Archiv der Kategorie: Allgemein

Liebesgedicht an den Norden – diesmal ungekürzt aus Hamburg

Weil’s so schön war: Liebesgedicht an den Norden – von Mona Harry – diesmal geteilt und ungeschnitten

Nachdem wir am Wochenende im Netz vereinzelt dafür kritisiert wurden, dass wir das „Liebesgedicht“ von Mona Harry in einer (um die längliche Anmoderation) gekürzten Fassung auf unserem Youtube-Kanal gezeigt haben, hier nun ein Link zu einem ganz aktuellen (und ungeschnittenen) Auftritt der jungen Künstlerin am Wochenende im Hamburger Schauspielhaus.

Inhaltlich bleibt es dabei: Hier wird durch das Temperament einer 24-Jährigen wunderbar erklärt, warum der Norden so klar, authentisch und schnörkellos – eben „echt“  – ist.

Hafen Hamburg zieht erste Jahresbilanz

Der Hamburger Hafen stellt heute um 9.30 Uhr die Umschlagergebnisse für die ersten neun Monate des Jahres vor. 

Einer der größten schleswig-holsteinischen Arbeitgeber, der Hafen Hamburg, zieht erste Bilanz für 2015: Der wichtige Containerumschlag dürfte dabei – wie bereits in den ersten sechs Monaten – weiterhin zurückgegangen sein. Im ersten Halbjahr betrug der Rückgang 6,8 Prozent. 

Das liegt vor allem am schwachen Außenhandel der wichtigsten Handelspartner China und Russland, aber auch an stärkerer Konkurrenz durch die Häfen Antwerpen und Rotterdam. Die Marketing-Gesellschaft des Hafens will zudem über die Bedeutung des Binnenschiffs für den Hinte

Deutsch-dänische Verkehrskommission legt Bericht vor

Heute 11. Sitzung deutsch-dänischer Verkehrskommission: Meyer und Schmidt legen Bericht vor

Im dänischen Haderslev kommt heute die zwölfköpfige Verkehrskommission mit Experten beider Länder zu ihrer elften Sitzung zusammen. Das Minister-Duo Hans Christian Schmidt aus Dänemark und sein SH-Amtskollege Reinhard Meyer werden dabei einen Bericht vorlegen, der unter anderem eine Liste prioritärer Projekte für das bessere Zusammenwachsen beider Länder beinhaltet. 

Die Sitzung beginnt um 11 Uhr und endet gegen 15 Uhr mit einem anschließenden Pressegespräch in Haderslev.

Meyer und Scholz zu Gast bei Jungheinrich-Niederlassung in Shanghai

Zentrales Thema von Meyer und Scholz heute in Shanghai: „Industrie 4.0“ als gemeinsame Chance

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Scholz und Meyer bei Jungheinrich in Shanghai (Fotos: Kiefer)

Mit einer großen Konferenz zum Thema „Industrie 4.0.“ ist heute in Shanghai der Besuch der Wirtschaftsdelegation um Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz fortgesetzt worden. Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer am Rande der Sitzung sagte, gehe es dabei umter anderem um eine verstärkte Digitalisierung der Arbeitsprozesse. Darüber sei unter anderem mit Vertretern des weltweit tätigen Windenergieanlagenherstellers Envision gesprochen worden.

Nach den Worten von Meyer berge die Strategie der Chinesen, verstärkt auf digitalisierte Arbeitsprozesse zu setzen, auch große Chancen für Technologie-Unternehmen aus Norddeutschland, weil dort ein enormes Know how auf diesem Feld bestehe.

Bei der Firma Jungheinrich konnten sich Meyer und Hamburgs Oberbürgernmeister Scholz anschließend ein eigenes Bild vom technischen Know how des in Hamburg und Schleswig-Holstein ansässigen Weltmarktführers machen. Unter anderem stand für Scholz einen Probefahrt mit einem Jungheinrich-Hubstapler auf dem Programm.

Daniel Roesch, Product-Director bei Jungheinricht sagte bei dem Besuch: „Vor fünf Jahren hatte sich kaum jemand vorstellen können, das wir hier in China Schweißroboter einsetzen würden. Ebenso schnell geht der Technologiesprung bei den nachgefragten Produkten. Manche unserer Kunden überspringen da zehn Jahre und verlangen voll automatisierte Lagersysteme. Die fertigen wir hier, wobei einiges an Zulieferung weiter aus Deutschland kommt. Die Qualität muss auf jeden Fall stimmen.“

Im Gespräch mit dem mitreisenden Journalisten Dr. Thomas Kiefer sagte Meyer über den heutigen Tag und sein anstehendes Wochenend-Programm in Schleswig-Holsteins Partner-Provinz Zhejiang (Audiopfeil klicken)

Erster Weiterbildungstag Schleswig-Holstein in Neumünster

Erster Weiterbildungstag in SH – Staatssekretär Nägele verlangt mehr Kooperation in beruflicher Bildung

Anlässlich des ersten Weiterbildungstages Schleswig-Holstein hat Arbeits-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute auf die herausragende Bedeutung der Weiterbildung für die mittelständische Wirtschaft im Land hingewiesen: „Jede Investition in Qualifizierung ist gut für die Beschäftigten und für die Unterneh­men.“ Zwar sei die Weiterbildungsbeteiligung in Schleswig-Holstein im Verhältnis zu seiner Wirtschaftskraft nach dem neuen Weiterbildungsatlas der Bertelsmann Stiftung gut, aber: „Die Akteure im System der beruflichen Bildung, zu dem auch die oftmals ausgeblendete Weiterbildung von Erwachsenen gehört, müssen noch enger zusammenrücken: Nur eine fundierte berufliche Qualifikation schaffe die Grundlage für einen sicheren Arbeitsplatz. Und nur gut aus- und weitergebildete Beschäftigte stärken die Betriebe, um sich erfolgreich am Markt zu behaupten“, so Nägele.

Bei dem Weiterbildungstag diskutieren rund 70 Beraterinnen und Berater aus fünf Netzwerken über Themen wie Weiterbildungsfinanzierung, Qualitätssicherung oder neue Ansätze zur Kompetenzorientierung der Beratung. Vertreten sind die Beratungsnetzwerke Fachkräftesicherung und Weiterbildung, Qualifizierungsberater der Bundesanstalt für Arbeit, Beraterinnen von Frau & Beruf sowie des Netzwerks IQ, das für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten zuständig ist.

Nach den Worten von Nägele stelle insbesondere der demografische Wandel, der Fachkräftebedarf und die Integration von Tausenden junger Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt das etablierte berufliche System vor völlig neue Aufgaben. „Dies können wir nur in einer breiten Kooperation bewältigen. Und gerade die Beraterinnen und Berater, die sich derzeit mit Hochdruck um die Integration der vielen Zuwanderer in Schleswig-Holstein kümmern, sollen wissen, dass sie nicht alleine dastehen und fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen können“, so der Staatssekretär.

Expansion in China: Lübecker Unternehmen SLM eröffnet Tochtergesellschaft in Shanghai

SLM Solutions eröffnet Tochterunternehmen in Shanghai – Meyer: Das stärkt auch den Standort Lübeck

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Minister Meyer vor einem 3-D-Metalldrucker der Firma SLM in Shanghai  (Fotos: Kiefer)

Im Rahmen des Besuchs der Wirtschaftsdelegation um Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz in China hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute an der feierlichen Gründung einer Tochtergesellschaft des Lübecker Unternehmens SLM Solutions teilgenommen. „Es ist der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt, denn die neue chinesische Strategie zielt sehr stark darauf ab, technische Innovationen und Technologien zu fördern“, sagte Meyer bei der Zeremonie. SLM Solutions hingegen sei sehr exportorientiert und habe den Markt in Fernost sehr gründlich analysiert. Er sei sicher, dass der Sprung des 200 Mitarbeiter starken Unternehmens auch den Standort Lübeck selbst stärken werde.

Die SLM Solutions Group AG ist ein führender Anbieter so genannter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie (3D-Druck) und setzt nach den Worten seines Vorstandstandvorsitzenden Dr. Markus Rechlin mit der China-Dependance seine globale Wachstumsstrategie fort. Die im Shanghai Caohejing Hi-Tech Park Songjiang New Industrial Park ansässige Tochtergesellschaft firmiert in Shanghai als SLM Solutions Shanghai Co. Ltd. Das Unternehmen wird von diesem Standort den gesamten chinesischen Markt bearbeiten. SLM Solutions ist bereits seit fast 20 Jahren auch durch die Vorgängerorganisation mit lokalen Partnern auf dem chinesischen Markt tätig.

Kiefer

Über die Eröffnung  der SLM-Niederlassung, weitere Stationen der Delegationsreise sowie die Wirtschafts-Kooperation zwischen China und Schleswig-Holstein sagte Meyer im Gespräch mit dem mitreisenden Journalisten Dr. Thomas Kiefer (Foto rechts) (Audiopfeil klicken)

Meyer erinnerte daran, dass die schleswig-holsteinische Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH (WT.SH) in den letzten 20 Jahren zahlreichen Unternehmen aus dem Norden Starthilfe bei Gründungen in China gegeben habe und aktuell über 30 Firmen im WT.SH Businesscenter in Hangzou (Hauptstadt der SH-Partnerprovinz Zhejiang) engagiert seien. „Denn gerade kleinere und mittlere Unternehmen sind darauf angewiesen, dass wir ihnen am Anfang in gewisser Weise die Steigbügel halten“, so Meyer weiter. Er erinnerte daran, dass die Beziehung von Hamburg und Schleswig-Holstein zu China keineswegs eine Einbahnstraße ist: So entstehe untzer anderem derzeit in Itzehoe auf dem ehemaligen Gelände der Druckerei Prinovis ein Logistik-Center mit chinesischen Partnern.

„Auch wenn wir durchaus hier und dort Rückschläge erleben – wie jüngst am Lübecker Flughafen – so bin ich sicher, dass wir mit den Verbindungen in unsere Partnerregionen Zhejiang und Shanghai auf dem richtigen Kurs sind“, so der Minister.

Eine Reportage über den Besuch von Hamburgs Bürgermeister Scholz – der vor allem auch in Sachen Olympia in der Partnerregion unterwegs ist – finden Sie hier: zum Artikel in der „Welt“

Meyer bricht heute nach China auf – Teilnahme an Wirtschafts-Delegationsreise von Olaf Scholz

Meyer stößt zur China-Delegationsreise von Olaf Scholz dazu. Besuch bei Shanghai-Dependance der Lübecker Firma SLM

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Meyer bei seinem letzten Besuch der WT.SH-Repräsentanz in Hangzhou

Gemeinsam mit dem Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WT.SH, Bernd Bösche, wird Meyer unter anderem am Donnerstag an der offiziellen Gründung einer Tochtergesellschaft der Lübecker Firma SLM Solutions teilnehmen, die auf so genannte 3-D-Drucker spezialisiert ist. Die neue Niederlassung soll von Shanghai aus den Vertrieb, das Marketing und den Service für Kunden auf dem gesamten chinesischen Markt aufbauen. SLM Solutions mit seinen rund 200 Mitarbeitern – ist bereits seit fast 20 Jahren mit lokalen Partnern auf dem chinesischen Markt tätig. Zur Presseerklärung des Unternehmens: hier klicken

Reinhard_MeyerMeyer sagte vor seiner
Abreise (Audiopfeil klicken)

Am Freitag steht zudem ein Besuch der Niederlassung des Gabelstapler-Herstellers und Lagertechnik-Spezialisten Jungheinrich auf dem Programm. Ein wichtiges Diskussionsthema bei allen Stationen wird unter anderem das Bundes-Projekt „Industrie 4.0.“ sein. Bei dieser so genannten vierten industriellen Revolution geht es unter anderem um eine stärkere Individualisierung von Produktionsprozessen – selbst bei Serienfertigung – aber auch um eine stärkere Kopplung von Produktion und Dienstleistung. Abschließend wird Meyer am Sonnabend die schleswig-holsteinische Partnerprovinz Zhejiang in Hangzhou besuchen, die im kommenden Jahr ihre 30-jährige Partnerschaft mit Schleswig-Holstein feiert.

Trotz der abgekühlten konjunkturellen Lage in China bezeichnete Meyer den chinesischen Markt als nach wie vor enorm wichtig für Schleswig-Holstein und Hamburg. „Darum ist es auch richtig und wichtig, dass wir dort gemeinsam mit Hamburg Präsenz zeigen“, so Meyer. Pro Jahr werden Waren im Wert von über zwei Milliarden Euro aus China nach Schleswig-Holstein eingeführt und für knapp eine Milliarde Euro exportiert.

Die Küstenprovinz Zhejiang, die Meyer und Bösche zum Abschluss ihrer Reise besuchen, zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen in China. Am 20. April 1986 wurde die Vereinbarung über die Partnerschaft zwischen Zhejiang und Schleswig-Holstein unterzeichnet. Zwischen der Provinz Zhejiang und Schleswig-Holstein gibt es eine immer intensivere Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereichen. Schleswig-Holstein ist bei der Maritimen Wirtschaft, den Erneuerbaren Energien sowie beim Umweltschutz gut aufgestellt und damit insbesondere für die Provinz Zhejiang ein interessanter Partner.

Teeplantage in Zhejiang

Die Repräsentanz der WT.SH (Wirtschaftsförderung- und Technologietransfer GmbH) in der Hauptstadt Hangzhou der Provinz Zhejiang hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1996 als das wichtigste Instrument der Außenwirtschaftsförderung für die schleswig-holsteinische Wirtschaft in der VR China erwiesen. „Alle China-Aktivitäten der WTSH werden über dieses Schleswig-Holstein Business Center abgewickelt. Das WTSH-Büro wird ebenfalls dazu genutzt, um den attraktiven Standort Schleswig-Holstein für chinesische Unternehmen zu präsentieren und bekannt zu machen, die den europäischen Markt erschließen wollen. Die chinesischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hangzhou sind sehr engagiert und motiviert für die Belange der Unternehmen aus Schleswig-Holstein tätig“, so Meyer.
Die Repräsentanz wurde 1999 um ein Gemeinschaftsbüro für schleswig-holsteinische Unternehmen erweitert. In 2005 wurde die Leistungspalette des WTSH-Büros um ein Office-in-Office ergänzt. Damit wird es Firmen aus Schleswig-Holstein ermöglicht, innerhalb des Büros mit einem eigenen abgetrennten Büroteil und eigenem Personal das back office des WTSH-Büros sowie die wertvollen Kontakte der chinesischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen.

Anfang 2013 erfolgte ein Umzug des WTSH-Büros innerhalb der Stadt Hangzhou, die Neueröffnung erfolgte im Rahmen eines Festaktes am 20. November 2013, an dem der Ministerpräsident Torsten Albig teilnahm.
Aktuell sind insgesamt 32 Firmen Mitglied im Firmengemeinschaftsbüro.

Zur Delegation um Hamburgs Bürgermeister Scholz gehören neben Meyer unter anderem Hamburgs Flughafenchef Michael Eggenschwiler, der Geschäftsführer der Olympia-Bewerbungsgesellschaft, Nikolas Hill und Airbus-Vize Georg Mecke. Außerdem reisen der Chef der Hamburg Port Authority (HPA), Jens Meier, Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Hans-Jörg Schmidt-Trenz, HSH Nordbank-Chef Constantin von Oesterreich sowie Siemens-Nord-Chef Michael Westhagemann mit.

Erörterungen zum Belttunnel sind nun presseöffentlich

Erörterungstermine zum Belttunnel seit gestern presseöffentlich, heute, 9 Uhr, Fortsetzung in Halle 400

Pro und contra Fehmarnbelt-Tunnel: In Schleswig-Holstein haben Befürworter und Kritiker gestern mit Beratungen über das umstrittene Milliardenprojekt begonnen. Das Erörterungsverfahren, zu dessen Auftakt knapp 100 Gegner des Großvorhabens, Planungsexperten und Vertreter der Projektgesellschaft kamen, startete auf dem Kieler Ostufer in der Halle 400 und wird heute fortgesetzt.

Nachdem gestern in der ersten Sitzung einer der Teilnehmer die Zulassung der Presse (ohne Film- und Tonaufnahmen) beantragt und niemand widersprochen hatte, bleibt die Erörterung bis auf Weiteres presseöffentlich 

Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den rund 19 Kilometer langen Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen den Inseln Fehmarn auf deutscher und Lolland auf dänischer Seite waren mehr als 3100 Bedenken eingegangen. Aus Sicht der Kritiker – darunter Umweltverbände und die Fährreederei Scandlines – ist das Projekt unverhältnismäßig teuer. Zudem befürchten sie Gefahren für Natur und Tierwelt. Die Befürworter setzen dagegen auf wirtschaftliche Vorteile durch die schnellere Verkehrsverbindung.

Insgesamt sieben Erörterungstermine sind bis Mittwoch nächster Woche angesetzt. Dabei kommen alle Themenbereiche zur Sprache – von Bedarf, Finanzierung und Umweltaspekten über Schienenlärm, Schweinswal- und Gewässerschutz bis hin zur Tunnelsicherheit. Am Auftakttag spielten zunächst Verfahrensfragen die Hauptrolle, dann ging es um den umstrittenen Bedarf für das Großvorhaben und dessen möglichen Platz im europäischen Verkehrsnetz.

Die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S hatte dem schleswig-holsteinischen Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Ende Mai ihre Erwiderungen zu den über 3100 Einwendungen übersandt. In 41 Aktenordnern sind etwa 50 000 Einzelaspekte aufgeführt.

Bereits 2008 hatten Dänemark und Deutschland einen Staatsvertrag über das Großvorhaben abgeschlossen. Trotz Rückschlägen vor allem im Hinblick auf die Kosten haben beide Seiten ihre Entschlossenheit zur Umsetzung immer wieder betont. Dänemark finanziert den gesamten Tunnelbau, Deutschland nur die Anbindung auf seinem Gebiet.

Kritiker bemängeln eine aus ihrer Sicht zu geringe Bürgerbeteiligung. Der Naturschutzbund Nabu verlangte wegen ökologischer Bedenken eine Neubewertung. Die Reederei Scandlines, die auf der Route Fähren betreibt, befürchtet eine Umlenkung großer Teile des Verkehrs. «Leider haben wir nach wie vor den Eindruck, dass die Vorhabenträger dieses Großprojekts versuchen, unsere intensive Betroffenheit herunterzuspielen», sagte Vorstandschef Søren Poulsgaard Jensen.

„Der echte Norden“ – Schritt zwei: Land startet Werbekampagne für die Wirtschaft

„Schleswig-Holstein. Der echte Norden“: Meyer gibt Startschuss für breit angelegte Werbekampagne

 WTSH-CLP_JOBSeit 2013 segelt Schleswig-Holstein unter einer einheitlichen Dachmarke mit dem mittlerweile bundesweit bekannten Claim: „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“ Nun folgt Schritt zwei: Mit Unterstützung der Hamburger Werbeagentur KNSK soll der „echte Norden“ durch eine breit angelegte Print- und Digitalkampagne zu einer Wirtschaftsmarke erwachsen und auch außerhalb der Landesinstitutionen und Behörden zu einem Markenzeichen des nördlichsten Bundeslandes werden.

„Ob beim Thema Fachkräfte, Ausbildung, Ansiedlungen, Gesundheitswirtschaft oder Tourismus – wir haben unglaublich viele Stärken, stehen aber auch in einem enorm starken Wettbewerb mit anderen Bundesländern, die bereits alle seit Jahren mit Standort-Kampagnen für sich werben“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute bei der Vorstellung der kampagne. „Es ist es deshalb allerhöchste Zeit, dass auch wir unsere Standortvorteile unter einer Marke bündeln und ebenso geschlossen wie selbstbewusst nach Außen auftreten.“ Die Wirtschaft habe diese Forderung schon vor mehr als zehn Jahren an die Landesregierung gestellt. „Wir haben diese berechtigte Erwartung aufgenommen und setzten die Markenbildung trotz knapper Haushaltsmittel Schritt für Schritt weiter um“, so Meyer.

IMG_0958Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer weiter
(Audiopfeil klicken):

Wie der Minister weiter sagte, treten mittlerweile alle Behörden und Einrichtungen des Landes im Gewand des „echten Nordens“ auf. Auch mit Gemeinschaftsständen auf in- und ausländischen Messen wie beispielsweise der Cebit in Hannover, der Immobilienmesse Expo Real in München oder der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) sei Schleswig-Holstein seit mehr als einem Jahr frisch, modern und einheitlich erkennbar. „Wir haben damit erfolgreich die Identität nach Innen gestärkt – nun geht es darum, das Profil nach Außen noch weiter zu schärfen und dafür in einem ersten Schritt vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer im Land für unsere Marke zu begeistern“, so Meyer.WTSH-CLP_MOE

Im Mittelpunkt der anlaufenden Kampagne – für die KNSK im Frühsommer in einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte – steht zunächst der Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein selbst. Nach den Worten von WT.SH-Chef Bösche gehe es darum, das Land als attraktiven Wirtschaftsstandort intensiv zu bewerben. „Zielgruppen sind im ersten Schritt unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen, später die Hochschulabsolventen und Fachkräfte und in einer weiteren Phase Investoren und Unternehmer außerhalb Schleswig-Holsteins“, so Bösche. Für ihn stehe außer Zweifel, dass das Land damit langfristig seine nationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern und sich als attraktiver Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensstandort positionieren könne.

Der KNSK Werbeagentur GmbH steht für die Kampagne ein Jahresbudget von 250.000 Euro zur Verfügung. „Wir haben eine klassische, aufmerksamkeitsstarke, crossmediale Kampagne erarbeitet. Im Gegensatz zu der im Länder-Standortmarketing leicht austauschbaren und verwechselbaren Faktenkommunikation, haben wir diese Kampagne um eine einzigartige Mentalität und eben sehr typische norddeutsche Haltung der Schleswig-Holsteiner bereichert“, so Olaf Uthmann von KNSK. Die Kampagne sei zunächst auf zwei Jahre festgesetzt, mit der Option auf Verlängerung.

Zum Auftakt werden nach den Worten von WT.SH-Chef Bösche verschiedene Kampagnenmotive im ganzen Land sichtbar werden. Zwischen dem 16. und dem 30. November werden so genannte City Light Plakate (CLP) an Bushaltestellen und Großflächenplakate (GF) zu sehen sein. „Die für den ,Echten Norden‘ zwingend erforderliche Authentizität erreichen wir dadurch, dass wir echte Schleswig-Holsteiner als Kampagnenmotiv abbilden“, sagt Uthmann.

Es handelt sich bei allen „Models“ der ersten Kampagnenmotive um Geschäftsführerinnen und Geschäftsführ aus dem schleswig-holsteinischen Mittelstand, die sich zum Standort Schleswig-Holstein bekennen. „Darüber hinaus sind all diese Unternehmerinnen und Unternehmer Premiumpartner des WTSH Partnerprogramms“, sagte Bösche. „Das Kernziel unseres Partnerprogramms ist es, die schleswig-holsteinische Wirtschaft in das Standortmarketing einzubinden und die Vorzüge des Wirtschafts-Arbeits-und Lebensstandortes gemeinsam zu kommunizieren. Demnach wird es immer wieder enge Berührungspunkte zu den Kampagnenmaßnahmen geben.“

Nach den Worten von KNSK-Gesellschafter Uthmann sollen die Kampagnenmotive „die Emotionen und den Stolz der Unternehmen in Schleswig-Holstein auf Ihre Region herauskitzeln.“ Die Motive sollen zum Ausdruck bringen, dass Menschen und Macher in Schleswig-Holstein zwar genauso innovativ und modern seien, wie überall in Deutschland, nur dass man die Dinge hier einfach auf den Punkt bringe. „Hier lässt man alles Überflüssige weg und packt an. Die Bodenständigkeit, die Klarheit und die Authentizität wollen wir als ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Kampagne zum Ausdruck bringen.“

Neben den klassischen CLP und Großflächenschaltungen wird es weitere Kampagnenmaßnahmen geben. So soll der „echte Norden“ unter anderem verstärkt auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen sichtbar werden. Dazu zählen Großveranstaltungen, wie zum Beispiel die Kieler Woche 2016, aber auch Branchenveranstaltungen wie Fachkräfte-und Recruting-Days.

Darüber hinaus soll alles rund um die Kampagne auch online erkennbar werden. Sukzessive wird die Website www.der-echte-norden.info zur digitalen Kampagnen-Plattform ausgebaut. Alle aktuellen Informationen zur Kampagne und ihren Maßnahmen werden hier zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wird die Website auch um Social-Media-Angebote erweitert.

Meyers Statement während der heutigen Pressekonferenz in voller Länge hier (Audiopfeil klicken):

Geplanter Fehmarnbelttunnel: Die Erörterungstermine haben begonnen

Auftakt des Erörterungsverfahrens für Fehmarnbelt-Tunnel: Knapp 100 von 3100 Betroffenen kamen nach Kiel

IMG_9930In der Halle 400 auf dem Kieler Ostufer hat am Vormittag das Erörterungsverfahren zum Bau des geplanten Fehmarnbelttunnels begonnen. Zum Auftakttermin kamen mehrere Dutzend Gegner des Großvorhabens, Planungsexperten und Vertreter der Projektgesellschaft. Mehr als 3100 Einwendungen wurden gegen den Planfeststellungsbeschluss vorgebracht. Aus Sicht der Kritiker, darunter Umweltverbände und die Reederei Scandlines, ist der vorgesehene 19 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland unverhältnismäßig teuer. Zudem befürchten sie Gefahren für Natur und Tierwelt. Die Befürworter setzen auf wirtschaftliche Vorteile durch die schnellere Verkehrsverbindung.

Die weiteren Erörterungen finden diese und kommende Woche statt.

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Susann Müller (stehend) von der Planfeststellungsbehörde im Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) leitet die Termine