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Buchholz mahnt nach Kontrollen auf Sylt: „Wer Regeln verletzt, gefährdet die Sommer-Saison“

Hochbetrieb auf Sylt – hier in der Friedrichstraße am vergangenen Wochenende. Foto: Knoop

Angesichts des Urlauber-Ansturms auf Sylt und der zu Pfingsten erwarteten nächsten Besucher-Welle hat Tourismusminister Bernd Buchholz eindringlich an Gastronomen und Gäste der Insel appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. «Es wäre fatal, wenn durch das teils krasse Fehlverhalten Einzelner die bisher mühsam erarbeiteten Öffnungsschritte wieder zunichte gemacht und damit auch solche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet werden, die sich korrekt verhalten», sagte der Minister heute in Kiel. Die Landesregierung werde die Ordnungsbehörde des Kreises Nordfriesland weiterhin mit vollen Kräften bei der Durchsetzung der gültigen Corona-Landesverordnung unterstützen – auch mit Hilfe der Polizei.

Zur Situation auf Sylt sagte Buchholz heute im Gespräch mit dem Sender „Antenne Sylt“– Video starten

Anlass für die Sorge von Buchholz ist die Kontrollbilanz des Kreises Nordfriesland vom vergangenen Wochenende. «Bei den Vollkontrollen stellten wir eine Steigerung der Beanstandungen im Vergleich zu den letzten beiden Wochenenden fest. Dies hängt sicherlich mit den stark gestiegenen Besucherzahlen auf Sylt zusammen » , sagte ein Sprecher des Kreises der „Sylter Rundschau“. Bereits am Himmelfahrtswochenende sei es sehr voll gewesen und der Ton zwischen Gästen und Gastronomie-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde zunehmend rauer. Vor jedem Geschäft und vor jedem Restaurant hätten Menschen Schlange gestanden. Viele Gäste würden die Inhaber und die Mitarbeiter von Restaurants überaus schroff behandeln, wenn diese ihnen wegen Überfüllung keinen Zugang gewähren wollten. Das führe nicht selten dazu, dass viele Wartende dann doch eingelassen werden.

Laut dem Kreis Nordfriesland hätten die Kontrollen unter anderem ergeben, dass sehr oft die Mindestabstände nicht eingehalten werden oder sich Personen zahlreicher Haushalte an einem Tisch versammelten. «Insbesondere in Kneipen und Bars standen oder saßen die Gäste stark alkoholisiert eng beieinander», heißt es. Kontrollen nach 23 Uhr hätten zudem gezeigt, dass die Sperrstunde nicht überall eingehalten wurde – teils trotz vorheriger Aufklärung. Außerdem hätten Mitarbeiter von den Kontrolleuren aufgefordert werden müssen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen kündigte heute unterdessen für das kommende Wochenende scharfe Kontrollen an und sagte mit Blick auf die Bilanz des vergangenen Wochenendes: «Das sind unhaltbare Zustände. Gastwirte, die so etwas zulassen, handeln nicht nur fahrlässig, sondern auch im höchsten Maße unsolidarisch gegenüber den vielen gastronomischen Betrieben, die sich vorbildlich an die Regeln halten.»

Der Verwaltungschef begrüßte die generelle Öffnung des Landes für den Tourismus, erinnerte aber auch daran, dass sie mit Bedingungen verknüpft ist, die das Wiederaufflackern der dritten Corona-Welle verhindern sollen. «In Nordfriesland darf kein zweites Ischgl entstehen», mahnte er.

Nun steht die landesweite Bewährungsprobe an – Buchholz mahnt zu Vorsicht und Solidarität

Noch zwei Tage existieren unsere vier Tourismus-Modellprojekte, dann fädeln sich Eckernförde, Büsum, Nordfriesland und die Schlei-Region in die etwas leichteren Rahmenbedingen der neuen Landesverordnung ein.

Tourismusminister Bernd Buchholz dankte Mittwoch bei seinem Besuch in St. Peter Ording nochmals allen Macherinnen und Machern der Modellprojekte für ihr mutiges und umsichtiges Vorgehen. Mit Sorge blickt er allerdings auf die Ergebnisse von Gastronomie-Kontrollen auf der Insel Sylt. Dort kam es letzte Woche zu massiven Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Unsere „Meldung der Woche“

Buchholz: Zu Pfingsten ist in Bäderorten der Sonntags-Einkauf wieder möglich

Pünktlich zur landesweiten Öffnung des Tourismus dürfen von Montag an in Schleswig-Holstein in zahlreichen Ferienorten die Geschäfte auch wieder sonntags aufmachen. Die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte sogenannte Bäderverordnung tritt dann wieder in Kraft. «Die Bäderverordnung dient der Selbstversorgung von Touristen, und da wir – nach einer langen Phase massiver Einschränkungen – zu Pfingsten wieder Übernachtungsgäste ins Land lassen, steht auch der Sonntagsöffnung in den Bäderorten nichts mehr entgegen», sagte Ressortchef Bernd Buchholz. 

Der FDP-Politiker erinnerte an die Bestimmungen, wonach nur Getestete, Geimpfte oder Genesene Urlaubsquartiere beziehen dürfen und ihre Corona-Tests mindestens alle 72 Stunden erneuern müssen.

Buchholz sagte weiter – Audio starten

Die im April gestarteten Tourismus-Modellprojekte hätten schon jetzt klar belegt, dass weder das Beherbergungsgewerbe noch die Gastronomie Infektionstreiber seien, sagte Buchholz. Gleichwohl sei weiter sowohl im Tourismus als auch im Einzelhandel strikt auf die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln zu achten.

Die Corona-Zahlen sind im Norden wie in Deutschland insgesamt gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt noch leicht über 50. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert in Deutschland.

Normalerweise startet jedes Jahr am 15. März die Tourismus-Saison in Schleswig-Holstein. In 95 Städten und Gemeinden vor allem an den Küsten dürfen dann die Geschäfte auch sonntags öffnen. Diese Bäderverordnung gilt in der Regel bis zum 31. Oktober und von Mitte Dezember bis Anfang Januar.

Buchholz: mit mehr Bahn-Kapazitäten und strengem Test-Regime Richtung Sommerurlaub 21

Der Zug Richtung Schleswig-Holstein-Urlaub 2021 ist diese Woche im doppelten Sinne angerollt. Nicht nur, dass zur Entzerrung der Personen-Verkehre auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Sylt 8500 zusätzliche Plätze geschaffen wurden, ab dem 17. Mai öffnet sich der Tourismus in Schleswig-Holstein insgesamt. Allerdings unter strikten Spielregeln. Für Tourismusminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“. Video starten.

Buchholz im Bundesrat: Teil-Erfolg für MIeter von Mehrfamilienhäusern beim Glasfaserausbau

Spätestens die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit schneller Internetanbindungen gezeigt. Beim Glasfaser-Ausbau ist Schleswig-Holstein derzeit bundesweit spitze. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz rechtet damit, dass  bis 2022 mindestens 62 Prozent der Haushalte im echten Norden Glasfaser nutzen können. Der Bundesdurchschnitt liegt bei zwölf Prozent.

Über eine Bundesratsinitiative ist es Buchholz nun gelungen, die Weichen zur Regelung des so genannten Nebenkostenprivileg neu zu stellen. Damit soll der Glasfaser-Ausbau in den Städten vorangetrieben werden. Es geht darum, ob Mieter in Mehrfamilienhäusern weiter über die umlagefähigen Nebenkosten zwangsweise für ihren internetfähigen TV-Kabel-Anschluss bezahlen müssen. «Mit unserer Variante soll der Weg für Glasfaseranschlüsse freigemacht werden, über die nicht nur schnelles Internet, sondern eben auch Fernsehen die Wohnungen erreichen kann», so der Minister.

Heute befasste sich der Bundesrat in Berlin mit dem Thema – genauer gesagt mit dem sperrigen „Telekommunikationsmodernisierungsgesetz“. Das Gesetz wird vor allem von den FDP-geführten Wirtschaftsministerien der Länder abgelehnt, die den Vermittlungsausschuss anrufen wollen. Kritikpunkt ist neben dem Thema „Datenspeicherung“ vor allem, dass die beschlossenen Regelungen auf EU- und auf Bundesebene die operative Umsetzung des Gesetzes von der Bundesnetzagentur auf die Bundesministerien und auf Teile des Bundestages verlagern. Die Einflussmöglichkeiten der Länder, die bisher über den Beirat der Bundesnetzagentur an den Diskussionen beteiligt sind, würden so komplett wegfallen.

Dazu die Rede von Buchholz, die er soeben im Bundesrat gehalten hat:

Selbst Berlin schaut etwas neidisch auf den echten Norden – Buchholz mahnt aber auch

Die Vorfreude von Gästen und Gastgebern ist groß: Der echte Norden wird wieder zum Urlaubermagnet. Beflügelt von den niedrigsten Corona-Zahlen in Deutschland lässt die Jamaika-Regierung in Kiel den Tourismus Fahrt aufnehmen. Das ist an strikte Bedingungen geknüpft.

Radiomoderatorin Simone Panteleit vom Berliner Rundfunk sprach heute mit Tourismusminister Bernd Buchholz (Video unten)

Schleswig-Holstein lockt nach coronabedingter langer Flaute wieder Touristenströme an. Bereits am Sonnabend dürfen unter strengen Corona-Regeln Urlauber an die innere Lübecker Bucht kommen und ab 17. Mai ins ganze Land – wenn die Infektionszahlen stabil so niedrig bleiben wie derzeit. Mit der Ankündigung weitgehender Öffnungsschritte für Tourismus und Gastronomie fachten Ministerpräsident Daniel Günther und Tourismusminister Bernd Buchholz das ohnehin große Interesse an Ferien im Land zwischen den Meeren noch kräftig an. Urlaubsquartiere seien enorm gefragt, hieß es heute aus der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH).

Der Öffnungsschritt lenkt das bundesweite Interesse auf Schleswig-Holstein. Mit Simone Panteleit vom Sender „Berliner Rundfunk  94,1“, Partner der Südwest-Presse und der Märkischen Oderzeitung, führte Buchholz heute dieses Gespräch. Video starten

Die bundesweite Nachfrage nach Quartieren in Schleswig-Holstein – bereits vor Pfingsten –  ist riesengroß: «Sorgen, dass wir unsere Betten nicht voll bekommen, haben wir nicht», sagte der Tourismuschef von Timmendorfer Strand, Joachim Nitz, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Gäste stehen Schlange, die Sehnsucht der Menschen nach Urlaub ist riesig». Das spüren auch die schon laufenden Tourismus- Modellprojekte in Nordfriesland, der Schleiregion und in Eckernförde.

Der Norden hat seit längerem die deutlich niedrigsten Corona-Werte in Deutschland. Viele Details der neuen Regelung sind zwar noch offen und werden derzeit von Fachleuten der Landesregierung in eine neue Verordnung gegossen, aber der große Rahmen für die Zeit ab dem 17. Mai steht fest. Hier wesentliche Regelungen:

TOURISMUS: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste empfangen. Wer kommt, muss einen frischen negativen Corona-Test vorlegen und diesen alle drei Tage erneuern. Gäste müssen der Nachverfolgung ihrer Kontakte zustimmen. Gemeinschaftsduschen auf Campingplätzen sind nutzbar, die Sauna und der Whirlpool nicht.

GASTRONOMIE: Restaurants dürfen auch ihre Innenräume öffnen, nachdem Außengastronomie schon erlaubt ist. Ins Lokal hinein dürfen zusammen maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und generell nur Besucher, die einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Um 23.00 Uhr ist Sperrstunde. Beschäftigte dürfen sich – wie auch in der Hotelbranche – zweimal wöchentlich testen lassen. Lehnen sie Tests ab, dürfen sie keinen Kontakt zu Gästen haben.

KONTAKTREGELN: Im Freien dürfen sich zehn Personen treffen statt nur fünf aus zwei Haushalten wie bisher. Diese Regel bleibt für den Innenbereich bestehen.

KINDER UND JUGENDLICHE: Treffen mit bis zu zehn Personen drinnen und draußen werden in der gesamten Jugend- und Vereinsarbeit möglich. Draußen dürfen sich in festen Gruppen bis zu 20 Kinder treffen.

SPORT: Für Gruppen mit maximal 20 Jugendlichen bis 18 Jahre wird auch kontaktintensiver Sport möglich. Freibäder können unter Auflagen für Bahnenschwimmen und Schwimmunterricht öffnen. Gemeinschaftsduschen werden unter Hygieneauflagen geöffnet, Saunen und Whirlpools nicht. Im Freien kann kontaktintensiver Sport generell mit bis zu zehn Personen getrieben werden. Mit Negativtest und ohne Zuschauer werden im Amateursport kontaktarme Wettkämpfe im Freien gestattet.

FREIZEIT- und KULTUREINRICHTUNGEN: Sie können die Außenbereiche öffnen bei Wahrung der Abstände und Flächenbeschränkungen. Zugelassen wird die Ausflugsschifffahrt, ein negativer Corona-Test ist erforderlich.

VERANSTALTUNGEN: Diese darf es im Freien für Gruppenaktivitäten bis 25 Teilnehmer geben, private Feiern sind noch ausgenommen. Bei Sitzungen sind 50 Teilnehmer möglich. «Situationsangemessen» sind Schutzmasken zu tragen. Gottesdienste dürfen im Freien bis zu 250 Menschen besuchen.

Am 17. Mai öffnet sich der echte Norden – ein großes Stück, aber unter strengen Auflagen

Es bewegt sich was im echten Norden: Urlauber aus ganz Deutschland können hier bald landesweit Ferien machen – wenn sie gegen Corona geimpft oder negativ getestet sind. In Gaststätten darf ab 17. Mai auch drinnen gespeist werden. Weitere Lockerungen kommen hinzu.

Ministerpräsident Daniel Günther und Tourismusminister Bernd Buchholz bei der heutigen Pressekonferenz

Angesichts landesweit sinkender Corona-Infektionszahlen und einer erfolgreichen Zwischenbilanz der Tourismus-Modellprojekte in Eckernförde und der Schlei-Region wagt Schleswig-Holstein den nächsten Öffnungsschritt. Wie Ministerpräsident Daniel Günther, seine Stellvertreterin Monika Heinold und Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute nach Beratungen mit den Spitzen der Jamaika-Regierungskoalition sagten, dürfen ab dem 17. Mai landesweit Beherbergungsbetriebe und die Innen-Gastronomie für Geimpfte, Getestete und Genesene wieder öffnen.

Mit dem Schritt übertrage die Regierung die wesentlichen Regelungen aus den derzeit laufenden und noch anlaufenden Tourismus-Modellprojekten auf das gesamte Land. „Das heißt, dass wir noch vor Pfingsten wieder Urlaub oder den Besuch von Innengastronomie in allen Teilen des Landes ermöglichen“, sagte Günther. Bei Sieben-Tage-Inzidenzen von über 100 greife wieder die Notbremse. „Aber vor dem Hintergrund zunehmender Impfungen sind wir sehr zuversichtlich, dass wir in der Gastronomie nicht erneut den Rückwärtsgang einlegen müssen“, ergänzte Buchholz.

Zum 17. Mai ändern sich auch Kontaktvorschriften. Dann dürfen sich außen zehn Personen treffen und nicht mehr nur fünf aus zwei Haushalten. Diese Regel bleibt für den Innenbereich bestehen, auch in Gaststätten. Ab 23.00 Uhr gilt in der Gastronomie eine Sperrstunde.

Wie Buchholz weiter erläuterte, dürfen Urlauber ab dem 17. Mai nur anreisen, wenn sie einen aktuellen und negativen Corona-Test vorlegen – so wie derzeit in den Modellprojekten auch. Anschließend müssen sie den Test spätestens alle 72 Stunden erneuern. Besucher von Innengastronomie dürfen Lokale nur mit einem negativen Testergebnis betreten, das nicht älter als 24 Stunden ist. Kontrolliert und dokumentiert werden müsse dies von den Betrieben, die im Schulterschluss mit dem jeweiligen Kreis oder der Kommune zudem auch die entsprechenden Testkapazitäten sicherstellen müssen.

Tourismusminister Buchholz: „Aus den bisherigen Modellprojekten wissen wir zudem, dass es sinnvoll ist, die Testergebnisse getrennt nach Gästen, Einheimischen und Beschäftigten im Tourismus-Gewerbe zu erfassen – das wollen wir auch so beibehalten.“

Hier ein Gespräch mit Buchholz zu den Folgen der heutigen Entscheidung

Den Beschäftigten der Hotel- und Gastrobranche solle zweimal wöchentlich ein Testangebot gemacht werden. Sollten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter entsprechende Testungen ablehnen, dürfen sie nur in Bereichen beschäftigt werden, in denen kein oder kein regelmäßiger Gästekontakt stattfindet.

Nach den Worten von Buchholz setze die neue Regelung Leitplanken, die in einzelnen Kreisen oder in Betrieben je nach aktueller Lage aber auch verschärft werden könnten. Mit Blick auf frisch gestartete oder anstehende Tourismus-Modellprojekte in Nordfriesland, der Lübecker Bucht oder in Büsum machte Buchholz zudem deutlich, dass sich das Land von der wissenschaftlichen Begleitung dieser Vorhaben weitere wertvolle Erkenntnisse erhoffe. „Ohne die Erfahrungen aus den bereits laufenden Projekten in Eckernförde und an der Schlei wäre der heutige Schritt kaum möglich gewesen“, so der Minister.

Und hier die gesamte Pressekonferenz als Mitschnitt:

Tourismus-Modellprojekte an der Ostsee: Zuversicht und gute Zahlen zur Halbzeit

Interview im regnerischen Karlsminde: Buchholz im Gespräch mit dem ZDF-Morgenmagazin

Halbzeit bei den Tourismus-Modellprojekten in Eckernförde und der Schleiregion. Und Grund zu Optimismus – auch angesichts der nach wie vor niedrigen und weiter sinkenden Infektionszahlen im Land. Passend dazu besuchte heute früh das ZDF-Morgenmagazin den Campingplatz Karlsminde in Waabs bei Eckernförde. Einer der Gesprächspartner: Tourismusminister Bernd Buchholz – Video starten… 

Dass möglicherweise schon ganz bald deutlich mehr im Schleswig-Holstein-Tourismus geht, lässt auch die Einschätzung von Wissenschaftlern erahnen. „Wir sehen die Entwicklung in der Modellregion Eckernförde und Schlei aus Sicht des Gesundheitsamtes positiv. Sowohl die lokalen Inzidenzen als auch die gesondert geführten Zahlen für den Touristik-Bereich sind sehr niedrig“, sagte Prof. Stephan Ott, Chef des Fachbereichs Soziales, Arbeit und Gesundheit beim Kreis Rendsburg-Eckernförde den «Kieler Nachriochten».

Bei insgesamt sinkenden Werten im Kreisgebiet sehe er keinen nennenswerten Eintrag von Infektionen durch reisebedingte Aktivitäten. Auch im Bereich der Gastronomie gebe es keinen Anlass zur Besorgnis. „Die Konzepte in den Modellregionen scheinen gut zu funktionieren“, so Ott. Kritik habe es nur vereinzelt gegeben, zum Beispiel an der erweiterten Maskenpflicht in Eckernförde. Auch hätten sich Gastronomiebetriebe aus der Schlei-Region gemeldet, die ihre Betriebe analog zu Eckernförde auch innen öffnen möchten. „Möglicherweise wird es also in einigen Punkten Änderungen geben, aber eher in Richtung weiterer Lockerungen“, so Ott.

Die heutigen Beratungen des Landes-Kabinetts über weitere Öffnungs-Perspektiven für den Tourismus bei sinkenden Inzidenzwerten im Land werden am morgigen Mittwoch fortgesetzt.

StartUp-Schmiede „Gateway 49“ schickt erneut 6 junge Unternehmen ins Wirtschaftsleben

Buchholz (Mitte) mit Stefan Stengel (links) und Gateway-49-Chef Frank Schröder-Oeyenhausen

Neun Monate, sechs Teams, ein Ziel: innovative Ideen in Schleswig-Holstein voranbringen. Die Lübecker StartUp-Schmiede GATEWAY49 hat jetzt erneut Gründungsförderprojekte feierlich verabschiedet. „Jetzt sind die von uns begleiteten 6 Teams bereit, erfolgreich zu wachsen“, sagt Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer des Technikzentrum Lübeck und des „ready 4 Growth“. Aufgrund der Pandemie fand die Verabschiedung im Rahmen einer Online-Übertragung aus einem Studio in der Musik- und Kongresshalle Lübeck (MUK) statt. Die Teams von GATEWAY49 wurden live zugeschaltet, ebenso wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

Hier ein Auszug des Gesprächs mit Minister Bernd Buchholz

In zweiminütigen Vorstellungsvideos präsentierten die StartUps den Zuschauerinnen und Zuschauern ihre Geschäftsidee. Zudem berichteten die Teams von den Erfahrungen und Herausforderungen der zurückliegenden neun Monate. Sie wurden dabei nahezu komplett digital betreut und gecoacht. Frank Schröder-Oeynhausen und Stefan Stengel von Gateway 49 gaben einen Überblick über die Zahlen und Fakten des Lübecker Accelerators, darunter auch Finanzierungssummen und die Anzahl ausgeschlagener Übernahmeangebote.

Im Rahmen des GATEWAY49-Programms mussten die StartUps mehrere Teilleistungen (Gates) erfüllen. Dabei ging es darum, Testkunden zu gewinnen, Pilotprojekte durchzuführen und Prototypen zu entwickeln. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Teams durch die Partnerinnen und Partner, die Mentorinnen und Mentoren sowie das GATEWAY49-Team. Anhand eines Punktesystems wurde das Vorankommen jedes der sechs Teams bewertet.

Folgende Teams haben das GATEWAY49-Programm erfolgreich absolviert (Reihenfolge gemäß Punktzahl):

1. mobOx (Blutanalytik für den Rettungsdienst)
2. IO-Dynamics (Smart Charging für Elektrofahrzeuge)
3. ReHero (Rehabilitationssystem für Gelähmte)
4. ZoeysRooms (Digitale Einrichtungsberatung)
5. MarineDigital (Kraftstoffoptimierung in der Schifffahrt)
6. PlasticFri (Umweltfreundliche Plastikalternative)

Alle sechs StartUps erreichten die Zielvorgaben des Programms und erhielten somit ihr Abschlusszertifikat. „Es hat großen Spaß gemacht, den Teams zur Seite zu stehen und sie im Laufe des Programms wachsen zu sehen. Jedes der sechs StartUps hat große Fortschritte gemacht, in ganz unterschiedlichen Bereichen“, so Programm-Manager und GATEWAY49-Mitinitiator Stefan Stengel.

Insgesamt 84 Bewerbungen gingen für die sechs Plätze in Batch II ein. Allein 31 davon stammten aus Schleswig-Holstein, aber sogar aus Australien erreichten den Accelerator Bewerbungen. Mit Marine Digital und PlasticFri absolvierten erstmals zwei internationale Teams das GATEWAY49-Programm. Das StartUp Marine Digital, das ursprünglich aus Lettlands Hauptstadt Riga stammt, konnte bereits eine Finanzierung von insgesamt mehr als 500.000 Euro erzielen. Inzwischen ist das Unternehmen in Lübeck ansässig. Das Clean-Tech-Unternehmen PlasticFri aus Schweden verbesserte durch den GATEWAY49-Accelerator schrittweise seinen Zugang zum deutschen Markt.

Im Live-Talk sprach Wirtschaftsminister Buchholz auch über seine Vision für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein und zeigte sich begeistert vom Accelerator-Programm. „Der wichtigste Motor für die Wettbewerbsfähigkeit Schleswig-Holsteins ist Innovation. Durch die Förderung von StartUps investieren wir in die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Der GATEWAY49-Accelerator demonstriert in diesen Zeiten eindrucksvoll, dass wir Gründerinnen und Gründer sogar komplett digital bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen können“, so Buchholz. Nicht einmal Corona könne den Gründergeist in Schleswig-Holstein aufhalten.

Thomas Glöckner, Leiter des Innovationsmanagements bei Dräger, berichtete von seinen Erfahrungen als Kooperationspartner und Supporter des Accelerators: „Innovation ist eine der wichtigsten Tragsäulen von Dräger. Da ist es nur konsequent, dass wir Gründerinnen und Gründer in und um Lübeck dabei unterstützen, ihre innovativen Ideen zu verwirklichen.“

„Die StartUps, die wir heute auszeichnen, zeigen einmal mehr, welches Potential in Schleswig-Holstein steckt. GATEWAY49 trägt in besonderer Weise zum Wachstum des StartUp-Ökosystems im Land bei“, resümierte GATEWAY49-Geschäftsführer Frank Schröder-Oeynhausen. Er dankte dem Land Schleswig-Holstein ausdrücklich für die Förderung, die das Programm erst möglich gemacht hat.

Über GATEWAY49

Initiiert wurde der GATEWAY49-Accelerator vom Technikzentrum Lübeck, der IHK zu Lübeck und Glocal Consult. Das Projekt wird federführend vom TZL betreut und ist aus Landes- bzw. EFRE-Mitteln sowie durch Partner und Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft gefördert.

Nordfriesland öffnet – und Tourismusminister Buchholz hofft, dass bald noch mehr geht

Nach der Stadt Eckernförde und der Schlei-Region wagt ab diesem Wochenende erstmals ein gesamter Landkreis unter strengsten Auflagen und Kontrollen vorsichtige Öffnungsschritte im Tourismus. Nordfriesland startet sein Modellprojekt mit 1.600 Betrieben. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze rüsten sich ab heute für den erwarteten Gästeansturm. Und Wirtschafts- und Tourismusminister Bernd Buchholz ist mit Blick auf steigende Impf-Quoten und sinkende Inzidenzzahlen vorsichtig zuversichtlich, dass bald noch mehr geht – seine „Meldung der Woche“. Video starten