Vorbei mit Stau: Die B 404 bei Lütjensee ist wieder frei – und Tausende atmen auf

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Freie Fahrt auf der Bundesstraße 404 zwischen der A 1 und der A 24: Nach knapp 16 Monaten Bauzeit wurde heute gemeinsam mit dem Stormarner CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Koch ein weiterer Abschnitt wieder für den Verkehr freigegeben. „Damit ist ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Sicherheit und Verkehrsqualität auf dieser Hauptverkehrsachse gesetzt“, sagte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und dankte dem Bund für die Bereitstellung der Mittel für das elf Millionen Euro teure Bauvorhaben. „Dieser Abschnitt der Bundesstraße wird zukünftig von täglich 21.000 Fahrzeugen genutzt. Mit dem dreistreifigen Ausbau kommen wir einer lang gehegten Forderung nach besseren Überholmöglichkeiten nach und tragen so hoffentlich dazu bei, die Zahl der Unfälle drastisch zu reduzieren“, sagte Buchholz bei der Freigabe.

Der Direktor des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr in Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, erinnerte daran, dass alle am Bau Beteiligten die Arbeitsabläufe so angepasst hätten, dass unter Minimierung aller Infektionsrisiken effizient weitergearbeitet werden konnte. „Ich freue mich besonders, dass dieser wichtige Abschnitt nun trotz der Corona-Krise für den Verkehr freigegeben werden kann“, sagte Conradt.

InterIm Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter

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Laut Buchholz und Conradt ist die B 404 neben der B 5 an der Westküste und der A 7 die dritte zentrale Nord-Süd-Achse in Schleswig-Holstein. Es sei erfreulich, dass Bauwirtschaft und Straßenbauverwaltung hier einmal mehr Hand in Hand gearbeitet und ihre Leistungsfähigkeit bewiesen hätten. Buchholz: „Die ehemals sehr unfallträchtige B 404 wird nicht nur für Pendler, sondern auch für den Tourismus und die Wirtschaft ein großes Stück berechenbarer und sicherer.“ Zudem würden auch die staugeplagten Menschen in Lütjensee und Umgebung nun erheblich entlastet werden.

Im Rahmen des dreistreifigen Ausbaus bei Lütjensee wurden nach den Worten von LBV.SH-Chef Conradt weitere Arbeiten umgesetzt: der Abriss samt Neubau der Brücke über die Ripsbek, der Bau von Entwässerungsanlagen zwischen den frisch sanierten Anschluss-Stelle Lütjensee / Schönberg und Lütjensee/Grönwohld sowie Sanierungen der Rampen auf der Ost- und der Westseite der Bundesstraße.

 

 

 

 

So will Schleswig-Holstein den Tourismus im echten Norden wieder zaghaft auf Trab bringen

Nach dem Komplett-Stopp des Tourismus in der Corona-Krise bringt die Landesregierung erste Lockerungen auf den Weg: Alle Eigentümer von Zweitwohnungen dürfen diese ab dem 4. Mai wieder nutzen – auch auf den Inseln und Halligen. Auch Dauercamping ist ab Montag wieder möglich – und es gibt weitere Lockerungen.

Kiel
Ab Montag wieder möglich – auch Bootseigner aus anderen Bundesländern können ihre Boote wieder nutzen.

Schleswig-Holstein wird ab dem 4. Mai schrittweise den Tourismus wieder hochfahren, der fast zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes ausmacht. Zweitwohnungs-Besitzer dürfen von Montag an wieder ihre Feriendomizile in Schleswig-Holstein nutzen. Das hatte am späten Dienstagabend die Jamaika-Koalition in Kiel beschlossen, wie Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) heute vor Journalisten erläuterte. «Das gilt auch für die Inseln und Halligen.»

Buchholz sprach von einer «langsamen Wiederbelebung» des Freizeitbereichs. Entscheidend sei aber umso mehr das Verantwortungsbewußtsein der Menschen: «Uns ist bewusst, dass wir mit den Regelungen viel Spielraum lassen und auch manche Unschärfe. Und sicher wird am Ende auch nicht alles kontrollierbar sein – aber wenn jeder darauf achtet, Abstand zu halten, sich und andere zu schützen und nicht zu Menschenansammlungen beizutragen, dann haben wir eine gute Chance, schon bald einen weiteren Schritt zu mehr Tourismus im Land zu gehen.»

Die Besitzer von Zweitwohnungen dürften ihre im selben Hausstand lebenden Partner und Kinder mitnehmen – nicht aber Freunde. Die Besitzer müssen zudem sicherstellen, dass sie sich im Falle einer bestätigten Covid-19-Infektion innerhalb von 24 Stunden zur Quarantäne an ihren Hauptwohnsitz begeben können. Auch Dauercamping werde ab kommender Woche wieder erlaubt. Auf den Inseln könne es dabei aber die Einschränkung geben, dass Dauercamper dort einen Zweitwohnsitz haben müssten. Zudem sollen dann die Sportboothäfen an Nord- und Ostsee wieder öffnen dürfen. Mit Ausnahme des 3. Mai wird es zudem vorerst keine weiteren verkaufsoffenen Sonntage geben. Die Bäderregelung, die zahlreichen Urlaubsorten im Land von März bis Oktober die Sonntagsöffnung ermöglicht, bleibe ausgesetzt. «Und wir halten vorerst weiterhin an der Obergrenze von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche fest», so der Wirtschaftsminister weiter.

_D0A1873-BearbeitetZu den Lockerungen sagte Buchholz vor Journalisten weiter

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Mitte März hatte die Landesregierung einen Tourismusstopp verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Darunter fielen auch Zweitwohnungen. Allein in Nordfriesland – unter anderem mit der Insel Sylt und St. Peter Ording – gibt es 14 000 Zweitwohnungen. Vor allem in Hamburg, wo viele Zweitwohnungsbesitzer ihren Hauptwohnsitz haben, hatte das Verbot, Verärgerung ausgelöst.

Die Menschen hätten sich in vorbildlicher Weise an die notwendigen Corona-Regeln gehalten, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). «Damit hat die Bevölkerung entscheidend dazu beigetragen, dass wir jetzt eine Reihe von Erleichterungen auf den Weg bringen können.» Diesen Weg wolle die Regierung behutsam gehen. Die Einreise nach Schleswig-Holstein zu reinen Tourismuszwecken bleibe aber auch nach dem 4. Mai grundsätzlich verboten. Buchholz: «Das gilt auch für Freizeitzwecke, ausgenommen davon sind aber Einreisen zur Ausübung kontaktarmer Sportarten sowie zum Besuch von Museen, Ausstellungen, zoologischen Gärten und Tierparks sowie botanischer Gärten.»

Ebenfalls ab Montag werden unter Auflagen Gottesdienste mit begrenzter Teilnehmerzahl wieder möglich. Und auch das Besuchsverbot in Pflegeheimen in Schleswig-Holstein wird gelockert: Vom 4. Mai an können Pflegeeinrichtungen von einer weiteren Ausnahmemöglichkeit Gebrauch machen und unter strengen Hygieneanforderungen den Besuch einer Person für maximal zwei Stunden ermöglichen. «Neben dem Erfordernis, gerade alte Menschen in Pflegeheimen zu schützen, müssen diese auch vor Vereinsamung bewahrt werden», sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP).

Erlaubt sind im Norden ab kommender Woche auch kontaktarme Sportarten im Freien. Als Beispiele nannte Buchholz Paddeln und Fahrradfahren. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung von Hygieneregeln. Als kontaktarm gilt eine Sportart, wenn bei deren Ausübung in der Regel ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen nicht unterschritten wird. Sportgeräte wie Fahrräder oder Kanus dürfen wieder gewerblich verliehen werden.

Ab dem 11. Mai sollen zudem Spielplätze im nördlichsten Bundesland wieder öffnen. Dafür müssen die Kommunen aber Zugangs- und Hygienekonzepte vorlegen. «Ich weiß, dass viele Eltern händeringend darauf warten», sagte Garg.

Und hier ein Gesamt-Mitschnitt des Presse-Statements:

Land verlängert Ausnahme: LKW dürfen vorerst weiter auch an Sonn- und Feiertagen fahren

Die am letzten Sonntag abgelaufene Aussetzung des Lkw-Sonntags- und Feiertagsfahrverbots wird vorerst bis zum 30. Juni verlängert. Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute (28. April) in Kiel sagte, soll damit auch weiterhin einer möglichen Beeinträchtigung von Lieferketten und der Gefahr von Versorgungsengpässen während der Corona-Pandemie vorgebeugt werden. „Auch wenn sich das Einkaufsverhalten weitgehend normalisiert hat und Hamsterkäufe eher zur Ausnahme geworden sind, wollen wir weiterhin einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Es braucht also auch weiterhin niemand befürchten, dass die Regale nach den Wochenenden leergekauft sein könnten“, sagte Buchholz.

Wie der Minister weiter sagte, fließe auch der Güter- und Berufspendlerverkehr auf der A7 trotz der Schutzmaßnahmen reibungslos über die deutsch-dänische Grenze. Buchholz hatte erst vor wenigen Tagen erneut mit seinem dänischen Amtskollegen Benny Engelbrecht telefoniert. Beide Minister zeigten sich dabei zufrieden mit der Situation. „Der Frachtverkehr über die A7 ist für die Dänen ebenso wie für uns von größter Bedeutung. Und die Situation an der deutsch-dänischen Grenze hebt sich wohltuend von der an den Grenzen zu Frankreich und Polen ab“, so Buchholz. Dort komme es aufgrund von Kontrollen immer wieder zu erheblichen Staus und Wartezeiten.

Im März hatten Schleswig-Holstein und Dänemark durch eine gemeinsame verkehrsrechtliche Anordnung zur Trennung von Personen- und Güterverkehr die Verkehrsführung beim Grenzübergang Ellund optimiert.

Buchholz zur Woche 6 im Corona-Krisenmodus – und zu manchem „Lockerungs-Wettbewerb“

Das Corona-Nachrichtenkarussell rotierte auch diese Woche mit atemberaubender Geschwindigkeit: hitzige Debatten um Maskenpflicht, (Be-)deutungs-Kampf zwischen Virologen und Intensivmedizinern, eine mit den Ländern grollende Kanzlerin in Berlin und hitzige Debatten um Zweitwohnungen oder Ladenöffnungen in Kiel.  Nach den ersten Wochen im Krisen-Schock dreht sich die öffentliche Diskussion nun zunehmend um das richtige Maß an Lockerungen. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz blickt auf die letzten Tage zurück…. Video starten

Verbände setzen auf Stufenplan von Buchholz zum Restart des Tourismus im echten Norden

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Das vor einer Woche von der Landesregierung vorgelegte Stufenkonzept zum Wiederanfahren des Tourismus in Schleswig-Holstein ist von Fachleuten der Branche mit großer Zustimmung aufgenommen worden: Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute nach einem der regelmäßigen Treffen mit insgesamt 16 Spitzenvertretern der Tourismusbranche im Land sagte, solle das Stufenkonzept nun durch einen engen Zirkel aus Experten von Industrie- und Handelskammer, DEHOGA, Tourismusverband und Landesregierung verfeinert und konkretisiert werden. „Damit versetzen wir uns alle gemeinsam in die Lage – sobald die Corona-Infektionsrate weitere Lockerungen erlaubt – den Tourismus möglichst rasch wieder in die Erfolgsspur zu bringen“, sagte Buchholz.

Wirtschaftsminister Buchholz sagte nach der Sitzung des Expertengremiums (Audio starten – „im Browser anhören“)

Dr. Bernd Buchholz · Buchholz verfeinert Stufenkonzept

Wie der Minister weiter sagte, seien sich alle Beteiligten einig, dass nach der absehbaren Freigabe der mehreren zehntausend Zweitwohnungen im Land ab dem 4. Mai in einem zweiten Schritt die Ferienwohnungen und zum Teil auch die Gastronomie wieder geöffnet werden sollten. Zudem werde bereits in der kommenden Woche geprüft, ob zusammen mit den Zweitwohnungsbesitzern auch die Dauercamper wieder zugelassen werden. In der dritten Phase sei vorgesehen, die Hotellerie wieder anzufahren und im vierten Schritt schließlich eine Öffnung für den Tagestourismus. „Angesichts der noch vagen Datenlage zur Corona-Pandemie sind wir heute natürlich noch nicht in der Lage, diese Phasen mit einem Datumsstempel zu versehen“, so Buchholz, „aber entscheidend ist vor allem, dass die Branche einen verlässlichen Planungspfad vor sich hat.“

Unterdessen erinnerte Buchholz insbesondere die Hotel- und Gastronomiebranche an die vor einem Monat aufgesetzten Corona-Hilfsprogramme von Bund und Land. Vor allem der vom Land mit 300 Millionen Euro bestückte Mittelstands-Sicherungsfonds biete Beherbergungsbetrieben und Gaststätten Top-Konditionen für Kredite, die über mehrere Jahre zins- und tilgungsfrei seien. Bis heute seien über 700 Anträge aus der Branche bewilligt und weit über 100 Millionen Euro an Darlehen ausgezahlt worden.

 

Fehmarnbelttunnel: Die Dänen scharren mit den Füßen – Gerichtsverhandlung im Herbst

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Buchholz und sein dänischer Kollege Benny Engelbrecht in Rodby auf der Hafen-Baustelle

Die Bauarbeiten am neuen Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland sollen am 1. Januar 2021 auf dänischer Seite beginnen. Darauf haben sich die politischen Parteien seines Landes mit breiter Mehrheit verständigt, gab der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht heute in Kopenhagen und in einem Telefonat mit seinem schleswig-holsteinischen Amtskollegen Bernd Buchholz bekannt. Es handele sich um einen Meilenstein in der dänischen Geschichte, der unter anderem bedeute, dass die Reisezeit zwischen Kopenhagen und Hamburg erheblich verkürzt werden könne, sagte Engelbrecht

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Die Minister mit Femern A/S-Chef Claus Baunkjaer

Nach Angaben des dänischen Ministeriums bedeutet der Beschluss zu dem Milliardenprojekt, dass die Fehmarnbeltquerung voraussichtlich Mitte 2029 in Betrieb genommen werden kann. Bislang war laut Zeitplan eine Eröffnung des knapp 18 Kilometer langen Tunnels für 2028 geplant.  Mit dem Auto soll die Strecke zwischen Kopenhagen und Hamburg künftig eine Stunde schneller zurückzulegen sein, mit dem Zug bis zu zwei Stunden, sagte Engelbrecht. Derzeit braucht man mit dem Wagen je nach Verkehrslage viereinhalb bis fünf Stunden, mit der Bahn dauert es im regulären Betrieb auf den schnellsten Verbindungen ähnlich lang.

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sagte zu der Erklärung der Dänen (Audio starten – „im Browser anhören“

Dr. Thilo Rohlfs · Rohls FBQ

Die Fehmarnbeltquerung ist umweltpolitisch besonders in Schleswig-Holstein umstritten. Der Baubeginn für den Tunnel verzögert sich seit mehreren Jahren, vor allem wegen des aufwendigen Planungsverfahrens für die notwendige Anbindung des Hinterlands in Schleswig-Holstein. Gegen das Projekt gab es außerdem mehrere Klagen, unter anderem von Umweltorganisationen sowie den Fährenbetreibern Scandlines und Stena Line. Die EU-Kommission hatte die von den Fährgesellschaften monierten Staatshilfen für das Projekt jedoch vor rund einem Monat für rechtens erklärt.

Land erlaubt Ladenöffnung an nächsten zwei Sonntagen – Buchholz: Kein Aufruf zum Shopping

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Während die von März bis Oktober geltende Bäderregelung infolge der Corona-Pandemie weiterhin ausgesetzt ist, macht die Landesregierung an den kommenden beiden Sonntagen für landesweit alle Einzelhandelsgeschäfte eine Ausnahme. Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel sagte, dürfen Geschäfte mit Verkaufsflächen von maximal 800 Quadratmetern am 26. April und am 3. Mai in der Zeit von 11 bis 17 Uhr öffnen. „Das ist keineswegs ein Aufruf zum Familien-Sonntags-Shopping, sondern eine Möglichkeit, die Kundenströme zu entzerren. Immerhin steht auch das lange Wochenende um den 1. Mai bevor“, sagte Buchholz. Für den 1. Mai selbst gelte die Ausnahme-Regelung nicht.

Weiter sagte der Minister – Audio starten („im Browser anhören“)

Nach dem Erlass des Wirtschaftsministeriums, der noch von den Kreisen und kreisfreien Städte umgesetzt werden muss, dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen folgende Verkaufsstellen an den beiden nächsten Sonntagen geöffnet sein: Lebens- und Futtermittelgeschäfte, Märkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Poststellen, Zeitungs- und Zeitschriftenläden, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln), der Großhandel, Kraftfahrzeughändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

„Ich verbinde damit die Hoffnung und den Appell, dass sich die Kunden nicht alle an den beiden Sonnabenden in die Geschäfte bewegen, sondern sich überlegen, was man auch genauso gut und in Ruhe im Verlauf des Sonntags noch besorgen oder erledigen kann“, sagte Buchholz.

Buchholz: Noch bremst Corona ein wenig, aber: Zum 8. Mai gibts den Moped-Führerschein ab 15

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Von vielen Jugendlichen sehnsüchtig erwartet, von der Landesregierung heute umgesetzt:  Schon in wenigen Wochen können junge Menschen aus Schleswig-Holstein bereits mit 15 Jahren ihren Mopedführerschein machen und dann Mopeds, Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h fahren. „Der bittere Wermutstropfen ist leider, dass wegen der Corona-Pandemie derzeit die Fahrschulen noch geschlossen sind“, sagte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute (22. April) nach der Sitzung des Landeskabinetts. „Ich hoffe aber, dass wir auch hier bald Lockerungen in Aussicht stellen können, damit vor allem die Jugendlichen in den ländlichen Regionen rasch die Chance auf einen Zuwachs an Mobilität und Unabhängigkeit bekommen.“

Buchhholz sagte weiter – Audio starten („im Browser anhören“)

Hintergrund der neuen Regelung ist nach den Worten des Ministers eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, mit der der Bund den Ländern die Möglichkeit einräumt, das Mindestalter zum Erwerb der so genannten Fahrerlaubnisklasse AM von 16 auf 15 Jahre zu senken. Die Verordnung tritt am 8. Mai in Kraft. „Wir eröffnen damit jungen Menschen eine weitere Mobilitäts-Option für den Weg zur Schule oder zur Ausbildungsstätte. Das ist neben einem Ausbau unseres ÖPNV ein weiterer Meilenstein zur Stärkung der strukturschwächeren Regionen in unserem Land“, so Buchholz. Da die Sicherheit weiterhin höchste Priorität habe, bleibe eine Fahrschulausbildung mit theoretischer und praktischer Prüfung Voraussetzung für den Erwerb des Moped-Führerscheins. Bislang konnten 15-Jährige nur die Mofa-Prüfbescheinigung für Krafträder bis 25 km/h erwerben.

Buchholz erinnerte daran, dass der Moped-Führerschein bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres nur in Schleswig-Holstein und den Ländern gültig ist, die ebenfalls von der Möglichkeit der Absenkung des Mindestalters Gebrauch gemacht haben oder machen werden. Dazu zählt Mecklenburg-Vorpommern – Niedersachsen und Hamburg hingegen nicht.

Minister Buchholz: Land öffnet Soforthilfe und Mittelstandsforns auch für private Vermieter

Schleswig-Holstein erweitert den Kreis der Bezieher von Nothilfen im Tourismussektor. Damit sollen auch bei privaten Vermietern die Einbußen infolge der Corona-Pandemie abgemildert werden, wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute in Kiel sagte.  «Beim Zuschuss-Programm für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten haben wir in Abstimmung mit dem Bund den Kreis der Antragsberechtigten ausgedehnt und um eine gewerberechtliche Komponente ergänzt», sagte Buchholz (FDP).

Sofern ein Vermieter an einen Mieter nicht länger als sechs Wochen vermiete und zusätzliche Dienstleistungen wie Endreinigung oder Frühstück anbiete und er fortlaufend und geschäftsmäßig Werbung betreibe, sei von einem «gewerblichen Gepräge» auszugehen. Diese Gruppe könne ab sofort ebenfalls bis zu 15 000 Euro aus dem Bundesprogramm bekommen. Voraussetzung sei, dass die Tätigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird.

Rede_bu_A_NordWeiter sagte Buchholz

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Private Vermieter von Unterkünften mit bis zu zehn Gästebetten stellen ein Drittel der Bettenkapazität im Land. «Sie sind damit ein elementarer Bestandteil unserer touristischen Infrastruktur», sagte Buchholz. Infolge des Betretungsverbots für die Inseln und Halligen sowie des Beherbergungsverbots zu touristischen Zwecken hätten diese Gastgeber erhebliche Einbußen zu verkraften.

Die zweite Hilfe kommt über den mit 300 Millionen Euro ausgestatteten Mittelstandsfonds. «Auch hier ermöglichen wir ab sofort, dass private Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen Darlehen aus diesem Fonds beantragen können», sagte Buchholz. Voraussetzung sei zum einen, dass die privaten Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern dies haupterwerblich und zu rein touristischen Zwecken betreiben. Zudem müssten sie einen durch die Corona-Krise ausgelöster Liquiditätsengpass nachweisen.

 

Nochmal genießen: Tourismus-Zahlen zeigten sich im Februar im echten Norden noch in Best-Form

Das war noch vor der Corona-Krise: Mit kräftigen Zuwächsen ist Schleswig-Holsteins Tourismusbranche in dieses Jahr gestartet. In den ersten beiden Monaten kamen 741 600 Übernachtungsgäste ins Land und damit 8,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Statistikamt heute weiter berichtete, stieg die Zahl der Übernachtungen um 12,4 Prozent auf 2,54 Millionen. Die Statistik erfasst Hotels, Ferienanlagen und -wohnungen sowie Campingplätze mit mindestens zehn Betten.

Im Februar wurden 2913 Beherbergungsstätten mit 206 000 Gästebetten sowie 83 Campingplätze einbezogen. In diesem Monat stieg die Zahl der Gäste im Vorjahresvergleich um 10,3 Prozent auf 415 000. Bei den Übernachtungen gab es ein Plus von 17,0 Prozent auf 1,41 Millionen.

Bu2Die guten Zahlen zu Jahresbeginn könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf den Tourismus wegen der Corona-Epidemie extreme Einbrüche zukommen werden, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. Gleichwohl gebe er gemeinsam mit Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) die diesjährigen Sommerferien für die Branche noch nicht verloren. Sollte sich herausstellen, dass sich die Infektionszahlen im Land weiterhin so gut wie in den letzten Wochen entwickeln und die Menschen damit weiterhin so besonnen umgehen und die Regeln befolgen, dann stünde einem maßvollen Restart des Tourismus nichts im Wege.

Buchholz bekräftigte die Absicht der Regierung, den Tourismus stufenweise wieder zu ermöglichen: Zuerst Öffnung der Zweitwohnungen für deren Besitzer, dann unter strengen Auflagen von Ferienwohnungen und Hotels – gegebenenfalls mit einer Beschränkung der Belegung auf 50 Prozent der Kapazität – und schließlich Tagestourismus. Dies sei die schwierigste Stufe, sagte Buchholz unter Hinweis auf das Ziel, größere Menschenansammlungen in Badeorten zu vermeiden. Einen Zeitplan für die Öffnung des Tourismus gibt es noch nicht.

Zum geplanten Stufenkonzept der Landesregierung sagte der Minister  (Audio starten – Pfeil klicken)

In den ersten beiden Monaten des Jahres habe sich der positive Trend fortgesetzt, Schleswig-Holstein als Ganzjahresziel zu etablieren, sagte die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur, Bettina Bunge. Die Reiselust sei nach wie vor groß. «Jetzt hoffen wir nach dem Verlust des Ostergeschäfts auf eine baldige, stufenweise Öffnung der Tourismusangebote, um möglichst noch vom Sommergeschäft zu profitieren.» Juli und August machten etwa 30 Prozent eines normalen Jahresumsatzes aus.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus