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Erleichterung beim Sommerempfang in der dänischen Botschaft über Belt-Verträge

Fehmarnbelt: Großes Aufgebot beim diesjährigen Sommerempfang in der dänischen Botschaft in Berlin.

Botschafter Friis Arne Petersen hieß zahlreiche Gäste aus Dänemark und Deutschland zu Gesprächen rund um das Thema Fehmarnbeltquerung in seiner Residenz willkommen – darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Bundesverkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann und Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele. Es war bereits der fünfte Austausch zum aktuellen Stand des Projekts und zu den zukünftigen Schritten dieses wichtigen deutsch-dänischen Verkehrsprojektes.

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Nägele bei seinem Grußwort

Sowohl Botschafter Friis Arne Peters als auch der dänische Verkehrsstaatssekretär Jacob Heinsen sowie Femern A/S-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Frederiksen berichteten von der erst wenige Tage zuvor erfolgten Unterzeichnung der vier Haupt-Bauverträge im Wert von vier Milliarden Euro . „Damit sei ein weiterer Meilenstein für das Projekt erreicht. Die ganze Aufmerksamkeit sei nun auf das deutsche Planfeststellungsverfahren gerichtet,“ hieß es. Ferlemann und Scholz  wiesen auf den völker- und regionsverbindenden Charakter des geplanten Absenktunnels hin. Ferlemann bekannte sich für die Bundesregierung in dem Zusammenhangn noch einmal ausdrücklich zum Projekt und erteilte Forderungen nach einer Neubewertung oder einem Ausstieg eine klare Absage.

Nägele bekräftigte in seinem Grußwort unterdessen, dass der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) als Planfeststellungsbehörde zusammen mit Femern A/S alles dafür tun werde, das Planfeststellungsverfahren so schnell wie möglich abzuschließen.  Er erinnerte aber auch daran, dass jetzt alle Seiten gefordert seien. „Wir brauchen  gute und umfassende Unterlagen, um in einer wahrscheinlichen späteren gerichtlichen Überprüfung des Planfeststellungsbeschlusses bestehen zu können“, sagte Nägele. Gründlichkeit zahle sich insofern aus. Er lobte die gute und enge Zusammenarbeit zwischen der dänischen und schleswig-holsteinischen Seite.

Allianz verständigt sich auf Arbeitsschwerpunkte für berufliche Bildung

Meyer nach Treffen mit Gabriel, Nahles und Wanka: Deutschland muss mehr ins Erfolgsmodell Duale Ausbilung investieren

Beim Gipfeltreffen der vor anderthalb Jahren vom Bund ins Leben gerufenen „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ hat Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer die Duale Ausbildung als „wichtigsten Erfolgsschlüssel bei der Sicherstellung des künftigen Fachkräftebedarfs in Deutschland“ bezeichnet. Die weitere Unterstützung dieses „Erfolgsmodells“, dem Deutschland ein großes Stück seiner Wirtschaftskraft verdanke, sei deshalb einer der wichtigsten Schwerpunkten für eine starke berufliche Bildung, auf die sich die Partner der Allianz heute in Berlin verständigt hätten. Insbesondere müsse die Duale Ausbildung sich stärker als bislang mit dem Thema Digitalisierung  der Arbeitswelt auseinandersetzen, hieß es.

Reinhard_MeyerMeyer sagte nach dem Gipfeltreffen in Berlin
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Wie Meyer weiter sagte, sei man sich darüber hinaus auch einig, dass Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften besonders kleine und mittelständische Betriebe bei der Werbung um Ausbildungsplätze unterstützen müssen. Außerdem sollen

lernschwache Jugendliche sowie mehr Studienaussteiger für die betriebliche Ausbildung gewonnen werden. „Wir haben in den ersten 18 Monaten unserer Allianz zweifellos schon einiges erreicht – aber angesichts einer prognostizierten Lücke von allein 100.000 Fachkräften bis zum Jahr 2030 nur in Schleswig-Holstein haben wir noch einen weiten Weg vor uns“, so Meyer, der als Vorsitzender der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) an den Schwerpunkten der Allianz mitgewirkt hat.

Laut Meyer hätten die Allianz-Partner auf die Zuwanderung vor allem junger Menschen nach Deutschland rasch reagiert und gute Angebote unterbreitet. Dabei gehe es einerseits um eine praxisorientierte Kompetenzfeststellung der Ausländerinnen und Ausländer, um Kultur- und Berufsorientierung sowie um gezielte Qualifizierungen oder die Unterstützung bei der Suche von Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Als erfolgreiches Modell aus Schleswig-Holstein nannte er das Programm „BÜFAA – Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung“, über das Land und Arbeitsagentur für die erste Phase des Projekts rund sechs Millionen Euro zu Verfügung stellen. „Eine erfolgreiche Jobvermittlung ist und bleibt der entscheidende Baustein für die Flüchtlingsintegration“, so Meyer.

An der Handwerkskammer werden junge, minderjährige Flüchtlinge auf eine AUsbildung vorbereitet

Mit Blick auf den Gesetzentwurf für ein Integrationsgesetz dankte Meyer der Bundesregierung, dass zwei wichtige Forderungen der Allianz umgesetzt wurden: So werden künftig Asylbewerber und Geduldete sowie deren Ausbildungsbetriebe die Sicherheit haben, dass Auszubildende während und im unmittelbaren Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Ausbildung bei einem nachfolgenden Beschäftigungsverhältnis in Deutschland bleiben dürfen (so genannte 3+2-Regelung). Hierfür wird es keine Altersgrenze mehr geben, bis zu der eine qualifizierte Ausbildung aufgenommen worden sein muss.

„Damit,“ so Meyer, „können wir einerseits den Zuwanderern und andererseits der Wirtschaft ein großes Maß an Planungssicherheit geben, von der wir alle profitieren werden.“

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Auch Schleswig-Holstein bei der ILA am Start – Meyer heute auf Stipvisite

SH zeigt Flagge auf der Internationalen Luftfahrtmesse: Meyer besucht heute norddeutsche Firmen


Auch wenn die Messe in diesem Jahr etwas kleiner und kürzer als sonst ausfällt – Die ILA ist weiterhin das Aushängeschild der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Eröffnung. In den kommenden vier Tagen zeigen die Aussteller in Berlin-Schönefeld ihre Produkte – auch ganz praktisch am Himmel.  

Auch Schleswig-Holstein ist mit gut einem Dutzend Unternehmen vertreten – unter anderem mit der Firma Autoflug aus Rellingen oder dem 3-D-Druck-Spezialisten SLM aus Lübeck. Meyer bezeichnete die Luft- und Raumfahrtindustrie als Innovationsmotor der gesamten deutschen Wirtschaft. Die ILA sei ein Treiber für Neuentwicklungen weit über ihre Grenzen hinaus. Die Branche gebe mit 17 Prozent ihres Umsatzes so viel für Forschung und Entwicklung aus wie kein anderer großer Wirtschaftszweig.

Kieler Werft TKMS wirbt in Oslo um U-Boot-Großauftrag: Meyer zuversichtlich

Meyer beendet Norwegen-Reise mit großem Optimismus hinsichtlich eines U-Boot-Großauftrags für TKMS

Nach seiner knapp zweitägigen Reise nach Oslo ist Wirtschaftsminister Reinhard Meyer sehr zuversichtlich, dass die Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) einen U-Boot-Großauftrag aus Norwegen an Land ziehen könnte. «Mein Gefühl ist, dass die Norweger den Auftrag gerne nach Deutschland vergeben wollen», sagte Meyer der Deutschen Presse-Agentur in Oslo. Am Vortag hatte er dort mit dem Staatssekretär des norwegischen Verteidigungsministeriums, Østein Bø, und Vertretern eines Wehrtechnikunternehmens gesprochen.

Der deutsche Industriekonzern ist neben dem französischen staatlichen Schiffsbaukonzern DCNS im Rennen um den Drei-Milliarden-Auftrag. Noch im Laufe dieses Jahres soll eine Empfehlung der Regierung vorgestellt werden. Deutschland und Frankreich seien in Europa die größten Nationen. «Eine U-Boot-Kooperation mit einer der beiden Nationen würde sicherstellen, dass Norwegen die U-Boote erhält, die wir brauchen», hieß es dazu aus dem norwegischen Verteidigungsministerium.

Die heute im Einsatz befindlichen norwegischen U-Boote waren in den 80er Jahren in Deutschland bei den Nordseewerken in Emden gebaut worden. Norwegen hatte bereits vor Jahren angekündigt, die Flotte modernisieren zu wollen.

«Entscheidender Punkt für die Norweger ist, dass ein Anteil der Wertschöpfung in Norwegen erfolgen soll», sagte Meyer. Die Skaninavier wollten «zeitnah» Gespräche in Berlin zu diesem Thema führen. Norwegen setze bereits seit den 1960er Jahren auf U-Boote aus Deutschland. „Es geht es beim norwegischen Auftrag um Boote einer Größenordnung, mit der die Kieler Werft große Erfahrung hat“, so Meyer.

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„Chef-Gespräch“ vor der „Color Magic“: Botschafter Dr. Axel Berg, Minister Meyer, Color-Line-Chef Trond Hans Kleivdal und sein Vize Helge Otto Mathisen 

Ein weiteres großes Thema der Oslo-Reise war eine engere Verbindung der norwegischen „Color Line“ mit Norddeutschland auf dem Sektor des Tourismus. Dabei wurden unter anderem maßgeschneiderte Angebote für Fährlinien-Gäste für Schleswig-Holstein und Hamburg diskutiert.

IMG_0958Dazu – und zu dem möglichen U-Boot-Großauftrag – sagte Meyer in einem Telefonat mit RSH-Reporter Andreas Otto
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Von Tourismus bis zum U-Boot-Bau: Meyer wirbt für Fähr- und Schiffbaustandort Kiel

Meyer in Oslo: Tourismus-Kooperation mit der „Color-Line“ und Werbung für Schiffbau-Standort Kiel

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Konsberg Defence Systems in Oslo

Nachdem die norwegische Regierung im Dezember 2014 entschieden hatte, die norwegische Marine mit vier bis sechs neuen U-Booten auszustatten, ist der Wettbewerb um den Drei-Milliarden-Auftrag voll entbrannt. Entsprechend stand das Thema heute in Oslo auch auf der Tagesornung beim Besuch von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei dem Unternehmen Kongsberg Defence Systems sowie bei Gesprächen mit dem norwegischen Verteidigungs-Staatssekretär.

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Ein weiteres Thema: Mögliche engere Kooperationen auf dem Feld des Tourismus zwischen Schleswig-Holstein und der „Color Line“. Meyer sagte soeben in Oslo (Audiopfeil klicken)

Die teilstaatliche Norwegian Defence Logistics Organisation (NDLO) erwartet für die U-Boote nicht nur ein ausgereiftes außenluftunabhängiges Antriebssystem, sondern auch herausragende Tarn-Eigenschaften.

Land beginnt mit dem ersten Teil der A-21-Sanierung zwischen Wankendorf und Bornhöved

A 21 zwischen Wankendorf und Bornhöved: Donnerstag beginnen Markierungsarbeiten

SGB
Bereits für Arbeiten an der Mittelstreifen-Entwässerung und die Einrichtung von Nothalte-Buchten musste die A 21  mit Sicherheitsbaken versehen werden. Foto: Spreer

Autofahrer aufgepasst auf der A 21 zwischen Wankendorf und Bornhöved: Nachdem der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) den Zuschlag für die Sanierung des Streckenabschnitts in Richtung Segeberg an die „Bickhardt Bau“ in Lübeck und Thüringen vergeben hat, werden ab Donnerstag (2. Juni) umfangreiche Markierungsarbeiten vorgenommen.

ConradtWie LBV-SH-Direktor Torsten Conradt heute in Kiel erläuterte, sind mehr als 40 Kilometer gelbe Markierungsstreifen erforderlich, um den gesamten Verkehr auf die Fahrspuren Richtung Kiel umzuleiten. „Mit den zuständigen Verkehrs- und Polizeibehörden wurde abgestimmt, dass wir eine so genannte 2 + 0 Verkehrsführung einrichten. Das heißt, für Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Bad Segeberg wie auch für den Verkehr in Richtung Kiel steht jeweils eine Fahrspur auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung Kiel zu Verfügung“, so Conradt.  Die Anschlussstellen Wankendorf und Bornhöved bleiben nutzbar. Die eigentlichen Bauarbeiten auf dem zehn Kilometer langen Teilstück beginnen Mitte Juni. Das Auftragsvolumen für den ersten Bauabschnitt beträgt rund zehn Millionen Euro. In den vergangenen Wochen wurden bereits Arbeiten an der Entwässerung vorgenommen und Nothaltebuchten eingerichtet.

Die rund 41,5 Millionen Euro teure Gesamt-Sanierung der Autobahn vom ehemaligen Ausbauende an der B404 nördlich von Stolpe bis südlich von Bornhöved soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Wie Conradt sagte, hätten in den letzten Jahren die Schäden auf der Strecke stark zugenommen.

Die heutige A 21 wurde zu Beginn der siebziger Jahre für den Verkehr freigegeben. Vor 15 Jahren wurde die Deckschicht erneuert, die tiefliegenden Schichten hingegen haben laut Conradt durch den Alterungsprozess von über 40 Jahren an Elastizität verloren und sind deshalb in regelmäßigen Abständen zerrissen. Zur Sanierung gehört auch die Einrichtung oder Nachrüstung von Schutzeinrichtungen verschiedener Brückenbauwerke. Die Brücke über die Kreisstraße 40 bei Gönnebek (Kreis Segeberg) ist verschlissen und wird durch einen Neubau ersetzt.

Conradt erinnerte daran, dass es aus Gründen der Sicherheit für das Baustellenpersonal und die Verkehrsteilnehmer notwendig war, den Überholfahrstreifen auf ganzer Länge und in beiden Fahrtrichtungen zu sperren sowie die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h zu begrenzen.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt weiter robust: Erwerbslosenzahlen im Mai im Sinkflug

Arbeitslosigkeit in SH auf niedrigstem Mai-Stand seit 23 Jahren

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Angesichts der niedrigsten Erwerbslosenzahl in einem Mai seit 23 Jahren zeigt sich Arbeitsminister Reinhard Meyer mit der Entwicklung weiterhin zufrieden: „Auf der einen Seite haben wir es mit der üblichen Frühjahrsbelebung zu tun, andererseits zeigen sich unsere Wirtschaft und damit auch der Arbeitsmarkt weiterhin äußerst robust, was nicht zuletzt am kräftigen Anstieg bei der sozialversicherungs­pflichti­­gen Beschäftigung abzulesen ist“, sagte Meyer heute am Rande seiner Reise nach Oslo (siehe letzter Blog-Eintrag)

Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Mai gegenüber dem Vormonat um 3,1 Prozent; die Arbeitslosenquote beträgt 6,2  Prozent, 93.677 Menschen sind aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Arbeitslosen um 1,3 Prozent zurück.

Meyer erinnerte daran, dass unter anderem die Ausländer-Arbeitslosigkeit besonders im Blick der Landesregierung bleibe und am morgigen Mittwoch (1. Juni) die erste Runde eines neuen Förderprogramms von Land und BA starte. Mit gegenwärtig 15.376 arbeitslosen Ausländern sei die Ausländerarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zwar leicht gesunken, der fast 20-prozentige Anstieg zum Vorjahresmonat hänge aber zu einem erheblichen Anteil mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen zusammen. Die Ausländerarbeitslosenquote beträgt gegenwärtig 18,8 Prozent.Flüchtlinge am Flensburger Bahnhof

„Die Integration von Flüchtlingen mit gesicherter Bleiberechtsperspektive bleibt somit ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit“, so Meyer. Gemeinsam mit der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit sei deshalb für Schleswig-Holstein das Programm „Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung (BÜFAA.SH)“ aufgelegt worden. Das neue Förderprogramm gehe in einer ersten Förderrunde mit voraussichtlich rund 1.500 bis 1.600 Teilnehmerplätzen an den Start. Zielgruppe sind Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive sowie so genannte „Geduldete mit Arbeitsmarktzugang“ und Asylberechtigte oder anerkannte Flüchtlinge, sofern sie die Schulpflicht erfüllt haben. BÜFAA soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine Einstiegsqualifizierung, eine Berufsausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Schleswig-Holstein vorbereiten und in den Arbeitsmarkt integrieren“. In der ersten Förderrunde 2016 stellen Bundesagentur und Land abhängig von der tatsächlichen Zahl der Teilnehmenden bis zu sechs Millionen Euro bereit.

Ergänzend zu BÜFAA bieten nach den Worten von Meyer auch die Modellprojekte des Landes intensive Unterstützung von Migrantinnen und Migranten bei Qualifizierung und Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt an. Dabei handelt es sich um landesweit elf neue Projekte, die mit 4,7 Millionen aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert werden. Für rund 650 langzeitarbeitslose Menschen sollen sich durch diese Projekte neue Beschäftigungschancen entwickeln.

Wichtig ist laut Meyer vor allem der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Land. Im Vergleich zum Vorjahr seien 26.200 neue Arbeitsplätze entstanden (+2,9 %). Schleswig-Holstein liege mit dieser Entwicklung über den Bundeszahlen (+2,3%). Dieser Zuwachs fand insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+5.100), im Handel (+3.500), bei unternehmensnahen Dienstleistungen (+3.400) sowie im Gastgewerbe (+2.800) statt. „Der wachsende Arbeitsmarkt wird von allen Branchen getragen – wir haben damit ein solides Fundament für den weiteren positiven Verlauf von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein. Ich blicke sehr zuversichtlich auf die Entwicklung der nächsten Monate“, so Meyer.

Wirtschaftsbeziehungen weiter vertiefen: Meyer reist morgen nach Oslo

Ringen um U-Boot-Großauftrag aus Norwegen: Meyer reist morgen nach Oslo – auch „Color-Line“ auf dem Programm

Auf Einladung der deutsch-norwegischen Außenhandelskammer reist Wirtschaftsminister Reinhard Meyer morgen nach Oslo. Auf dem Programm stehen neben einem Empfang im Vorfeld der Messe „Underwater Defence Technologies“ (UDT) Gespräche mit der Geschäftsleitung der „Color-Line“ sowie mit Regierungsvertretern in Zusammenhang mit der Ausschreibung eines norwegischen Großauftrags über vier bis sechs U-Boote.

Im Bau befindliches U-Boot der Dolphin-Klasse auf dem Gelaende der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) GmbH in Kiel

Die vom 1. bis zum 3. Juni andauernde Fachmesse UDT wird maßgeblich vom Technologie-Konzern „Thyssen Krupp Marine Systems“ (TKMS), finanziert, der sich um den U-Boot-Auftrag beworben hat. Mitbewerber ist die französische Staatswerft DCNS, die vor wenigen Wochen den Zuschlag Australiens für den Bau von zwölf U-Booten erhalten hatte.

Meyer wird unter anderem ein Gespräch mit dem Staatssekretär im norwegischen Verteidigungsministerium, Øystein Bø, führen. Auch hier werden der
U-Boot-Auftrag und die industrielle Kooperation Gesprächsthemen sein. Zudem ist ein  Treffen mit dem TKMS-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Christoph Atzpodien vorgesehen. Meyer erinnerte an die enorme Bedeutung eines möglichen Großauftrags für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein und den Schiffbaustandort Kiel

Meyer_FSGZu seiner Reise sagte Meyer weiter
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Wie Meyer sagte, gehe es aber auch ganz allgemein um eine weitere Vertiefung der intensiven wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Schleswig-Holstein und Norwegen. Er erinnerte an den Besuch des Ministerpräsidenten Torsten Albig und seinen eigenen Besuch im vergangenen Jahr in Oslo. Damals ging es unter anderem die Beteiligung des Offshore-Konzerns Siem an der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG). Diesmal trifft Meyer den Chef der „Color Line“, Trond Hans Kleivdal, um unter anderem über den Fährverkehr zwischen beiden Ländern und das Thema Landstrom zu sprechen.

Eckernförder Bahnübergang Domstag: Im Juli soll die Geduldsprobe beendet sein.

Geduldprobe für Eckernförder neigt sich dem Ende: Startschuss für Neubau des Bahnübergangs Domstag zwischen B 76 und L 265

Domstag
Großer Bahnhof heute früh am Domstag: Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel (links) mit DB-Konzernbevollmächtigter Manuela Herbort (2.v.l.), Bürgervorsteherin Karin Himstedt, Minister Meyer, LBV-Niederlassungsleiter Paraknewitz sowie Kreis- und Landespolitikern

Heute gaben Verkehrsminister Reinhard Meyer und Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, den Startschuss für die die Arbeiten zur Erneuerung des Bahnübergangs (BÜ) „Domstag“ in Eckernförde auf der Strecke Kiel–Flensburg.

Bei diesem Bahnübergang handelt es sich um eine sogenannte „BÜSTRA- Anlage“, eine Kombination aus Bahnübergangs- und Lichtsignalanlage für die Straße. Die Technik der Anlage war störungsanfällig und wird nun erneuert.

Meyer_TouriMeyer sagte dazu bei dem Ortstermin
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Der Bahnübergang erhält eine neue Sicherungstechnik sowie neue Schranken und Lichtzeichen (gelb/rot). Während der Arbeiten wird die Straße im Bereich des Bahnübergangs zeitweise halbseitig gesperrt. Die Finanzierung für die Bahnübergangstechnik in Höhe von rund 680.000 Euro erfolgt aus Bundesmitteln. Der Zugverkehr wird von diesen Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Parallel zu diesen Arbeiten erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig Holstein (LBV.SH) die Lichtsignalanlage für die Straße, ein Teilbereich der Straßenkreuzung wird neu asphaltiert und zur besseren Erkennbarkeit wird eine neue Markierung aufgebracht. Auch hier wird es zeitweise zur Sperrung der Straße kommen. Die Investitionen für die Straßenbaumaßnahme betragen rund 145.000 Euro.

Nach Abschluss der Arbeiten steht eine BÜSTRA-Anlage mit neuester Technik und hoher Ausfallsicherheit zur Verfügung. Die neue BÜSTRA-Anlage wird die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten.

„Ich bin froh, dass der äußerst unbefriedigende Zustand am Bahnübergang Domstag jetzt kurzfristig behoben sein wird“, sagte Meyer. Er sei erleichtert, dass die Zeit, in der insbesondere in den Sommermonaten sowohl Anwohner als auch Touristen durch Lärm- und Emissionsbelastungen, lange Wartezeiten und eine latente Gefährdung der Sicherheit auf eine harte Geduldsprobe gestellt worden sind, bald vorbei sein wird.

„Nach Abschluss der Arbeiten steht hier eine Anlage mit neuester Technik und hoher Ausfallsicherheit zur Verfügung. Diese gewährleistet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer“, sagte Manuela Herbort.

Die Inbetriebnahme der neuen BÜSTRA ist für Juli 2016 geplant.Für die Bauarbeiten kommen moderne, lärmgedämpfte Geräte und Maschinen zum Einsatz. Trotzdem lassen sich ruhestörende Geräusche nicht vermeiden.

Laut Herbort und Meyser werden die Deutsche Bahn und der LBV-SH die Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten. Beide baten alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten

 

Sanierung von der B 202 bis zur L 24 auf Sylt – Schub für Nordfrieslands Straßen

Bund, Land und Kreis stecken bis zum Spätherbst 13,5 Millionen Euro in die Sanierung des nordfriesischen Straßennetzes

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Ministerbesuch: Meyer (links) mit dem Chef der Straßenmeisterei Bredstedt, Olaf Stadel (Mitte) und Heiko Tessenow aus der LBV-SH-Niederlassung Flensburg

Mit einem Gesamtvolumen von rund 13,5 Millionen Euro bringen Bund, Land und Kreis bis zum Spätherbst rund 42,9 Kilometer des nordfriesischen Straßennetzes in Schuss. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer und der stellvertretende Leiter der Niederlassung Flensburg des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Heiko Tessenow, heute bei einem Besuch der Straßenmeisterei in Bredstedt sagten, stehen auf dem Arbeitsprogramm der zuständigen Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) unter anderem Deckenerneuerungen auf der Bundesstraße 200 zwischen Husum und Viöl sowie die Sanierung der Landesstraße 24 zwischen Rantum und Westerland. (Weitere Einzelprojekte siehe Anhang)

Meyer_TouriMeyer sagte weiter
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„Unsere Investitionen in die Infrastruktur verbessern die Rahmenbedingungen der Wirtschaft und die Mobilität der Berufspendler und Gäste hier im nördlichsten Teil des echten Nordens“, sagte Meyer. Die Flensburger Niederlassung des LBV-SH betreut nicht nur die Autobahn A 7, die Bundes- und Landesstraßen, sondern darüber hinaus auch die Kreisstraßen der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Damit obliegt ihr die Erhaltung von insgesamt 2649 Kilometern Straße und damit des längsten Streckennetzes aller vier Niederlassungen des LBV-SH.

Wie Tessenow erläuterte, haben die Sanierungsarbeiten an der Sylter L 24 schon im März begonnen und sollen –  wie geplant – rechtzeitig zur Sommersaison abgeschlossen werden. Bereits der Pfingst-Verkehr habe ungehindert rollen können. Die weiterführenden Arbeiten in Westerland sind abhängig von den Arbeiten der EVS (Energieversorgung) Sylt, die im Ort neue Versorgungsleitungen verlegen.

An den Brücken im Kreisgebiet Nordfriesland stehen in diesem Jahr insbesondere zwei Bauvorhaben im Fokus: Im Zuge der Kreisstraße 134 (östlich Husum) und im Zuge des Radweges der Kreisstraße 137 (südlich Husum) sollen jeweils Ersatzneubauten über die Husumer Mühlenau bzw. der Binnenmilder Sielzug errichtet werden.

Mit den geplanten Sanierungen sind nach den Worten von Tessenow zwangsläufig auch Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden. Er versicherte jedoch, dass sämtliche Bauvorhaben eng mit allen Beteiligten abgestimmt würden, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Auch Verkehrsminister Meyer bat die Autofahrerinnen und Autofahrer sowie das Logistik-Gewerbe um Verständnis: „Uns ist bewusst, dass wir mit jeder Baustelle von Anliegern und Verkehrsteilnehmern Geduld abverlangen. Aber nur wenn wir heute kräftig investieren, vermeiden wir weiteren Verschleiß und damit noch längere Geduldsproben.“