
Das mittelständische Unternehmen VisiConsult X-ray Systems & Solutions GmbH mit Sitz in Stockelsdorf ist einer der Sieger des diesjährigen deutschen Mittelstandspreises. Nach der offiziellen Preisverleihung am letzten Sonnabend in Düsseldorf gab es heute eine interne Nachfeier am Standort in Stockelsdorf. Dabei gratulierte auch Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs der Gründer-Familie sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insbesondere mit Hinblick auf das diesjährige Motto ‚Nachhaltig Wirtschaften‘ sei VisiConsult ein würdiger Preisträger. „Ich freue mich, dass das Unternehmen es unter anderem versteht, die Leistung seiner Mitarbeiter als auch den echten Norden zu schätzen.“
VisiConsult ist einer von bundesweit nur vier Global Playern im Bereich der Röntgenbildverarbeitung. Da alle drei Konkurrenzbetriebe Aktienunternehmen sind, punktete der Mittelständler aus dem echten Norden vor allem mit seiner direkten und innovativen Führung sowie seiner Flexibilität. Anfang 2019 wurde das Unternehmen an die zweite Familiengeneration übergeben. Die Vision, sich vom kleinen Nischen-Player zum Weltmarktführer zu entwickeln, verfolgt nun ein fünfköpfiger Familienverbund.
Anders als konkurrierende Unternehmen, bietet VisiConsult laut Jury-Begründung einen Komplettservice, der seinesgleichen sucht. Angefangen hat alles 1996 mit dem Bildverarbeitungsprogramm Xplus, das heute noch Anwendung findet und das Herzstück der Röntgengeräte ist. Schnell wurde dem kreativen Geschäftsführer Hajo Schulenberg klar, dass die Kunden nicht nur die Software benötigen. Er begann, auch die Anlagen um das Programm herum zu konstruieren. Vor allem für den Automobilsektor und für die Luftfahrt liefert das Unternehmen innovative Lösungen, durch die es seine Marktführung langfristig ausbauen und sichern will. Weiterhin gilt das Unternehmen als Vorreiter in den Themen Automatisierung und Industrie 4.0. Im Rahmen von Konferenzen und Dachverbands-veranstaltungen teilt es seine Erfahrungen und Ideen häufig mit anderen Unternehmen.
Als Familienbetrieb in Zeiten des Fachkräftemangels weiß VisiConsult, wie wichtig die Förderung junger Menschen ist. Deshalb sind neben den 70 Mitarbeitern auch elf Auszubildende sowie zwölf Werkstudenten und Praktikanten für das Unternehmen tätig. In den letzten Jahren waren stets mindestens 15 Prozent der Angestellten in einer Ausbildung. Zahlreiche enge Kooperationen, beispielsweise mit der Fachhochschule und der Universität zu Lübeck, ermöglichen zudem regelmäßig studentische Praktika und akademische Abschlussarbeiten im Betrieb. Die Übernahmequote bei den regelmäßig zwei bis drei dualen Studenten beträgt beinahe 100 Prozent. Außerdem bietet das Unternehmen geflüchteten Menschen eine Chance und konnte auf diese Art und Weise inzwischen zwei neue Mitarbeiter gewinnen.
Besonders großen Wert legt VisiConsult auf den Umgang mit seinen Mitarbeitern. Auszubildende können bei einem vierteljährlich stattfindenden Azubi-Stammtisch mit der Geschäftsführung Feedback geben.










„Für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt und das Verhindern von Ausbildungsabbrüchen setzen wir auf eine individuelle und flexible Betreuung. Dabei arbeiten wir eng mit der IHK, den Jobcentern sowie den Agenturen für Arbeit, den Ausländerbehörden, den Berufsschulen und allen relevanten Trägern in ganz Schleswig-Holstein zusammen“, so MiT-Leiter Prühs. Anette Langner, Sprecherin des Vorstandes des DRK-Landesverbandes, dankte dem Land für die hohe Förderung: „Damit wird unser Integrationsprojekt und die wichtige Arbeit im DRK-Kreisverband Kiel auf eine stabile finanzielle Grundlage gestellt.“
Staatssekretär Rohlfs erinnerte daran, dass unter dem Dach der 2012 gegründeten Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein das Land, die Arbeitsagentur sowie Kammern und Sozialpartner unter Beteiligung der Wirtschaft einzelne Branchen beraten und unterstützen, die besonders vom Fachkräftemangel bedroht sind. „Teil des Logistik-Pilotprojektes ist daher auch, zu prüfen, ob sich dieses Modell auf andere Bereiche wie etwa die Pflege oder den Hotel- und Gaststättenbereich übertragen lässt“, so Rohlfs.