Fehmarnbelt: Großes Aufgebot beim diesjährigen Sommerempfang in der dänischen Botschaft in Berlin.
Botschafter Friis Arne Petersen hieß zahlreiche Gäste aus Dänemark und Deutschland zu Gesprächen rund um das Thema Fehmarnbeltquerung in seiner Residenz willkommen – darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Bundesverkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann und Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele. Es war bereits der fünfte Austausch zum aktuellen Stand des Projekts und zu den zukünftigen Schritten dieses wichtigen deutsch-dänischen Verkehrsprojektes.

Sowohl Botschafter Friis Arne Peters als auch der dänische Verkehrsstaatssekretär Jacob Heinsen sowie Femern A/S-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Frederiksen berichteten von der erst wenige Tage zuvor erfolgten Unterzeichnung der vier Haupt-Bauverträge im Wert von vier Milliarden Euro . „Damit sei ein weiterer Meilenstein für das Projekt erreicht. Die ganze Aufmerksamkeit sei nun auf das deutsche Planfeststellungsverfahren gerichtet,“ hieß es. Ferlemann und Scholz wiesen auf den völker- und regionsverbindenden Charakter des geplanten Absenktunnels hin. Ferlemann bekannte sich für die Bundesregierung in dem Zusammenhangn noch einmal ausdrücklich zum Projekt und erteilte Forderungen nach einer Neubewertung oder einem Ausstieg eine klare Absage.
Nägele bekräftigte in seinem Grußwort unterdessen, dass der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) als Planfeststellungsbehörde zusammen mit Femern A/S alles dafür tun werde, das Planfeststellungsverfahren so schnell wie möglich abzuschließen. Er erinnerte aber auch daran, dass jetzt alle Seiten gefordert seien. „Wir brauchen gute und umfassende Unterlagen, um in einer wahrscheinlichen späteren gerichtlichen Überprüfung des Planfeststellungsbeschlusses bestehen zu können“, sagte Nägele. Gründlichkeit zahle sich insofern aus. Er lobte die gute und enge Zusammenarbeit zwischen der dänischen und schleswig-holsteinischen Seite.
Meyer sagte nach dem Gipfeltreffen in Berlin


Dazu – und zu dem möglichen U-Boot-Großauftrag – sagte Meyer in einem Telefonat mit RSH-Reporter Andreas Otto


Wie LBV-SH-Direktor Torsten Conradt heute in Kiel erläuterte, sind mehr als 40 Kilometer gelbe Markierungsstreifen erforderlich, um den gesamten Verkehr auf die Fahrspuren Richtung Kiel umzuleiten. „Mit den zuständigen Verkehrs- und Polizeibehörden wurde abgestimmt, dass wir eine so genannte 2 + 0 Verkehrsführung einrichten. Das heißt, für Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Bad Segeberg wie auch für den Verkehr in Richtung Kiel steht jeweils eine Fahrspur auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung Kiel zu Verfügung“, so Conradt. Die Anschlussstellen Wankendorf und Bornhöved bleiben nutzbar. Die eigentlichen Bauarbeiten auf dem zehn Kilometer langen Teilstück beginnen Mitte Juni. Das Auftragsvolumen für den ersten Bauabschnitt beträgt rund zehn Millionen Euro. In den vergangenen Wochen wurden bereits Arbeiten an der Entwässerung vorgenommen und Nothaltebuchten eingerichtet.


Zu seiner Reise sagte Meyer weiter
Meyer sagte dazu bei dem Ortstermin
Meyer sagte weiter