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Land appelliert an Kommunen: Milliarden-Programm des Bundes für Breitband nutzen

Bund stellt 2,1 Milliarden für Breitband-Ausbau bereit – Meyer appelliert an Kommunen: Rasch Anträge stellen

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat an die Spitzenvertreter der Städte und Kommunen im Land appelliert, sich angesichts des mit gut zwei Milliarden Euro ausgestatteten Breitband-Programms des Bundes rechtzeitig um Förderung zu bemühen: „Ich fordere Sie auf, geeignete Anträge zu stellen, wir werden Sie dabei seitens des Landes und des Breitband-Kompetenzzentrums intensiv unterstützen“, sagte Meyer heute in Neumünster bei der mittlerweile 9. Breitband-Regional­konferenz. Bei dem Treffen mit über 170 Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Unternehmen, Verbänden und Banken stellte der Leiter der Abteilung Digitale Gesellschaft im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dr. Tobias Miethaner, das neue Breitbandförderprogramm vor.

IMG_0087Meyer sagte am Rande der Konfeenz zu RTL-Redakteurin Ricarda Thurow:

(Audiopfeil klicken)

Meyer begrüßte den Vorstoß des Bundes, der damit einer langjährigen Forderung der Wirtschaftsministerkonferenz unter Federführung Schleswig-Holsteins entsprochen habe. Das Land werde die förderfähigen Projekte im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten kofinanzieren und auch über so genannte Komplementärfinanzierungen unterstützen. Nach Angaben von Miethaner hätten bereits im vergangenen Jahr von bundesweit 33 Antragstellern vier Projekte aus Schleswig-Holstein eine Förderung erhalten, derzeit seien von 70 Anträgen nochmals 17 aus Schleswig-Holstein dabei. „Damit ist der Norden überproportional vertreten“, so Miethaner.

„Vom Bund wünschen wir uns vor allem eine schlanke Förderabwicklung sowie um eine gerechte Verteilung der Mittel unter den Bundesländern“, sagte Meyer. Besonders wichtig sei ihm, dass die vor allem in Schleswig-Holstein sehr erfolgreichen Betreibermodelle, bei denen die Kommunen eine Glasfaserinfrastruktur errichten und einen privaten Betreiber auswählen, gleiche Förderchancen haben wie die so genannten Wirtschaftlichkeitslückenmodelle, bei denen ein einmaliger Zuschuss gezahlt werde. „Bundesminister Dobrindt hat mir dies zugesichert, wir werden es nun in der Praxis beobachten.“

Meyer erläuterte den Konferenzteilnehmern noch einmal die schleswig-holsteinische Breitbandstrategie. Ziel sei eine flächendeckende Glasfaserversorgung bis zum Jahr 2030 anstelle von Bandbreitenzielen, die sich durch fortschreitende Technologien mit der Zeit von allein überholen. „Bereits heute können 23 Prozent unserer Haushalte in Schleswig-Holstein einen Glasfaseranschluss erhalten, im Bundesdurchschnitt sind es nur knapp fünf Prozent“, sagte er. Auch bei der Versorgung mit Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s sei Schleswig-Holstein unter den Flächenländern mit 73,2 Prozent nach Nordrhein-Westfalen (75,3%) in einer hervorragenden Position.

Zum Erfolg beigetragen hätten vor allem eine intensive Beratung der Projektträger durch das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH), eine aktive Finanzierungspolitik der Investitionsbank oder der intelligente Einsatz der Fördermittel mit innovativen Instrumenten wie einem Zinssubventionierungsprogramm und der Förderung von Planungs- und Beratungsleistungen. Meyer lobte in dem Zusammenhang auch das große Engagement regionaler Anbieter wie Stadtwerken, Energieversorgern, Breitbandnetzgesellschaften von Bürgern oder kommunalen Breitbandzweckverbänden.

„Das Land wird seinen Instrumentenkasten weiter ausbauen“, versprach der Minister. So seien derzeit die Förderung des Anschlusses von Gewerbegebieten an Hochgeschwindigkeitsnetze sowie ein Landesbackbone-Konzept als Verknüpfung zwischen öffentlichen Datennetzen und dem Breitbandausbau in Arbeit. Schleswig-Holstein zeige, dass eine Glasfaserstrategie erfolgreich sein könne. „Wir werden die Potenziale des Bundesprogramms nutzen, den Weg konsequent weiterzugehen. Wir brauchen aber auch eine langfristige Breitbandstrategie des Bundes, die auf Glasfaser setzt und uns wie allen anderen Ländern auch als Leitplanke dienen kann“, sagte Meyer.

Meyer eröffnet 9. Regionalkonferenz Breitband in Neumünster

Heute ab 10 Uhr – Stadthalle Neumünster: Meyer eröffnet 9. Regionalkonferenz Breitband (Pressegespräch 9.30 Uhr)

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Das mit gut zwei Milliarden Euro ausgestattete Breitband-Förderprogramm des Bundes steht heute im Mittelpunkt der mittlerweile 9. schleswig-holsteinischen Breitband-Regionalkonferenz in der Stadthalle von Neumünster (Kleinflecken). Angemeldet sind über 170 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Verbänden und Banken.

Dr. Tobias Miethaner, Leiter der Abteilung Digitale Gesellschaft im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, wird dabei die Fördermöglichkeiten erläutern. Gemeinsam mit Meyer stellt sich Miethaner ab 9.30 Uhr den Fragen der Presse.

Ideen werden Wirtschaft: Land legt neues Gründerstipendium auf

Rückenwind für den Technologietransfer in Schleswig-Holstein: Land legt neues Stipendium für Hochschul-Absolventen auf

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Enger Schulterschluss: Die Gründungsexperten Prof. Ludewig (Flensburg), Dr. Anke Rasmus (Kiel) und Prof. Buzug mit Wirtschafts- und technologieminister Meyer (v.l.)

Seit Jahres­beginn steht Hochschulabsolventen mit guten Geschäftsideen und -konzepten erstmals wieder ein Gründungsstipendium zur Verfügung. Das mit zunächst einer Million Euro hinterlegte Programm stellte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Universität Lübeck, Prof. Dr. Thorsten M. Buzug, Dr. Anke Rasmus von der Kieler Christian Albrechts Universität sowie Prof. Dr. Dirk Ludewig von der Fachhochschule Flensburg vor. „Mit diesem neuen Angebot schließen wir nach Abwicklung der früheren Innovationsstiftung Schleswig-Holstein im Jahr 2011 eine wichtige Finanzierungslücke, damit uns zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in diesem Land keine gute Idee verloren geht und wir die Innovationskraft unserer Betriebe weiter stärken“, sagte Meyer.

Reinhard_MeyerWeiter sagte der Minister
(Audiopfeil klicken):

Wie der Minister weiter sagte, sei eine Volkswirtschaft auf Dauer nur konkurrenzfähig, wenn ausreichend viele gute Impulse aus der Wissenschaft in der Wirtschaft umgesetzt werden können. Deshalb ziele das neue Gründungsstipendium darauf ab, bereits Studenten mit innovativen und marktfähigen Ideen den Weg in die Selbständigkeit zu ebnen. „Das Angebot richtet sich also an Absolventen, die eine überzeugende technologie- oder wissensorientierte Geschäftsidee haben und bei denen die berechtigte Chance besteht, dass hieraus auch ein marktfähiges Unternehmen erwachsen kann“, so Meyer. Die enorm hohe Expertise der Gründungs-Hochschulen in Kiel, Lübeck und Flensburg biete dazu den notwendigen Nährboden

Die eine Million Euro, die zur Finanzierung von zunächst zehn bis 14 geplanten Stipendien pro Jahr zur Verfügung steht, stammt aus Erträgen eines von Investitionsbank (IB.SH), der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) und dem Land gemeinsam getragenen Beteiligungskapital-Fonds. Angeboten werden die Stipendien über die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH).

Das Gründungsstipendium sieht – anders als vergleichbare Angebote der Existenzgründerfinanzierung – unter anderem vor, das die Lebenshaltungskosten der Absolventen in der Vorgründungsphase, der sogenannte Pre Seed Phase, finanziert werden. „Damit haben die Stipendiaten ein halbes Jahr Zeit, sich auf den Unterneh­mens­­start vorzubereiten. Unser Ziel ist, dass am Ende dieser Phase ein Businessplan vorliegt. Dies ist dann der Schlüssel, um weitere Mittel für die Untern­eh­mensgründung einzuwerben“, so Meyer. Mit dem Businessplan hätten die Bewerber zudem gute Chancen auf weitere Unterstützung aus der Wirtschaftsförder­ung. Als Beispiel nannte Meyer den 2015 aufgelegten „Seed- und StartUp-Fonds II“, der mit seinem Beteili­gungs­kapital ein ideales Ergänzungsangebot für den weiteren Gründungsweg sei.

Meyer weiter: „Die technologischen und wirtschaftlichen Ziele des Stipendiums sind aber nur in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen des Landes zu erreichen.“

Die Hochschulen seien bereits an der Vorbereitung des Programms eng beteiligt gewesen und auch bereit, die Absolventen in der Gründungsphase bei fachlichen und wirtschaftlichen Fragen zu unterstützen.

Dr. Anke Rasmus, Leiterin des Zentrums für „Entrepreneurship & Entrepreneurship Service“ an der Kieler Christian Albrechts Universität: „In den vergangenen Jahren haben wir ein Zentrum für Entrepreneurship auf- und ausgebaut, in dem wir Interessierte von der Idee bis zur Unternehmensgründung betreuen können. Auf verschiedenen Gebieten können unsere Absolventinnen und Absolventen innovative und forschungsbasierte Entwicklungen aufweisen, die ein sehr gutes Potential für Unternehmensgründungen haben. Die jüngsten Geschäftsideen basieren auf einem neuen ökologischen Schneckenschutz oder einer Software zur besseren Kommunikation in Autos. Die Stipendien der Landesregierung setzen handfeste Impulse für Ausgründungen wie diese und bieten gründungswilligen Studentinnen und Studenten eine Basis, auf der sie ihre Potenziale ausschöpfen können.“

Prof. Dr. Thorsten Buzug, Vizepräsident der EXIST Gründerhochschule Universität zu Lübeck: „Studierende entwickeln in ihren Forschungsarbeiten an Hochschulen oft Ideen, die sich nicht nur wissenschaftlich, sondern auch wirtschaftlich verwerten lassen. Die wirtschaftliche Verwertung im Rahmen der eigenen Ausgründung eines Technologie-Start-ups ist ein herausragender intrinsischer Motivator, der bisher durch die häufig prekäre studentische Situation gebremst wurde. Das Gründerstipendium öffnet Studierenden mit Ideen daher neue Türen in die Selbstständigkeit.“

Prof. Dr. Dirk Ludewig vom Dr. Werner Jackstädt Zentrum der Fachhochschule Flens­burg: „Das Gründungsstipendium unterstützt die Hochschulabsolventen in einer ent­schei­denden frühen Phase im Gründungsprozess finanziell und führt sie früh an die Förder- und Wirtschaftsinstitute des Landes heran. Es trägt so dazu bei, mehr techno­logie- und wissensorientierte Gründungen hervorzubringen und sie im Land zu halten.“

Darum bin ich ein toller Arbeitgeber: Die Preisträger des Kurzfilm-Wettbewerbs 2016

Kongress vernetzte Gesundheit: Hier die Preisträger des Kurzfilm-Wettbewerbs: Darum bin ich ein toller Arbeitgeber

Staatssekretär Dr. Frank Nägele und UKSH-Vorstand Prof. Dr. Jens Scholz haben im Rahmen des gestern beendeten Fachkongresses „Vernetzte Gesundheit“ in die Sieger des Kurzfilmwettbewerbs „Darum bin ich ein toller Arbeitgeber!“ prämiert. Die Preise wurden von Land  und Universitätsklinikum ausgelobt.

Bereits zum dritten Mal hatten schleswig-holsteinische Unternehmen der Gesundheitsbranche so die Gelegenheit, sich in einem kurzen Filmbeitrag selbst als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.

Die diesjährigen Preisträger sind:

  1. Marli Pflege GmbH, Lübeck, für den Beitrag „Marli für Menschen“

Marli

2. Therapieschule Nord (Klinikum Nordfriesland Management GmbH), Husum

Husum

3. Telesign Deutschland, Rendsburg

Teledesign

Der Sonderpreis für die Darstellung des gradlinigsten (Berufs-)Lebenslaufs ging unter dem Motto „Wünsche werden wahr!“ an die Stiftung Diakoniewerk Kropp.

Kropp

Den Sonderpreis für die vorausschauendste Produktion (der Film war schon vor der Ausschreibung des Wettbewerbs fertig) erhielt der Filmbeitrag der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Sana Kliniken Lübeck.

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Ausgezeichnet als Publikumsliebling des Online-Votings mit über 1400 Klicks auf dem Video-Internetkanal „Youtube“ wurde wiederum der Filmbeitrag der Stiftung Diakoniewerk Kropp.

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Staatssekretär Nägele sagte: „Mit dem Wettbewerb wollten wir Unternehmen der Gesundheitswirtschaft motivieren, für sich selbst als Betrieb und Ausbildungsstätte auf kreative Weise zu werben und so neue Wege zu gehen, Auszubildende und Fachkräfte zu finden. Der Fachkräftebedarf gerade in der Gesundheitswirtschaft steigt. Deshalb ist es wichtig, sich schon heute als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.“

Mit Blick auf den Siegerbeitrag der Marli Pflege GmbH sagte Staatssekretär Dr. Nägele: „Der Slogan des Beitrags lautet schlicht: ‚Marli für Menschen‘. Und genau das wird überzeugend und mit ganz einfachen Mitteln gezeigt: Egal welcher Herkunft, Religion oder mit welchem Handicap – in all ihren Sprachen und mit all ihren individuellen Möglichkeiten vermitteln uns die Menschen in diesem Filmbeitrag Freude und Zusammengehörigkeit. Auch das macht einen Betrieb zu einem ‚tollen Arbeitgeber‘.“

 

Land hilft Gründern mit zündenden Ideen finanziell auf die Sprünge

Heute, 11 Uhr, Wirtschaftsministerium: Meyer präsentiert mit Hochschulen des Landes neues Gründerstipendium

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Mit einem Gründerstipendium für Studenten will Schleswig-Holstein technologische Innovationen und gute Geschäftsideen fördern. Die Palette des seit Jahresbeginn laufenden Programms reicht nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vom ökologischen Schneckenschutz bis zum intelligenten Auto. 

Die Einzelheiten des in Zusammenarbeit mit den Hochschulen Flensburg, Kiel und Lübeck aufgelegten Gründerstipendiums wollen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) und Vertreter der Universitäten am Mittwoch (11.00 Uhr) in Kiel im Wirtschaftsministerium der Presse vorstellen.

Lübecker Spezialfirma SLM setzt Segel zu neuen Ufern

Meyer zu Besuch bei Lübecker Unternehmen SLM: Umsatzziel von 60 Millionen Euro in 2015 übertroffen

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Betriebsrundgang mit Firmengrüner Ihde (mitte) und Vorständen: Minister Meyer (2.v.r) und Bürgermeister Saxe (2.v.l.)

Die börsennotierte Lübecker Firma SLM Solutions stellt Metall-3D-Drucker her und ist auf Expansionskurs. Das Umsatzziel von 60 Mio. EUR für das Jahr 2015 ist übertroffen worden. Die Maschinen arbeiten mit der selbst entwickelten Selektiven Laserschmelztechnologie (Selective Laser Melting) und sind besonders für industrielle Anwendungen geeignet. Um den Raumbedürfnissen von Verwaltung, Produktion, Lagerung und Schulung gerecht zu werden hat SLM Solutions vor Kurzem ein 70.000-Quadratmeter-Grundstück im Lübecker Gewerbegebiet Genin Süd erworben. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Rechlin: „Wir haben ein starkes Geschäft insbesondere in Nordamerika und Südostasien. Zuletzt haben wir im Rahmen unserer Expansionsplanung eine Niederlassung in Shanghai eröffnet. Jetzt wollen wir unseren Hauptsitz erweitern.“

Wirtschaftsminister Meyer sagte am Nachmittag bei seinem Besuch (Audiopfeil klicken)

Das Unternehmen führte die SLM®-Technologie bereits im Jahr 2000 ein. Sechs Jahre später war SLM Solutions Pionier in der Verarbeitung von Aluminium und Titan. Der Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Ihde weist auf die jahrzehntelange Innovationsgeschichte und Erfahrung im Rapid Prototyping-Anlagenbau hin: „Unsere Produkte unterstützen den Trend zur Nachhaltigkeit in Produktionsumgebungen. Das wird vom Markt belohnt, wie die aktuellen Zahlen belegen. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Für die weitere Entwicklung brauchen wir ausreichende Räume. Daher werden wir hier in Lübeck investieren.“

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe ist über diese Entwicklung hoch erfreut, „Lübeck ist ein zukunftsorientierter Standort; der neue Firmensitz so eines Technologieführers passt sehr gut dazu. Wir haben dafür das entsprechende Umfeld und die notwendigen Flächen im Gewerbegebiet Genin Süd.“ Dem stimmt Wirtschaftssenator Sven Schindler zu: „Eine hervorragende Entscheidung mit absolut positiven Auswirkungen auf unsere Stadt und die Region!“ Der Einsatz der städtischen Wirtschaftsförderung ist entsprechend hoch: „Wir begleiten das Unternehmen seit Längerem und kümmern uns mit Priorität um die Vorhaben der SLM Solutions“, so der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung LÜBECK GmbH, Dirk Gerdes.

Der SLM-Finanzvorstand Uwe Bögershausen bestätigt dies: „Wir haben die möglichen Ansiedlungsstandorte sehr intensiv geprüft. Die Unterstützung seitens der Landesregierung und der Stadt Lübeck hat unsere Entscheidungsfindung maßgeblich geprägt. Im Gewerbegebiet Genin Süd haben wir den richtigen Standort für uns gefunden. Die Zusammenarbeit ist sehr gut und konstruktiv.“ Dies bestätigt auch die kaufmännische Leiterin, Daniela Wedemeyer: „Das war eine umfangreiche Angelegenheit, die wir kooperativ gut bewerkstelligt haben. Wir wissen die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Stadt und Land zu schätzen. Wir haben noch einen langen gemeinsamen Weg vor uns“.

 

Meyer und Habeck erläutern Hintergründe zu Folgen des Seeadlerhorstes an der A 20

Meyer und Habeck machen klar, dass ein Seeadlerhorst nicht allein schuld ist für lange Planungsverzögerungen für die A 20

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Verkehrsminister Reinhard Meyer und Umweltminister Robert Habeck haben heute den Wirtschaftsausschuss des Landtages ausführlich über die Hintergründe der Planungsverzögerungen durch den im Mai letzten Jahres entdeckten Adlerhorst auf dem so genannten Marschabschnitt der A 20 bei Hohenfelde im Kreis Steinburg informiert. Gemeinsam betonten sie, ein durch das Artenschutzrecht geschützter Seeadlerhorst im Kreis Steinburg sei nicht allein Grund für die voraussichtlich zwei Jahre dauernden Planungsverzögerungen.

Vielmehr sei der entdeckte Seeadlerhorst nur der erste Dominostein gewesen, der in einem komplexen Verfahren weitere Verzögerungen zwangsläufig mit sich ziehe, sagte Meyer. Denn es seien jetzt wegen abgelaufener Gültigkeitsfristen eine neue Verkehrsprognose und neue Kartierungen für Tierarten notwendig. Haupthindernis seien die im Vergleich zu anderen EU-Staaten langwierige Planänderungsverfahren in Deutschland. Sie müssten beschleunigt werden, aber die Bürgerbeteiligung dabei erhalten bleiben.

Darum geht es konkret: Im Mai 2015 erfuhr eine untergeordnete Behörde des Umweltministeriums (LLUR) im Zuge eines Windkraftanlagen-Antrages von dem Seeadlerhorst. Im Juli legte der Landesbetrieb Straßenbau – er ist Meyers Ministerium untergeordnet – seine A20-Planungen für den 15,2 Kilometer langen Teilabschnitt dem Umweltministerium vor. Darin wurde der nur 300 Meter von der geplanten Autobahntrasse entfernte, zurzeit unbewohnte Horst nicht erwähnt.

Am 19. August informierte das Umweltministerium das Verkehrsministerium. Bis Mitte September informierten auch vier Umweltverbände das Verkehrsministerium. Erst im November erfuhr Meyer von dem Adlerhorst, Habeck sogar erst am 8. Dezember bei einer Kabinettssitzung durch Meyer.

Meyer betonte, rein theoretisch würde ein Planänderungsverfahren allein wegen des Seeadlers rund sechs bis acht Monate dauern – falls man eine öffentliche Beteiligung dazu mache. Dies sei aus Gründen der Rechtssicherheit geboten. Da sein Ministerium erst im August informiert worden sei, hätte es also nicht einmal theoretisch ein Chance gegeben, bis Ende Dezember – der Verfallsfrist der Verkehrsprognose und der Kartierungen – das geänderte Planfeststellungsverfahren abzuschließen.

Meyer und Habeck sagten im Anschluss an die Ausschuss-Sitzung im Gespräch mit Journalisten unter anderem (Audiopfeil klicken)

 

Meyer und Habeck heute gemeinsam im Wirtschaftsausschuss des Landtags

Adlerhorst an der A 20: Meyer und Habeck heute ab 10 Uhr im Wirtschaftsausschuss

Horst1Hat ein unbewohntes Seeadlernest die Planungen für den Ausbau der A 20 um mindestens zwei Jahre zurückgeworfen? Darüber hatten Wirtschaftsminister Meyer (SPD) und Umweltminister Habeck (Grüne) gestritten. Heute ab 10 Uhr äußern sich beide im Wirtschaftsausschuss des Landtags. 

Dabei ging es darum, wer schuld ist an Planungsverzögerungen für den Ausbau der Autobahn A 20 im Kreis Steinburg. Meyer hatte einen zurzeit nicht einmal bewohnten Horst eines Seeadlers als Auslöser einer Dominosteinkette genannt, die im Ergebnis zu einer zweijährigen Planungsverzögerung führen wird. Habeck zeigte sich verärgert. Das Artenschutzrecht werde nur als Vorwand missbraucht. Das Problem hätte in wenigen Wochen geklärt werden können.

Indirekt hielt Habeck dem Verkehrsministerium und dem Landesbetrieb Straßenbau vor, eigene Versäumnisse verschleiern zu wollen. Beide hätten seit August über den Seeadler-Horst Bescheid gewusst, aber erst im November das Thema richtig angepackt.

Ein ursprünglich bis Ende Dezember vorgesehener Planfeststellungsbeschluss für ein Teilstück der A 20 kam nicht zustande. Das führt laut Meyer jetzt zu langen Verzögerungen.

Noch vor Weihnachten schlossen beide Minister einen Burgfrieden. Sie vereinbarten, bei natur- und artenschutzrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Planung der A 20 eine «ad hoc Lenkungsgruppe» einzusetzen. Sie soll frühzeitig Planungshemmnisse identifizieren und Lösungswege erarbeiten. Die Opposition will im Wirtschaftsausschuss die Gründe für die Planungsverzögerungen aufarbeiten. Dazu sollen beide Minister Rede und Antwort stehen.

Meyer eröffnet 7 Gesundheitskongress in Kiel

Spitzentreffen einer Boombranche: Meyer eröffnet in Kiel Fachkongress „vernetzte Gesundheit“ mit über 450 Teilnehmern

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Um der Gesundheitswirtschaft in Schleswig-Holstein mit ihren weit mehr als 200.000 Beschäf­tigten künftig noch mehr Schub zu verleihen, rich­tet die Landesregierung zusammen mit zahlreich­en Partnern in den kommenden zwei Tagen zum 7. Mal den Fachkongress „Vernetzte Gesundheit“ aus.

Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei der Eröffnung vor den rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sagte, sei dieser Sektor mit annähernd 10.000 schleswig-holsteinischen Betrieben und mehr als 13.000 Selbständigen zwar enorm leistungsstark und in den letzten Jahren stetig gewachsen, dennoch sehe er weitaus mehr Potenzial, wenn die Akteure sich künftig noch besser verzahnen.

Reinhard_MeyerIm Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer bei der Kongress-Eröffnung

(Audiopfeil klicken)

„Es fehlt dieser Branche nach meinem Eindruck vielfach noch das in anderen Wirtschaftsbereichen stark ausgeprägte ,Wir-Gefühl‘ – und gerade das ist in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein besonders wichtig“, sagte Meyer. Aus seiner Sicht seien vor allem weitere Anstrengungen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder und zu klugen Arbeitsteilungen nötig: Nur so werde die Gesundheitswirtschaft Wirtschaftsmotor und zugleich Garant für eine hochwertige Gesundheitsversorgung bleiben.

Als Beispiel nannte Meyer die zunehmende Bereitschaft der Menschen, in ihre Gesundheit zu investieren, auch im sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt – etwa im privat finanzierten Sport- und Wellnessbereich – aber auch im Tourismus oder im Rehabilitations-Sektor. „Im Tourismus sind wir zweifellos schon stark – aber die Kombination mit Prävention und Rehabilitation halte ich für ausbaufähig.“

Gesundheit
Meyer, Dr. Stefan Bruns von der Chemie AG und UKSH-Chef Scholz beim Rundgang

Der Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Prof. Dr. Jens Scholz, nannte als weiteres wichtiges Zukunftsfeld die zunehmende Digitalisierung der Medizin unter dem Schlagwort eHealth: „Das UKSH startet medizinisch-technologisch durch: Robotikzentrum, computerassistierte Chirurgie, Hybrid-Operationssäle optimieren die Therapieerfolge, das papierlose Krankenhaus, Teleradiologie, elektronische Zweitmeinung, Videokonferenzen und Live-Operationsübertragungen optimieren Prozesse und so genannte Responsive-Websites“, so Scholz.

Mit Blick auf die für Telemedizin nötige digitale Infrastruktur erinnerte Meyer daran, dass Schleswig-Holstein mit seiner Glasfaser-Strategie und einer Haushalts-Anschlussquote von aktuell 23 Prozent nicht nur bundesweit an der Spitze liege, sondern auch gerade bei den hohen Geschwindigkeits-Anforderungen der einzelnen Anwendungen auf dem richtigen Weg sei: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das Tempo des Netzausbaus durch die Förderprogramme des Bundes in den kommenden Jahren noch deutlich beschleunigen können“, sagte der Minister.

Vor dem Hintergrund des Flüchtlings-Zustroms richtete Meyer einen Appell an die Unternehmen der Gesundheitsbranche: „Angesichts eines in Schleswig-Holstein erwarteten Fachkräftemangels von über 100.000 Menschen im Jahr 2030, der unter anderem auch die Pflegeberufe stark treffen wird, sollten die Arbeitgeber sich schon heute auf die neue Situation vorbereiten. Menschen mit Migrationshintergrund werden einerseits ein Großteil der Patienten von morgen sein, andererseits aber auch die Fachkräfte von morgen“, sagte er. Das gemeinsame Ziel aller müsse sein, nach Überwindung der Sprachbarrieren rasch herauszufinden, welche Kompetenzen und Qualifikationen die Flüchtlinge mit Bleibeperspektive mitbringen und wie sie darüber sowohl in die Gesellschaft als auch in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Autobahnland Schleswig-Holstein: Besser als so manch einer denkt

„Autobahnland Schleswig-Holstein“: Wo Herr Arp irrt

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Die CDU-Landtagsfraktion hat einen Antrag für die kommende Landtagssitzung beschlossen, durch dessen Umsetzung für alle Baumaßnahmen des Bundes schneller eine Planfeststellung erreicht werden soll. In der begleitenden Presseerklärung holt der verkehrspolitische Sprecher Hans-Jörn Arp zum Rundumschlag gegen Verkehrsminister Meyer aus, wirft ihm unter anderem vor, keinen einzigen Kilometer Autobahn gebaut zu haben und überhaupt beim Thema Straßenbau zu versagen:

Dazu nur ein paar Fakten auf die Schnelle

  • 2011 (zu Zeiten der schwarz-gelben Koalition) hat das Land noch 30 Kilometer Landesstraßen saniert – letztes Jahr 80 Kilometer
  • die A 21 Stolpe-Nettelsee wurde im ersten Teilbereich fertiggestellt, ist seit Dezember 2014 unter Verkehr
  • an der A 24 wurde die Anschluss-Stelle Gudow errihtet
  • Es gab – mit einem großen Bürgerfest im letzten Jahr – den Lückenschluss an der A23, Störbrücke Itzehoe
  • Es gibt seit heute Baurecht an der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster – hier wurde die Bundesstraße ab Juni dreistreifig ausgebaut. Siehe auch hier: Pessemitteilung

Und hier noch eine kleine Gedächtnis-Auffrischung:

sh:z-Artikel vom 1. August 2015