Archiv der Kategorie: Allgemein

LBV-SH und Minister geben heute Mittag die B 76 wieder frei – Restarbeiten bis Jahresende

Ende einer Geduldsprobe: Heute, 12.30 Uhr, wird die B-76-Vollsperrung zwischen Kiel und Preetz aufgehoben

Nach gut zwei Monaten Vollsperrung und einem Umleitungsverkehr über das Rastorfer Kreuz können die Berufspendler zwischen Kiel und Preetz wieder aufatmen: Pünktlich zum Ende der Sommerferien wird Verkehrsminister Bernd Buchholz die Vollsperrung heute Mittag um 12.30 Uhr gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) wieder aufheben. Damit sind gut zehn Kilometer der Bundesstraße Grundsanierung.

Wegen Restarbeiten an der Rosenheim-Brücke sowie an der Anschluss-Stelle zur B 202 wird es aber bis zum Jahresende noch weitere leichte Verkehrseinschränkungen geben

Im kommenden Jahr nehmen die Straßenbauer dann den B-76-Abschnitt in Höhe Elmschenhagen bis zur VKP-Kleinbahnbrücke bei Kiel in Angriff.

Landesregierung stellt erste Weichen für moderne berufliche Bildung in Schleswig-Holstein

Neues SH-Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) soll Arbeitsmarkt und Ausbildung besser verzahnen

HLA-Berufsschullehrer Frank Hinners unterrichtet hier die ersten Auszubildenden im Dialogmarketing
Berufsschullehrer Frank Hinners unterrichtet im Rahmen der dualen Ausbildung Schülerinnen und Schüler an der Flensburger Wirtschaftsschule (HLA)

Die Landesregierung stellt erste Weichen, um die Zuständigkeiten für die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein stärker zu bündeln und damit  eine wesentliche Säule des Bildungssystems zu stärken. Wie Bildungs-Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke und Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel erläuterten, soll bis 2020 ein eigenständiges „Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung“ (SHIBB) gegründet und organisatorisch beim Wirtschaftsministerium angesiedelt werden. Ein wichtiges Ziel dabei sei vor allem, dass die Jugendlichen über die berufliche Bildung erfolgreich in den Arbeitsmarkt finden. Ein weiteres Ziel ist die Bündelung der bisher auf mehrere Ministerien verteilten Zuständigkeiten für berufliche Bildung und Weiterbildung in einem gemeinsamen Institut.

rohlfs_thiloWirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sagte zu dem geplanten Institut

(Audiopfeil klicken)

Um den Gründungsprozess einerseits so transparent wie möglich zu gestalten und andererseits möglichst viel Expertise einzubringen, soll laut Rohlfs und Stenke ein Beirat aus Akteuren der Beruflichen Bildung inklusive der Regionalen Bildungszentren (RBZ) und der Berufsbildenden Schulen einberufen werden, der die Gestaltung des SHIBB begleitet. In einer Auftaktveranstaltung im Herbst soll über die geplanten weiteren Schritte informiert werden.

stenke_dorit.jpg;jsessionid=D482BA78D4C57A697DBD5D16C465718F
Dr. Dorit Stenke

Nach den Worten von Stenke und Rohlfs ist und bleibt die duale Berufsausbildung auch zukünftig das zentrale Element und die Kernaufgabe der beruflichen Bildung. Um diese zu stärken, werde die Regierung geeignete Maßnahmen ergreifen, die vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. „Dazu gehören ausdrücklich auch die vereinbarten Maßnahmen zur Verbesserung des Überganges von der Schule in den Beruf inklusive der weiteren Entwicklung von Jugendberufsagenturen“, so Rohlfs.

Wie beide Staatssekretäre weiter erläuterten, stelle die Regierung mit gleicher Deutlichkeit auch die Bedeutsamkeit der weiteren fünf Schularten der Berufsbildenden Schulen heraus und bekenne sich ausdrücklich zu deren Erhalt. So sei im Koalitionsvertrag vereinbart worden, die bereits begonnene Weiterentwicklung und Dualisierung des Übergangs­bereiches fortzusetzen. Den Weg zum Mittleren Schulabschluss mit oder ohne den Erwerb der Fachhochschulreife – zum Beispiel über die Berufsfachschulen oder die duale Ausbildung – werde das Land den Wünschen der jungen Menschen entsprechend und  bedarfsgerecht erhalten.

„Denn genau diese Bildungsgänge stellen den Fachkräftebedarf außerhalb der dualen Berufsausbildung und die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems sicher“, so Stenke. Das Berufliche Gymnasium habe in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung zugenommen und stelle einen der drei gleichwertigen Wege zum Abitur in der gymnasialen Oberstufe mit Berufsbezug in unterschiedlichen beruflichen Fachrichtungen  in Schleswig-Holstein dar.

 

Arbeitsminister appelliert an Unternehmer: Programme zur Fachkräftesicherung nutzen

Buchholz: SH-Arbeitsmarkt trotz saisontypischer August-Delle weiterhin robust

Berufsschule für Köche
Köche dringend gesucht: An der Hannah-Arendt-Schule Flensburg erhalten angehende Köche ihren Berufsschulunterricht

Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. „Dieser Anstieg ist vor allem saisonbedingt, weil immer noch viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz und Unternehmen eine Auszubildende oder einen Auszubildenden suchen“, sagt Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz.

Nach BA-Angaben stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch die Zahl der arbeitslosen Migranten und Flüchtlinge nahm um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Hintergrund: Durch das Ende der Sprach- und Integrationskurse meldet sich diese Gruppe zunehmend bei den Arbeitsagenturen.

Mit Blick auf den vom Bundeskabinett am Mittwoch gebilligten Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept appellierte Buchholz an die Unternehmen, die Angebote der Landesregierung zu nutzen: „Bereits jetzt haben die Unternehmen in bestimmten Branchen und Berufen, etwa im handwerklichen Bereich oder in der Gesundheits- und Pflegebranche zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden.

Mit dem Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung oder dem Weiterbildungsbonus fördert das Land im Rahmen des Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen.“ Wie der Minister weiter sagte, stehe der Weiterbildungsbonus zudem auch  Auszubildenden offen, da eine Ausbildung in Verbindung mit fachlicher Weiterbildung ebenfalls ein probates Mittel gegen einen Fachkräfteengpass sei.

Ein weiterhin erfreulicher Trend zeigt sich laut Buchholz bei der sozialversicherungs­pflichtigen Beschäftigung mit einem Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (hochgerechnete Juni-Werte). „Die anhaltend gute Beschäftigungsentwicklung macht deutlich, dass unsere mittelständische Wirtschaft gut aufgestellt ist und der Trend für den Arbeitsmarkt weiterhin positiv ist.“

Ab Montag heißt es: Bahn frei für „Hein Schönberg“ – zumindest bis Oppendorf

Startschuss für ersten „Hein-Schönberg“-Abschnitt: Ab Montag fahren Züge auf der Strecke Kiel – Oppendorf.

Hein

Der erste Zug startet Montag (4. September) am Kieler Hauptbahnhof um 5:12 Uhr. Die Züge fahren dann von morgens bis abends im Stundentakt und halten außer am Kieler Hauptbahnhof und in Oppendorf auch an der neuen Station Kiel-Ellerbek und bei Bedarf (Haltewunschtaste) an der Station Kiel Schulen am Langsee. Sonntags fahren zunächst keine Züge.

Den genauen Fahrplan gibt es in der Fahrplanauskunft auf www.nah.sh. Die Fahrzeit von Kiel Hauptbahnhof nach Oppendorf beträgt 13 Minuten; bis Kiel-Ellerbek sind es sieben Minuten. In den Zügen gelten die üblichen Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs, die auch schon in den Bussen gelten, ebenso die Mehrfahrtenkarten.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz bekräftigte die Absicht der Landesregierung, das von der Vorgänger-Regierung aufs Gleis gesetzte Projekt zuende zu bringen: „Wir werden den Ausbau weiter umsetzen und im ersten Schritt mit der neuen Bahn den Kieler Osten besser und schneller anbinden.“ Im zweiten Schritt solle dann ab 2020 die Probstei vom neuen ,Hein Schönberg‘ profitieren.“

Eine Einzelfahrkarte von Oppendorf oder Kiel-Ellerbek in die Kieler Innenstadt kostet 2,60 Euro; die Monatskarte im Abonnement kostet 49,50 Euro. Als besonderes Angebot bietet DB Regio Schleswig-Holstein den ersten 50 neu gewonnenen Abonnenten unter www.bahn.de/sht-abo einen BestChoice-Gutschein über 20 Euro.

Der Vorsitzende der Regionalleitung Region Nord der DB Regio AG Torsten Reh: „Das neue Angebot ist gerade für Pendlerinnen und Pendler sehr interessant. Wir wollen die belohnen, die sich besonders schnell für die neue Bahn entscheiden.“

Betreiber der neuen Bahnstationen im NAH.SH-Design ist die AKN Eisenbahn AG. Die AKN ist vom Land zudem damit beauftragt, die weiteren Ausbaumaßnahmen auf der Gesamtstrecke bis zum Schönberger Strand zu planen und durchzuführen.

AKN-Vorstand Wolfgang Seyb: „Zurzeit bereiten wir das Planfeststellungsverfahren für die Reaktivierung der Reststrecke vor. Im Herbst starten wir unabhängig davon mit notwendigen Instandhaltungsarbeiten ab Oppendorf bzw. Schönkirchen.“ Einen genauen Zeitplan für diese Arbeiten erarbeitet die AKN derzeit.

Rund um die neuen Bahnstationen informiert NAH.SH die Haushalte per Postwurfsendung über das neue Angebot, wie NAH.SH-Chef Bernhard Wewers berichtet: „Ich bin sicher, dass die Menschen die schnelle Verbindung schnell schätzen werden. Mein Wunsch ist ganz klar: Einfach einmal ausprobieren!“

Einen prominenten Testfahrer gibt es am Ende der ersten Betriebswoche: „Am Freitag, 8. September mache ich mir im Zug um 13:07 Uhr ab Kiel selbst ein Bild. Ich würde mich freuen, dann viele Oppendorfer und Ellerbeker im Zug zu treffen.“, so Buchholz.

Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.nah.sh und das neue Faltblatt zum neuen „Hein Schönberg“ zum download hier

 

Neue Chefin der TA.SH: Bettina Bunge löst zum 1. November Frank Behrens ab

Bettina Bunge wird neue Chefin der TASH – Buchholz: Gewinn für Schleswig-Holstein“

bunge-portraet-hochformat-foto-sven-doering_exact_600x800
Von Dresden in den echten Norden: Bettina Bunge

Wechsel an der Spitze der TASH: Wie Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute (29. August) in Kiel mitteilte, wird gegen Jahresende die Marketing- und Tourismus­expertin Dr. Bettina Bunge (49) die Geschäftsführung der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein übernehmen. „Wir sind froh, dass wir mit Frau Bunge eine überaus erfahrene Kennerin der Branche gewonnen haben“, kommentierte Buchholz die Personalent­scheidung. Die Geschäftsführung der Landesmarketing­organisation wird derzeit noch im Rahmen einer Interimslösung von Frank Behrens von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WTSH) wahrgenommen, nachdem die ehemalige Geschäftsführerin Andrea Gastager das Unternehmen Anfang 2016 verlassen hatte.

Bettina Bunge ist Diplom-Kauffrau, promovierte Expertin im Bereich Dienstleistungsqualität und seit über acht Jahren Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Davor war Bunge, die in Lüneburg geboren wurde, in leitender Funktion in verschiedenen Unternehmen und Marketingorganisationen tätig, unter anderem bei der Hamburg Tourismus GmbH, der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. und der Deutschen Lufthansa AG. Im Rahmen eines bundesweiten Ausschreibungsverfahrens hatte sich Bunge gegen rund 80 Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt, die ebenfalls ihr Interesse an der touristischen Spitzenposition im Land bekundet hatten.

Buchholz: „Nachdem in den letzten Jahren erheblich investiert wurde, verfügt Schleswig-Holstein über ein qualitativ hochwertiges Angebot an öffentlicher touristischer Infrastruktur, Hotels und Ferienwohnungen. Um diese Potenziale auszuschöpfen, bedarf es aber auch eines professionellen Marketings nicht nur auf regionaler und lokaler Ebene, sondern auch auf Landesebene. Der Leitung der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein kommt deshalb auch eine Schlüsselposition bei der Umsetzung der Tourismus Strategie Schleswig-Holstein 2025 zu.“

Bunge wird ihre neue Aufgabe voraussichtlich zum 1. November 2017 übernehmen.

Tourismus an Ostsee und in Holsteinischer Schweiz: „Analog besucht – digital beeinflusst“

Buchholz besucht Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) in Scharbeutz:  Erfreulicher Boom –  aber auch mit Luft nach oben

Text
Volker Owerien, Bürgermeister von Scharbeutz, erläutert Buchholz die Investitionen in die touristische Infrastruktur während der letzten Jahre.
Schleswig-Holsteins Rekordwerte im Tourismus verdankt das Land vor allem der boomenden Ostseeküste. Allein 3,4 Milliarden Euro vom knapp acht Milliarden Euro umfassenden SH-Gesamt-Umsatz der Branche werden hier erwirtschaftet. Von der Leistungsfähigkeit und den Perspektiven der Region überzeugte sich heute in Scharbeutz Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz bei einem Besuch bei der Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein Tourismus e.V.., Katja Lauritzen. Sowohl Buchholz als auch Lauritzen machten bei dem Ortstermin klar: Eine enorm große Herausforderung, um die Destination auf Erfolgskurs  zu halten, ist die zunehmende Digitalisierung der gesamten Branche.

Ansicht_Buchholz_088Im Gespräch mit Wiebke Ledebrink von Sat 1 sagte Buchholz nach dem Besuch an de Ostseeküste

(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten von Lauritzen hören sich Begriffe wie Chatbots, AMP-Formate und schema.org „erst mal so gar nicht nach Urlaubsplanungen an, sind jedoch Herausforderungen, der sich die Tourismuswirtschaft immer mehr ausgesetzt sieht.“ Sie  erläuterte, wie rasant die technische Entwicklung Destinationen zum Handeln zwinge. Bei Buchholz traf sie damit auf offene Ohren. Der ehemalige Medien-Unternehmer sieht in der Digitalisierung große Chancen. Das Herunterbrechen auf den Tourismus sei dabei sehr wichtig. Google oder Facebook würden ihre Geschäftsmodelle gekonnt auf sich beziehen und immer weniger Spielraum für Destinationsmarketing oder auch Buchungsplattformen lassen. „Erfolgreiche Strategien in diesem Bereich zu entwickeln, kann nur gemeinsam gelingen. Daher suchen wir als OHT auch den Brückenschlag zum Land und den anderen Destinationen in Schleswig-Holstein, sowie den LTOs, so  Lauritzen.

Ostsee vs. Holsteinische Schweiz

Ein weiteres prägnantes Thema benannte Lauritzen, in dem sie die unterschiedliche Entwicklung der Destinationen Ostsee und Holsteinische Schweiz aufzeigte. Die Ostsee boome stark und habe zahlreiche Leuchtturmprojekte, die helfen, einen aktiven Imagewandel voranzutreiben. Trotz des Baus dieser Einheiten würden sich die Kapazitäten relativ stabil entwickeln. Gerade einmal neun Prozent mehr Betten seien in den letzten zehn Jahren dazugekommen. Entgegen der Entwicklung in der holsteinischen Schweiz mit  23 Prozent weniger Hotelbetten im vergleichbaren Zeitraum. „Die Entwicklung bestätigt das Ziel der neuen Landesregierung, den Binnenlandtourismus stärker in den Fokus zu nehmen, so Buchholz.

Haltermann
Buchholz mit Bayside-Seniorchef Jürgen Haltermann in dessen Hotel
Er bedauerte, dass in der Vergangenheit zu wenig  Konzepte und Ideen in den Regionen entwickelt wurden, um den Binnenlandtourismus zu stärken. Er appellierte an die Tourismusakteure, entsprechende Projekte zu entwickeln und wies auf Fördermittel des Landes zur touristischen Nutzung des Natur- und Kulturerbes sowie zur Erstellung regionaler Touristischer Entwicklungskonzepte hin. „Diese Unterstützungsmöglichkeiten sind gerade auch für Regionen im Binnenland interessant, werden derzeit aber noch zu wenig nachgefragt,“ so der Minister. Katja Lauritzen bestätigte, dass es in der Holsteinischen Schweiz noch zu wenig Leuchtturmprojekte gebe. „Die Nachfrage nach neuen Hotels ist da. Es bedarf jedoch kluger Konzepte, die sich gezielt an Segmenten orientieren und sich an den Stärken der Region orientiert, sieht Lauritzen die Chancen für die Region.

Scharbeutz/ Haffkrug

In einem Rundgang erläutert Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, die rasante Entwicklung der Gemeinde durch die Umsetzung intelligenter Infrastrukturmaßnahmen am Beispiel der Dünenmeile und der Promenade, mit denen auch eine wichtige Initialzündung für weitere Investitionen der Privatwirtschaft einherging. „Die Investitionen der öffentlichen und privaten Hand stehen in Abhängigkeit zueinander und machen in unserer Gemeinde ein Volumen von insgesamt 80 Millionen € aus“. Minister Dr. Buchholz wies darauf hin, dass das Land die Promenade in Scharbeutz mit knapp, 5,7 Mio. Euro und den Kurpark mit 700.000 Tsd. Euro gefördert hat. „Die Entwicklung in Scharbeutz zeigt, dass sich diese Investitionen ausgezahlt haben. Wir werden unsere Tourismusorte auch weiterhin bei dem Bau und der Attraktivierung ihrer touristischen Infrastruktur finanziell unterstützen,“ erklärte Minister Dr. Buchholz.  .

Schlafstrandkorb

Die Innovationskraft der Destination wird mit dem Schlafstrandkorb zum Ende des Termins deutlich. Die Erfolgsstory schlechthin. Er schützt vor Wind, bietet ein Dach über dem Kopf, hat kleine Tischchen, so dass ein Buch oder eine Tasse Kaffee abgestellt werden können. Er lässt sich drehen und wenden, immer der Sonne entgegen. Und seit 2016 dient er als Nachtlager. Schlafstrandkörbe sind die neuste Errungenschaft an den Ostseestränden. „Insgesamt 18 Körbe stehen in zehn Orten zur Verfügung und bieten das einmalige Erlebnis „Strandschlafen“ an.

Ab 39,90 Euro kann das „kleine Abenteuer“ erlebt werden, sagt Katja Lauritzen und ergänzt, dass die Schlafstrandkörbe für dieses Jahr so gut wie ausgebucht sind www.strandschlafen-ostsee.de.

IMG_5219
Strandgang: Bürgermeister Owerien (links) mit den Tourismus-Expertinnen Caroline Backmann und Katja Lauritzen sowie Tourismus-Minister Buchholz

Und so berichtet  Sat 1:

https://hamburg.sat1regional.de/video-hh/article/das-steckt-hinter-dem-touristen-boom-an-der-ostseekueste-242826.html 

Und so die Lübecker Nachrichten: 

Minister-Duo Buchholz / Olesen bekräftigt ehrgeizigen Fahrplan zur Beltquerung

Dänen versichern Buchholz: Maut-Nachlass für großen Belt kein Problem für Belttunnel – Minister bekräftigen Fahrplan

Talk
Olesen und Buchholz auf der Aussichtsplattform von Femern A/S in Rødby im Gespräch mit Journalisten

Bei ihrem ersten Treffen haben Verkehrsminister Dr.Bernd Buchholz und sein dänischer Amtskollege Ole Birk Olesen heute (25. August) im dänischen Rødbyhavn den bisherigen Zeitplan zum Bau des Fehmarnbelttunnels bekräftigt. Nachdem vor wenigen Wochen in Lübeck ein erheblicher Teil der insgesamt 12.600 Einwendungen gegen das Projekt von deutscher Seite mündlich erörtert wurde, sei es nach wie vor das gemeinsame ehrgeizige Ziel, im Sommer 2018 den Planfeststellungsbeschluss für den knapp 19 Kilometer langen Tunnel vorzulegen.

Buchholz_TonBuchholz sagte zu dem Treffen unter anderem

(Audiopfeil klicken)

„Ich habe dabei nochmals deutlich gemacht, dass der entscheidende Erfolgsfaktor eine hohe und damit gerichtsfeste Qualität der Planunterlagen ist“, sagte Buchholz nach dem Treffen. Dafür seien von den beiden Trägern des Projekts, der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S und der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), auch noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Dabei gehe es vor allem um ökologische Fragestellungen und Sicherheitsaspekte, die noch weiter vertieft werden müssten. „Sie können aber sicher sein, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung geschlossen hinter diesem Projekt steht und fest entschlossen ist, es auch zu verwirklichen“, sagte Buchholz zu seinem Amtskollegen. Angesichts der Proteste auf deutscher Seite gehe er aber fest davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss beklagt werde.

Femern / Claus Baunkjær   9/2012Nach Angaben von Claus F. Baunkjær, Vorstandschef von Femern A/S, habe man in den Zeitplan bereits zwei Jahre für die erwarteten Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht eingerechnet. Der Bau des rund sieben Milliarden teuren Tunnels solle dann 2020 beginnen und 2028 fertiggestellt sein. „Bei einer Länge von fast 19 Kilometern zwischen Puttgarden und Rødby handelt es sich damit um den weltweit größten kominierten Auto- und Eisenbahntunnel“, sagte Baunkjær. 

Die am Vortag bekannt gewordene Absicht der dänischen Regierung, in den kommenden Jahren schrittweise die Maut auf der Strecke über den Großen Belt abzusenken, hat nach Einschätzung von Olesen keine gravierenden Auswirkungen auf das Projekt. Zwar führe die Verbilligung der Alternativ-Route absehbar zu einer Verlagerung des Verkehrs zu Lasten der Beltquerung, an der geplanten Amortisationszeit von 36 Jahren ändere sich allerdings nichts, so der dänische Verkehrsminister. Buchholz erklärte dazu: „Das ist eine reine Angelegenheit des dänischen Staates, der ja auch Hauptgesellschafter bei Femern A/S ist.“

Die feste Fehmarnbelt-Querung bedeute allein für Deutschland einen volkswirtschaftlichen Gewinn von mindestens fünf Milliarden Euro – bezogen auf die nächsten 50 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt laut einem sh:z-Bericht eine neue Studie des dänischen Gutachter-Büros Dansk Brancheanalyse Die Annahme von Studien-Autor Ole Egholm beruht auf der Erwartung, dass das Verkehrsaufkommen bereits in den ersten zehn Jahren nach Eröffnung des Tunnels um das 3,5-Fache zunimmt. Das würde sieben statt heute zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr bedeuten. Egholm argumentiert mit den Erfahrungen mit den Brücken über den Großen Belt und den Öresund. Dort seien die Fahrzeugmengen im ersten Jahrzehnt nach der Einweihung auch um mehr als das Dreifache gestiegen. Zudem geht er von deutlich niedrigeren Maut-Gebühren als den heutigen sehr hohen Fährpreisen aus.

Mit Blick auf den anstehenden Ersatz der maroden Rader Hochbrücke machten beide Minister bei dem Treffen deutlich, dass ein sehsspuriger Neubau für die Vekehrsströme zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark deutlich besser und zukunftsweisender sei als der bislang geplante vierspurige Ersatz. „Ich bin zu diesem Thema mit dem Bundesverkehrsministerium nach wie vor im Gespräch“, sagte Buchholz.

Scandlines
Buchholz im Gespräch mit den beiden Scandlines-Geschäftsführern Søren Poulsgaard Jensen (links) und Senior-Kapitän Johannes Wasmuth
Im Anschluss an das Treffe mit Olesen besuchte Buchholz die Geschäftsleitung der deutsch-dänischen Reederei Scandlines, die auch nach der Verwirklichung der Beltquerung ihen Fährbetrieb zwischen Puttgarden und Rødby aufrecht erhalten will. Im Mittelpunkt dabei standen die Anbindung des Fährhafens in Puttgarden nach dem Bau des Belttunnels sowie Sicherheitsaspekte während der Bauzeit. Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang an den Koalitionsvertrag der Landesregierung, in dem Scandlines eine vernünftige Anbindung des Hafens zugesichert worden sei.

„Wir haben zu beiden Punkten ein sehr harmonisches und konstruktives Gespräch geführt und vereinbart, die strittigen Fragen bei Treffen unserer Fachleuten zu vertiefen“, so der Minister. Er sei erfreut darüber gewesen, dass seitens der Reederei-Geschäftsleitung überaus deutlich gemacht worden sei, dass es aus Sicht von Scandlines keineswegs darum gehe, den Bau der Beltquerung in Frage zu stellen, sondern vor allem darum, durch den Tunnelbau für die Kunden nicht schlechter erreichbar zu sein als vorher. „Ich bin zuversichtlich, dass wir tragfähige Kompromisse finden“, so der Minister.

Weiter sagte Buchholz (Startpfeil klicken):

Über das Treffen mit Scandlines berichten die LN so:

Bei seiner letzten Station zum Thema Beltquerung besuchte Buchholz am Nachmittag in der Gemeinde Presen bei Puttgarten Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative „Beltretter“, die ihm über 130.000 Unterschriften gegen das Tunnelprojekt übergaben.

„Beltretter“-Sprecherin Karin Neumann (Mitte) übergibt Buchholz die Kartons mit den Online-Petitionen

Nach dem einstündigen Treffen mit der Bürgerinitiative sagte Buchholz (Startpfeil klicken)

Und last, not least: Der gestrige Besuch bei den Dänen aus dem Blickwinkel von Sat-1-Redakteur Uwe von Pein:  zum Beitrag 

Buchholz und Olesen besichtigen morgen Tunnelbaustelle

Begegnung am Belt: Buchholz und sein dänischer Amtskollege Olesen treffen sich morgen in Rødbyhavn

Treffen
Dänemarks Transportminister Olesen und SH-Verkehrsminister Buchholz

Deutsch-dänische Verkehrsthemen – insbesondere der weitere Weg zum Bau des Tunnels unter dem Fehmarnbelt – stehen morgen im dänischen Rødbyhavn auf der Agenda des ersten Zusammentreffens von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz mit seinem dänischen Amtskollegen Ole Birk Olesen.

Nach einem internen Gespräch im Femern A/S-Infocenter ab 9.45 Uhr werden beide Minister ab 11 Uhr das Gelände von Femern A/S besichtigen, auf dem sich die künftige Fabrik für die Tunnel-Elemente der Beltquerung befinden wird. Begleitet werden die beiden Politiker unter anderem von dem für die Genehmigungsverfahren zuständigen Femern-A/S-Vizedirektor Ajs Dam.

Aussichtsplattform
Treffpunkt für Journalisten: Aussichtsplattform von Femern A/S

Anschließend stehen Olesen wie Buchholz als auch Ajs Dam bei der Aussichtsplattform von Femarn A/S der Presse ab etwa 11.30 Uhr für Fragen und kurze Interviews zur Verfügung.

Im Anschluss wird Buchholz auf der Rückfahrt nach Puttgarden  ab 12.30 Uhr auch die Geschäftsleitung der Firma Scandlines auf der Fähre „Deutschland“ treffen, wo ab 15 Uhr ebenfalls ein kurzes Pressegespräch stattfindet.

Ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der „Beltretter“ in Ostholstein steht für Buchholz morgen ebenfalls auf dem Programm: Er wird unter anderem Sprecherin Karin Neumann am Nachmittag für eine Stunde treffen. Der Termin selbst ist nicht presseöffentlich

Am Abend um 19 Uhr eröffnet Buchholz die Messe „Schaufenster Geesthacht“  im Kreis Herzogtum-Lauenburg.

Ministerinnen-Duo besiegelt deutsch-norwegischen Schulterschluss beim U-Boot-Bau

Damen-Programm mit industriepolitischen Folgen –  Ministerin bekräftigt Interesse an U-Booten aus SH

TKMS
Norwegens Verteidigungsministerin Ine Marie Eriksen Søreide bei ihrem tkms-Besuch mit Minister Buchholz (links) und den Vorstands-Managern Peter Feldhaus und Andreas Burmester

Die deutsche und die norwegische Marine wollen im Bereich U-Boote ihre strategische Partnerschaft ausbauen. Das bekräftigten heute Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre norwegische Amtskollegin Ine Marie Eriksen Søreide bei einem Besuch in Schleswig-Holstein. Von der Leyen sagte: «Norwegen ist für uns der absolute Wunschpartner.» Und auch die norwegische Verteidigungsministerin, die am Nachmittag von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bei einem Besuch der Werft Thyssen Krupp Marine Systems (tkms) begleitet wurde,  lobte die Kooperation mit Deutschland als wichtigstem Partner im Marinebereich. «Angesichts der Tatsache, dass Deutschland und Norwegen den gleichen U-Boot-Typ ordern, ergeben sich enorme Möglichkeiten der vertieften Kooperation», sagte Søreide.

Aus Sicht von Wirtschaftsminister Buchholz hat der deutsch-norwegische Schulterschluss vor allem für den Industriestandort Schleswig-Holstein enorme Bedeutung: Norwegen will vier U-Boote in Kiel bauen lassen, die deutsche Marine zwei weitere identische Boote. Die deutsche und die norwegische Marine wollen künftig unter anderem bei Training, Übungen und Instandhaltung der U-Boote kooperieren.

Buchholz sagte dazu nach dem Werftbesuch weiter:

Aktuell stehe eine Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung von tkMS und der Kieler Werft German Naval Yards zudem kurz davor, den Auftrag für den Bau von fünf neuen Korvetten der Klasse K 130 für die deutsche Marine zu erhalten. „Für die aktuell 2800 Mitarbeiter von tkms in Schleswig-Holstein – darunter allein rund 800 Ingenieure – eine überaus gute Nachricht“, so Buchholz. Thyssen-Krupp arbeite zudem mit über 20 Zulieferunternehmen aus Schleswig-Holstein zusammen, die 2016 durch tkMS rund 110 Millionen Euro an Auftragsvolumen abgearbeitet hätten.

BootDie vier anstehenden norwegischen U-Boote soll Thyssen-Krupp in Zusammenarbeit mit norwegischen Firmen produzieren. Die Verträge sollen 2019 unterzeichnet und die Boote zwischen 2025 und 2030 ausgeliefert werden. Medienberichten zufolge sollen die U-Boote – je nach Ausstattung – bis zu 560 Millionen Euro pro Stück kosten, was einem Auftragswert von insgesamt rund drei Milliarden Euro entspricht.

Wie Buchholz weiter sagte, gelte die Technologie der U-Boote von tkMS als weltweit führend, da keine anderen konventionellen U-Boote so lange abgetaucht und damit unbemerkt operieren können.

Für den Marinestützpunkt Eckernförde hatte von der Leyen am Vormittag eine Aufstockung der Dienstposten von derzeit mehr als 3000 um zusätzliche 400 Stellen angekündigt. In den nächsten fünf bis sieben Jahren werde die Bundeswehr 260 Millionen Euro investieren, insbesondere in die Hafenanlage und die modernisierungsbedürftigen Unterkünfte. «Dieser Standort hat Zukunft», erklärte die Ministerin.

Abbinder
tkms-Vorstandsmitglied Burmester erläutert der Ministerin Einzelheiten des U-Boot-Baus

Tourismus im echten Norden knackt weitere Rekordmarke – Buchholz zufrieden

Schleswig-Holstein-Tourismus bricht weiteren Rekord: Halbjahresbilanz so gut wie noch nie

IMG_2859
Beliebtes und nahezu ausgebuchtes Ferienziel: Die Insel Föhr

Nach einer leichten Verschnaufpause im Mai haben die Juni-Tourismuszahlen deutlich zugelegt und die Halbjahresbilanz für Schleswig-Holstein auf ein neues Rekordniveau anwachsen lassen: Laut Statistikamt Nord wurden im Juni in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf Campingplätzen des Landes rund 895.000 Gäste und über 3,4 Millionen Übernachtungen gezählt. Das ist im Vergleich zum Juni des letzten Jahres ein Plus von 13,4 Prozent bei den Gästen und von 13,8 Prozent bei den Übernachtungen.

Ansicht_Buchholz_088Buchholz sagte zu den Halbjahreszahlen

(Audiopfeil klicken)

„Vergleicht man die Ergebnisse von Januar bis Juni mit dem Vorjahreszeitraum übertrifft das erste Halbjahr sogar die hervorragenden Ergebnisse aus 2016“, so Buchholz weiter. So hätten in den ersten sechs Monaten fast 3,6 Millionen Menschen und damit 5,8 Prozent mehr Gäste ihren Urlaub in Schleswig-Holstein verbracht als noch im Vorjahr. Mit mehr als 11,7 Millionen Übernach­tung­en im ersten Halbjahr seien die Ergebnisse des letzten Jahres damit um 5,5 Prozent übertroffen worden. Buchholz: „Wir liegen bei den Übernachtungen somit einmal mehr deutlich über dem Bundesdurchschnitt von drei Prozent. Und das zeigt uns, dass wir mit unserer Tourismus-Strategie, mit der wir vor allem auf Qualität setzen, auf dem richtigen Weg sind.“

In die Erhebung einbezogen waren 3 659 geöffnete Beherbergungsstätten mit 176 000 angebotenen Gästebetten sowie 273 geöffnete Campingplätze.

Der Minister kündigte für kommenden Montag (28. August) einen Besuch an der Ostseeküste an, um sich auf Einladung des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. den Ferienort Scharbeutz anzusehen. Hier wurden mit Unterstützung des Landes unter anderem die Promenade, der Kurpark und diverse Hotelprojekte gefördert.