Rückenwind für das Wir-Gefühl im echten Norden

Die amerikanische Unternehmer-Legende Henry Ford hat einmal gesagt: Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. Auch Schleswig-Holstein rührt wacker seine Werbetrommel – und zwar inzwischen recht geschlossen unter der Dachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“

Nach dem erfolgreichen Verlauf der Wirtschafts-Kampagne rücken in einem zweiten Schritt nun die „Nordlichter“ selbst in den Fokus unserer Kampagne. Bitte mitmachen, heißt dazu die Devise. Alles Weitere dazu erläutert Wirtschaftsminister Bernd Buchholz selbst in seiner „Meldung der Woche“ (Video starten)

LNG-Import-Terminal in Brunsbüttel: Altmaier bei SH-Besuch vorsichtig optimistisch

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist vorsichtig optimistisch, dass ein Import-Terminal für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Brunsbüttel realisiert werden kann. Das private Konsortium, das letztlich über die Investition entscheiden werde, sei bereits sehr weit, sagte Altmaier heute nach einer Klausurtagung mit der CDU-Landtagsfraktion in Norderstedt. Die Bundesregierung unterstütze das Projekt, indem sie möglicherweise Fördermittel bereitstelle sowie eine Anbindung Brunsbüttels an das deutsche Gasnetz auf Kosten der Netzbetreiber sicherstelle. Das entlastet die privaten Investoren.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz versicherte unterdessen, dass das Land seinen Beitrag zu dem Millionen-Investment an der Westküste leisten werde. Es werde aktuell mit Hochdruck an den notwendigen planerischen Weichenstellungen gearbeitet.

Altmaier hält auch zwei LNG-Terminals für möglich, wenn sich die Investoren dafür entscheiden. Neben Brunsbüttel wollen auch Stade und Wilhelmshaven in Niedersachsen ein solches Terminal bauen, das rund 500 Millionen Euro kostet. Deutschland benötige sowohl das Pipeline-Gas aus Russland als auch weitere Versorgungsquellen im Nahen und Mittleren Osten oder anderswo. Die Förderung in den bisherigen Lieferländern wie den Niederlanden gehe zurück; gleichzeitig steige der deutsche Gasbedarf.

Rückenwind für kommunale Breitband-Projekte: Buchholz bringt SH-Antrag durchden Bundesrat

Erfolg für Schleswig-Holstein im Bundesrat: Die Länderkammer hat heute mit großer Mehrheit einen Antrag von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz angenommen, um den Ausbau von schnellen Internetverbindungen im Norden noch intensiver voranzutreiben. Demnach soll der Bund künftig kommunale Breitbandprojekte stärker unterstützen und mehr als die bisherigen 50 Prozent der Kosten beim Ausbau von Breitbandnetzen übernehmen. Auch soll die Begrenzung auf einen Höchstförderbetrag von 30 Millionen Euro für ein Projekt fallen.

Zwar sei Schleswig-Holstein beim schnellen Internet mit einer Glasfaser-Verbreitung von 39 Prozent Spitzenreiter unter den Ländern, sagte Buchholz im Bundesrats-Plenum. Doch werde der weitere Ausbau zunehmend schwieriger. „Wir dringen langsam in die dünn besiedelten ländlichen Bereiche vor, wo der Ausbau besonders teuer ist“, so der Minister. Zudem hätten Kreise und Gemeinden mit steigenden Tiefbaupreisen zu kämpfen. „Bei der jetzigen Förderquote des Bundes von 50 Prozent können die Kommunen sich das nicht leisten“, sagte Buchholz.

Hier die Bundesratsrede des Ministers als Video-Mitschnitt:

Der Minister erinnerte daran, dass die Landesregierung eine Breitbandstrategie mit einem Infrastrukturziel verfolge, nämlich einem weitgehend flächendeckendem Glasfaserausbau bis zu den Gebäuden und Wohnungen bis zum Jahr 2025. Die Umsetzung dieser Strategie verlaufe sehr erfolgreich: Mittlerweile können 39 Prozent der Haushalte einen solchen Glasfaseranschluss erhalten, im Bundesdurchschnitt sind es lediglich zehn Prozent. Bis zum Jahr 2020 wird dieser Wert auf Basis der derzeit laufenden und bekannten Projekte auf 50 Prozent ansteigen, bis 2022 auf etwa 62 Prozent.

Für den Glasfaserausbau standen in Schleswig-Holstein rund 105 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, davon sind noch knapp 60 Millionen Euro verfügbar. Seit Ende 2015 fördert der Bund Breitbandprojekte auf Basis eines eigenständigen Breitbandförderprogramms (BFP). Bislang sind rund 120 Millionen Euro Bun-desfördermittel für Schleswig-Holstein genehmigt.

Rohlfs: Wir wollen mehr Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in Selbständigkeit bringen

Bescheide

Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat in Lübeck Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 2,5 Millionen Euro für acht Projekte zur Qualifizierung und Begleitung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus überreicht. Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) erhält 1,22 Millionen Euro, die in der Hansestadt ansässige Unternehmensberatung „neue impulse“ rund 795.000 Euro, das Centrum für Angewandte Technologien GmbH (CAT) 214.000 Euro, die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH des Kreises Pinneberg (WEP) 179.760 Euro sowie die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Itzehoe gGmbH (AGS) 106.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Wie Rohlfs bei der Übergabe sagte, arbeiten die Projektträger eng mit den Agenturen für Arbeit und Jobcentern sowie den Wirtschaftsfördergesellschaften und den Kammern zusammen.  „Ziel ist es, Gründungswillige aus der Nichterwerbstätigkeit bzw. aus der Arbeitslosigkeit für eine Selbständigkeit zu rüsten, um damit eine Alternative zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu schaffen. Eine gründliche Qualifizierung und Beratung sowie eine gezielte Begleitung bei der Gründung ist wichtiger denn je, um sich als Neugründer nachhaltig am Markt behaupten zu können“, sagte Rohlfs.

In den vergangenen Jahren konnten laut Rohlfs bereits über 10.000 Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in den Projekten geschult werden, von denen die Mehrheit im Anschluss ein eigenes Unternehmen gründete. Mit der heutigen Bescheidübergabe werde die wertvolle Arbeit der Projekte für die Jahre 2019 und 2020 fortgesetzt, um arbeitsuchenden Menschen eine stabile Perspektive zu geben. Eine Möglichkeit ist die Qualifizierung über die acht Existenzgründungsprojekte in Schleswig-Holstein. In diesen Gründungscamps sollen in den kommenden zwei Jahren rund 2.100 Nichterwerbstätige gezielt auf ihre Selbständigkeit vorbereitet und begleitet werden. Dafür wendet Schleswig-Holstein rund 2,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Arbeit auf.

Die Bescheidübergabe erfolgte bei dem Existenzgründer Johannes Spohr. Der 37-Jährige hatte zunächst eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker absolviert, die er 2007 als Innungsbester abschloss. Nach einem begonnen Studium zum Berufsschullehrer Metall erfolgte eine berufliche Umorientierung, indem Spohr die Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse B absolvierte. Im Jahr 2013 nahm er dann an dem ESF-geförderten Projekt zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit im „GründerCamp Lübeck“ teil.
Schließlich gründete er zum 1. August 2013 die Altstadt-Fahrschule in Lübeck. Seitdem arbeitet Spohr sehr erfolgreich. Er beschäftigt in seinem Unternehmen inzwischen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sieben Fahrlehrer in drei Filialen in der Hansestadt.

Warum SH? Darum SH! Buchholz gibt Startschuss für nächsten Step der Dachmarken-Kampagne

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Buchholz beim Pressegespräch mit v.l.: Stefanie Giese (agentur boy), Michael Plett und Iris Meschke, die an Freitag auf Großleinwänden in Schleswig-Holstein zu sehen sein werden

Die Landesregierung schlägt ein weiteres Kapitel der Landesdachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“ auf: Nachdem sich ein Großteil der heimischen Wirtschaft in den vergangenen vier Jahren über das Partnerprogramm der WTSH bereits unter dem neuen Marken-Dach versammelt hat, stehen nun die Bürgerinnen und Bürger des Landes selbst im Mittelpunkt einer Kampagne. „Unter dem Motto ,Warum SH?‘ ermuntern wir Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner dazu, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen, warum sie den echten Norden zu ihrem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt gemacht haben“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel zum Auftakt einer landesweiten Großplakat-Aktion. Ein starkes Bekenntnis zum eigenen Standort sei die beste Werbung im Wettbewerb der Regionen und die Voraussetzung dafür, sich im nächsten Schritt außerhalb der Landesgrenzen zu positionieren, so Buchholz.

Wie der Minister erläuterte, wird ab Freitag (15. März) neben der landesweiten Plakat-Aktion unter anderem die Webseite www.Darum.SH freigeschaltet. Darüber können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Geschichten einsenden. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Wochenenden in schleswig-holsteinischen Hotels verlost. „Der echte Norden ist eine der attraktivsten Regionen in Deutschland, um Beruf und Leben ideal miteinander zu vereinbaren“, so Buchholz. „Diesen Wettbewerbsvorteil wollen wir durch eine starke Identifikation mit dem eigenen Land weiter ausbauen. Wir als Landesregierung laden deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich an der Kampagne zu beteiligen.“

buIm Gespräch mit RS:H sagte Buchholz weiter zur Kampagne

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Bei den plakatierten Schleswig-Holsteinern handelt es sich unter anderem um die Grafik-Designerin Iris Meschke aus Flensburg. Die 49-Jährige wurde in der Nähe von Husum geboren, lebte zwischenzeitlich in Italien, arbeitete in Hamburg und hat sich ganz bewusst wieder für Schleswig-Holstein als Lebensmittelpunkt entschieden. Michael Plett aus Felmerholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde hingegen ist ein echtes schleswig-holsteinisches Urgestein. Der 48-Jährige lebt in 5. Generation in Felmerholz auf dem Hof seiner Familie, auf dem er nebenberuflich bis heute auch Landwirtschaft betreibt. Ein Umzug? Für ihn undenkbar.

Nach den Worten von Buchholz und Stefanie Giese von der Kieler Werbeagentur boy, die für die Kampagne im letzten Jahr den Zuschlag erhalten hatte, werden die Großflächen im März zunächst in 14 Städten an Fußwegen, Supermarkt-Parkplätzen oder Bahnsteigen zu sehen sein. Die zweite Welle folgt dann im September. Zusätzlich werden die Motive in landesweit 45 Restaurants und Kneipen auf Bierdeckeln zu finden sein. Einen Schwerpunkt der Kampagne bildet zudem das Online-Marketing.

„Ziel der gesamten Kampagne ist es, einerseits das Wir-Gefühl zu stärken – und das Land zugleich noch attraktiver für Touristen, Studenten, Fachkräfte, Unternehmen oder Unternehmensgründer und -gründerinnen zu machen“, sagte Buchholz. Dazu diene unter anderem auch die erfolgreiche Kampagne „#bleib oben“, mit der das Land seit letztem Jahr zukünftige Fachkräfte dazu bewegen will, eine berufliche Ausbildung zu machen und danach in Schleswig-Holstein zu bleiben. Die nächste Stufe der Dachmarken-Kampagne, mit der dann auch außerhalb der Landesgrenzen für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein geworben wird, soll im kommenden Jahr nach Vorlage einer Ansiedlungs-Strategie ausgearbeitet werden.

Die Kosten der Kampagne „Warum SH?“ belaufen sich für die Jahre 2018 und 2019 auf insgesamt rund 235.000 Euro.

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Und so berichten die Kieler Nachrichten:

Für bessere Luft im Kieler Stadtverkehr: KVG rüstet mit Bundeshilfe 37 Dieselbusse auf

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Buchholz mit KVG-Chef Andreas Schulz (links) und Kiels OB Ulf Kämpfer bei der Bescheidübergabe an einem Linienbus der KVG

Die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft fkann dank einer Förderung des Bundes 37 ihrer Dieselbusse von der Abgasnorm Euro-V auf Euro-VI umzurüsten. Die Umrüstung der Busse wird seitens des Bundesverkehrsministeriums mit bis zu 577.000 Euro, das entspricht ca. 80 Prozent der Kosten, gefördert. Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz überreichte heute vormittag bei einem Unternehmensbesuch die entsprechende Förderurkunde an KVG-Chef Andreas Schulz.

Der zeigte sich erfreut: „Unser Fuhrpark umfasst 180 Busse. 37 Linienbusse der Baujahre 2011 bis 2013 werden wir jetzt von der Abgasnorm Euro-V auf Euro-VI umrüsten, was einer NOx-Emissionsreduzierung von ca. 85 Prozent gleichkommt. Zudem wird in diesem Zuge auch der Partikelausstoß reduziert.“ Die älteren Baujahre – insgesamt rund 40 Busse – werden nicht umgerüstet, weil dieses außerhalb der Förderrichtlinien liegen würde und die verbleibende Einsatzzeit im Fuhrpark der KVG zu kurz ist.

buBuchholz sagte bei der Übergabe der Förderurkunde weiter

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Mit diesem Schritt erfüllt die Flotte der KVG zu 75 Prozent der Fahrzeuganzahl die Abgasnorm gemäß Euro-VI. Hierin enthalten sind auch die 30 Hybrid-Gelenkbusse, die zudem noch mit der zurückgewonnenen Bremsenergie 24 Prozent Treibstoff einsparen und entsprechend weniger Schadstoffe emittieren.

Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer freut sich mit der KVG über die bereits erzielten Erfolge, um die Klimaziele der Landeshauptstadt gemeinsam zu erreichen. „Es ist vorbildlich, dass die KVG nicht nur Vorreiterin bei der Umstellung der Busse auf E-Mobilität ist, sondern auch mit dem ehrgeizigen Nachrüstungsprogramm für bessere Luft in Kiel sorgt. Die Stadtverwaltung wird sich daran ein Beispiel nehmen und ebenfalls den eigenen Fuhrpark umweltfreundlich umrüsten.“

Andreas Schulz: „Die KVG versteht die erreichten Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums als ein gutes Signal, die Bemühungen, die wir hier in Kiel in vielfältiger Weise unternehmen, um die NOx- und Feinstaub-Belastungen zu reduzieren, zu unterstützen.“

 

 

Flughafen Lübeck rüstet sich für Linienbetrieb – Buchholz übergibt Sicherheits-Zertifikat

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Flughafen-Eigner Winfried Stöcker (links) mit einer Airport-Mitarbeiterin, Geschäftsführer Jürgen Friedel und Verkehrsminister Bernd Buchholz bei der Zertifikatsübergabe

Bis auf den Passagier-Flughafen Westerland auf Sylt ist der echte Norden momentan vom Flugreiseverkehr abgehängt. „Darum ist es ein wichtiges Signal und ein erster Meilenstein, wenn wir mit der Übergabe des offiziellen Zertifikats der europäischen Agentur für Flugsicherheit den Flughafen Lübeck wieder die Chance eröffnen, zu einer kleinen Drehscheibe des Luftverkehrs zu werden“, sagte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Lübeck bei der Übergabe des Zertifikats. „Und das sage ich ausdrücklich als Verkehrs-, Wirtschafts- sowie Tourismusminister. Denn für all diese Branchen und Menschen, die hier arbeiten, ist ein funktionierender Flughafen entscheidend.“ In den Jahren zwischen 2000 und 2016, als regelmäßiger Linienflugbetrieb herrschte, seien jährlich bis zu 715.000 Passagiere abgefertigt worden. Das zeige auch die besondere Bedeutung für die schleswig-holsteinische Bevölkerung, die von dem Reiseangebot regelmäßig Gebrauch gemacht hätte, so Buchholz.

IMG_1116Im Gespräch mit Journalisten sagten Buchholz und Stöcker weiter…

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Buchholz:

Stöcker:

Das Zertifikat nach den Vorgaben der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) ist seit 2018 Voraussetzung für jeglichen Betrieb eines Flughafens, wenn mehr als 10.000 Fluggäste pro Jahr befördert werden. Dem Flughafen Lübeck wurde nun mit Übergabe des Zertifikates bestätigt, dass er alle Sicherheitsanforderungen der EASA sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den betrieblichen Abläufen erfüllt.

Hierfür hat der Flughafen im Jahr 2018 nach Angaben seines neuen Eigentümers, des Lübecker Unternehmers Winfried Stöcker, erhebliche Anstrengungen und Investitionen unternommen. Dabei sei es beispielsweise um Nachweise gegangen, die Infrastruktur zu ertüchtigen, betriebliche Abläufe anzupassen und in einem Flughafenhandbuch darzustellen oder ein Sicherheitsmanagementsystem aufzubauen.

Die Erteilung des Zertifikats ist nach den Worten von Buchholz – neben dem jetzt rechtskräftig gewordenen Planfeststellungsbeschluss – ein wesentlicher Meilenstein, um künftig aus Lübeck wieder einen Passagierflugverkehr zu ermöglichen.

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Geprüft wurden unter anderem die Tragfähigkeit der Start- und Landebahn, die Rollwege, die Anflugbefeuerung sowie die Überwachung der Betriebssicherheit und die Mitarbeiterschulung. Insgesamt wurden rund 5000 Kriterien geprüft. Das Zertifikat ist seit 2018 Voraussetzung für den gewerblichen Betrieb eines Flughafens, wenn mehr als 10 000 Fluggäste im Jahr befördert werden, sagte Buchholz.

«Für uns ist das Easa-Zertifikat ein Baustein zur Wiederbelebung des Passagierbetriebs», sagte der Eigentürmer des Flughafens, Winfried Stöcker. «Im Sommer 2020 wollen wir den Linienflugbetrieb wieder aufnehmen», sagte er.

Dazu soll die 2017 von Stöcker gegründete Lübeck Air GmbH mit der dänischen Chartergesellschaft Air Alsie kooperieren und eine vollwertige Airline-Lizenz beantragen. «Die konkreten Strecken werden in den nächsten Monaten ausgearbeitet. Denkbar ist unter anderem eine Verbindung nach Stockholm», sagte Stöcker. Der wegen umstrittener Äußerungen zu Flüchtlingen und Frauen in die Kritik geratene Lübecker Biotechnologie-Unternehmer hatte 2016 den damals insolventen Flughafen gekauft.

Kostenanstieg bei „Hein Schönberg“: Buchholz will erst klare Zahlen, dann eine Neubewertung

Noch liegen keine harten Zahlen auf dem Tisch, aber klar ist: die in der vergangenen Legislaturperiode aufs Gleis gesetzte 26 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberg bzw. Schönberger Strand (Kreis Plön)  wird die Steuerzahler deutlich teurer zu stehen kommen als die einst prognostizierten 30 Millionen Euro. In Medienberichten ist bereits von über 50 Millionen Euro die Rede. Für Verkehrsminister Bernd Buchholz ein Anlass – wie in dieser Woche auch im Landtag geschehen – noch einmal über die grundsätzliche Art der Prioritätensetzung im Schienen-Personen-Nahverkehr nachzudenken.  Seine „Meldung der Woche“ – Video starten

Mit Glück und Cloud auf der ITB – Rohlfs und Bunge setzen auf norddeutsches Flair

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Für jeden Gast gerüstet: Der Schleswig-Holstein-Stand auf der Berliner ITB, die morgen startet

Schleswig-Holstein will auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin von Mittwoch an norddeutsches Flair verbreiten und für das nördlichste Bundesland als Ganzjahresdestination werben. «Wir präsentieren uns mit 25 Ausstellern auf 200 Quadratmetern nicht nur als «der echte Norden», sondern zugleich unter dem Slogan «das ist Glück»», sagte Tourismus-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) heute der Deutschen-Presse-Agentur.

ITB.pngDabei könne Schleswig-Holstein durchaus selbstbewusst auftreten: Mit gut 34 Millionen Übernachtungen war 2018 für den Tourismus im Norden ein Rekordjahr. Mit einer durchschnittlichen Verweildauer von vier Tagen blieben die Gäste in Schleswig-Holstein demnach im Bundesvergleich sogar am längsten.

Rohlfs«Wir sind stolz auf das Jahresergebnis, wissen aber auch, dass wir uns keineswegs auf unseren Erfolgen ausruhen dürfen», sagte Rohlfs. Es gebe noch reichlich Luft nach oben, gerade was die Übernachtungs- und Gästezahl in der Nebensaison und im Binnenland anbelangt. Deshalb arbeiten alle Tourismusakteure im Land daran, mit neuen Angeboten Anreize für eine Schleswig-Holstein-Reise im Winter zu schaffen, wie die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, Bettina Bunge, sagte. «Zudem müssen wir die Tagungs- und Kongresswirtschaft stärken, um die Marke «Schleswig-Holstein – der echte Norden» als Ganzjahresdestination zu vermarkten.»

Damit das gelingt, informieren die Aussteller am Schleswig-Holstein-Stand ihr Publikum auf unterschiedlichsten Wegen – unter anderem über eine digitale Messecloud. Dabei können sich die Messebesucher mit ihren Smartphones auf einer virtuellen Plattform bewegen, die individuell zugeschnittene Informationen über Schleswig-Holstein und den Messeauftritt bietet. Auf einer fünfzehn Meter breiten Videoleinwand wollen die TA.SH-Mitarbeiter zudem Bilder und Videobeiträge aus den einzelnen Regionen, Städten und Orten am Meer sowie im Binnenland die Reiselust wecken.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus