bund knapp vier Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Gefördert wird der Breitbandausbau in Gebieten, in denen in den nächsten drei Jahren kein klassisches Telekommunikationsunternehmen die Internetanbindung verbessern will. Die Anträge können von Kommunen zu bestimmten Stichtagen an das BMVI gestellt werden und werden dann einer Bewertung unterzogen. Die Anträge mit den meisten Punkten erhalten Fördermittel für den Breitbandausbau. Im Rahmen der bisher beschiedenen drei Calls wurde noch kein Antrag aus Schleswig-Holstein abgelehnt oder in der beantragten Fördersumme gekürzt.

„Wir hoffen natürlich, dass der Erfolg sich auch im vierten Call fortsetzt. Das Förderprogramm bietet die einmalige Chance die kommunalen Kosten für den Breitbandausbau zu senken.“, so Bülow.

Meyer: Der echte Norden wird mehr und mehr zum ganzjährigen Reiseziel

Tourismus-Höhenflug im echten Norden dauert an: Sattes Plus von über 30 Prozent seit 2012

ohne Überschrift

Die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein kann sich zu Jahresbeginn über weitere Zuwächse freuen. Im Januar wurden im Land fast 900.000 Übernachtungen gezählt, ein Plus von 4,6 Prozent zum Vorjahr und wieder ein Rekordwert. Die Steigerung liegt erneut über dem Bundesdurchschnitt (+ 4,0%). Aber auch bei den Ankünften gewann das Land neue Gäste hinzu. Nach den heute (21. März) vom Statistikamt Nord vorgelegten Daten wurden in den Beherbergungsstätten ab zehn Betten sowie auf Campingplätzen mehr als 260.000 Gäste gezählt. Damit kamen 7,8 Prozent mehr Gäste nach Schleswig-Holstein als im Januar des Vorjahres. „Und trotz dieser Aufwärtsspirale bin ich sicher, dass wir noch mehr Potenzial im echten Norden haben und heben können“, kommentierte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Ergebnisse. „Der echte Norden wird mehr und mehr ein ganzjähriges Reiseziel.“

Im Vergleich zu den Daten aus Januar 2012 ist nach den Worten von Meyer in Schleswig-Holstein die Zahl der Übernachtungen um mehr als 30 Prozent und die Zahl der Gästeankünfte sogar mehr als 32 Prozent angestiegen. „Jeder Erfolg hat natürlich viele Väter“, so Meyer. So habe die weltweite Sicherheitslage das Ergebnis in den letzten Jahren zweifellos positiv beeinflusst. „Aber tragend für den Erfolg dürfte vor allem unsere konsequent verfolgte Strategie sein, die Nachsaison stärker in den Blick zu nehmen und Schleswig-Holstein zu einer Ganzjahresdestination zu entwickeln“, so der Minister.

Die stärksten Zuwächse wurden im Reisegebiet Ostsee verzeichnet (+ 7,2 %), gefolgt von der Nordsee (+ 3,23 %) und dem Binnenland (+2,7%).

 

Albig gibt bei den „Kieler Nachrichten“ auf der CeBIT Startschuss für landesweites WLAN

21 Firmen aus SH zeigen Flagge auf der CeBIT – KN starten landesweites WLAN – Albig: Elementar für die Zukunft

CeBIT-Aus-KN_WLAN-wird-SH_WLAN_pdaArticleWide
Symbolischer Knopfdruck als gemeinsamer Start zum Aufbau eines landesweites WLAN – rechts KN-Chef Fricke und Madsack-Vorstand Düffert   (Foto: KN)

Der echte Norden zeigt Flagge auf der CeBIT: 21 Unternehmen aus dem Land sind in diesem Jahr am Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand vertreten. Motto: „Digitale Agenda – Lösungen für die Wirtschaft“. Einer der Höhepunkte des heutigen Messebesuchs von Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer: Der Startschuss der „Kieler Nachrichten“ für ein landesweites WLAN – in Kooperation mit dem Sparkassen- und Giroverband.

Meyer_MesseMeyer sagte zum
WLAN-Start und
zur CeBIT

(Audiopfeil klicken)

Wie Ministerpräsident Albig sagte, sei er sehr froh, dass Schleswig-Holstein so ein Angebot machen könne. Für die nächste Wertschöpfungsgeneration sei so ein Netz elementar. „Die fragen immer als erstes, wie die Zugangsdaten zum WLAN seien“, so Albig. In Kiel gebe es schon ein freies und problemlos nutzbares WLAN-Netz, das mache das Leben leichter. Auch in anderen Städten und auch im ländlichen Raum müsse dies möglich sein.Von einer digitalen Düngemittelüberwachung bis hin zu leicht bedienbarer kaufmännischer Software: Die Firmen aus dem Norden präsentieren innovative Lösungen für die verschiedensten Branchen.

Hier ein KN-Video über das geplante Projekt: zum Video

LANZur interaktiven Karte des neuen
landesweiten WLAN: hier klicken

Nach den Worten von Albig wüssten  viele Menschen gar nicht, wie viele innovative und wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen der Norden zu bieten habe: „Schleswig-Holstein ist nicht nur Tourismus-Land. Hier sitzt das Know-how, hier gibt es viele innovative Start-Ups. Bei uns kann man nicht nur Strandkörbe, sondern auch Datenleitungen kaufen.“

Mach
Albig und Meyer beim Besuch der MACH AG mit Vorstand Rolf Sahre (links) und Arne Baltissen – Segmentmanager Landesverwaltung

Auch nach Einschätzung vieler Aussteller – wie der Lübecker MACH AG – sei der gemeinsame Messeauftritt für die Unternehmen eine tolle Möglichkeit, aktiv Werbung für die Wirtschaftsregion Schleswig-Holstein zu machen.

Foto 1 BalviDas meint auch Sascha Leichsenring (Foto rechts) von der BALVI GmbH. „Wir präsentieren uns hier das erste Mal seit zehn Jahre wieder. Die Messe und der Stand sind ein tolles Umfeld, um sich der Welt zu zeigen“, sagt er. So wüssten viele noch nicht um die innovative Fachsoftware BALVI iP des Lübecker Unternehmens. „Von Schleswig-Holstein aus wird die komplette Veterinär-, Futtermittel- und Lebensmittelüberwachung mit IT-Werkzeug versorgt“, so Leichsenring. Am Gemeinschaftsstand stellt BALVI in erster Linie Neuheiten wie zum Beispiel eine webbasierte Düngemittelüberwachung vor – eine Art digitale Checkliste für die Kontrollen durch die Ämter.

Präsenz zeigen will auch die kiwiw Systems GmbH – und zwar mit einer Digitalisierungsplattform, auf der Unternehmen ihre gesamten Geschäftsprozesse – von Einkauf bis hin zur Produktion – abwickeln können. Gerade für kleinere Unternehmen wie kiwiw Systems aus Norderstedt sei der Gemeinschaftsstand eine tolle Möglichkeit, um an der CeBIT überhaupt teilnehmen zu können, so Senior Consultant Arne Rosenow. „Wir ziehen so mehr Aufmerksamkeit auf uns“, sagte er.

Weitere Softwarelösungen für die Wirtschaft bietet am Gemeinschaftsstand das Unternehmen IN-LINE Software GmbH aus Reinfeld im Kreis Stormarn mit ihrem Produkt APto – ein leicht verständliches und intuitiv bedienbares Warenwirtschaftssystem. „Wir hoffen hier vor allem auf Neukunden“, macht Geschäftsführer Karsten Liese deutlich.

Ein paar Meter daneben präsentiert die Brainware Systems GmbH aus Ellerau (Kreis Segeberg) eine ganz besondere Kasse. Was scheinbar wie eine normale, moderne Kasse aussieht, ist in Wirklichkeit ein komplettes Warenwirtschaftssystem, erklärt Geschäftsführer Manfred Gahl. Sobald zum Beispiel eine Spülbürste gekauft wird, wissen die Kollegen im Online-Shop und Lager, dass nun ein Produkt weniger vorhanden ist. Was bei der Einführung solcher kaufmännischen Software zu beachten ist, erklärt Gahl in seinem Vortrag am Donnerstag am Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand.

Während der Geschäftsführer potenzielle Kunden von der Software überzeugen möchte, setzt er auch auf das Netzwerken. „Man kommt mir anderen Unternehmen aus dem Norden ins Gespräch, kann sich austauschen und voneinander profitieren.“ Kontakte knüpfen wollen auch die Mitarbeiter der ennit server GmbH, welche Komplettlösungen für ein funktionierendes IT-System anbietet. „Die Idee des Gemeinschaftsstandes ist spannend. Wir können so gute Kontakte zu anderen Unternehmen aus dem Norden knüpfen“, so Geschäftsführer Volkmar Hausberg.

Foto 4 ennit

Für das mittelständische Unternehmen UNIRENT EDV-Systemtechnik GmbH aus Bad Bramstedt (hier Geschäftsführer Volkmar Hausberg, rechts, Vertriebsleiter Ulrich Dietrich, vorne links, und Mitarbeiter Christian Völz) ist die CeBIT ein Pflichttermin. „Wir kommen seit mehr als 20 Jahren hierher. Wir sind deutschlandweit tätig und erreichen hier deshalb ein breites Publikum“, so Geschäftsführer Michael Scharff.  Am Stand präsentieren er und Schulungstrainer Sven Schüller eine besondere eine App für Customer-Relationship-Management (CRM). Mit dieser könne man auch offline die gesamten Kommunikationsdateien auf Smartphone oder Tablet abrufen. „Gerade für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein eine gute Lösung“, so Scharff.

Und so berichten die KN in ihrer Dienstagausgabe über den # WLAN-Start:

Schleswig-Holstein wird zur Modellregion für autonomes Fahren – zunächst an der Westküste

SH soll Modellregion für autonomes Fahren im ländlichen Raum werden – Startschuss heute in Kiel

Naegele_Eifert
Nägele (links) überreicht an Dr. Harald Eifert von der Eura AG einen Förderbescheid des Landes über 350.000 Euro
In einem neu etablierten Innovationsnetzwerk können Autohersteller, Unternehmen, Hochschulen und Kommunen zukunftsweisende Technologien zum autonomen Fahren erproben. Projektentwickler ist die Innovationsberatungsgesellschaft EurA AG. Finanziert wird der Aufbau des Netzwerks aus Fördermitteln des Programms „Innovationsorientierte Netzwerke“ des Landes Schleswig-Holstein.

Wie Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute im Kieler Wissenschaftszentrum zur Auftakt-Veranstaltung sagte, werde das autonome Fahren die Mobilität der Zukunft ermöglichen: Durch die Entwicklung selbstfahrender Autos solle die Verkehrssicherheit drastisch erhöht, die Mobilität in ländlichen Regionen auch bei demographischen Veränderungen erhalten und die Energiewende unterstützt werden. Um gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft das autonome Fahren voranzutreiben, werden Digitale Testfelder durch Fördermittel des Bundes aufgebaut. Neben bereits vorhandenen Teststrecken für das autonome Fahren auf Autobahnen und im städtischen Verkehr will die Landesregierung Schleswig-Holstein ein digitales Testfeld für den ländlichen Raum initiieren – zunächst in Enge-Sande im Kreis Nordfriesland.

„Es gibt in Deutschland an anderen Orten schon eine Reihe von Initiativen, die sich mit dem Thema beschäftigen, aber das autonome Fahren im ländlichen Raum ist eine Nische, in der große Chancen für Schleswig-Holstein stecken“, sagt Nägele. Sein Haus werde sich deshalb massiv für eine Förderung des Bundes als Digitales Testfeld „Ländlicher Raum“ einsetzen.

Naegele_Grußwort

Im Gespräch mit Journalisten sagte Nägele weiter

(Audiopfeil klicken)

Das Netzwerkprojekt soll zur Realisierung der Vorteile des autonomen und elektrischen Fahrens auf dem Land und in Tourismusregionen beitragen. „Gerade in ländlichen Regionen könnte durch autonome Fahrzeuge etwa für ältere Menschen eine neue Perspektive für die eigene Mobilität entstehen. Und auch im öffentlichen Personennahverkehr und im Tourismus ergeben sich komplett neue Geschäftsmodelle“, so Projektleiter Ralph Hirschberg von der EurA AG.

Ziel des Vorhabens ist es, in einem interdisziplinären Netzwerk aus Vertretern der Wirtschaft, Forschung, Verbänden und Kommunen eine Modellregion für die Entwicklung und Erprobung autonomer und teilautonomer Elektrofahrzeuge konzeptionell vorzubereiten. Interessenten aus Schleswig-Holstein, aus anderen Bundesländern und dem europäischen Ausland sind eingeladen, an diesem Entwicklungsvorhaben teilzunehmen. Das vom Land mit 350.000 Euro geförderte Kooperationsnetzwerk ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

autonome„Schleswig-Holstein ist der ideale Standort für eine Modellregion des autonomen Fahrens mit dem Schwerpunkt Elektromobilität“, betont Dr. Harald Eifert, Vorstandsmitglied der EurA AG. „Die geplanten Fahrzeuge sollen mit Strom aus den Windkraftanlagen vor Ort betrieben werden. Außerdem ist das Bundesland geprägt von ländlicher Struktur und weist Tourismusregionen an zwei Küsten auf.“

Die EurA AG, die ihren Hauptsitz im Baden-Württembergischen Ellwangen hat, gründete für die Umsetzung des Vorhabens ein Projektbüro im Schleswig-Holsteinischen Enge-Sande. Dieses befindet sich auf dem GreenTEC-Campus – einem Gewerbegebiet, das speziell für Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien und Elektromobilität eingerichtet wurde.

So berichten die KN in ihrer Dienstagausgabe 


Leitplanken für eine schlagkräftige Industrie: Bündnis setzt 29 Eckpfeiler Richtung Wachstum

2. Industriekongress: 29-Punkte- Fahrplan zu mehr Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung im echten Norden

Startbild
Volles Haus in der Halle 400 an der Kieler Hörn: Rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung, Hochschulen und Vebänden folgten den Ergebnissen der Arbeitsgruppen

Mit 29 Handlungsempfehlungen für die Bereiche Energie, Maritime Wirtschaft, Digitalisierung, Fachkräfte und Marketing hat das vor knapp anderthalb Jahren geschlossene „Bündnis für Industrie.SH“ Eckpfeiler für die weitere Entwicklung des Industriestandortes Schleswig-Holstein gesetzt. Bei der Eröffnung des zweiten Industriepolitischen Kongresses der Landesregierung bezeichnete Ministerpräsident Torsten Albig die in mehrmonatiger Arbeit entstandenen Handlungsempfehlungen heute in Kiel als „großartige Gemeinschaftsleistung von Wirtschaft, Gewerkschaften, Hochschulen, Kammern, Verbänden und Politik“.
„Dieses bundesweit beispiellose Bündnis trägt mit seiner Arbeit zu einer aktiven Industriepolitik bei, die – trotz manchen Rückschlags – die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe weiter stärken wird“, so der Ministerpräsident. Gemeinsam müssten die Partner nun unter anderem dafür sorgen, auch die Potenziale der digitalen Revolution in Deutschland auszuschöpfen. Albig: „Auch das ist aktive Industriepolitik. Es geht darum, Industrie – die schon lange nichts mehr mit Lärm und rauchenden Schloten zu tun hat – im Land zu halten und auszubauen. In der Industrie trifft Tradition auf Moderne.“ Das produzierende Gewerbe trage aktuell mit elf Milliarden Euro Jahresumsatz gut 15 Prozent zur Wertschöpfung im echten Norden bei. „Es geht um 140.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und für die setzen wir uns ein“, so der Regierungschef.

Meyer_SprechMeyer sagte nach der Konferenz im Gespräch mit Journalisten

(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeichne sich das „Bündnis für Industrie.SH“ im Vergleich zu anderen Bundesländern unter anderem dadurch aus, dass die erneuerbaren Energien, insbesondere die Windenergie, einen großen Schwerpunkt bilden: „Wir wollen dabei kein Entwicklungsland sein, das nur sauberen Strom produziert und exportiert, sondern ihn veredeln und daraus Wachstum und Beschäftigung generieren“ Mit Blick auf die geplante Schließung der Senvion-Produktion in Husum sagte Meyer: „Es wird – vor allem durch den steigenden Wettbewerb – immer wieder schmerzhafte Anpassungen geben. Aber klar ist auch: Wir haben den Weg zur Energiewende gerade einmal zu einem Drittel zurückgelegt, die technologischen wie wirtschaftlichen Spielräume bis zur Umsetzung der Klimaschutzziele sind also bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.“

Gruppe
Bündnispartner: Michael Thomas Fröhlich vom UV-Nord, Meinhard Geiken (IG Metall Nord), Meyer und Ministerpräsident Albig

Das „Bündnis für Industrie.SH“ war Ende 2015 auf Grundlage des industriepolitischen Leitbilds des Landes geschmiedet worden. Anschließend hatten fünf Fachgruppen nach und nach die Empfehlungen an die Landespolitik erarbeitet. Zum Industriebündnis gehören neben dem Land der DGB Nord, der UV Nord, die IG Metall Küste, die IHK Schleswig-Holstein sowie die vier Industrieverbände Nordmetall, Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA), Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) sowie der Bundesverband Windenergie in Schleswig-Holstein.

Als Beispiele für die Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppen nannte Meyer die Entwicklung und Produktion von Speicher- und so genannten Dekarbonisierungstechnologien, aber auch das Engagement für den Einsatz für verflüssigtes Gas (LNG) als ressourcenschonender Brenn- und Treibstoff. Er erinnerte an die aussichtsreichen Verhandlungen mit einem niederländischen Energiekonzern zur Errichtung eines LNG-Terminals in Brunsbüttel. Auch das mit Hamburg gemeinsam auf den Weg gebrachte Energiewendeprojekt NEW 4.0, an dem über 60 Unternehmen beteiligt seien, biete die große Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Feld in konkrete Energiepolitik und Wertschöpfung umzusetzen.

Podium

Als ein weiteres herausragendes Arbeitsfeld für die kommenden Jahre bezeichnete Meyer die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ zusammengefassten Handlungsempfehlungen: „Die Digitalisierung der Wirtschaft, die zu einer hochkomplexen Arbeitsteilung führen wird, ist einer der zentralen Treiber unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Darum haben wir in unserer Landesentwicklungsstrategie festgelegt, dass wir vor allem unsere kleinen Unternehmen bei der Digitalisierung und den daraus resultierenden neuen Geschäfts- und Produktionsmodellen unterstützen.“ Ein Schlüsselprojekt sei das vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützte „Mittelstand 4.0-Kompe­tenz­zentrum“. Das Bündnis werde dieses Kompetenzzentrum nicht nur für Betriebe öffnen, sondern auch für Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften, so Meyer.

Duo

UV-Nord-Chef Fröhlich und Meinhard Geiken von der IG-Metall zogen nach dem Kongress folgendes Fazit..

Geiken (Audiopfeil klicken)

Fröhlich (Audiopfeil klicken)

Mit Blick auf die Maritime Industrie, die mit 18.000 Beschäftigten in 140 Unternehmen vier Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, sehen die Autoren der 29 Handlungsempfehlungen unter anderem Verbesserungsbedarf bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand, bei Schiffbaufinanzierungen, aber auch bei der Forschungskooperation zwischen Werften, Zulieferern und Hochschulen. Meyer kündigte an, eine Hand­lungsempfehlung zum Kieler Marinearsenal rasch anzugehen. Denn nach Einschätzung der Bündnis-Fachleute birgt eine Reaktivierung des Arsenals erhebliches Potenzial. Vorgeschlagen wird unter anderem die Einrichtung eines „Reaktions-Docks“, um Reedern spontan und kurzfristig Reparaturen ihrer Flotten anbieten zu können.

Abschlussbericht inklusive aller Handlungsempfehlungen: Abschlussbericht

Meyers Statement beim Abschluss-Pressegespräch in der Halle 400 hier als aufgezeichneter Live-Mitschnitt: zum Video


So berichtet der sh:z in seiner Sonnabendausgabe: 

Und bei der Aktuellen Stunde des Landtags zum Thema Industriepolitik sagte Meyer am 22 März:

Von Albersdorf bis Appen: Ab April bringt der LBV-SH die Westküstenstraßen weiter in Schuss

SH investiert 2017 rund 37 Millionen Euro in Straßensanierung in Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg

IMG_0171
Meyer beim Besuch in Heide mit Kollegen der Straßenmeisterei und Meiterei-Leiter Ulf Jacobsen (rechts) sowie LBV-SH-Niederlassungsleiter Kai-Uwe Schacht

Ab kommendem Monat rollen auf den Straßen in Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg sowie in Teilen von Segeberg die Bagger: Gemeinsam mit dem zuständigen Niederlassungsleiter des LBV-SH in Itzehoe, Kai-Uwe Schacht, stellte Verkehrsminister Reinhard Meyer heute in Heide das Baustellen-Programm für 2017 vor. Insgesamt werden von geplanten 37 Millionen Euro Gesamtinvestitionen ab April rund 26 Millionen Euro im Bereich der Kreise Dithmarschen und Steinburg sowie elf Millionen Euro im Bereich des Kreises Pinneberg und einem Teilbereich des Kreises Segeberg verbaut.

Reinhard_MeyerMeyer sagte zum Bauprogramm

(Audiopfeil klicken)

„Wir wissen, dass wir damit einmal mehr viele Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende vor eine Geduldsprobe stellen – aber die Sanierungen sind unvermeidlich, wenn die Westküste auch noch in zehn Jahren sicher und gut vernetzt sein will“, sagte Meyer. Sämtliche Vorhaben seien gut aufeinander abgestimmt, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Zudem werden die Anwohner der einzelnen Baustellen rechtzeitig angesprochen und auch über mögliche Umleitungen informiert.

IMG_0168
LBV-Niederlassungsleiter Schacht (stehend) erläutert dem Minister und Journalisten das Baustellen-Programm 2017 für die Westküstenkreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg.

Nach den Worten von Schacht liegt der Schwerpunkt der Sanierungen in diesem Jahr eindeutig bei den Bundes- und Landesstraßen, aber auch ein Teil der Autobahn A 23 werde repariert. Dort stehen größere Fahrbahnerneuerungen zwischen Alberdorf und Heide-Süd sowie zwischen der Landesgrenze zu Hamburg bei Eidelstedt und Rellingen auf den Plan. Allein dieses Projekt, das bis zum Ende August 2017 abgeschlossen werden soll, ist mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro veranschlagt. Der Verkehr beider Fahrtrichtungen wird während der Bauzeit gemeinsam auf der Richtungsfahrbahn Hamburg geführt. Hierbei werden in Fahrtrichtung Heide zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen und ein Fahrstreifen in Richtung Hamburg.

Eines der größten Projekte bei den Bundesstraßen: Die B 203 im Norden Dithmarschens wird zwischen Büsum und Westerdeichstrich und auf einer Länge von knapp neun Kilometern zwischen Gaushorn und Lüdersbüttel grundhaft saniert. Im Großraum  Büsum müssen die Verkehrsteilnehmer vom 11. September bis Ende Oktobermit einer Vollsperrung rechnen. Auf der B 203 zwischen Gaushorn und Lüdersbüttel starten die Bauarbeiten bereits am12. Juni und sollen Mitte August beendet sein. Auch hier muss die Straße voll gesperrt werden. Die örtliche Umleitung erfolgt auf den benachbarten Landes- und Kreisstraßen.

A23In den Kreisen Pinneberg und Steinburg wird laut Schacht insbesondere der Streckenzug der B 431 zwischen Wedel und Holm, Elmshorn und Glückstadt sowie im Bereich St. Margarethen angepackt. Insgesamt stehen hier knapp 18 Kilometer Bundesstraße zur Erneuerung an. „Alles in allem investieren wir in diesem Jahr in die Bundesstraßen der drei Kreise rund 20 Millionen Euro“, sagt Meyer.

Nachdem bereits Mitte 2016 der dreistreifige Ausbau der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster mit einer ersten Brückenbaumaßnahme bei Wilster angelaufen war, folgt der nächste größere Straßenbauabschnitt im Herbst dieses Jahres. „Mit diesen Maßnahmen wird die Anbindung der Westküste verbessert und damit zugleich die Wirtschaftskraft und der Tourismus in der Region gestärkt“, so Meyer.

Auch das Land investiere kräftig in die Westküstenregion. So stehe auf der Prioritätenliste für die Landesstraßen in diesem Jahr in Dithmarschen neben der L 138 Brunsbüttel-Eddelak auch die L 149 mit zwei Abschnitten zwischen Glüsing und Schalkholz sowie zwischen Tellingstedt und Immenstedt.

Im Kreis Pinneberg haben die Straßenbauer vor allem die Fahrbahnerneuerung der L 75 als wichtige West-Ost-Verbindung zwischen Elmshorn und Henstedt-Ulzburg im  Auftragsbuch. Mit der nahezu durchgehenden Erneuerung dieser Strecke wurde bereits 2016 begonnen; sie soll bis 2018 abgeschlossen sein.

Wie Meyer weiter sagte, wende das Land für die Fahrbahnerneuerungen auf den Landesstraßen im Bereich der LBV-SH-Niederlassung Itzehoe insgesamt gut zwölf Millionen Euro auf:  „Mit der Umsetzung dieser Projekte treiben wir nach einer klaren Prioritätenliste die dringend erforderliche Sanierung des Landesstraßennetzes weiter voran.“

Land gibt Belegschaft des LBV-SH Beschäftigungs- und weitreichende Standort-Garantie

Nägele sichert LBV-SH-Belegschaft Zuständigkeit für Bundesstraßennetz und Erhalt der regionalen Struktur zu

Bauarbeiten an den Leitplanken an der A7

Der ab 2021 geplante Start einer Bundesinfrastrukturgesellschaft wird nach den Worten von Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele die regionale Struktur des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) nicht gefährden. „Unser heutiger Landesbetrieb gibt dann zwar die Zuständigkeit für die 538 Autobahn-Kilometer im echten Norden ab, bleibt aber für 1545 Kilometer Bundesstraßen und 3667 Kilometer Landesstraßen ebenso zuständig wie für weit über 4000 Kilometer Kreisstraßen“, sagte Nägele heute in den Neumünsteraner Holstenhallen bei einer Mitarbeiterversammlung des LBV-SH.

Damit begegnete der Staatssekretär Befürchtungen, dass das Land auch die Bundes­straßen in die Obhut des Bundes geben könnte. Zudem versicherte Nägele, dass die regionale Struktur des Landes­betriebs mit seinen rund 1400 Beamten und Angestell­ten ebenso erhalten bleibe wie die bisherigen Standorte, die nicht an den Bund über­gehen. Für gemischte Meistereien bedürfe es „passgenauer Lösungen“. „Mit dieser Regierung wird es auch keine Privatisierung des Landesbetriebs geben“, so Nägele.

Hintergrund der Diskussion ist der im Oktober letzten Jahres gefasste Beschluss zur Neuregelung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Darin wurde in einem Spitzengespräch der Länder-Regierungschefs mit der Bundeskanzlerin unter anderem festge­legt, dass die Länder ihre bisherige Zuständigkeit für die Autobahnen abgeben und die Aufgabe einer neu zu gründenden bundeseigenen Infrastrukturgesellschaft übertragen wird.

csm_LBV_SH_Logo_neu_4c6cf263b6Wie Nägele vor rund 450 LBV-SH-Mitarbeitern aus dem Bereich „Straßen- und  Unterhaltungsdienst“ weiter sagte, werde das Land eine Vereinbarung mit der Personalvertretung für sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schließen, die auch in Zukunft beim LBV-SH bleiben wollen. Darin werde unter anderem eine Weiterbeschäftigungsgarantie und eine sehr weitreichende Standortgarantie festgeschrieben.

„Auch wenn die Diskussion um die neue Infrastrukturgesellschaft Teile der Belegschaft zweifellos verunsichert, steht für uns als Land außer Frage, dass wir auch über 2021 hinaus einen schlagkräftigen Landesbetrieb brauchen und haben werden“, so Nägele.

Drei Wünsche an den Bund, drei Zutaten aus SH: So könnten Planungen künftig schneller gehen

Meyers Sechs-Punkte-Plan zur Beschleunigung von Planung und Bau großer Infrastrukturvorhaben

Installation der zweiten Brücke über die Stör im Verlauf der A23 bei Itzehoe
Zeitraubende Abstimmungen, starre Planungswege, langwierige Klagever­fahren: Im Vergleich zu anderen EU-Ländern wie etwa Dänemark oder die Niederlande geht der Bau von Infrastrukturvorhaben in Deutschland oft nur im Schneckentempo voran.

Als Mitglied der „Bodewig-II-Kommission“ war Verkehrsminister Reinhard Meyer bereits 2015 und 2016 an der Entwicklung von Vorschlägen zur Planungs­beschleunigung beteiligt – seither hat er mit externen Beratern und Fachleuten seines Ministeriums noch einmal nachgelegt: „Wenn wir beim Bau von Straßen, Brücken, Tunneln, Schienen- und Wasserwegen wirklich vorankommen wollen, dann müssen wir den Mut aufbringen, bewährte Trampelpfade zu verlassen und über die Bodewig-Vorschläge teilweise noch deutlich hinauszugehen“, sagte Meyer heute in Kiel – unter anderem gestützt auf eine Expertise der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG.

China-wichtiger-Wachstumsmotor_ArtikelQuerDer Minister sagte im Gespräch mit Anna Grusnick (Welle Nord) und Andreas Otto (RSH)

Audiopfeil klicken

Meyers drei Kernforderungen an den Bund:

  • Die vollständige Abschaffung der seit Jahrzehnten üblichen Praxis, wonach sämtliche Entwurfsplanungen der Länder für Bundesfernstraßenprojekte vom Bund in bis zu zwei Jahre andauernden Prozeduren überprüft werden müssen. (so genannter „Gesehen-Vermerk“)

  • Eine weitere Verschlankung der Instanzenwege. Und zwar über die geltende Regelung hinaus, dass bestimmte Großprojekte – etwa der Neubau der Rader Brücke oder die A 20 – nur direkt beim Bundesverwaltungsgericht beklagt werden können.

Senat_BVG

  • Anhebung der seit 1971 unveränderten Quote, wonach der Bund den Ländern lediglich drei Prozent der Planungskosten für ein Projekt erstattet, obwohl der Anteil der Planungskosten bei Bauprojekten längst bis zu 20 Prozent beträgt.ohne Überschrift

Darüber hinaus sieht Meyer – vor allem vor dem Hintergrund der geplanten Gründung einer Bundesinfrastrukturgesellschaft – auch die Länder in der Pflicht. Für Schleswig-Holstein plädieren Meyer und seine Fachleute für:

  • den stärkeren Einsatz digitaler Möglichkeiten bei Projektplanungen und damit die Überwindung der oft zeitraubenden unterschiedlichen technischen Schnittstellen auf dem Weg von einem ersten Entwurf zur fertigen Planung. Auf diese Weise können etwa dreidimensionale Bauwerkssimulationen erstellt werden und von vorn herein dabei helfen, Alternativen zu erstellen und Planungslücken zu erkennen.
  • ein Fair-Play-Abkommen mit den Naturschutzverbänden, in dem sich Land und Verbände projektunabhängig auf Regelungen verständigen, um so vor allem Klagen zu einem sehr späten Zeitpunkt im Planungsverfahren zu verhindern.
  • die Gründung eines „Kompetenzzentrums Planung“ beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH). Auf diese Weise soll unter anderem angesichts der zunehmenden Einschaltung von Ingenieurbüros ein einheitliches Projektmanagement gewährleistet werden. „Denn durch die Bundesfernstraßengesellschaft wird sich unser Landesbetrieb verändern und sich in Zukunft vor allem auf Planung und Bau von Bundes- und Landesstraßen sowie absehbar auch größere Kreisstraßen konzentrieren“, so Meyer.

Mit Blick auf seine Forderung, die Praxis des so genannten „Gesehen-Vermerks“ ersatzlos zu streichen, würde der Bund nach den Worten von Meyer vor allem den Gedanken der Bodewig-Kommission konsequent umsetzten, wonach die „Auftragsverwaltung“ der Länder sich hin zu einer „Auftragsverantwortung“ entwickeln müsse. Zwar habe der Bund die Projektsummen für die Notwendigkeit eines solchen Vermerks in den letzten Jahren immer mal wieder angehoben. „Aber nur bei einer vollständigen Abschaffung könnten wir für jedes größere Einzelprojekt bis zu zwei Jahre Zeit sparen“, so der Minister.

RechtIm Hinblick auf die weitere Verkürzung von Instanzenwegen plädiert Meyer für eine grundlegende Reform auf Ebene der Justizminister in Bund und Ländern. So sei einerseits eine massive personelle Aufstockung der Senate beim Bundesverwaltungsgericht erforderlich, um die Verfahren in angemessener Zeit zu bearbeiten. Andererseits müsse eine Regelung getroffen werden, nach der für bestimmten Planungsständen eine Art Rechtsschutz gewährt werde. „Es kann nicht länger sein“, so Meyer, „dass nahezu fertige Planungen für Autobahnabschnitte wie bei der A 20 oder die Vertiefung der Elbe noch einmal vollständig ins Rutschen geraten, weil beispielsweise im Nachhinein von der Europäischen Union Wasserrahmen­richtlinien erlassen werden, mit denen die Länder juristisch völliges Neuland betreten.“

Und so berichtet die „Süddeutsche Zeitung“: zum SZ-Artikel von Thomas Hahn