Meyer und Förderbanken informieren über Eigenkapital-Offensive

Das Land SH startet eine Eigenkapitaloffensive mit der bis zu 500 Mio. € an Investitionen ausgelöst werden können Hierüber informiert Meyer heute gemeinsam mit Erk Westermann-Lammers, dem Vorstandsvorsitzenden der Investitionsbank Schleswig-Holstein, und Dr. Gerd-Rüdiger Steffen, dem Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft.
 Die zur Verfügung gestellten Mittel werden den Unternehmen mit der Zielsetzung bereitgestellt, die Kapitalbasis und die Eigenkapitalsituation zu verbessern. Hierdurch sollen die Wachstumschancen und die Innovationskraft der Unternehmen gestärkt sowie der Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft forciert werden, um qualifizierte Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein zu schaffen. 

Beispielhaft werden in der heutigen Pressekonferenz zudem drei interessante Unternehmen als Empfänger von Beteiligungskapital vorgestellt. Dies sind die Meesenburg Großhandel KG aus Flensburg, die Schöler GmbH aus Pansdorf sowie die Sashay GmbH aus Norderstedt.

Die PK findet statt um 11:00 Uhr im Haus B (neben dem Landtag) im Kabinettsitzungssaal, 2. OG, Arwed-Emminghaus-Weg 6, 24105 Kiel

Meyer startet Tour zu Tourismus-Leuchttürmen der Ostseeküste

 

Meyer (rechts) nach dem Spatenstich für den nächsten Bauabschnitt mit Investor Hollesen (links) und Wendtorfs Bürgermeister Otto Steffem

Marina Wendtorf, Hafenhotel Meereszeiten in Heiligenhafen oder Kailua Lodge in Pelerhaken-Rettin: Das sind – bei strahlendem Sonnenschein – einige der Stationen der heutigen Presse-Rundreise von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer auf Einladung des Ostsee-Holstein Tourismus e.V. (OHT). „Wir können hier an der Ostseeküste zahlreiche herausragende Beispiele besichtigen und erleben, wie der Schleswig-Holstein-Tourismus dank Modernisierung, Investitionen in Qualität und der Ausrichtung auf Ganzjahres-Angebote auf die Überholspur kommt“, sagte Meyer bei der ersten Station der Reise, der Marina Wendtorf.

Hier lässt die Planet-Gruppe von Investor Sven Hollesen seit letztem Jahr für knapp 60 Millionen Europa einen  Ostsee-Ferienpark mit modernsten Strandhäusern im skandinavischen Stil entstehen. Meyer setzte gemeinsam mit Hollesen und Wendtorfs Bürgermeister Otto Steffem den ersten Spatenstich für den dritten und vorerst letzten Bauabschnitt – den Bau von Marina-Villen, die nur 20 Meter von der Wasserkante entfernt errichtet werden.

Bei der Fahrt neben einem Dutzend Journalisten mit an Bord: Gasgeberin Katja Lauritzen vom OHT, Axel Strehl vom DEHOGA Schleswig-Holstein sowie TASH-Geschäftsführerin Andrea Gastager und weitere Vertreter der Tourismusbranche. Ebenfalls mit dabei: Die tourismuspolitischen Sprecher von SPD- und CDU-Fraktion im Kieler Landtag, Regina Poersch und Hartmut Hamerich.

Nach seinem Besuch in der Marina sagte Meyer (Soundpfeil klicken):

Beim Besuch des Meereszeiten-Hotels in Heiligenhafen – einem von Land geförderten Drei-Sterne-Plus-Hotel – sprach Meyer mit NDR-Welle-Nord-Reporter Julian Marxen über die Entwicklung des Tourismus in Schleswig-Holstein allgemein.

Hier das Gespräch

 

Meyer: Wagniskapital-Steuern sind Gift für ein gutes Gründerklima – nicht nur im Norden

Mit Blick auf die im Bundesvergleich hohe Quote an Unternehmensgründungen im Norden warnt Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer vor der vom Bund geplanten Steuer-Ausweitung auf so genanntes Wagniskapital. „Sollten die derzeit bekannten Reformpläne zur Investmentbesteuerung umgesetzt werden, wird dies Geldgeber von Start-up-Unternehmen vertreiben statt – wie eigentlich gewollt – anlocken“, sagte Meyer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sollten also lieber alles dafür tun, das gute und innovationsfreundliche Gründerklima in unserem Land weiter auszubauen statt ihm einen Dämpfer zu verpassen“, so der SPD-Politiker.

Meyer sagte außerdem (Audiopfeil klicken):

Nach den Plänen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble soll die Besteuerung von Investments neu geordnet werden. Bundesweit für Wirbel in der Start-up-Szene sorgen insbesondere die geplanten Änderungen bei den so genannten Streubesitz-Anteilen. Dabei handelt es sich um Beteiligungen von bis zu zehn Prozent. Schäuble will künftig Steuern fordern, wenn solche Anteile mit Gewinn verkauft werden. Meyer: „Und das trifft eben auch Start-up-Firmen und damit eine Branche, die auch der Bund eigentlich fördern will.“

Nach Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) lag die Gründungsquote in Schleswig-Holstein zwischen 2011 und 2013 bei 0,73 Prozent. Nur in Hamburg (0,84), Berlin (1,16) und Hessen (0,74) war sie höher. „In Schleswig-Holstein stehen hinter diesem Wert mehr als 12.500 Gründer, die mit jeder Unternehmung Jobs im Norden schaffen“, sagt Meyer. Allein über die Förderinstitute des Landes seien zudem in den letzten zwei Jahren für knapp 100 innovative Gründungen über zehn Millionen Euro bereitgestellt worden.. Als erfolgreiche Beispiele nennt Meyer den 2003 in Kiel gegründeten Online-Bezahldienstleister Payone, der inzwischen über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Auch der weltweit agierende Lübecker Diagnostika-Produzent Euroimmun war 1987 als Ausgründung entstanden – heute hat er 1700 Mitarbeiter weltweit.

Die von Schäuble in der vergangenen Woche signalisierte Bereitschaft, die Regelungen nochmals nachbessern zu wollen, gehen Meyer nicht weit genug: „Solange es im Ergebnis zu einer Steuerpflicht von Veräußerungsgewinnen kommt, werden sich die Rahmenbedingungen für Risikokapital in Deutschland verschlechtern. Es kann nicht sein, dass innovative Gründer aus Deutschland beispielsweise in die USA auswandern, weil dort die Bedingungen für Wagniskapital weitaus besser sind als bei uns. Das müssen wir ändern“, so der Minister.

Die Besteuerung von Veräußerungsgewinnen sei im Übrigen schon deswegen verfehlt, weil in einem System mit Definitivbeteuerung auf Unternehmensebene ohne Anrechnung bei der privaten Einkommensteuer eine Besteuerung von Veräußerungsgewinnen zu einer Mehrfachbesteuerung desselben Gewinns führe.

Meyer hält auch die Begründung des Finanzministeriums für nicht stichhaltig, wonach die vorgeschlagene Regelung nötig sei, um ein Steuerschlupfloch zu schließen. „Mit einer Beteiligung von weniger als 10 Prozent kann man keinen Einfluss auf die Ausschüttungspolitik eines Unternehmens nehmen“, so der Minister. Die Vermutung einer gezielten Einbehaltung von Gewinnen, um sie im Verkaufsfall steuerfrei zu realisieren wirke auf ihn deswegen konstruiert. Im Ergebnis sorge das BMF bei der Bekämpfung einer lediglich vermuteten Steuergestaltungsmöglichkeit für einen erheblichen Kollateralschaden, nämlich für eine Verschlechterung der steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland. Das dürfe nicht passieren

Land, Wirtschaft und Gewerkschaften gründen Kompetenzzentrum zur Fachkräfte-Sicherung

Das Land Schleswig-Holstein will im Schulterschluss mit Wirtschaft, Gewerkschaften und Bildungsfachleuten dem drohenden massiven Mangel an Fachkräften entgegensteuern. Dem Arbeitsmarkt werden im Jahr 2030 absehbar 85 000 Menschen mit Berufsabschluss und 12 000 mit Hochschulabschluss fehlen, wenn nichts getan wird, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) heute in Kiel. Ein neues Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Weiterbildung soll dazu beitragen, dass diese Lücke nicht in diesem Maße entsteht. Es ist im Rendsburger Haus der Wirtschaftsverbände mit sechs Vollzeitstellen ausgestattet und soll auch beratend tätig sein.

Das Zentrum soll untersuchen, wie effizient die mit der Fachkräfteinitiative des Landes eingeleiteten Maßnahmen sind und wie die Situation zügig verbessert werden kann. Gefördert wird das Zentrum mit EU- und Landesmitteln in Höhe von zusammen knapp 1,6 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2018. Spitzenvertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften und Fachhochschule Kiel sprachen von einer wichtigen Maßnahme im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Weichenstellung in Itzehoe: Prinovis geht – „China Logisik Centrum“ kommt

Das international tätige China Logistk Centrum (CLC) hat heute offiziell das ehemalige Grundstück der Druckerei Prinovis in Itzehoe übernommen. Auf dem 21 Hektar großen Gelände soll ein Logistik-Zentrum für den Handel mit China entstehen.
 Wirtschaftsminister Reinhard Meyer dankte dem Rendsburger Speditionsunternehmer Gustav Tietje (links) und dessen Sohn Carsten (rechts) sowie den künftigen chinesischen Geschäftspartnern für das große Engagement. Langfristig sollen in Itzehoe über 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

Im Gespräch mit Carsten Rauterberg (NDR-1-Welle-Nord) sagte Meyer weiter:

Erste Abriß- und Vorbereitungsarbeiten haben nach den Worten von Investor Tietje in den vergangenen Wochen bereits auf dem 21,5 Hektar großen Gelände in Itzehoe stattgefunden. Der Käufer, eine Gesellschaft, die sich aus chinesischen Gesellschaftern und der Tietje-Gruppe zusammensetzt, plant einen Teil der wachsenden Warenströme im Handel zwischen Deutschland und China über Itzehoe abzuwickeln. Das neue Zentrum soll dann im Zuge der Entwicklung des Warenverkehrs auch neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Je nachdem, in welche Richtung das Geschäft und die Akquisition geht, entwickelt sich die Anzahl der Mitarbeiter, wobei z.B. eine kommissionierintensive Abwicklung natürlich mehr Mitarbeiter erfordert als eine vollautomatisierte. Somit sind die Mitarbeiterzahlen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös zu beziffern. Das neue Zentrum wird der deutsche Teil eines Logistiksystems werden, dessen Gegenstück ein ähnliches Zentrum in der ca. 17 Millionen Einwohner großen Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan sein wird. Bedient werden sollen hauptsächlich 3 Provinzen mit ca. 300 Mio. Menschen.

Investor Tietje machte deutlich, dass das Unternehmen CLC mit der Investition in das Logistikzentrum seine Strategie des Wachstums in der Logistik für den deutsch-chinesischen Handel weiter unterstreiche. „Wir freuen uns sehr, dass wir eine hervorragend zu uns passende und bestens vorbereitete Liegenschaft von Prinovis übernehmen können. Das Objekt in Itzehoe bietet mit seinen fast 100.000 Quadratmetern Lagerfläche eine gute Infrastruktur und Basis für die Etablierung eines Handelsplatzes in der Metropolregion zwischen China und Europa mit Expansionsmöglichkeiten“, so Tietje. Durch die Kommissionierung im Versorgen von Endkunden und Handelsunternehmen würden erfahrungsgemäß viele Arbeitskräfte benötigt.

Neben den Aktivitäten für und mit den chinesischen Partnern wollen wir aber ebenfalls für lokale und regionale Kunden logistische Lösungen vor allem im Bereich Lagerung und damit verbundenen Dienstleistungen anbieten, um auch auf diesem Wege eine Stärkung der Region bewirken.

Zur Erreichung dieser Ziele hat die CLC unter anderem einen Kooperationsvertrag mit Brunsbüttel Ports abgeschlossen.

„Der Verkauf des Geländes ist gemeinsam mit der direkten Nachnutzung ein wichtiges Signal für Wachstum und neue Arbeitsplätze in der Region“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und dankte neben den beteiligten örtlichen Wirtschaftsförderern in der Region vor allem der Wirtschaftsförderung- und Technologie-Transfer GmbH (WTSH) für die monatelange Vermittlung bei der Investition. Meyer machte deutlich, dass mit dem Verkauf ein erster wichtiger Schritt gelungen sei, bis zur vollständigen Realisierung des Zentrums aber noch manche Hürden zu nehmen seien.

Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen bezeichnete die Nachnutzung der Prinovis-Liegenschaft als „wichtigen Baustein der Stadtentwicklung“, der eine „wesentliche Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Itzehoe“ darstelle. Nach Bekanntwerden der Betriebsstilllegung vor ca. 2,5 Jahren wurden in intensiver Zusammenarbeit die Grundlagen für eine Überführung der Liegenschaft in eine gewerbliche Nachnutzung erarbeitet. Maßgeblich beteiligt waren neben der Stadt und dem Land Vertreter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „egeb“ sowie Vertreter der Bertelsmann Gesellschaft als bisheriger Miteigentümer der Liegenschaft. Ziel war es nach den Worten von Koeppen, das Gebiet wirtschaftlich zu beleben und eine Brache zu vermeiden.

„Dass bereits 15 Monate nach Schließung der Großdruckerei Ende April 2014 ein Investor an diesem Standort ein Logistikcenter mit vielen neuen Arbeitsplätzen errichten will, liegt vor allem daran, dass bei den Beteiligten der absolute Wille vorhanden war, die Liegenschaft einer geordneten, wertschöpfungsintensiven und städtebaulich verträglichen Nachnutzung zuzuführen. Und dafür hat man unkompliziert und mit großer Kraftanstrengung Hindernisse immer wieder aus dem Weg geräumt“, so Koeppen. Er dankte dem Investor und bezeichnete dessen Konzept als „sehr überzeugend“. Er sei sich sicher, dass es Erfolg haben und zu neuen Arbeitsplätzen in Itzehoe führen werden.

Heute 10 Uhr: Neue Investoren präsentieren Pläne mit Prinovis-Gelände

Gerade einmal zwei Jahre nach der angekündigten Schließung der Prinovis-Druckerei in Itzehoe geht es mit neuer Perspektive Richtung Zukunft. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Koeppen und anderen Regionsvertretern stellt die Investorengruppe um den Nortorfer Speditionsunternehmer Gustav Tietje heute im ehemaligen Verwaltungsgebäude von Prinovis ihre Investitionspläne vor. Ziel ist der Aufbau eines Logistik-Zentrums für den Handel mit China – konkret geht es um den Warenaustausch mit den 300 Millionen Einwohnern umfassenden Provinzen rund um die Stadt Chengdu.

Pressegespräch: 10 Uhr, Voßbarg Itzehoe im ehemaligen Prinovis-Verwaltungsgebäude.

Heute Presse-Ortstermin auf A 24

Eine Woche nach der Übernahme der Sanierungsmaßnahmen auf der A 24 bei Hornbek durch die niedersächsische Baufirma Johann Bunte, besucht Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute um 10.15 Uhr die Baustelle. Gemeinsam mit LBV-SH-Direktor Torsten Conradt will er sich vor Ort selbst ein Bild von den Arbeiten machen. Das Vorgänger-Unternehmen Betam Infrastructure hatte Insolvenz anmelden müssen. Die Bauarbeiten waren daraufhin für mehrere Wochen zum Erliegen gekommen.

Hier die Anfahrskizze für den Pressetermin:

image

Hafen Friedrichskoog: Nägele beruft Experten-Runde ein

Friko2Nachdem es zum Sommerbeginn im stillgelegten Hafen von Friedrichskoog vorübergehend zu Algenbildungen gekommen war, wollen Land, Kreis und die Kommune nun im Schulterschluss für eine dauerhaft gute Wasserqualität sorgen. Wie Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute (4. August) nach einem am Vorabend anberaumten Ortstermin mit Friedrichskoogs Bürgermeister Roland Geiger und Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant sowie weiteren Vertretern des Landes und der Gemeinde sagte, solle zu dem Thema Anfang Oktober ein Workshop stattfinden.

Frank_Naegele Nägele sagte weiter (Audiopfeil klicken)

„Es steht fest, dass sich durch die Schließung des Sperrwerks der Wasseraustausch verändert hat, fest steht aber auch, dass die Algenbildung im Juni auf ein ganzes Bündel von Ursachen zurück zu führen ist und bei einer guten Arbeitsteilung gezielt etwas dagegen getan werden kann“, sagte Nägele. Er sehe bei der Erhöhung der Wasserqualität das Land selbst in der Pflicht – etwa durch technische Maßnahmen wie das Absieben von Algen – aber auch die Landwirtschaft, die durch maßvolle Düngung zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen könne. Darüber hinaus sei durch eine andere Bepflanzung der Uferbereiche, etwa mit Röhrich, viel zu gewinnen. Teilnehmer des Workshops werden neben Fachleuten des Wirtschafts- und Umweltministeriums unter anderem Vertreter des Deich- und Sielverbandes, des Kreises Dithmarschen und Kommunalpolitiker aus Friedrichskoog sein.

Wie Nägele weiter sagte, solle sich der Workshop nicht allein auf die Wasser-Qualität konzentrieren, sondern auch alle anderen Aspekte beleuchten, wie Friedrichs­koog als Tourismus-Standort eine sichere Zukunft gewährleistet werden könne.

Landrat Dr. Jörn Klimant: „Es wird Zeit, dass wir in die konkrete Umsetzung von Maßnahmen kommen. Dazu kann der Workshop einen wertvollen Beitrag leisten, wenn er sorgfältig vorbereitet ist.“

Friedrichskoogs Bürgermeister Roland Geiger machte nach dem Treffen deutlich, dass die Sorgen der Gemeinde hinsichtlich der Wasserqualität noch nicht ausgeräumt seien. „Wichtig für uns ist jedoch, dass von Seiten des Landes auf unsere Bedenken eingegangen wird und dass in dem Workshop auch über weitere wichtige Punkte wie die touristische Nutzung des Hafens oder Eigentumsverhältnisse des Hafengeländes eingegangen wird. Ebenso wichtig ist uns aber auch, dass über das touristische Konzept im Urlaubsgebiet Friedrichskoog-Spitze gesprochen wird“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde erwarte zudem aussagekräftige Zahlen über Zuschüsse und Vergabe von Landesmitteln. „Ich denke, dann sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte Geiger.

Rader Brücke: Land bestellt vier Blitzer-Säulen – Installation absehbar Ende August

BlitzerUm den Verkehr auf der Rader Brücke mit Blick auf den schlechten Zustand des Bauwerks künftig engmaschiger zu überwachen, hat das Land heute (3. August) bei der Spezialfirma aus Nordrhein-Westfalen vier Blitzer-Säulen in Auftrag gegeben, die für alle Fahrtrichtungen aufgestellt werden. Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele zeigte sich zuversichtlich, dass die Geräte mit Anschaffungskosten im niedrigen sechsstelligen Bereich noch Ende August installiert werden. Zusätzlich soll künftig ein Hinweis-Schild vor der Brücken-Zufahrt vor den Radarkontrollen warnen. „Im Fokus haben wir zunächst den Lkw-Verkehr, weil insbesondere zu schnell fahrende Lastwagen den Verschleiß des Brückenbauwerks erheblich beschleunigen“, sagte Nägele.

Nägele sagte weiter (Audiopfeil klicken):

Installation und Betrieb der Anlagen übernimmt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), die Auswertung der Daten die Landespolizei.

Laut Nägele seien vom LBV-SH die Möglichkeiten von Kauf und Miete der Geräte mit dem Ergebnis gegenübergestellt worden, dass der Kauf ab einer Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren die günstigere Alternative sei. Für den technischen Betrieb der Anlage seien jährliche Kosten von rund 25.000 Euro zu erwarten.

Sollte sich herausstellen, dass künftig auch eine intensivere Kontrolle des Pkw-Verkehrs auf der Brücke erforderlich werde, könne die Überwachung auch problemlos auf den Autoverkehr ausgeweitet werden. Parallel zu der anstehenden Installation der Blitzgeräte findet in den kommenden Wochen – je nach Wetter und Fortschritt – zudem die nächste Hauptprüfung der Brücke statt. Ergebnisse werden zum Jahresende erwartet.

Im September werden die Autofahrer deshalb vorübergehend mit leichten Einschränkungen zu rechnen haben, weil zeitweise auf der Brücke ein überbreites so genanntes „Unterflurgerät“ für Messungen eingesetzt wird. Für die jeweilige Richtungsfahrbahn steht dann nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (zwischen 9:00 und 16:00 Uhr) und zwar voraussichtlich vom 21. bis zum 24. September. Am Freitag, 25. September, werden die Arbeiten wegen der erwarteten höheren Verkehrsbelastung unterbrochen und am 28.und 29. September fortgesetzt.

SH mit niedrigster Juli-Arbeitslosenquote seit 22 Jahren – Nägele appelliert an Ausbildungsbetriebe

Fleischwaren-Produktion bei Böklunder

Vor dem Hintergrund der niedrigsten Arbeitslosenquote in einem Juli seit 22 Jahren sieht Arbeits-Staatssekretär Dr. Frank Nägele den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt weiterhin auf gutem Kurs. „Auch wenn wir im Juli einen saisonal typischen Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 3,5 Prozent feststellen müssen, der im Wesentlichen von Quartalskündigungen und beendeten Berufsausbildungen ohne Anschlussverträge geprägt ist, zeigt der Vergleich zum Vorjahresmonat einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit um vier Prozent. Damit ist die Arbeitslosenquote von aktuell 6,4 Prozent die geringste in einem Juli seit 22 Jahren “, sagte Nägele soeben in Kiel.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Juli des Vorjahres um 4.100 auf 96.500. Im Vergleich zum Vormonat Juni ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 3.300 gestiegen. Ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juni (+ 2.100 bzw. +22,4%) ist in der Altersgruppe bis 25 Jahre zu verzeichnen. „Für die kommenden Monate bin ich für diese Altersgruppe sehr optimistisch“, so Nägele. Und weiter: „Ich erwarte, dass viele junge Menschen, die jetzt ihre Berufsausbildungen beendet haben und sich vorübergehend arbeitslos melden mussten, wie in den Vorjahren in Kürze Arbeit finden werden. Hierfür spricht auch die gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegene Arbeitskräftenachfrage in Schleswig-Holstein. Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen 40.600 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und damit 2,6 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr gemeldet.“

Der Ausbildungsmarkt ist nach den Worten von Nägele mit 5.700 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern und 5.300 gemeldeten unbesetzten Ausbildungsplätzen noch aufnahmefähig: „Ich appelliere an alle Betriebe mit Ausbildungsbefähigung, sowohl ihre Ausbildungskapazitäten als auch die Bewerberinnen und Bewerber noch einmal wohlwollend zu prüfen. Eine gute Ausbildung in Schleswig-Holstein trägt dazu bei dem drohenden Fachkräftemangel erfolgreich entgegen zu wirken.“ Mit der „Regionalen Ausbildungsbetreuung“ und der „Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung“ aus dem Landesprogramm Arbeit biete die Landesregierung den Unternehmen hierbei gezielte Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Landesmitteln an.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus