Archiv der Kategorie: Allgemein

Kräftiger Schub für die Energiewende und den Klimaschutz in Schleswig-Holstein

Land fördert Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz SH mit 860.000 Euro

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Bescheidübergabe am Rande des Landtags: von links: Prof. Eberhard Hartung (CAU), Geschäftsführer Lehmann-Matthaei, Minister Meyer und Prof. Alois Schaffarczyk von der Fachhochschule Kiel

Wirtschafts­minister Reinhard Meyer überreichte heute am Rande des Kieler Landtags an das von sechs Hochschulen im Land getragene Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz (EEK.SH) einen Förderbescheid über 860.000 Euro. Den Bescheid erhielt Björn Lehmann-Matthaei, Geschäftsführer der „Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH“. Die Gesellschaft ist federführende Projektträgerin innerhalb des EEK-SH, das die Vernetzung von Wissenschaftlern und Unternehmen auf den Gebieten Wind, Biomasse, Solar, Wasser und Geothermie fördert. „Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 1,12 Millionen Euro und einer Laufzeit von drei Jahren soll Möglichkeiten einer noch besseren Wertschöpfung auf dem Feld der Erneuerbaren Energien und zugleich den Klimaschutz vorantreiben“, sagte Meyer.

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Im Fokus der aktuellen Förderung stehen laut Meyer neben Energie-Projekten auch die die akademische Aus- und Fortbildung sowie die Forschungszusammenarbeit. „Das Kompetenzzentrum kann dabei auf die Erfahrungen der beiden Forschungsnetzwerke ,Wind‘ und ,Biomasse‘ setzen und eng mit der wirtschaftsnahen Netzwerkagentur Erneuerbare Energien SH zusammenarbeiten“, so der Minister. Damit würden auch zusätzliche Forschungsimpulse für Schleswig-Holstein erwartet.

matteiLehmann-Matthaei sagte zur
Verwendung des Fördergeldes

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Die Förderung des Kompetenzzentrums ist Bestandteil der Innovationsstrategie des Landes. Meyer: „Wir wollen unsere Position nicht nur durch die Produktion von Windstrom weiter ausbauen, sondern auch die Wertschöpfung samt der Zahl der Arbeitsplätze erhöhen und zugleich unsere Forschung stärken“

Leinen los für den 35. Deutschen Seeschifffahrtstag in Kiel

Heute Abend Eröffnung: Kiel lädt zum 35. Deutschen Seeschifffahrtstag.

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Auf einer Fachtagung beraten Experten ab heute in Kiel über die Lage der krisengeschüttelten Branche und loten Perspektiven aus. Mit dabei unter anderem der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Von Risiken und Chancen für die Schifffahrt über den Meeresschutz und die Ausbildung reicht das Spektrum bis hin zu technischen Fragen. Zu der zweitägigen Fachtagung werden 300 Teilnehmer erwartet. Am Sonnabend und Sonntag folgt ein buntes Hafenfest für das breite Publikum. Zehntausende werden wohl kommen.

IMG_0958Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer zu dem Programm

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Ministerpräsident Torsten Albig hat vor der Eröffnung auf die große Bedeutung der maritimen Industrie für ganz Deutschland verwiesen. „Die maritime Wirtschaft ist der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Exportstärke. Sie ist eine echte High-Tech-Branche, die weitere Industrie- und Dienstleistungszweige beeinflusst.“

Dass der Deutsche Seeschifffahrtstag bereits zum dritten Mal in Kiel stattfindet, ist für Albig eine logische Entwicklung: „Wer sich mit maritimen Themen beschäftigen will, ist in Kiel bestens aufgehoben“, sagte er. Da diese Themen in der Landeshauptstadt direkt vor der Tür liegen, sehe sich die Landesregierung in diesem Bereich als erster Interessenvertreter und engagiere sich in Berlin und in Brüssel nachhaltig für die maritimen Interessen des Landes.

Wie Albig weiter sagte, seien Schleswig-Holstein und Deutschland führend bei maritimen innovativen Ideen wie elektrischen Anschlüssen in Häfen, Brennstoffzellen, Hybridantrieben oder alternativen Kraftstoffen. „In all diesen Bereichen besitzen wir technologisches Know-How und große Innovationskraft. Grüne Technologien ,Made in Germany‘ können der maritimen Industrie weltweit wachsende Mobilität ermöglichen – bei gleichzeitig deutlich geringer belasteter Umwelt als heute“, so der Regierungschef.

Angesichts der unklaren Perspektiven der maritimen Branche in Zeiten von Insolventen und weltweiten Überkapazitäten bei Containerschiffen rief Albig zur engen Zusammenarbeit auf. Die maritime Branche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt und dabei gezeigt, dass ein erfolgreicher Strukturwandel möglich sei. Für die Politik bedeute das, eng mit den maritimen Experten zusammenzuarbeiten.

Veranstaltet wird der Seeschifffahrtstag vom Deutschen Nautischen Verein. Schirmherr  ist Bundespräsident Joachim Gauck. Zuletzt fand das Treffen 2013 in Wilhelmshaven statt.

Höhenflug des Tourismus im „echten Norden“ hält weiter an

Tourismusboom in Schleswig-Holstein  ungebrochen: 1,1 Millionen Urlauber im Juli

Schwertmuscheln liegen am Strand der daeischen Insel Roemoe

Nachdem im Juli 2015 bei den Gästezahlen erstmals die Millionengrenze geknackt wurde, konnte dieser Wert im Juli 2016 nochmals übertroffen werden. Insgesamt kamen in diesem Monat rund 1,1 Millionen Urlauber nach Schleswig-Holstein, soviel wie in keinem Monat zuvor.

„Wir sind also mit unserer Tourismusstrategie auf dem richtigen Weg und unserem  großen Ziel, auch in der Nebensaison kräftige Gästezuwächse zu generieren, einen Riesenschritt näher gekommen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel. Außerhalb der Hauptsaison sehe er weiterhin „noch viel Luft nach oben“, so Meyer weiter. Die augenblickliche Sicherheitslage auf der Welt führe dazu, dass zahlreiche Menschen eher im Inland Urlaub machen, darin stecke für die heimische Tourismusbranche die große Chance, neue Zielgruppen zu erschließen und sie dauerhaft an den „echten Norden“ zu binden.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in den ersten sieben Monaten des Jahres um jeweils fünf Prozent. Meyer: „Auch die Investitionen in die touristische Infrastruktur und in neue attraktive Hotelprojekte zeigen Wirkung. Die Qualitätsoffensive im Schleswig-Holstein Tourismus wird von den Gästen honoriert.“

Wachstumstreiber sind insbesondere die Ostseeküste und die Holsteinische Schweiz. In diesen Regien konnten überdurchschnittliche Steigerungsraten erzielt werden.

Ahoi Kiel: Donnerstag startet der 35. Deutsche Seeschifffahrtstag an der Förde

Deutscher Seeschifffahrtstag ab Donnerstag mit 300 Teilnehmern in Kiel – auch Meyer mit an Bord

Überschattet von unklaren Perspektiven der Branche kommt in Kiel der 35. Deutsche Seeschifffahrtstag zusammen. Am Donnerstag und Freitag werden Experten auf eine Fachtagung über diverse Themen beraten. Auch Verkehrsminister Reinhard Meyer ist mit dabei. Von Risiken und Chancen für die Schifffahrt über den Meeresschutz und die Ausbildung reicht das Spektrum bis hin zu technischen Fragen. Zu der zweitägigen Fachtagung werden 300 Teilnehmer erwartet. Am Sonnabend und Sonntag folgt ein buntes Hafenfest für das breite Publikum. Zehntausende werden wohl kommen.m

Obwohl nach der Insolvenz der koreanischen Reederei Hanjin die Preise für die Containerschifffahrt in einigen Fahrtgebieten wieder deutlich gestiegen sind, werden nach Experteneinschätzungen hohe Verluste, steigende Risiken und Insolvenzen auch weiterhin das Bild in der internationalen Schifffahrt bestimmen.«Damit die Schifffahrt aus Deutschland auch in Zukunft in der Weltliga mitspielen kann, brauchen wir exzellentes maritimes Know-how am Standort», sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Alfred Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur im Hinblick auf den Seeschifffahrtstag. Um das Know-how in der Krise zu erhalten, sei die öffentliche Förderung von einheimischem Bordpersonal auf europäisches Niveau angehoben worden. Dies habe erste positive Auswirkungen.

Hartmann zufolge haben sich trotz der Krise die Ausbildungszahlen stabilisiert. Für die Beschäftigung deutscher Seeleute unter deutscher Flagge gebe es neue Perspektiven.

Veranstaltet wird der Seeschifffahrtstag vom Deutschen Nautischen Verein. Schirmherr der alle drei Jahre stattfindenden Veranstaltung ist Bundespräsident Joachim Gauck. Zuletzt fand das Treffen 2013 in Wilhelmshaven statt.

Versprechen gehalten: Ab Dezember ein weiterer Zughalt in Glückstadt

Meyer zu Besuch in Glückstadt: Weiterer Zughalt zum Fahrplanwechsel im Dezember

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Auf Basis einer Entscheidung der DB Netz AG hat Verkehrsminister Reinhard Meyer heute der Glückstädter Bürgermeisterin Manja Biel mitteilen können, dass ab Dezember ein weiterer Zug zwischen Hamburg-Altona und Westerland in Glückstadt halten wird.

Es handelt sich um den Zug mit der Abfahrt um 18.38 Uhr ab Hamburg-Altona. Der Zug wird gegen 19.10 Uhr Glückstadt erreichen. „Damit können wir die 90 Minuten-Lücke zwischen den bisherigen Abfahrten in Hamburg-Altona nach Glückstadt schließen und eine weitere attraktive Verbindung für Pendler schaffen“, sagte Meyer bei seinem Besuch in Glückstadt.

Hintergrund: Die Landesregierung hatte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 über den eigentlich geplanten Fahrplan hinaus für eine Million Euro jährlich vier zusätzliche Verbindungen auf der nordbahn-Linie RB 71 bestellt. Zusätzlich hatte das Land sieben im Fahrplan mögliche Halte von Zügen der Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB) in Glückstadt bestellt.

Damit hat Glückstadt seit Dezember 2014 einen ganztägigen Stundentakt zum Hamburger Hauptbahnhof und in der Hauptverkehrszeit zusätzlich insgesamt 11 Züge von und nach Hamburg-Altona. Dieser Fahrplan sollte für eine Testphase von zwei Jahren gelten.

In einem Gespräch im Juni hatte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele zudem zugesagt, dass die zusätzlichen NOB-Halte und die zusätzlichen Züge der nordbahn auch über die zweijährige Testphase hinaus vom Land bestellt und bezahlt werden. Darüber hinaus hatten alle Beteiligten vor Ort darum gebeten, einen weiteren Zug in Richtung Westerland (Hamburg-Altona ab 18.38 Uhr) in Glückstadt halten zu lassen. „Diesen Wunsch haben wir nun eingelöst“, sagte Meyer.

Dank Radarkontrollen und umsichtiger Fahrer: Rader Brücke weiterhin in stabiler Verfassung

Rader Brücke fit bis mindestens 2026 – Blitzer-Anlagen haben sich bewährt: Nur knapp 34.000 Verstöße in einem Jahr

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Die Stabilität der Rader Hochbrücke bei Rendsburg bleibt – bei Beibehaltung der aktuellen Einschränkungen für den Verkehr – absehbar für zehn weitere Jahre gewährleistet. Das ist das Ergebnis der im August abgeschlossenen Hauptprüfung und der statischen Nachrechnung des 45 Jahre alten Bauwerks, das 2013 aufgrund massiver Verschleißerscheinungen notsaniert werden musste.

Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer heute bei einem Ortstermin mit dem zuständigen Bereichsleiter der Planungsgesellschaft DEGES, Bernd Rothe, sagte, seien im Rahmen der mehrwöchigen Überprüfung unter anderem 150 Kilometer Schweißnähte untersucht und dabei 40 Risse mit bis zu 50 Zentimetern Länge gefunden worden. „Sämtliche Schadstellen wurden umgehend repariert und befanden sich überwiegend im Bereich unterhalb des Hauptfahrstreifens, was genau der Erwartung unserer Ingenieure aus der statischen Nachrechnung entspricht“, sagte Meyer.

Meyer_BrueckeIm Gespräch mit Journalisten sagte Meyer

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Bis zur nächsten Brückenprüfung im Jahr 2018 würden die Stahlträger  nun halbjährlich auf weitere Anrisse überprüft und eventuelle Schäden sofort beseitigt. Die statische Nachrechnung habe zudem ergeben, dass zur Verbesserung der Stabilität die Längsträger an drei Stellen auf jeweils 50 Metern mit drei Zentimeter dicken Blechen verstärkt werden müssen. „Diese Arbeiten werden Mitte kommenden Jahres ausgeführt“, so Meyer. Darüber hinaus stünde 2017 eine Teilsanierung des Hauptfahrstreifens in Richtung Hamburg an.

Die bisherigen Verkehrseinschränkungen zum Schutz des Bauwerks – Tempo 60 samt Überholverbot und 25-Meter-Abstandsgebot für Lkw sowie die Sperrung für Schwerlast-Lkw über 84 Tonnen – bleiben weiterhin bestehen. Laut Meyer sei das Land zudem mit dem Bundesverkehrsministerium derzeit im Austausch darüber, ob im Bereich der Rader Hochbrücke eine so genannte Achslastmessstelle eingerichtet werden könne, um Verstöße gegen Gewichtsbeschränkungen besser zu kontrollieren. „Bei einer Stichprobenkontrolle auf den Rastanlagen Jalmer Moor und Jalm im vergangenen Jahr gab es beispielsweise bei 29 Fahrzeugen allein 13 Beanstandungen, darunter fünf Fahrzeuge mit massiven Gewichtsüberschreitungen“, so der Minister. Dieses Problem werde auch nicht durch die Radarkontrollen eingedämmt.

Die Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn A7

Nach den Worten von DEGES-Bereichsleiter Rothe laufen unterdessen die Planungen für den Ersatz der Rader Brücke auf Hochtouren: So stehe bereits fest, dass zwei neue Teil-Brücken die alte Rader Hochbrücke ersetzen und die Fahrbahnen je Richtung jeweils einen Meter auf künftig 12,50 Meter verbreitert werden. „Durch die getrennten Brücken wird es möglich sein, den Bau der ersten Brücke östlich neben dem alten Bauwerk zu realisieren, während der Verkehr auf der alten Brücke noch ungehindert fließen kann“, sagte Rothe. Nach Fertigstellung des ersten Bauwerkes im Jahr 2026 werde der komplette Verkehr dann auf die neue Brücke umgelegt, um anschließend die alte Brücke abzubrechen und an gleicher Stelle das neue, zweite Teilbauwerk zu errichten. Wie die beiden Brücken aussehen werden, das soll bereits Ende des Jahres mit der Vorlage einer „Vorzugsvariante“ entschieden werden. Schon jetzt sei allerdings auszuschließen, dass es sich dabei um Bogen- oder Schrägseilbrücken handeln wird.

Wie Rothe weiter sagte, sei der Zeitplan zweifellos ambitioniert: So soll 2019 das Genehmigungsverfahren beginnen, um ab 2023 mit dem Bau der ersten Brücke beginnen und diese bis 2026 fertigstellen zu können. Die Verkehrsfreigabe für die zweite Teilbrücke sei für Ende 2029 geplant. Die vollständig vom Bund getragenen Gesamtkosten werden nach ersten Schätzungen bei rund 270 Millionen Euro liegen.

Rothe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es sich beim Bau der neuen Rader Hochbrücken um eines von vier Pilotprojekten des Bundes handele, bei dem ein besonderes Risiko-Management-Verfahren eingesetzt werde, um einerseits eine strikte Kostenkontrolle zu haben und andererseits nicht den Zeitplan zu gefährden. Zudem gilt für die Rader Brücke laut Fernstraßengesetz nur eine Gerichtsinstanz bei Klagen – das Bundesverwaltungsgericht.

Bereits am kommenden Mittwoch, 21. September, findet in Borgstedt ab 19.30 Uhr in der Grundschule Borgstedt, Rendsburger Straße 51, die erste öffentliche Informationsveranstaltung zum Brücken-Neubau statt. Meyer und Rothe appellierten an die Einwohnerinnen und Einwohner von Borgstedt sowie an weitere Interessierte, von demAngebot Gebrauch zu machen.

Radarkontrollen haben sich bewährt – in einem Jahr 34300 Verwarn und Bußgelder

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Meyer (links) und DEGES-Bereichsleiter Rothe beim Ortstermin
Auch die vor einem Jahr zum Schutz der Rader Brücke installierten Blitzer-Säulen an den Zu- und Abfahrten hätten sich bewährt. Wie Meyer heute erläuterte, seien seit dem 14. September letzten Jahres an 297 Tagen rund 15,5 Millionen Fahrzeuge aller Art erfasst worden. Dabei seien in 112.676 Fällen Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festgestellt und 34.317 Verwarnungs- und Bußgelder verhängt worden.

„Das entspricht einer Verstoß-Quote von nur 0,73 Prozent und belegt eindrucksvoll, dass sowohl die Blitzersäulen selbst als auch die Warnhinweise vor den Radarkontrollen die gewünschte abschreckende Wirkung entfalten“, sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass die rund 250.000 Euro teuren Messgeräte vor einem Jahr ausschließlich zum Schutz des maroden Bauwerks installiert wurden. Die Kontrollen wurden mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz abgestimmt. Seit der Notsanierung der Brücke im Sommer 2013 gilt für Lkw über 7,5 Tonnen eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sowie ein 25-Meter-Abstandsgebot und für Großraum und Schwertransporte über 84 Tonnen ein generelles Durchfahrverbot. Für Pkw ist die Höchstgeschwindig­keit auf der Brücke auf 100 km/h begrenzt (bei Sturm auf 80 km/h). Statik-Experten haben für die Rader Brücke eine Restnutzungsdauer bis zum Jahr 2026 errechnet – bis dahin soll die Brücke durch einen Neubau ersetzt sein.

Laut Meyer konnten von den über 112.000 zu schnellen Fahrzeugen – der rasanteste Pkw-Fahrer war mit 214 km/h unterwegs – nur ein Drittel weiterverfolgt werden. Hintergrund seien unter anderem Fehlmessungen, wenn die Geräte beispielsweise Fahrzeuge als Lkw identifizieren, die aber als Pkw gemeldet sind. Darüber hinaus seien teilweise Kennzeichen nicht lesbar oder Fahrzeugführer nicht erkennbar. Sofern Verkehrsteilnehmer aus einem EU-Staat kommen, der die Richtlinie zur Rückverfolgbarkeit von Verkehrssündern in der Europäischen Union noch nicht umgesetzt hat, erfolgt ebenfalls keine Auswertung. Hintergrund: In einigen EU-Staaten fehlen noch die technischen Voraussetzungen, um den Austausch der Daten über Ländergrenzen hinweg vorzunehmen. Die Dänen, auf deren Konto ein erheblicher Teil der Verstöße geht, müssen die Richtlinie bis spätestens Mai kommenden Jahres umgesetzt haben.

BlitzerWie Meyer weiter sagte, wurden 37.652 Fahrerinnen und Fahrer angezeigt, davon 15.589 Pkw und 17.623 Lkw. Es wurden 20.414 Verwarnungsgeldangebote (bis 55 Euro) und 13.903 Bußgeldanzeigen zugestellt. Die Bußgelder gehen an den Kreis Rendsburg-Eckernförde, die Verwarnungsgelder an das Land.

„Unser Ziel ist und bleibt aber weiterhin, vor allem an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer zu appellieren, durch vorschriftsmäßige Fahrweise dafür zu sorgen, dass wir die errechnete Restnutzungszeit der Hochbrücke von zehn Jahren auch tatsächlich sicher erreichen werden“, so Meyer.

 

Landesregierung eröffnet erstes Innovations und Technologieforum in SH

Meyer eröffnet erstes Innovations- und Technologieforum in Schleswig-Holstein

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Gemeinsam mit Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer soeben im Kieler Landershaus das erste Innovations- und Technologieforum Schleswig-Holstein eröffnet. Mehr als 130 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik nehmen an dem Forum teil, um Vorschläge zu erarbeiten, wie der Technologietransfer aus Wissenschaft und Forschung hinein in Anwendung und wirtschaftliche  Nutzung weiter vorangebracht werden könne.

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In ihren Grußworten betonen Meyer und Fischer, dass der Wissens- und Technologietransfer für die Landesregierung von großer strategischer Bedeutung sei, daher solle er noch stärker unterstützt werden. „Das Forum ist in erster Linie eine Plattform für den Informations- und Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie Politik und Gesellschaft. Wir verfügen über viele gute Einrichtungen und Förderinstrumente, aber wir müssen uns noch stärker vernetzen und abstimmen. Dazu müssen wir den Dialog pflegen, uns austauschen, Bestehendes hinterfragen und Neues wagen. Genau dazu soll das Forum dienen“, so Fischer.

Meyer unterstreicht: „Wir brauchen einen schnellen und effizienten Austausch zwischen Forschung und Anwendung, damit unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft innovative neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt bringen kann. Innovationen sind der Königsweg zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist unsere Förderpolitik auf Innovationsförderung und die Unterstützung des Mittelstands ausgerichtet.“

Wie der wechselseitige Transfer gelingen kann, aber auch welche Herausforderungen zu meistern sind, darüber berichten im Forum hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft in ihren Impulsvorträgen. Prof. Dr. Joachim Warschat vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, berichtete aus seinen langjährigen Erfahrungen im Technologie- und Innovationsmanagement aus der Perspektive der Wissenschaft. Heiko Landahl-Gette von German Naval Yards, Kiel, richtet seinen Blick auf Innovationen im Schiffbau und das Zusammenspiel von verschiedenen Fachgebieten für eine erfolgreiche Produktentwicklung.

Anschließend soll in verschiedenen Workshops im Detail diskutiert werden, wie der Technologietransfer in Schleswig-Holstein in der Praxis funktioniert, welche Hemmnisse und Herausforderungen bestehen und welche neuen Wege beschritten werden sollten, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft noch zu verbessern.

Wirtschafsstaatssekretär Dr. Frank Nägele wird am Ende der Veranstaltung Bilanz ziehen. Er sagte: „Bereits jetzt zeigt die große Resonanz, dass man genau das richtige Thema getroffen habe. Der Dialog zwischen den Akteuren ist sehr wichtig.“

Ein Jahr Radarkontrollen auf der Rader Brücke – Meyer zieht Bilanz

Rader Brücke: Meyer stellt neue Statik-Ergebnisse und Jahres-Auswertung der Radar-Kontrollen vor

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September 2015: Inbetriebnahme der Radarkontrollen auf der Hochbrücke

Um den gegenwärtigen Zustand der Rader Hochbrücke für die kommenden zehn Jahre möglichst stabil zu halten, hat das Land vor einem Jahr Radarkontrollen an den Brücken-Zufahrten installiert. Hintergrund ist insbesondere die enorme statische Belastung des Bauwerks durch zu schnell fahrende Lkw. Verkehrsminister Reinhard Meyer wird dazu heute die wesentlichen Ergebnisse der ersten Jahresstatistik und zugleich die Ergeb´nisse der im August abgeschlossenen statischen Nachrechnung des 45 Jahre alten Bauwerks präsentieren.

rotheZudem wird der zuständige Bereichsleiter und Prokurist der Planungsgesellschaft DEGES, Bernd Rothe (Foto), den aktuellen Planungsstand für die Errichtung der Ersatzbauwerke erläutern.

Der Pressetermin dazu findet heute (nur für Journalisten) um 12 Uhr unter dem Widerlager-Süd auf der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals statt.

Deutsche Werften nach Gewerkschaftsangaben in sicherem Fahrwasser

Werften-Betriebsräte sehen Beschäftigung auf Jahre gesichert – Meyer: SH-Betriebe haben Nischen gefunden

Stapellauf einer Ro-Ro-Fähre bei der FSG in Flensburg: Das Unternehmen steht erneut vor einer Umstrukturierung

Auf den deutschen Werften geht es für die Beschäftigten wieder aufwärts. Gegenwärtig arbeiten fast 15 900 Arbeitnehmer bei den Schiffbaubetrieben im Norden, das sind 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das teilte jetzt die IG Metall Küste als Ergebnis einer Befragung der Bremer Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS) in Hamburg auf dem Museumsfrachter MS „Bleichen“ mit. Damit habe die Beschäftigung auf den Werften den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht.

«Die Schiffbaubetriebe sind wichtige industrielle Kerne in Norddeutschland», sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. Daran habe sich seit der ersten Schiffbau-Umfrage der IG Metall Küste vor 25 Jahren nichts geändert, auch wenn heute weitaus weniger Menschen direkt auf den Werften beschäftigt seien.

Auch Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ist – trotz der derzeiten Unsicherheit über den künftigen Kurs der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) – zuversichtlich: „Der Strukturwandel in dieser Branche hat dazu geführt, dass unsere Schiffbauunternehmen zukunftsträchtige Nischen gefunden haben – vom hochspezialisierten Reparaturbetrieb bis zur Herstellung von Megayachten.“ Das Land stehe seinen Werften auch auf dem weiteren Weg zur Seite. Meyer erneuerte in dem Zusammenhang seinen Appell an den Bund, bei der Ausschreibung des geplanten Nachfolgebaus für das Forschungsschiff „Polarstern“ die Bedingungen so zu gestalten, dass auch deutsche Werften Gebote abgeben werden. Diesen Wunsch habe er von seinem jüngsten Besuch auf der Hamburger Schiffbaumesse SMM mitgenommen.

Die Perspektiven für die nähere Zukunft sind laut Gewerkschafts-Umfrage günstig. In den kommenden zwölf Monaten könnten bei den 37 erfassten Betrieben in den fünf Küstenländern bis zu 670 neue Arbeitsplätze entstehen. Dazu arbeiten bei den Werften rund 8600 Zeitarbeitskräfte und Beschäftigte mit Werkverträgen. Der Anteil der Leiharbeiter sei zwar leicht von 14,6 auf 13,1 Prozent zurückgegangen, aber im Vergleich zu anderen Industriebranchen immer noch sehr hoch. «Wer nur noch mit einer Rumpfmannschaft antritt, verliert wichtiges Knowhow und setzt damit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens aufs Spiel», erklärte Bezirksleiter Geiken.

Die Auslastung der Werften sei gestiegen; Kreuzfahrtschiffe, Jachten und Fähren sowie der Marineschiffbau sorgen für Arbeit. «Besonders gut sind die Aussichten in Mecklenburg-Vorpommern, wo der malaysische Genting-Konzern die Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund ausbauen will», sagte Geiken. Nur in einzelnen Unternehmen, etwa bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven, gebe es Probleme mit der Beschäftigung.

Im Jahr 1958: Stapellauf des Mehrzweckfrachters „Bleichen“ bei der Rendsburger Werft Nobiskrug. Damals arbeiteten mehr als 100.000 Menschen auf deutschen Werften