Meyer und Schmidt bekräftigen Fahrplan für die Fehmarnbeltquerung

Meyer nach Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen: Fahrplan für Fehmarnbelt-Tunnel steht

Schmidt4Wie Meyer im Pressegespräch nach der heutigen 13. Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission in Sonderborg sagte, sei er sich mit seinem Kopenhagener Amtskollegen Hans-Christian Schmidt einig, dass die Verschiebung der Vertragsunterzeichnung mit den Baukonsortien für das Milliardenprojekt nichts am Fahrplan für das Milliardenprojekt ändern werde.

Die für den 13. Mai angekündigte Vertragsunterzeichnung zum Bau des Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark war am Tag davor überraschend abgesagt worden. Mehrere Firmen hatten Klagen eingereicht. Schmidt habe ihm erklärt, die Vergaberechtsentscheidung werde noch im Mai fallen. Nach derzeitigem Stand ist mit einem Baubeginn frühestens Ende 2019 zu rechnen.

Im Hinblick auf die für beide Länder wichtige Jütland-Route über Flensburg hoffen beide Minister nach den Worten von Meyer auf Nachbesserungen an den Plänen des Bundes für die Schiene. Besonders wichtig wäre laut Meyer angesichts der wachsenden Verkehrsströme der Bau eines dritten Gleises zwischen Elmshorn und Hamburg, was der Entwurf des neuen Bundesverkehrwegplans nicht vorsieht. Nachzudenken sei auch darüber, ob der Bund tatsächlich noch 50 Jahre auf die betagte Rendsburger Hochbrücke setzen wolle.

Meyer_TouriMeyer sagte in dem Pressegespräch weiter
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Im Anschluss an die Kommissionssitzung fand erstmalig die gemeinsame Jütland-Konferenz (Jutland Summit) statt. Eingeladen waren dazu Parlamentsabgeordnete aus beiden Staaten, Vertreter der Grenzregionen, der Kommunen und von Wirtschaftsunternehmen.

Einheitlicher Tenor der Jütland-Konferenz war laut Meyer die verkehrswirtschaftliche Bedeutung der Jütlandroute für die grenzüberschreitenden Verkehre zwischen Deutschland und Dänemark. „Die Jütlandroute wird auch nach der Fertigstellung des Fehmarnbelttunnels die wichtigste Verkehrsachse zwischen beiden Ländern bleiben und hinsichtlich der Transportketten absehbar auch stärker frequentiert“, so der Minister. Das gelte im Hinblick auf ihre Verkehrsbedeutung in erster Linie für die Autobahn A 7, die auf dänischer Seite E 45 heißt, sowie für die Jütlandeisenbahnlinie, die von Hamburg bis in den Norden Jütlands führt. Nicht zu vernachlässigen seien aber auch die Straßen- und Schienenwege entlang der Westküste wie die A 23 und B 5 sowie die Marschbahnlinie von Hamburg bis Westerland/Sylt, die über Niebüll mit Esbjerg.

Die Jütland-Konferenz begrüßte, dass das Bundesverkehrsministerium die wichtigen Straßenneu- und Ausbauvorhaben in Schleswig-Holstein, die auch für die Verkehre von und nach Skandinavien von erheblicher verkehrswirtschaftlicher Bedeutung sind, im Vordringlichen Bedarf des künftigen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) einstufen will.  Meyer: „Dies betrifft maßgeblich den Bau der A 20 mit einer westlichen Elbquerung bei Glückstadt, den Ausbau der A 23 im hoch belasteten Abschnitt zwischen Tornesch und Eidelstedt sowie die Ortsumfahrung der B 5 im nordfriesischen Abschnitt zwischen Hattstedt und Bredstedt.“

Verkehrskommission tagt in Sonderborg: Es geht um die Zukunft der Jütlandverkehre

Deutsch-dänische Verkehrskommission tagt heute in Sonderborg: Meyer trifft Hans-Christian Schmidt.

Die Zukunft des Verkehrs auf der Jütlandroute, insbesondere die Taktung des Eisenbahnverkehrs, steht heute einmal mehr im Mittelpunkt der Tagung der deutsch-dänischen Verkehrskommission. Nach der letzten Sitzung in Flensburg trifft sich das Gremium diesmal in Sonderborg. 

Ob die seit Freitag verschärften Scanner-Grenzkontrollen der Dänen bei dem Treffen von Meyermit seinem Amtskollegen Hans-Christian Schmidt eine Rolle spielen werden, steht noch nicht fest. In Dänemark ist die Justizministerin für Grenzkontrollen zuständig.

Ein anderes Thema hingegen dürfte zweifellos eine Rolle spielen: die noch ausstehende Vertragsunterzeichnung der Baukonsortien mit der dänischen Infrastrukturgesellschaft Femern A/S.

Norddeutsche Länder und Finnland besiegeln Kooperation ihrer Maritimen Branchen

Meyer besiegelt mit finnischem Staatssekretär Gustafsson Kooperation der Maritimen Cluster beider Länder

Design Day 2016 Urban Mill
Ein Teil de Delegation bei einem Treffen in der Außenhandeskammer mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus Finnland

Die fünf norddeutschen Länder mit ihren mehr als 300 maritimen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen werden in Zukunft eng mit finnischen Betrieben und Forschungsstätten zusammenarbeiten.Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute zum Abschluss seiner Delegationsreise nach Helsinki sagte, sei mit

Gustafsson
Jari Gustafsson

dem finnischen Wirtschafts-Staatssekretär Jari Gustafsson am Freitagabend eine entsprechende Vereinbarung geschlossen worden. „Das ,Maritime Cluster Norddeutschland‘ hat nahezu dieselbe Größe wie das finnische Branchennetzwerk und in beiden Ländern gibt es insbesondere einen gewissen Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt. Da können wir uns hervorragend ergänzen und helfen“, sagte Meyer. Mit der Außenhandelskammer und der Industrie- und Handelskammer sei vereinbart worden, dass insbesondere kleine und mittelständische Betriebe enger zusamenrücken.

Meyer hatte zuvor mit 15 Unternehmern und Vertretern der Holz-, Hafen- und Logistik-Wirtschaft vier Tage lang in Helsinki Betriebe besucht und politische Gespräche geführt. Zu den so genannten Maritimen Clustern in Finnland und Norddeutschland zählen vor allem Betriebe des Schiffbaus, der Schifffahrt und Meerestechnik sowie der Offshoreindustrie. Zu dem 2011 gegründeten Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN) gehören neben Schleswig-Holstein die Länder Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommen sowie Bremen. Mehr zum Cluster: hier klicken

Am Freitagabend hatte die Delegation bei einem Empfang in der Außenhandelskamer unter anderem Gespräche mit Unternehmerinnen und Unternehmen der Life-Science-Branche geführt. „Auch hier sahen wir eine Menge Überscheidungen in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Biotechnologie oder Medizintechnik“, so Meyer. Finnland verfüge vor allem über eine lebendige Startup-Szene.

Wie der Minister weite sagte,  könne Norddeutschland auch im Bereich der Verkehrspolitik von Finnland lernen: „Auch die Finnen streben derzeit eine Finanzierung ihrer gesamen Straßen- und Schienenwege über eine so genannte Nutzerfinanzierung an“, sagte er nach einem Gespräch mit Finnlands Vekehrsministerin Anne Berner. Allerdings seien die Finnen den Deutschen hier im Hinblick auf Digitalisierung bereits einen Schritt voraus. „Hier ist es schon lange selbstverständlich, Mobilitätsangebote per Handy zu bestellen und zu bezahlen“, so Meyer.

Mit Blick auf die enorme Bedeutung der deutsch-finnischen Fährlinien nach Kiel oder Lübeck sowie den gewaltigen Import von Papier und Holz habe er seiner finnischen Amtskollegin bei den Gesprächen deutlich gemacht, dass Schleswig-Holstein der „natürliche Partner“ der Finnen sei, so Meyer. Beim Besuch von der Geschäftsleitung von „Finnlines“, dem größten Partner des Lübecker Hafens, wurden zudem auch die ökonomischen Auswirkungen der politischen Spannungen mit Russland diskutiert.

Finnland-Delegation zufrieden mit Firmenbesuchen und politischen Gesprächen in Helsinki

Meyer: Deutschland kann beim Thema Mobilität und Digitalisierung von Finnland lernen

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Deutschland kann aus Sicht von Verkehrsminister Reinhard Meyer im Bereich der Verkehrspolitik von Finnland einiges lernen. Wie der SPD-Politiker heute nach einem Treffen mit Finnlands Verkehrsministerin Anne Berner sagte, streben auch die Finnen eine Finanzierung ihrer Infrastruktur über eine so genannte Nutzerfinanzierung in allen Verkehrsbereichen an.

Berner, Anne kesk
Anne Berner

Allerdings sei das skandinavische Land den Deutschen im Hinblick auf Digitalisierung weit voraus. „Hier ist es weitaus selbstverständlicher als bei uns, Mobilitätsangebote per Handy zu bestellen und zu bezahlen“, so Meyer. Aber auch im Bereich der Digitalisierung industrieller Prozesse seien die Finnen vorbildlich. Meyer führt seit Mittwoch eine Delegation von 15 Vertretern, der Hafen-, Holz- und Logistikwirtschaft aus Schleswig-Holstein an.

Mit Blick auf die enorme Bedeutung der deutsch-finnischen Fährlinien nach Kiel oder Lübeck sowie den gewaltigen Import von Papier und Holz habe er seiner finnischen Amtskollegin bei den Gesprächen nochmals deutlich gemacht, dass Schleswig-Holstein der „natürliche Partner“ der Finnen sei, sagte Meyer. Beim Besuch von Finnlines wurden zudem die ökonomischen Auswirkungen der Spannungen mit Russland diskutiert.

China-wichtiger-Wachstumsmotor_ArtikelQuerMeyer sagte zu den Gesprächen weiter
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Begleitet wird die Delegation, die morgen ihre Rückreise nach Schleswig-Holstein antritt, auch von den beiden Honorarkonsulen für Finnland, Bernd Jorkisch (Lübeck) und Thomas Prey (Kiel)

JorkischJorkisch sagte zum bisherigen Verlauf der Reise
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Nach den Worten des Kieler Unternehmers und finnischen Honorarkonsuls Thomas Prey hätten die bestehenden Beziehungen zu den Finnen weiter vertieft werden können und es seien auch neue Kontakte geschlossen worden.

PreyPrey sagte vor der Abreise
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Auch für Lübecks Hafenchef Ulfbenno Krüger hat sich die viertägige Reise nach seinen Worten ausgezahlt: „Der Warenaustausch mit Finnland hat für den Hafen Lübeck Kruegertraditionell eine herausragende Bedeutung. Helsinki und Lübeck zählen zu den größten Häfen im Ostseeraum. Die Delegationsreise war mithin eine ausgezeichnete Möglichkeit unsere Verbindungen weiter zu stärken.“

13d04115-ClausDer Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG, Dr. Dirk Claus erklärte: „Die Delegationsreise nach Finnland war auch für den Kieler Hafen sehr erfolgreich. Sowohl mit Vertretern der Forstindustrie als auch mit dem Hafen Helsinki konnten gute Hintergrundgespräche geführt werden. In Helsinki stand zudem der gegenseitige Austausch zur Entwicklung des Kreuzfahrtsegments im Fokus. Das kompakte 2-Tages-Programm mit kleiner Delegation ist ein gutes Format, um die Kooperation in der Ostsee zu stärken.“

holger-lehmannDer Lübecker Reeder- und Hafenlogistik-Unternehmer Holger Lehmann bilanzierte die Reise so:
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Gruppe
Meyer (links) mit den Honorarkonsulen Bernd Jorkisch, Thomas Prey und den Geschäftsführern von Finnlines in Heldinki. Fotos: Cremer

 

 

 

Land und DB investieren 1,9 Millionen Euro in barrierefreien Bahnhof in Eckernförde

Land und DB investieren kräftig in barrierefreie Bahnhöfe – heute Startschuss in EckernfördeECK1

Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele (rechts), Bernhard Wewers, Geschäftsführer des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH GmbH), und Andrea Gebbeken, Leiterin DB Station&Service GmbH Nord, den Bahnhof Eckernförde nach der Herstellung der Stufenfreiheit eröffnet.

Seit Mitte September letzten Jahres wurden die Bahnsteige komplett erneuert und um 38 Zentimeter auf 76 Zentimeter erhöht. Dies ermöglicht den Reisenden nun ein bequemes Ein- und Aussteigen. Außerdem gibt es ein taktiles Leitsystem sowie ein neues Wegeleit- und Informationssystem.

Die Bahnsteige haben neue Beleuchtungsanlagen sowie neue Ausstattung wie beispielsweise Sitzgelegenheiten und Infovitrinen und auf dem Außenbahnsteig ein neues Wetterschutzhaus erhalten. Außerdem wurden die Dynamischen Schriftanzeiger (DSA) und die Lautsprecher erneuert.

Nägele: „Unser Ziel ist es, dass die Menschen in Schleswig-Holstein den Nahverkehr einfach und möglichst ohne Zugangshemmnisse nutzen können. Diesem Ziel sind wir mit dem barrierefreien Ausbau von weiteren fünf Stationen im Land ein ganzes Stück näher gekommen.“

Für Eckernförde sind noch weitere Maßnahmen geplant. Andrea Gebbeken dazu: „Im Oktober werden zusätzlich drei neue mehrzeilige ZugInfoMonitore auf den Bahnsteigen installiert. Damit ist Eckernförde der erste Bahnhof in Schleswig-Holstein, der diese neuen Anzeigen erhält. Unsere Reisenden können wir somit besser über die Zugfolge informieren.

Das Stationsprogramm Schleswig-Holstein von Land NAH.SH und der Deutschen Bahn AG hat zum Ziel, nach und nach alle Bahnstationen auf einen modernen und barrierefreien Stand zu bringen. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Eckernförde tragen der Bund und das Land Schleswig-Holstein.

Bernhard Wewers: „Den Nahverkehr nutzbar und sichtbar machen, dieses Ziel möchten wir als NAH.SH erreichen. Dafür brauchen wir die Unterstützung unserer Partner – das sind die Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden ebenso wie die Verkehrsunternehmen. 78 Prozent der Stationen in Schleswig-Holstein sind nun für mobilitätseingeschränkte Reisende erreichbar. Wir sind stolz darauf, dass wir diese Zahl zusammen erreicht haben.“

Weitere vier Bahnhöfe in Schleswig-Holstein sind nun barrierefrei ausgebaut:

Lunden: Der Hausbahnsteig am Gleis 1 wurde komplett erneuert und auf
76 Zentimeter erhöht. Neue Bahnsteigbeleuchtung, ein Blindenleitsystem, neue Wegeleit- und Informationssysteme sowie ein Wetterschutzhaus runden das Modernisierungspaket ab.

Die Gesamtkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro tragen der Bund und das Land Schleswig-Holstein.

Wrist: Der Hausbahnsteig am Gleis 1 sowie der Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3 wurden komplett erneuert. Beide Bahnsteige erhielten neue Bahnsteigkanten mit einer Höhe von 76 Zentimetern. Auf dem Mittelbahnsteig wurde ein Personenaufzug eingebaut. Dieser wird derzeit durch einen größeren ersetzt.

Außerdem wurden neue Beleuchtungsanlagen auf den Bahnsteigen, neue Dynamische Schriftanzeiger mit Lautsprechern, neue Wegeleit- und Informationssysteme, ein Blindenleitsystem sowie zwei zusätzliche Wetterschutzhäuser installiert.

Die Gesamtkosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro tragen der Bund und das Land Schleswig-Holstein.

Meldorf: Der Hausbahnsteig am Gleis 1 wurde komplett erneuert und hat jetzt eine Höhe von 76 Zentimetern sowie eine neue Bahnsteigbeleuchtung, neue Wegeleit- und Informationssysteme, ein Blindenleitsystem und ein Wetterschutzhaus.

Die Gesamtkosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro tragen der Bund und das Land Schleswig-Holstein.

Mölln: Der Hausbahnsteig Gleis 1wurde komplett erneuert und um
38 Zentimeter auf 76 Zentimeter erhöht. Der Bahnsteig hat eine neue Beleuchtungsanlage, ein Blindenleitsystem sowie neue Ausstattung wie zum Beispiel Sitzgelegenheiten und Infovitrinen erhalten. Außerdem wurden die Dynamischen Schriftanzeiger (DSA) mit den Lautsprechern erneuert.

Die Gesamtkosten in Höhe von rund einer Millionen Euro tragen der Bund und das Land Schleswig-Holstein.

Die Stadt Mölln hat am Bahnhof eine neue großzügige und beleuchtete Fahrradabstellanlage errichtet.

Und noch ein BOOM-Monat im Tourismus: mit 27 Prozent Plus bundesweit spitze

Weiteres Kapitel der Höhenflug-Serie des SH-Tourismus: Im März ein Plus von 27 Prozent !

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Das Statistikamt Nord zählte im März in den gewerblichen Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen insgesamt 481.000 Gäste (+17,3 %) sowie 1.734.000 Übernachtungen, was einem Zuwachs von 27 Prozent entspricht. „Dieses herausragende Ergebnis wird zweifellos durch den frühen Oster-Termin beeinflusst, der Vergleich zum Bundesdurchschnitt zeigt aber, dass Schleswig-Holstein seine starke Rolle im Tourismus weiter ausbauen kann“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute (20.Mai) am Rande seiner Finnland-Reise. Mit der Steigerungsrate von 27 Prozent bei den Gästeübernachtungen sei Schleswig-Holstein erneut das wachstumsstärkste Land. Der Bundesdurchschnitt für März liegt bei einem Plus von 10,3 Prozent. „Damit werden manche, die gestern noch im Zusammenhang mit der zweifellos vernesserungsbedüftigen Infrastruktur unseren Tourismus-Standort öffentlich schlecht geredet haben, schon heute wieder einmal von der Realität eingeholt“, so Meyer.

Noch wichtiger als ein hervorragendes Monatsergebnis ist nach den Worten des Ministers aber der langfristige Wachstumstrend. Uund auch der zeigt für Schleswig-Holstein weiterhin steil nach oben: In den ersten drei Monaten des Jahres konnten die gewerblichen Beherbergungsbetriebe über eine Million Gäste (+ 13,9 %) und mehr als 3,6 Millionen Übernachtungen (+ 17,5 %) verzeichnen. Diese Zuwachsraten übertreffen den Bundesdurchschnitt um mehr als das Doppelte. Kein anderes Land konnte vergleichbare Zuwachsraten erzielen.

Meyer: „Die herausragenden Erfolge in der Nebensaison belegen, unser Land ist auf dem besten Weg, sich zu einer Ganzjahresdestination zu entwickeln. Dies ist eines der wichtigsten Ziele der Tourismusstrategie 2025.“  Das Wachstum in der Nebensaison habe zudem auch eine stabilisierende Wirkung auf den Arbeitsmarkt. „Es unterstützt das Ziel, auch im Tourismus ganzjährige Beschäftigung zu erreichen“, so Meyer. In den strukturschwächeren Küstenregionen sei die Tourismuswirtschaft der wichtigste Arbeitgeber. Nur durch eine Belebung der Nebensaison, also durch steigende Gäste- und Übernachtungszahlen, wwerde die kleinteilig strukturierte Tourismuswirtschaft in die Lage versetzt, zusätzliche und vor allem ganzjährige Beschäftigungsverhältnisse anzubieten.

Eckernförder Bahnhof wird barrierefrei

Staatssekretär Frank Nägele eröffnet heute gemeinsam mit DB AG erneuerten Eckernförder Bahnhof

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Großer Bahnhof in Eckernförde: Gemeinsam mit Vertretern der DB AG und der NAH.SH eröffnet Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute Vormittag (9.30 Uhr) den komplett erneuerten Bahnhof in Eckernförde. Die Bahnsteige sind in Zukunft barrierefrei erreichbar, außerdem wurden die Beleuchtungsanlagen vollständig erneuert.

Alles Weitere heute ab 9.30 Uhr vor Ort bei einem Pressetermin.

Hafenchefs und Vertreter von Logistik- und Holzwirtschaft mit Meyer in Finnland

v.r

Meyer mit Wirtschaftsdelegation in Finnland: Mehr Kooperationen im Bereich Hafenwirtschaft und Logistik

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Meyer (2.v.r.) mit Jürgen Klatt aus Lübeck  (r.) und den Chefs des Sägewerks Versowood in Riihimäki

Die Themen Hafenwirtschaft und Logistik sowie damit verbundene weitere Kooperationen zwischen Finnland und Schleswig-Holstein stehen im Mittelpunkt einer viertägigen Delegationsreise von Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer nach Helsinki. Die Delegation, die sich aus 15 Vertretern der Holz-, Logistik- und Hafenbranche zusammensetzt, wird von den beiden Honorarkonsulen für Finnland, Bernd Jorkisch (Lübeck) und Thomas Prey (Kiel) begleitet.

Wie Meyer heute (19. Mai) am Rande des ersten Besuchstages sagte, stehen neben politischen Gesprächen mit Finnlands Verkehrsministerin Anne Berner und Wirtschafts-Staatssekretär Jari Gustafsson bis Sonnabend vor allem Besuche von Unternehmen der Papier- und Holzindustrie sowie beim Eigentümer des Uetersener Getriebeproduzenten Hatlapa auf dem Programm. „Die Papierindustrie mit ihren Transportketten im Ostseeraum ist ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Häfen in Kiel und Lübeck“, sagte Meyer. Allein in Lübeck sorgen die Finnen für rund ein Drittel des Gesamtumschlags und sind Anlaufpunkt für Fährlinien von Helsinki, Hanko, Turku, Kotka, Rauma, Kemi oder Oulu. Die Reederei „Finnlines“ ist zudem größter Einzelkunde des Lübecker Hafens. Auch über Kiel wird ein erheblicher Teil des Ostsee-Handels mit Papier und Holz abgewickelt.

Reinhard_MeyerMeyer sagte zum heutigen ersten Tag außerdem
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Die Delegation, zu der unter anderem Ulfbenno Krüger (Lübecker Hafengesellschaft), Dirk Claus (Seehafen Kiel) und Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports) gehören, wird Gespräche mit der Deutsch-Finnischen Handelskammer sowie der Geschäftsleitung des Hafens von Helsinki führen. „Bei allen Treffen wollen wir bestehende Kooperatio­nen vertiefen und für die Unternehmen aus Schleswig-Holstein werben“, so Meyer.Finnland1

Der Minister erinnerte daran, dass Schleswig-Holstein einst sehr stark für die Ostseekooperation eingetreten sei und dies – trotz der guten wirtschaftlichen Wachstumsprognosen für die meisten Ostseeanrainerstaaten – in den vergangenen Jahren etwas aus dem Blickfeld geraten sei. „Diese Reise dient also auch dazu, die Ernsthaftigkeit der Ostseekooperation, in die wir Schkleswig-Holsteiner viel investieren, zu unterstreichen und zu dokumentieren.“

Kräftiger Investitionsschub für das östliche Hamburger Umland

Land investiert 17 Millionen Euro in Brücken und  das Straßennetz im südöstlichen Landesteil

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Meyer und LBV-SH-Niederlassungsleiter Sommerburg bei der heutigen Präsentation der Baustellen vor der Presse

Kräftiger Investitionsschub in das Verkehrsnetz im südöstlichen Landesteil: Land, Bund und der Kreis Stormarn stecken in diesem Jahr rund 17 Millionen Euro in den Erhalt und die Verbesserung der Straßen und Brücken der Region. Das sagten  Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Chef  der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Jens Sommerburg. Nach den Worten von Sommerburg, der die einzelnenen Vorhaben anlässlich eines Besuchs von Meyer in der Autobahn- und Straßenmeisterei Grande erläuterte, entfalle  damit rund ein Viertel der Gesamtinvestition seines Niederlassungsbezirks auf das östliche Hamburger Umland.

Meyer_Touri Meyer sagte zu den geplanten Bau-Aktivitäten im Kreis Stormarn und dem Umland
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Noch in diesem Jahr wird im Bereich der A 1 bei Willinghusen ein Lärmschutzwall mit Wand errichtet, in dem unter anderem hinterlassene Böden der insolventen Firma Betam aus der Baustelle der A1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe verarbeitet werden. „Dies geschieht in enger Absprache mit dem Kreis Stormarn, den betroffenen Landwirten und dem Kreisbauernverband. Damit unterstützen wir die Betroffenen bei der Beseitigung der Hinterlassenschaften infolge der Betam-Insolvenz“, sagte Sommerburg. Die Gesamtkosten für den Lärmschutz belaufen sich auf 1.5 Millionen Euro, weitere Bundesinvestitionsmittel werden in den Neubau und die Sanierung von Brücken gesteckt. Hierfür wurden 4,4 Millionen Euro entlang der A 1 und A 24 veranschlagt.

Nach den Worten von Meyer investiert auch das Land in diesem Jahr rund 7,2 Millionen Euro in die Unterhaltung der Landesstraßen in der Region. „Damit setzen wir konsequent unsere 2012 eingeleitete Sanierung des Landesstraßennetzes um, denn eine intakte Infrastruktur sorgt einerseits für mehr Verkehrssicherheit, ist andererseits aber auch ein wesentlicher Teil unserer Wirtschaftskraft.“ Der Minister dankte den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern der Baustellen schon jetzt für deren Geduld. Er erinnerte zugleich daran, dass der LBV-SH in der Planung und Umsetzung der Projekte größtmögliche Anstrengungen unternehme, um die Auswirkungen auf die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehören das Aufstellen und Einhalten von leistungsfähigen Bauablaufplänen genauso wie die Abstimmungsgespräche mit allen Beteiligten auf Kreis und Gemeindeebene sowie der Wirtschaft. „Eine intakte Infrastruktur kommt der Gemeinschaft zu Gute, aber wir brauchen auch Verständnis und Geduld während der Bauphasen“, sagte Meyer.

So beginnt in diesem Jahr noch der vorerst letzte Abschnitt der Deckenerneuerung auf der Landesstraße 200 zwischen Wentorf und Koberg auf einer Strecke von 8,6 Kilometern und einer Investitionssumme von 4,6 Millionen Euro. „Damit ist die L 200 dann durchgehend saniert“, sagt Sommerburg.

Für den Kreis Stormarn wird in diesem Jahr zudem der lang ersehnte Radweg und die Erneuerung der Fahrbahn der Kreisstraße 32 zwischen Grönwohld und Trittau gebaut. Die Fertigstellung dieses Projektes mit einer Gesamtsumme von etwa vier Millionen  Euro, von denen rund 33 Prozent durch das Land gefördert werden, ist für Ende November geplant.

Europa in meiner Region: Hoher Besuch bei den Unternehmen Basler und JOB in Ahrensburg

Meyer und EU-Direktor Unterwurzacher appellieen an Betriebe: Fördermöglichkeiten de EU stärker nutzen

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Betriebsbesichtigung: JOB-Geschäftsführer Bodo Müller, EU-Direktor Erich Unterwurzacher und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer

Der Direktor der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, Erich Unterwurzacher, hat gemeinsam mit Wirtschafts­minister Reinhard Meyer an die Betriebe in Schleswig-Holstein appelliert, für geplante Investitionen die Fördermöglichkeiten der EU stärker auszuschöpfen und sich damit noch wettbewerbs­fähiger und zukunfsfester aufzustellen. Bei einem Besuch der beiden Ahrensburger Unternehmen Basler AG und JOB Thermo Bulbs GmbH erinnerten beide Politiker heute daran, dass bis zum Jahr 2020 allein aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für Schleswig-Holstein 271 Millionen Euro zur Verfügung stünden. Daneben unterstützt die EU das Land in den kommenden vier Jahren auch über den Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit 419 Millionen Euro sowie über den Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 89 Millionen Euro.

EU-Direktor Unterwurzacher besuchte Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion “Europa in meiner Region”, in der bis zum 21. Mai in 23 Mitgliedstaaten der EU der Öffentlichkeit EU-Projekte präsentiert werden.

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte nach dem Besuch der beiden Unternehmen
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Nach seinem Rundgang durch die beiden Ahrensburger Betriebe bezeichnete Unterwurzacher die Investitionen der Unternehmen als gelungene Beispiele für eine zukunftsgerichtete EFRE-Förderung. So wurde bei dem Weltmarktführer in der Industriekameraherstellung, der Basler AG, die Entwicklung einer Spezialkamera – unter anderem für die Solarbranche – bei rund drei Millionen Euro Gesamtkosten mit 726.000 Euro aus dem EFRE gefördert. Bei dem benachbarten Spezialisten für Brandschutz, der JOB Thermo Bulbs GmbH, wurde die Investition in eine Präzisionsglaszieh­anlage für rund 270.000 Euro mit einem Zuschuss von knapp 30 Prozent gefördert.

“Es müssen aber keineswegs nur Hochtechnologie-Projekte sein, die wir unterstützen, sondern wir stehen jedem kleinen und mittelständischen Betrieb offen”, so der Kommissionsdirektor. Logo

Meyer erinnerte daran, dass neben den EU-Fonds auch das Land im Rahmen seines “Landesprogramms Wirtschaft” (LPW) die mehr als 120.000 kleinen und mittelständischen Betriebe in Schleswig-Holstein unterstützen könne. So seien seit 2014 bisher insgesamt 135 Projekte mit Landes-, EFRE- und GRW-Mitteln (Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur“) gefördert worden, davon:

  • 100 Projekte in der einzelbetrieblichen Förderung (z.B. Errichtung, Erweiterung, Verlagerung oder Modernisierung von Betriebsstätten).
  • 20 nicht-investive Projekte (z.B. Kompetenzzentren wie etwa das Kompetenz­zentrum “Marine Aquakultur”,das Clustermanagement zur Förderung der Digitalen Wirtschaft oder Regionalmanagements wie beispielsweise das Regionalmanagement Konversion Nord).
  • Fünf Projekte der so genannten “wirtschaftsnahen Infrastruktur” (z.B. Priwall-Promenade Lübeck, das Gewerbegebiet Großenwiehe, die Aufwertung der Promenade Pelzerhaken Rettin oder die Teilerneuerung der Schuhmacherbrücke im Hafen Maasholm)
  • 10 betriebliche Innovationsprojekte (z.B. Linsen-Lichtleitersysteme für LED-Matrixanzeigen u. a. für Autos oder das Projekt WaveScan, das die Entwicklung neuartiger Messtechnik zum Ziel hat, mit der die optischen Eigenschaften von Objektiven und Linsen charakterisiert werden können. Die zu charakteri­sierenden Objektive können dabei von Miniaturkameras bis Satellitenoptik oder Stepper-Objektiven reichen. Das EFRE-Projekt wurde am 31. März bewilligt.

“Von den insgesamt investierten knapp 350 Millionen Euro für diese Vorhaben stammen knapp 100 Millionen Euro aus dem EFRE sowie aus Bundes- und Landesmitteln”, so Meyer. Damit sei der EFRE-Planungsrahmen erst zu 15 Prozent ausgeschöpft. “Wir haben also noch eine Menge Luft für gute Investitions- und Innovationsideen sowie mutige Unternehmerinnen und Unternehmer”, sagte der Minister.

Weitere Beispiele der EFRE-Förderung in Schleswig-Holstein: Hier klicken

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus