Land startet Wettbewerb: „ESF-Gesichter des echten Nordens gesucht“

Staatssekretär Nägele ruft zum Wettbewerb „ESF-Gesichter des echten Nordens“ auf.

Damit soll gezeigt werden, wie die Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF) den Menschen in Schleswig-Holstein neue Perspektiven eröffnet. „Vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Projekten unseres Landesprogramms Arbeit hilft der ESF, persönliche und berufliche Ziele zu erreichen, etwa den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit“, sagte Nägele heute (23. September) bei der ESF-Jahrestagung in Kiel.

„Wir wollen diese Menschen und ihre Gesichter zeigen und die Geschichten erzählen, die sich damit verbinden. Wir wollen damit alle Interessierten motivieren, aktiv zu werden und die Chancen unserer Projekte zu nutzen.“

Frank_NaegeleNägele sagte
zum Wettbewerb
(Pfeil klicken)

Ab sofort können sich Beraterinnen und Berater, Coaches in ESF-Projekten und Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit ihrer Geschichte bewerben oder jemanden vorschlagen, von dem sie meinen, dass er oder sie ein „ESF-Gesicht des echten Nordens“ sein könnte.

Bewerbungen sind bis Ende Februar nächsten Jahres möglich. Eine Fachjury aus Vertretern des Arbeitsministeriums und der Wirtschafts- und Sozialpartner trifft dann die Auswahl unter allen eingereichten Bewerbungen. Die öffentliche Preisverleihung findet im 1. Halbjahr 2016 statt.

Alle Informationen und die Teilnahmeformulare zum Wettbewerb finden sich unter www.esf-chance.de

Über seine Rede bei der ESF-Jahrestagung, die sich vor allem mit der Frage der Zuwanderung beschäftigte, sagte der Staatssekretär:

Minister-Duo wirbt im Schulterschluss bei Hoteliers für Olympia 2024

kiel-hat-den-olympia-zuschlag-erhalten-Meyer und Horch: Olympia 2024 eine einmalige Riesenchance für Kiel, Hamburg und den gesamten Norden

Knapp zwei Monate vor den Bürgerentscheiden in Kiel und Hamburg haben Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch auf die erheblichen wirtschaftlichen Chancen der Olympischen und Paraolympischen Sommerspiele 2024 hingewiesen: „Ein Zuschlag für die Ausrichtung der Spiele würde wie ein Konjunkturprogramm wirken und vor alleFlammem einen gewaltigen Investitionsschub im Bereich der Verkehrs-Infrastruktur nach sich ziehen“, sagte Meyer heute (23. September) auf einer Informationsveranstaltung für Hoteliers an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 4“ in Hamburg. In der Veranstaltung ging es darum, die Hotellerie bei den Planungen mitzunehmen. Die Ausrichterstädte müssen gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für ein bestimmtes Kontingent Garantien abgeben.

Meyer sagte kurz vor der Informationsveranstaltung in Hamburg

Senator Horch wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass Hamburg bereits seit Jahren erfolgreich große Sportereignisse organisiere und austrage. „Neben dem Tourismus im Norden würde in erheblichem Ausmaß auch die Baubranche profitieren, was zu nachhaltigen wirtschaftlichen Impulsen führt“, so Horch. In seiner Rede vor Vertretern der Hotelbranche machte Horch deutlich: „Die nationale Nominierung ist Anerkennung für die Metropolregion Hamburg, seine Bürger und die tatkräftige Wirtschaft. Sie spiegelt die Leistungsfähigkeit der Region wider. Wir stehen zusammen, um dem Traum von Olympischen Spielen in Hamburg zu verwirklichen.“Meyer-Horch

Meyer erinnerte an die Olympischen Spiele 1972 und die Segelwettbewerbe in Kiel-Schilksee, die unter anderem zum Bau der Rader Hochbrücke geführt hätten. Eine Neuauflage der Segelwettbewerbe würde dazu führen, dass das olympische Segelzentrum in Schilksee grundlegend modernisiert und ausgebaut werden würde. Die Hotelbetreiber der Region forderte Meyer auf, Hotelkapazitäten für die so genannte „Olympische Familie“ zur Verfügung zu stellen.

Meyer und Horch informieren heute Hoteliers über Olympia

Meyer und Horch heute in Hamburg an Bord der „Mein Schiff 4“ auf „Werbetour“ für Olmpia 2024

  
Gut zwei Monate vor den Bürgerentscheiden in Kiel und Hamburg über die Bewerbung beider Städte für die Olympischen und Paraolympischen Sommerspiele 2024 treffen sich Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und sein Hamburger Amtskollege Frank Horch mit Hoteliers aus Norddeutschland. An Bord des Luxusliners „Mein Schiff 4“ informieren die beiden Ressortchefs über die nötige Bereitstellung von Zimmerkontingenten vor und während der Spiele. Hintergrund: Eine Bedingung des IOC ist der Nachweis von rund 42.000 Zimmern bestimmter Qualitäts-Standards. 

Meyer und Horch werben bereits seit langem für Olympia – unter anderem mit Blick auf den erwarteten Investitionsschub für die Infrastruktur im gesamten Norden.

IfW sieht Deutschland vor einer Boom-Phase

Niedrige Arbeitslosigkeit, stark steigende Löhne und voll ausgelastete Kapazitäten – so sieht laut IfW die deutsche Wirtschaft in fünf Jahren aus.

Deutschland tritt den Weg in die Hochkonjunktur an, heißt es in der heute vom Kieler Institut für Weltwirtschaft verbreiteten Mittelfrist-Studie. Danach wird die Arbeitslosigkeit auf 4,4 Prozent zurückgehen. Weil Arbeitskräfte knapp sind, steigen die Löhne am Ende um vier Prozent jährlich. Das durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2020 schätzen die Kieler Forscher auf zwei Prozent.

Das IfW warnt bereits vor Übertreibungen. «Auch wenn wir für die kommenden fünf Jahr noch keinen scharfen Konjunktureinbruch erwarten, so ist gleichwohl sicher, dass eine solche Boomphase nicht nachhaltig ist», sagte der Leiter des Prognosezentrums, Prof. Stefan Kooths (Foto). Die VerzerruKoothsngen durch niedrige Zinsen und hohe Einkommenszuwächse würden zu einer schmerzhaften Anpassungsrezession führen. Die Wirtschaftspolitik müsse Übertreibungen entgegenwirken und insbesondere die kräftigen Zuwächse der Staatseinnahmen exklusiv für die Schuldentilgung verwenden.

Noch ein Rekord: Über eine Million Gästeankünfte im Juli – 4,3 Millionen Übernachtungen

Neuer Spitzenwert bei den Gästeankünften in Schleswig-Holstein: Im Juli wurden  im „echten Norden“ über eine Million Gästeankünfte gezählt.

„Das ist ein neuer Spitzenwert, der zu unserer hohen Auslastung in den Sommermonaten erheblich beigetragen hat. Noch nie zuvor konnten die gewerblichen Beherbergungsbetriebe innerhalb eines Monats so viele Urlaubsgäste begrüßen“, kommentierte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute (22. September) in Kiel die jüngste Tourismus-Statistik.

Reinhard_MeyerWeiter sagte
Meyer
(Audiopfeil klicken)

Die Anzahl der gebuchten Übernachtungen stieg im Juli mit knapp 4,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent. „Auch wenn wir damit nicht den Bundesdurchschnitt erzielen, ist das für Schleswig-Holstein ein sehr gutes Ergebnis, denn auch in diesem Sommer ist der Gesamtferienzeitraum sehr kurz und mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen sind alle Bundesländer erst Mitte oder Ende Juli in die Sommerferien gestartet“, so Meyer weiter.

In den Monaten Januar bis Juli 2015 konnte die Zahl der Gäste um 4,3 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Der größte Wachstumstreiber war in den ersten sieben Monaten die Hotellerie, die landesweit Zuwächse von 5,9 Prozent verbuchen konnte. An der Ostseeküste, dem wachstumsstärksten Reisegebiet, erzielte die Hotellerie von Januar bis Juli 2015 sogar eine zweistellige Zuwachsrate (+ 10,5 %).

Die hohen Zuwachsraten spiegeln sich nach den Worten von Meyer auch in der guten Auslastung der Zimmerkapazitäten wieder. Die größeren Hotelbetriebe (mindestens 25 Gästezimmer) erreichten über den gesamten Monat Juli eine Auslastung ihrer Gästezimmer von 80,9 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei lediglich 65,8 Prozent.

Meyer: „Das zeigt einmal mehr, dass unsere Tourismus-Strategie erste Früchte trägt. Zugleich spornen uns diese Zahlen an, weiter massiv an der Auslastung der Nebensaison-Zeiten zu arbeiten.“

Nach Umschlag-Streit: Lübeck und Kiel wollen mit Hilfe des Landes mehr Hafen-Kooperation

Lübeck und Kiel vereinbaren bessere Kooperation ihrer Häfen – Land finanziert Gutachten, um Synergien zu orten

Papier-Terminal im Seehafen Kiel

Wenige Woche nach dem öffentlichen Wirbel um die Verlagerung von Papier-Umschlägen schwedischer Firmen vom Lübecker in den Kieler Hafen rücken beide Städte nun enger zusammen. Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Staatssekretär Dr. Frank Nägele vereinbarten jetzt Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe, sich im Gesamtinteresse Schleswig-Holsteins in Hafenfragen enger abzustimmen und stärker zu kooperieren. Das Land wird dazu in einem ersten Schritt ein Gutachten in Auftrag geben, das mögliche Synergien beider Häfen im Hinblick auf die Logistik-Märkte im Ostseeraum identifiziert und Handlungsempfehlungen gibt.

„Grundvoraussetzung für die Stärkung des Hafen- und Logistik-Standortes Schleswig-Holstein ist, dass sich beide Standorte erfolgreich am Markt positionieren und Flächen mit Hafenzugang ebenso gemeinsam weiter entwickeln wie Standorte für Industrie- und Gewerbeansiedlungen“, sagte Meyer. Um diese Ziele zu erreichen, sei das Land weiterhin bereit, die Häfen auch finanziell zu unterstützen – unter anderem mit Fördermitteln aus der so genannten „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Meyer_FSGZur angedachten Kooperation
sagte Meyer weiter
(Audiopfeil klicken)

Wie Meyer außerdem sagte, biete das Land beiden Häfen und Städten auch an, sie bei ihrer Vermarktung der Hafen- und Logistikanlagen zu unterstützen. So solle beispielsweise beiden Häfen gleichermaßen die Möglichkeit eingeräumt werden, das Land bei Delegationsreisen ins Ausland oder bei Messeauftritten zu begleiten.

Der Lübecker Hafen mit Blick auf Travemünde

Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer sagte nach dem Treffen: „Ich bin sicher, dass sich bei aller gesunden Konkurrenz noch erhebliche Potenziale zu Gunsten beider Standorte ausschöpfen lassen, denn die Logistikbranche ist ein enorm boomender Markt.“

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe dankte der Landesregierung für die Zusage, die Ostseehäfen des Landes im harten Wettbewerb weiter zu unterstützen: „Die Vereinbarung bietet die Chance, durch eine vertiefte Kooperation der Seehäfen den Hafen- und Logistikstandort Schleswig-Holstein nachhaltig zu stärken.“

Meyer und ADAC-Chef appellieren an Eltern: Kinder auf die dunkle Jahreszeit vorbereiten

Die dunkle Jahreszeit beginnt: Meyer und ADAC-Chef Becker
verteilen Warnwesten an Kinder. Aufgepasst auf dem Schulweg

Deutschlands größte Schutzaktion für Schulanfänger geht ins sechste Jahr: 727.671 Sicherheitswesten verteilt der ADAC zum Schulanfang in diesen Wochen kostenlos an 15.821 Schulen in Deutschland. Ziel ist es, den Schulweg für die Jüngsten noch sicherer zu machen. In Schleswig-Holstein erhalten von heute an 22.417 Kinder an 496 Schulen die bunten Westen.

Zum Auftakt der diesjährigen Aktion gab der schleswigholsteinische ADAC-Vorsitzende Ulrich Klaus Becker gemeinsam mit Verkehrsminister Reinhard Meyer an der Reventlouschule in Kiel den Startschuss.

Warnwest2Meyer sagte zu
der gemeinsamen
Sicherheitsaktion:

(Audiopfeil klicken)

Die hohen Unfallzahlen sind nach wie vor alarmierend. Im Jahr 2014 verunglückten 28.674 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, 71 von ihnen starben. Bei den Grundschülern zwischen sechs und neun Jahren ist die Bilanz ähnlich: 7.636 Kinder waren im vergangenen Jahr in Unfälle verwickelt, 14 kamen ums Leben. „Kinder verunglücken im Herbst deutlich häufiger als im Sommer“, erläuterte Becker vor Übergabe der Warnwesten. Darüber hinaus zeige ein Blick in die Statistik, dass die Unfallhäufigkeit morgens, am Mittag und noch einmal in den frühen Abendstunden zunimmt – genau die Zeiten, zu denen Kinder zur Schule gehen, nach Hause kommen oder vom Spielen heimlaufen.

Verkehrsminister Reinhard Meyer lobte die Verkehrssicherheitsaktion des ADAC und seiner Partner: „Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Besonders in der dunklen Jahreszeit kann der Schulweg bei Nebel, Regen oder Schneefall gefährlich sein. Deshalb ist die leuchtend gelbe und reflektierende Sicherheitsweste das richtige Mittel, um die Sichtbarkeit und damit auch die Sicherheit der Kinder zu erhöhen“, sagte er. Gemeinsam mit Becker bat er die Jungen und Mädchen der Reventlouschule und aller anderen Schulen im Land, die Westen nicht nur anzuprobieren, sondern zukünftig auch zu tragen.

SH mit Glasfaser-Ausbau bundesweit von

Landtag debattiert über Breitband-Ausbau – Piraten fordern Glasfaseranschluss für jede Schule 

   

Die Piraten-Fraktion will jede Schule in Schleswig-Holstein mit einer Glasfaserverbindung ausstatten und schlägt zur Finanzierung vor, die Erlöse aus dem Verkauf von Mobilfunkfrequenzen zu nutzen.Damit greifen die Piraten einen Vorstoß von Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Meyer auf, die im Juli in einer Regierungserklärung  solche „Backbone-Knotenpunkte“ in Schulen als sinnvoll erachtet hatten.

Den Anteil Schleswig-Holsteins an den aktuellen Erlösen aus dem Verkauf von Mobilfunkfrequenzen liegt bei 21,3 Millionen Euro. Schleswig-Holsteins Breitband-Strategie setzt ohnehin auf den massiven Ausbau des Glasfasernetzes – mit einer Versorgungsquote von 23 Prozent liegt der Norden bundesweit vorn. Deutschlandweit liegt die Quote bei knapp sieben Prozent. 

Mit dem geförderten Glasfaser-Anschluss aller Schulen „könne es beispielsweise möglich sein, Debatten des Landtags über die Landtagsmediathek in den Politikunterricht zu integrieren und so über Landespolitik im Unterricht zu sprechen“, heißt es in dem Antrag der Piraten.

Landtag diskutiert über Einführung einer Bundesgesellschaft für Bau von Fernstraßen

   
Soll künftig eine Gesellschaft des Bundes Fernstraßen planen und bauen? Meyer skeptisch, Landtag debattiert

Die FDP-Landtagsfraktion stellt sich gegen eine von der Bundesregierung geplante Bundesfernstraßen-Gesellschaft. Der Landtag soll sich dafür aussprechen, „die Auftragsverwaltung des Bundes für die Bundesfernstraßen und Bundesstraßen durch die Länder beizubehalten“, heißt es in dem Antrag der Liberalen.
Hintergrund sind Pläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU): Er will die Zuständigkeiten im Straßenbau neu ordnen und die Bundesfernstraßen in einer zentralen Gesellschaft bündeln. So soll die Auftragsverwaltung effizienter werden.

Derzeit werden Fernstraßen in Deutschland vom Bund finanziert, aber der Bau, die Planung und die Betrieb sind Landesangelegenheit. Diese Zuständigkeit soll an den Bund übergehen. Das wäre ein Eingriff in die Bund-Länder-Beziehungen, der einer Grundgesetzänderung bedarf und nicht ohne die Zustimmung der Länder im Bundesrat möglich ist.

Die Liberalen im Kieler Landtag lehnen diesen Weg ab und wollen stattdessen, dass die Planungskapazitäten im Straßenbaubereich deutlich erhöht werden. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr müsse massiv gestärkt werden. Dadurch sollen Projekte künftig schneller Baureife bekommen und Straßen besser erhalten werden können, heißt es im Antrag.

Auch Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) fürchtet Nachteile durch eine Bundesautobahn-Gesellschaft. Für ein kleines Land wie Schleswig-Holstein könne es schwierig werden, seine Interessen bei einer zentralen Gesellschaft des Bundes durchzusetzen. Die Landes-CDU lobt die Pläne hingegen und erhofft sich dadurch Kapazitäten für kleine Länder, auf Vorrat Straßen zu planen.

Schleswig-Holstein bei der Weiterbildung bundesweit unter den „Top Five“

Bertelsmann-Studie belegt: SH liegt bei Weiterbildung
bundesweit auf Platz vier. Meyer:
Angebote der Fachkräfte-Initiative annehmen

Fast jeder siebte Schleswig-Holsteiner ab 25 Jahren nimmt mindestens einmal pro Jahr an einer Weiterbildung teil. Mit der Quote von 14,5 Prozent lieg das nördlichste Bundesland über dem bundesweiten Durchschnitt (13,5 Prozent), teilte die Bertelsmann-Stiftung heute unter Berufung auf die zentralen Ergebnisse des Deutschen Weiterbildungsatlas mit.

Damit hat Schleswig-Holstein nach Hessen (16,0), Baden-Württemberg (15,7) und Bayern (14,8) die höchsten Quoten im Ländervergleich. Allerdings ist die Bereitschaft, an Weiterbildungsangeboten teilzunehmen, im nördlichsten Bundesland zwischen 2007 und 2012 um 1,7 Prozentpunkte gesunken. Im Bund hat es hingegen kaum Veränderungen gegeben.

Für Wirtschaftsminister Reinhard Meyer belegt die Studie, dass gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein verstanden haben, dass Weiterbildung immer noch das beste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel ist: „Unsere Bildungsträger und Weiterbildungsanbieter leisten hier eine herausragende Arbeit. Besonders erfreulich für mich ist, dass wir auch bei der Weiterbildungsbeteiligung der Geringqualifizierten über dem Bundesdurchschnitt liegen, denn dies ist eine der wichtigsten Ressourcen zur Fachkräftesicherung“, so Meyer.

Reinhard_MeyerZu den Ergebnissen der Studie sagte
Meyer außerdem (Audiopfeil klicken):

Nach den Worten des Ministers sollten die Unternehmen nicht in ihren Bemühungen nachlassen und eine systematische sowie langfristig angelegte Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorantreiben. „Das Land und die anderen Partner unserer Fachkräfte-Initiative stehen ihnen dabei gern mit unseren Beratern gerne zur Seite.“

Zudem stünden den Beschäftigten mit dem „Weiterbildungsbonus“ oder der Bildungsprämie des Bundes erstklassige Finanzierungsinstrumente zur Verfügung.

Nach den Worten von Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, seien Weiterbildungschancen in Deutschland ungleich verteilt. „Gerade die Geringqualifizierten, die am meisten profitieren könnten, haben zu geringe Weiterbildungschancen.“ Denn insgesamt liegt die Weiterbildungsquote in dieser Gruppe deutlich niedriger als bei höher qualifizierten Menschen, zeigt der Weiterbildungsatlas. Insgesamt bildeten sich von den Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss in Schleswig-Holstein 7,9 Prozent fort (bundesweit: 6,7 Prozent).

Generell gilt nach Angaben der Experten: Sowohl die Qualifikationen der Bevölkerung als auch die Wirtschaftskraft vor Ort wirken sich positiv auf die Weiterbildungsteilnahme aus. Der Weiterbildungsatlas hat auch untersucht, inwieweit die Regionen ihre strukturellen Voraussetzungen auch tatsächlich nutzen. Bei dieser sogenannten Potenzialausschöpfung steht Schleswig-Holstein überdurchschnittlich gut dar. Das Land sei Regionen-Sieger bei der Chancenverwertung, teilte die Stiftung mit.

Die Stiftung nutzte für ihre Untersuchung Daten der jährlichen bundesweiten Haushaltsbefragung Mikrozensus. Dafür wird ein Prozent der Bevölkerung zu ihren Lebensumständen befragt.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus