Land investiert 17 Millionen Euro in Brücken und das Straßennetz im südöstlichen Landesteil
Meyer und LBV-SH-Niederlassungsleiter Sommerburg bei der heutigen Präsentation der Baustellen vor der Presse
Kräftiger Investitionsschub in das Verkehrsnetz im südöstlichen Landesteil: Land, Bund und der Kreis Stormarn stecken in diesem Jahr rund 17 Millionen Euro in den Erhalt und die Verbesserung der Straßen und Brücken der Region. Das sagten Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Chef der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Jens Sommerburg. Nach den Worten von Sommerburg, der die einzelnenen Vorhaben anlässlich eines Besuchs von Meyer in der Autobahn- und Straßenmeisterei Grande erläuterte, entfalle damit rund ein Viertel der Gesamtinvestition seines Niederlassungsbezirks auf das östliche Hamburger Umland.
Meyer sagte zu den geplanten Bau-Aktivitäten im Kreis Stormarn und dem Umland
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Noch in diesem Jahr wird im Bereich der A 1 bei Willinghusen ein Lärmschutzwall mit Wand errichtet, in dem unter anderem hinterlassene Böden der insolventen Firma Betam aus der Baustelle der A1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe verarbeitet werden. „Dies geschieht in enger Absprache mit dem Kreis Stormarn, den betroffenen Landwirten und dem Kreisbauernverband. Damit unterstützen wir die Betroffenen bei der Beseitigung der Hinterlassenschaften infolge der Betam-Insolvenz“, sagte Sommerburg. Die Gesamtkosten für den Lärmschutz belaufen sich auf 1.5 Millionen Euro, weitere Bundesinvestitionsmittel werden in den Neubau und die Sanierung von Brücken gesteckt. Hierfür wurden 4,4 Millionen Euro entlang der A 1 und A 24 veranschlagt.
Nach den Worten von Meyer investiert auch das Land in diesem Jahr rund 7,2 Millionen Euro in die Unterhaltung der Landesstraßen in der Region. „Damit setzen wir konsequent unsere 2012 eingeleitete Sanierung des Landesstraßennetzes um, denn eine intakte Infrastruktur sorgt einerseits für mehr Verkehrssicherheit, ist andererseits aber auch ein wesentlicher Teil unserer Wirtschaftskraft.“ Der Minister dankte den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern der Baustellen schon jetzt für deren Geduld. Er erinnerte zugleich daran, dass der LBV-SH in der Planung und Umsetzung der Projekte größtmögliche Anstrengungen unternehme, um die Auswirkungen auf die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehören das Aufstellen und Einhalten von leistungsfähigen Bauablaufplänen genauso wie die Abstimmungsgespräche mit allen Beteiligten auf Kreis und Gemeindeebene sowie der Wirtschaft. „Eine intakte Infrastruktur kommt der Gemeinschaft zu Gute, aber wir brauchen auch Verständnis und Geduld während der Bauphasen“, sagte Meyer.
So beginnt in diesem Jahr noch der vorerst letzte Abschnitt der Deckenerneuerung auf der Landesstraße 200 zwischen Wentorf und Koberg auf einer Strecke von 8,6 Kilometern und einer Investitionssumme von 4,6 Millionen Euro. „Damit ist die L 200 dann durchgehend saniert“, sagt Sommerburg.
Für den Kreis Stormarn wird in diesem Jahr zudem der lang ersehnte Radweg und die Erneuerung der Fahrbahn der Kreisstraße 32 zwischen Grönwohld und Trittau gebaut. Die Fertigstellung dieses Projektes mit einer Gesamtsumme von etwa vier Millionen Euro, von denen rund 33 Prozent durch das Land gefördert werden, ist für Ende November geplant.
Meyer und EU-Direktor Unterwurzacher appellieen an Betriebe: Fördermöglichkeiten de EU stärker nutzen
Betriebsbesichtigung: JOB-Geschäftsführer Bodo Müller, EU-Direktor Erich Unterwurzacher und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer
Der Direktor der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, Erich Unterwurzacher, hat gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer an die Betriebe in Schleswig-Holstein appelliert, für geplante Investitionen die Fördermöglichkeiten der EU stärker auszuschöpfen und sich damit noch wettbewerbsfähiger und zukunfsfester aufzustellen. Bei einem Besuch der beiden Ahrensburger Unternehmen Basler AG und JOB Thermo Bulbs GmbH erinnerten beide Politiker heute daran, dass bis zum Jahr 2020 allein aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für Schleswig-Holstein 271 Millionen Euro zur Verfügung stünden. Daneben unterstützt die EU das Land in den kommenden vier Jahren auch über den Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit 419 Millionen Euro sowie über den Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 89 Millionen Euro.
EU-Direktor Unterwurzacher besuchte Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion “Europa in meiner Region”, in der bis zum 21. Mai in 23 Mitgliedstaaten der EU der Öffentlichkeit EU-Projekte präsentiert werden.
Meyer sagte nach dem Besuch der beiden Unternehmen
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Nach seinem Rundgang durch die beiden Ahrensburger Betriebe bezeichnete Unterwurzacher die Investitionen der Unternehmen als gelungene Beispiele für eine zukunftsgerichtete EFRE-Förderung. So wurde bei dem Weltmarktführer in der Industriekameraherstellung, der Basler AG, die Entwicklung einer Spezialkamera – unter anderem für die Solarbranche – bei rund drei Millionen Euro Gesamtkosten mit 726.000 Euro aus dem EFRE gefördert. Bei dem benachbarten Spezialisten für Brandschutz, der JOB Thermo Bulbs GmbH, wurde die Investition in eine Präzisionsglasziehanlage für rund 270.000 Euro mit einem Zuschuss von knapp 30 Prozent gefördert.
“Es müssen aber keineswegs nur Hochtechnologie-Projekte sein, die wir unterstützen, sondern wir stehen jedem kleinen und mittelständischen Betrieb offen”, so der Kommissionsdirektor.
Meyer erinnerte daran, dass neben den EU-Fonds auch das Land im Rahmen seines “Landesprogramms Wirtschaft” (LPW) die mehr als 120.000 kleinen und mittelständischen Betriebe in Schleswig-Holstein unterstützen könne. So seien seit 2014 bisher insgesamt 135 Projekte mit Landes-, EFRE- und GRW-Mitteln (Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur“) gefördert worden, davon:
100 Projekte in der einzelbetrieblichen Förderung (z.B. Errichtung, Erweiterung, Verlagerung oder Modernisierung von Betriebsstätten).
20 nicht-investive Projekte (z.B. Kompetenzzentren wie etwa das Kompetenzzentrum “Marine Aquakultur”,das Clustermanagement zur Förderung der Digitalen Wirtschaft oder Regionalmanagements wie beispielsweise das Regionalmanagement Konversion Nord).
Fünf Projekte der so genannten “wirtschaftsnahen Infrastruktur” (z.B. Priwall-Promenade Lübeck, das Gewerbegebiet Großenwiehe, die Aufwertung der Promenade Pelzerhaken Rettin oder die Teilerneuerung der Schuhmacherbrücke im Hafen Maasholm)
10 betriebliche Innovationsprojekte (z.B. Linsen-Lichtleitersysteme für LED-Matrixanzeigen u. a. für Autos oder das Projekt WaveScan, das die Entwicklung neuartiger Messtechnik zum Ziel hat, mit der die optischen Eigenschaften von Objektiven und Linsen charakterisiert werden können. Die zu charakterisierenden Objektive können dabei von Miniaturkameras bis Satellitenoptik oder Stepper-Objektiven reichen. Das EFRE-Projekt wurde am 31. März bewilligt.
“Von den insgesamt investierten knapp 350 Millionen Euro für diese Vorhaben stammen knapp 100 Millionen Euro aus dem EFRE sowie aus Bundes- und Landesmitteln”, so Meyer. Damit sei der EFRE-Planungsrahmen erst zu 15 Prozent ausgeschöpft. “Wir haben also noch eine Menge Luft für gute Investitions- und Innovationsideen sowie mutige Unternehmerinnen und Unternehmer”, sagte der Minister.
Weitere Beispiele der EFRE-Förderung in Schleswig-Holstein: Hier klicken
Heute in Ahrensburg: Meyer und EU-Direktor Erich Unterwurzacher zu Gast bei Basler AG und JOB THERMO BULBS
Erich Unterwurzacher, Direktor für Mitteleuropa in der Generaldirektion Regionalpolitik in Brüssel, und der Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchen heute im Rahmen der Offenen Projekttage „Europa in meiner Region“ die Auszubildenden der Baseler AG und der JOB Gruppe in Ahrensburg. Der presseöffentliche Rundgang bei der Basler AG beginnt um 10 Uhr, der bei dem Brandschutz-Spezialunternehmen JOB GmbH um 11.30 Uhr – und 12.30 Uhr findet bei JOB auch ein kurzes Pressegespräch statt.
Einzelheiten zu den Terminen heute:
10.00 bis 11.30 Uhr Besuch der Basler AG ( Weltmarktführer in der Industriekameraherstellung)
An der Strusbek 60 – 62
22926 Ahrensburg
11.45 bis 13.00 Uhr (inkl. Pressegespräch) Besuch des Brandschutz-Spezialunternehmens JOB Thermo Bulbs GmbH, ab 12.30 Uhr Pressegespräch im Unternehmen
An der Strusbek 5, 22926 Ahrensburg
Mehr Informationen zu den Projekttagen finden Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums: Hier klicken
Albig und Meyer ziehen positive Bilanz der China- und Japanreise – Heimflug mit konkreten Projekten im Gepäck
Mit zahlreichen konkreten Kooperationsvereinbarungen im Gepäck treten heute Nacht Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zusammen mit ihrer Delegation die Heimreise nach Deutschland an. Neben der Zusage des Koyoter Dental-Unternehmens Shofu, am Standort in Lütjenburg im Kreis Plön in Forschung und damit in Personal zu investieren, gibt es weitere gute Aussichten für den Mittelstand in Schleswig-Holstein.
Dazu sagte Meyer soeben in einem Telefonat vor der Abreise
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Albig hat der japanischen Partnerregion in Kobe unterdessen Hilfe bei einer möglichen Abkehr vom Atomstrom angeboten. Gouverneur Toshizo Ido habe sich sehr interessiert an der Umsetzung der Energiewende in Schleswig-Holstein gezeigt, sagte Albig der Deutschen-Presse-Agentur. Ido sehe die Bedeutung von Atomkraft deutlich differenzierter als viele andere in Japan und wolle langfristig einen Atomausstieg. Ido setze derzeit zwar eher auf Methanvorkommen in der Tiefsee als auf Erneuerbare Energien wie Windkraft, aber: «Ich habe angeboten, dass wir überall da, wo dies gewünscht ist, auch gerne Hilfestellung geben, zum Beispiel in der Frage von Offshore-Technik».
Albig wertete seinen Aufenthalt in Japan als sehr erfolgreich. In den Bereichen Bildung, Hochschulkooperation und auch ökonomisch habe es gute Fortschritte gegeben, sagte er zum Abschluss seiner Reise, die ihn zuvor nach China geführt hatte. «Man merkt, dass wir seit über 20 Jahren eine gewachsene Freundschaft, nicht nur Partnerschaft, mit der Präfektur Hyogo haben», sagte Albig in Japan. Als Beispiele nannte er die Vereinbarung von Kooperationen zwischen Hochschulen in Kobe und Kiel sowie zwischen dem norddeutschen Branchennetzwerk Life Science Nord und einem ähnlich ausgerichteten Verbund in der Partnerregion.
Albig zeigte sich beeindruckt davon, wie schnell in Japan und noch schneller in China Infrastrukturvorhaben umgesetzt werden. Er relativierte das aber unter Hinweis unter anderem auf die viel geringeren Beteiligungsrechte speziell in China. Es werde nicht funktionieren, zugleich die chinesische Geschwindigkeit und die «deutsche Regelbezogenheit» haben zu wollen, «die uns auch schützt».
In Kobe zeichnete Albig Gouverneur Ido wegen dessen Engagements mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein aus. Ido verlieh Albig den Hyogo Award. Diese gegenseitige Geste sei für ihn ein Höhepunkt des Besuchs gewesen, sagte Albig. Er wandelte in Kobe auch auf den Spuren von Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD). Sie hatte die Stadt unter anderem 1995 kurz nach einem schweren Erdbeben besucht und die Partnerschaft mit der Region Hyogo maßgeblich mit auf den Weg gebracht.
Japaner wollen in Zahntechnik-Standort in Lütjenburg im Kreis Plön investieren
Nachdem das japanische Dentalunternehmen Shofu aus Kyoto vergangenes Jahr von der Merz Pharma die Gesellschaft Merz Dental erworben hat, wollen die Japaner nun offenbar in Forschung am Standort Lütjenburg im Kreis Plön innvestieren. Das sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute nach einem Besuch des Medizintechnik-Unternehmens in Kyoto.
Meyer sagte nachm Besuch bei Shofy unter anderem:
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Weiteres Tema der morgigen Station der Reise in Kobe: Um die Entwicklung und Markteinführung von Innovationen für die Gesundheitswirtschaft zu fördern, haben die japanische „Foundation for Biomedical Research and Innovation“ (FBRI) und Life Science Nord in Kobe einen „Letter of Intent“ unterzeichnet. Darin regeln sie die Kooperation im RIT-Programm (Regional Industry-Tie-Up) der japanischen Außenhaldelsorganisation JETRO, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützt. Aufgrund des bisherigen Erfolgs wird dieses Programm nun bis 2017 verlängert. Auch die Termine für die beiden nächsten Treffen wurden bereits eingegrenzt – mindestens ein gegenseitiger Besuch pro Jahr ist anvisiert.
„Nach einigen Vorgesprächen haben wir Ende 2015 mit dem intensiven Austausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen beider Regionen begonnen. Es gibt bei mehreren Teilnehmern bereits konkrete Pläne zur Zusammenarbeit. Nach so kurzer Zeit ist dies ein sehr erfreulicher Zwischenstand,” sagt Dr. Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Life Science Nord Management GmbH. “Die Vereinbarung bedeutet für uns die Weiterführung und Vertiefung der Aktivitäten zwischen Life Science Nord und dem Kobe Biomedical Innovation Cluster.”
Der “Letter of Intent” zur Verlängerung der Zusammenarbeit enthält dazu festgelegte Handlungsfelder. Neben den Aktivitäten zur Netzwerkbildung zwischen den Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden wollen die beiden Clustermanagement-Organisationen vor allem den Technologietransfer und die Markteinführung von Innovationen unterstützen.
„Schleswig-Holstein hat sich gemeinsam mit Hamburg mit der Einrichtung des Life Science Nord Clusters die Förderung der Life Science-Unternehmen in Norddeutschland zum Ziel gesetzt,” sagte Meyer. “Dies geschieht unter anderem auch durch Kontakte zu Unternehmen und Einrichtungen auf internationaler Ebene. Durch die ähnlichen Schwerpunkte und Strukturen des norddeutschen und des japanischen Life Science Clusters ergeben sich hier viele zukunftsträchtige Anknüpfungspunkte.”
Unter der Marke Life Science Nord arbeiten die Clusteragentur Life Science Nord Management GmbH und der gleichnamige Förderverein an dem Ziel, die Region zu einem international führenden Life Science-Netzwerk weiterzuentwickeln. LSN Management GmbH initiiert strategische Projekte und unterstützt die Förderung von Unternehmen, Wissenschaft und Institutionen mit Schwerpunkt auf Innovative Medizin. Sie vernetzt Wirtschaft, Forschung und Politik im Norden und bringt dabei das Fachwissen aus den Forschungseinrichtungen ebenso ein wie ihre Kontakte in die Unternehmen.
Schadhafte Asphalt-Stellen: Rader Brücke Richtung Norden bis heute abend nur einspurig
Wegen leichter Asphalt-Aufwölbungen infolge der starken Sonneneinstrahlung während der letzten Tage ist die Rader Brücke in Richtung Norden seit heute Morgen nur einspurig befahrbar – es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) wird die schadhaften Stellen bis heute Abend in eigener Regie reparieren.
Nach Angaben von Rendsburgs LBV-SH-Niederlassungsleiter Matthias Paraknewitz ist die zeitweise Sperrung unter anderem aus Sicherheitsgründen nötig. „Die zehn bis zwölf Zentimeter hohen Wölbungen stellen vor allem für Motorradfahrer eine Gefahr dar und müssen deshalb sofort behoben werden.“
A-20-Planung geht seit heute mit Erörterungen für Abschnitt Wittenborn bis zur A7 voran
Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) setzt seine Planungen der A 20 ebenso gründlich wie kontinuierlich fort: Während die Abarbeitung der Auflagen aus dem Leipziger „Fledermaus-Urteil“ für die Umfahrung von Bad Segeberg langsam in die Zielgerade geht, finden seit heute die Erörterungstermine für den nächsten A-20-Abschnitt statt – den Teilabschnitt von Wittenborn bei Segeberg bis an die A 7.
In den Amtsverwaltungen von Leezen, Kaltenkirchen-Land und Trave-Land finden dazu seit heute die Erörterungen statt. Diskutiert wird mit den so genannten „Trägern öffentlicher Belange“ (Gemeinden, Kreise, Behörden usw.), aber auch mit Privatpersonen im Rahmen von Einzelerörterungen
Am morgigen 17. Mai sowie am 18 Mai und am 19. Mai jeweils ab 9 Uhr werden die Termine in den Ämtern fortvgesetzt. Inhaltlich geht es um die zweite Planänderung für den Abschnitt non Wittenborn bis zur A 7.
Die gesamte Linienführung der A 20 – von Lübeck bis nach Niedersachsen – war vor knapp zwei Wochen vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt worden. Lediglich in einem Punkt hatten die Richter den sechs Klägern Recht gegeben: Für den Elb-Abschnitt zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen muss ein bereits erstellter Fachbeitrag zu möglichen Auswirkungen auf die Qualitätdes Oberflächenwassers in der Region noch einmal neu ausgelegt werden.
Meyer & Albig feiern 20 Jahre SH-Business-Center und treffen Vereinbarung mit Internet-Riesen Alibaba
SH-Delegation beim Internet-Giganten Alibaba: Staatssekretär Dirk Loßack, Minister Meyer, Landtagspräsident Klaus Schlie, Ministerpräsident Torsten Albig
Im Rahmen der sechstägigen China- und Japan-Reise von Ministerpräsident Torsten Albig, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und einer Delegation von 40 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, wurde heute unter anderem eine erste Vereinbarung mit dem Internet-Giganten Alibaba getroffen. Kern der Annäherung ist, dass kleine und mittelständische Unternehmen aus Schleswig-Holstein künftig die deutsche E-Commerce-Plattform „TMall Global“ von Alibaba stärker nutzen sollen. An der Absprache ist auch die IHK Schleswig-Holstein beteiligt.
Meyer hat in dem Zusammenhang die kleinen und mittleren Unternehmen ermuntert, über den Internethandel in China neue Absatzchancen zu suchen. Der Internetriese Alibaba biete mit „TMall Global“ eine ideale Plattform an, auf der Unternehmen aus Deutschland ihre Produkte platzieren können, sagte er nach einem Besuch des weltgrößten Online-Versandkonzerns der Deutschen Presse-Agentur. «Unsere Unternehmen müssen also nicht in China eigene Investitionen tätigen. Insbesondere im Lebensmittelbereich wird Qualität in vielfacher Hinsicht sehr geschätzt.»
Meyer zeigte sich nach dem Besuch bei Alibaba beeindruckt vom Tempo der technologischen Erneuerung: «Es geht hier alles sehr schnell.» Gute Chancen sieht der Minister auch für Unternehmen aus Schleswig-Holstein, die sich im deutsch-chinesischen Industrieparks Jiaxing niederlassen wollen. Dort sei man speziell an Unternehmen aus Norddeutschland interessiert. «In Jiaxing wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet», berichtete Meyer. Trotz gesunkener Wachstumsraten beobachte er in China keine gedrückte Stimmung, aber einen Strukturwandel weg von der traditionellen Schwerindustrie hin zu mehr Innovation unter dem Motto «China 2025».
Meyer sagte zu den bisherigen Stationen der Reise in einem Telefon-Interview
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Außerdem wurde heute ein weiteres Jubiläum gefeiert: Das 20. Bestehen des Schleswig-Holstein Business Center (SHBC) in Hangzhou. Seit 1996 ist die WTSH in Hangzhou, in unmittelbarer Nähe zur Metropole Shanghai, mit ihrem Firmengemeinschaftsbüro, dem SHBC, präsent. Hier bietet sie gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort schleswig-holsteinischen Unternehmen ein breites Dienstleistungsspektrum an, um beim Markteintritt in China zu unterstützen.
Zu 20 Jahren SHBC in Hangzhou hier ein Interview mit dem Chef der Wirtschaftsförderung und Technologie Transfer GmbH Schleswig-Holstein (WTSH), Dr. Bernd Bösche und dem Bürochef Wang Hong.
Dr. Bösche, seit 30 Jahren besteht eine enge Partnerschaft zwischen Schleswig-Holstein und der Provinz Zhejiang. Wie hat die Wirtschaft der Regionen von dieser Partnerschaft profitiert?
Sowohl für chinesische als auch für schleswig-holsteinische Unternehmen haben sich durch die Partnerschaft neue Märkte erschlossen. Geschäftsaktivitäten wurden angestoßen, Joint Ventures gegründet und Kooperationen geschlossen. Die WTSH hat bereits vor 20 Jahren ein Büro in Hangzhou eröffnet, das später zum leistungsfähigen „Schleswig-Holstein Business Center“ (SHBC) ausgebaut wurde. über 200 schleswig-holsteinischen Unternehmen wurde so der Weg in den chinesischen Markt geebnet.
Wie sieht das Angebot des Schleswig-Holstein Business Center (SHBC) im Einzelnen aus?
Das SHBC begleitet mittelständische Ressourcen Schritt für Schritt in den chinesischen Markt. Es bietet Unterstützung bei der Suche geeigneter Geschäftspartner, der Organisation von Firmenbesuchen vor Ort und der Vorbereitung von Verträgen. So müssen schleswig-holsteinische Mittelständler nicht von Anfang an Mitarbeiter dauerhaft nach China schicken. Haben sich die Firmen in China etabliert und benötigen eigene Personalkapazitäten, können sie auf eine „Office-in-Office-Lösung“ zurückgreifen. Wir bieten den Unternehmen dann ein eigenes Büro im SHBC, die Mitnutzung der gesamten Büro-Infrastruktur sowie die administrative Betreuung des Mitarbeiters durch unser Team. Ist der Markteinstieg geschafft, gründen die Unternehmen meist eine eigene Repräsentanz oder Niederlassung.
Herr Wang, Sie arbeiten seit langem für das Schleswig-Holstein Business Center (SHBC). Welche Leistungen bietet das SHBC chinesischen Unternehmen?
Im SHBC arbeiten derzeit 12 WTSH-Mitarbeiter. Dieses Team berät auch chinesische Unternehmen, die eine Niederlassung oder eine Firma in Deutschland gründen wollen. Alle Mitarbeiter verfügen über gute Deutsch- und fundierte Standortkenntnisse. Bei der Betreuung dieser Unternehmen geht es zunächst fast immer um eine Standortberatung und dann um die konkrete Hilfestellung bei einer Firmengründung. Wir organisieren gemeinsam mit dem WTSH-Team in Schleswig-Holstein eine Standortbereisung und berücksichtigen auch kulturelle Besonderheiten. Unsere Betreuung ist genau abgestimmt und bietet dem chinesischen Investor ein “Rundum-sorglos-Paket“.
Dr. Bösche, für welche Branchen sehen Sie besondere Perspektiven in China?
China durchläuft gerade einen tiefgreifenden Wandlungsprozess hin zu einer Fokussierung auf den Binnenmarkt und zu Dienstleistungen. Das bedeutet eine Umsteuerung von der Massenproduktion hin zu qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten. Hier hat die schleswig-holsteinische Wirtschaft besondere Chancen, weil unser Bundesland wirtschaftliche Stärken aufweist, die in China künftig noch mehr gefragt sein werden. Besonders Umweltschutztechniken, Ernährungswirtschaft und gerade auch das
Thema Lebensmittelsicherheit haben in China erheblich an Bedeutung gewonnen und werden noch weiter zunehmen. Das gilt ebenfalls für die maritime Wirtschaft; unsere Kompetenzen sind nicht nur für die Küstenprovinz Zhejiang hochinteressant.
Herr Wang, was raten Sie Unternehmen aus Schleswig-Holstein, die in China aktiv werden wollen? Ich rate den Unternehmen, behutsam in den Markt einzusteigen. Zunächst sollten Exportbeziehungen nach China aufgenommen werden; sie sind der Eckpfeiler für ein langfristiges Engagement und spätere Direktinvestitionen. Unternehmen sollten unsere Erfahrung und die Dienstleistungen der WTSH nutzen. Der Markteinstieg in China ist mit Unterstützung des SHBC deutlich besser kalkulierbar und erfolgsversprechender.
Dr. Bösche, wie sehen Sie die Zukunft der chinesischen Ansiedlungen?
Chinesische Unternehmen tendieren immer mehr dazu, sich international aufzustellen und Standorte in Europa zu eröffnen. Daher bin ich mir sicher, dass auch in Zukunft ein ungebrochenes und eher noch steigendes Interesse chinesischer Unternehmen am Standort Schleswig-Holstein bestehen wird
Meyer startet heute mit großer Wirtschaftsdelegation nach China und Japan
Meyer bei seiner letzten Delegationsreise nach China mit Hamburgs Bürgermeister Scholz – hier im Werk von Jungheinrich
Allen Negativ-Schlagzeilen über Chinas Wirtschaft zum Trotz: Wenn heute früh eine Schleswig-Holstein-Delegation um Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zu einer einwöchigen Reise nach China und Japan aufbricht, dürften vor allem die 22 Unternehmensvertreter große Erwartungen im Gepäck haben. „Für die Chinesen mag es ein Problem sein, dass ihr Wirtschaftswachstum vergangenes Jahr auf 6,9 Prozent gefallen ist“, sagt Meyer. Doch müsse man sich vor Augen führen, dass allein nur dieser Zuwachs einem Finanzvolumen von 800 Milliarden US-Dollar und damit dem kompletten Bruttoinlandsprodukt der Türkei oder der Schweiz entspreche. „Der chinesische Markt ist also selbst noch in einer schwächelnden Phase unser wichtigster Handelsplatz nach Dänemark und der wichtigste Wachstumstreiber für unseren Mittelstand.“ So seien die Exporte aus Schleswig-Holstein nach China in den letzten 15 Jahren um 109 Prozent gestiegen, während der Gesamtzuwachs 82 Prozent betrug.
Meyer sagte vor seiner Abreise
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Albig und Meyer reisen mit insgesamt 40 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zunächst nach China und anschließend nach Japan. Auf dem Programm stehen neben Kooperationsvereinbarungen unter anderem ein Besuch beim weltgrößten Versandkonzern Alibaba sowie Gespräche über eine weitere Ausdehnung der Zusammenarbeit auf den Feldern Umweltschutz, Gesundheitswirtschaft, Mobiliät, Erneuerbare Energien oder Lebensmitteltechnologie. „China ist vielen dieser Bereiche bereits gut, bleibt aber auch auf know how von Außen angewiesen – und das wollen und können wir bieten“, sagt Meyer. Begleitet wird die Delegation auch von Wissenschaftlern der Universitäten in Kiel und Flensburg.
Meyer besucht am Dienstag zum dritten Mal das Hangzhou Business Center – diesmal feiert das Büro sein 20-jähriges Bestehen
Einer der ersten Programmpunkte wird das 20-jährige Bestehen des „Schleswig-Holstein Business Center“ in der Partnerprovinz Hangzhou sein. Nach den Worten von Bernd Bösche, Chef der WTSH und Mitglied der Delegation, einen besondere Erfolgsgeschichte. Seit Bestehen der Niederlassung, die inzwischen über 13 Mitarbeiter verfügt, sei hier über 200 Unternehmen geholfen worden, im chinesischen Markt Fuß zu fassen. Dazu gehört unter anderem die Spezialfirma Condias aus Itzehoe, die sich erfolgreich auf die Aufbereitung von Oberflächenwasser spezialisiert hat, aber auch Branchenriesen wie das Büdelsdorfer Unternehmen ACO Severin Ahlmann.
„In China angesichts der Umweltverschmutzung in den letzten Jahren ein sehr großes Thema“, sagt Bösche. Ein weiterer Programmpunkt: Ein Besuch des Industrieparks Jiaxing, wo allein 500 Hektar Fläche für die Ansiedlung deutscher Unternehmen reserviert sind. Mit Blick auf den Besuch beim weltgrößten Online-Versandkonzern „Alibaba“ erhoffen sich Meyer und Bösche vor allem, dass langfristig auch schleswig-holsteinische Mittelständler über „Alibaba“ Produkte direkt auf dem chinesischen Markt absetzen können.
Bei dem Besuch in Japan – unter anderem in Kobe und Kyoto – geht es nach den Worten von Meyer vor allem um mögliche Kooperationen im Bereich der Lebenswissenschafen – vor allem der Medizinbranche – aber auch um das Ausloten von Allianzen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die Delegation wird unter anderem den japanischen Ableger des Konzerns Sauer-Danfoss in Kobe besuchen.
Immer mehr Touristen machen Urlaub in SH – die Branche will diesen Aufschwung nun verstetigen.
Mit mehr Qualität will die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein jüngste Zuwächse langfristig sichern. «Wir haben ein eindeutiges Hoch beim Tourismus in Schleswig-Holstein», sagte Wirtschaftsminister Meyer heute bei derVorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers 2016. Nach dem Anstieg der gebuchten Übernachtungen sieht er die nächste Herausforderung in einer Steigerung der Qualität von Hotels und Ferienwohnungen und deren Umfeld im Land.
Im Gespräch mit Rebekka Merholz (NDR 1 Welle Nord) sagte Meyer
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2015 waren mehr als sieben Millionen Urlauber ins nördlichste Bundesland gereist. Sie buchten 27,1 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben – das waren laut Tourismusbarometer so viele wie nie zuvor. Unterm Strich kamen vier Prozent mehr Urlauber in den Norden. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Ankünfte nur um 2,0 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 2,6 Prozent.
v.r.: TVSH-Chef Klimant, Meyer und Sparkassen-Chef Boll beim Pressegespräch
Tourismusverbands-Chef Jörn Klimant rechnet 2016 mit einem Bruttoumsatz der Branche in Höhe von erneut mehr als 7,5 Milliarden Euro. «Die Städte und die Küsten sind nach wie vor der Wachstumsträger», sagte Klimant. Er sprach von einem «permanenten Höhenflug», indem sich die Branche befinde. Dies bekommen auch Anbieter von Freizeitparks, Zoos, Museen oder Erlebnisbäder zu spüren. Sie verzeichneten 2015 ein Besucherplus in Höhe von 3,1 Prozent. Die Quantität der zahlenden Gäste sei aber längst nicht alles. Die Tourismusanbieter im Land müssten künftig noch stärker auf die Qualität der Angebote setzen, sagte Klimant. Urlauber hätten den zunehmenden Wunsch nach mehr Qualität sowohl der Unterbringung als auch des jeweiligen Umfeldes ihrer Ferienwohnung oder ihres Hotelzimmers. Mehr als 100 Fachleute diskutierten am Mittwoch in Kiel angesichts des boomenden Tourismus über Perspektiven der Branche.
Der Jahresbeginn macht den Verantwortlichen Hoffnung auf eine Fortsetzung des guten Trends. «Die Hotelzimmer waren im Februar zu 49,1 Prozent belegt», sagte Meyer. Das seien noch einmal deutlich mehr als vor einem Jahr (44 Prozent). Im Zeitraum November bis Februar gebe es bereits seit längerem deutliche Zuwächse. Das Land wolle weiterhin eine «Ganzjahres-Destination» werden. Die Branche ist ein Wirtschaftsfaktor in allen Regionen des Landes. Der Tourismus habe sich gut entwickelt, sagte Reinhard Boll, der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes. «Das hat sicherlich auch mit der Gefahrenlage in der Welt zu tun.» Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Anbieter nun dranblieben. «Die Tourismusbranche darf sich nicht ausruhen.»
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus