
Die schockierenden Bilder von der eingestürzten Autobahnbrücke in Genua mit über 30 Toten und vielen Schwerverletzten werfen aktuell bei den Medien, aber auch bei vielen Autofahrerinnen und Autofahrern die Frage auf: Kann das auch bei uns passieren?
Die Antwort lautet: Niemand verfügt über absolute Gewissheiten. Aber es ist extrem unwahrscheinlich.
Dazu ein paar Fakten: Für alle Bauwerke, insbesondere Brücken, gelten seit Jahrzehnten in Deutschland strenge Regeln. Angefangen von der weltweit als Qualitätsmaßstab geltenden Deutschen Industrienorm (DIN) bis hin zu Regelwerken für Wartung und Kontrolle, die für ein einzelnes Bauwerk oft mehrere hundert Seiten und Checklisten umfassen.

Der beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) zuständige Hochbau-Ingenieur Burkhard Kötter sagt: „Jede unserer rund 2.500 Brücken, die sich in der Obhut des LBV.SH befinden, sind individuell für ihren Standort geplant worden. Beginnend mit dem Untergrund, auf dem die Brücke steht bis zum so genannten Oberbau, auf dem die Fahrzeuge fahren.“ Dabei stelle ein Unwetter, wie es in Genuar zur Zeit des Unglücks herrschte, grundsätzlich kein Risiko dar – die Sperrungen – beispielsweise für die berühmten ,leeren Lkw und Wohnwagengespanne‘ – werden allein aus Gründen des Unfallschutzes für die Autofahrer angeordnet.
Auch Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz hält einen Vorfall wie in Italien für extrem unwahrscheinschlich.
Er sagt (Audio starten – „im Browser anhören“)
Nach den Worten von Kötter werden alle Bauwerke des LBV.SH nach der DIN 1076 („Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen – Überwachung und Prüfung“) geprüft. Hiernach wird alle sechs Jahre eine so genante „Hauptprüfung“ durchgeführt, bei der die komplette Brücke „handnah“ geprüft wird, also wirklich jeder Winkel beschaut und abgeklopft wird.
Drei Jahre nach einer „Hauptprüfung“ findet dann eine so genannte „einfache Prüfung“ statt. Sowohl die „Hauptprüfung“ als auch die „Einfache Prüfung“ erfolgt durch die LBV.SH-eigenen Bauwerksprüftrupps. Zusätzlich erfolgen ständig „laufende Beobachtungen“ durch die Straßenmeistereien im Lande.
Unter den 2506 Straßenbrücken, für die der LBV.SH zuständig ist, befindet sich aktuell nur eine in einem «ungenügendem Zustand». Dabei handelt es sich um die «Eiderbrücke Pahlen». Diese Klappbrücke wird aktuell gerade saniert. Allerdings: die Klassifizierung «ungenügender Zustand» bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Standsicherheit gefährdet ist. Schon ein leicht beschädigtes Brückengeländer kann dazu führen, dass eine Brücke in der Bewertung von der Zustandsnote 2 auf die Note 4 absinkt.

In «nicht ausreichendem Zustand» sind in Schleswig-Holstein 74 Brücken. Das heißt, es müssen «in näherer Zukunft» Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen. Alle anderen Straßenbrücken sind in «sehr gutem» bis «ausreichendem» Zustand. Für 26 Brückenmaßnahmen sind im laufenden Jahr insgesamt 37 Millionen Euro von Bund, Land und Kreisen aufzubringen.
Besonders besorgte Blicke werden derzeit auf die „Rader Hochbrücke“ gerichtet, die 2013 für einige Monate für den schweren Lkw-Verkehr gesperrt und notsaniert werden musste. Damals hatten die Prüf-Trupps bei einer Hauptuntersuchungen Hohlstellen in den Betonköpfen festgestellt, die den stählernen Überbau der Brücke tragen.

Die 1972 nach nur zwei Jahren Bauzeit rechtzeitig vor den Olympischen Spielen fertiggestellte Hochbrücke darf wegen ihres Zustandes trotz Sanierung nicht mehr voll belastet werden. Um die Brücke zu schonen, dürfen Autos nur 80 Stundenkilometer fahren, Lastwagen nur maximal 60 km/h. Das Tempolimit wird mit Blitzern überwacht. Nach den Worten von Kötter und Minister Buchholz besonders wichtig: Ein Lkw-Abstandsgebot soll verhindern, dass der Stahlkörper der Brücke unnötigen Schwingungen ausgesetzt ist, die das Material besonders stark beanspruchen. Über die Hochbrücke fahren in Spitzenzeiten über 50.000 Fahrzeuge täglich.
Die vierspurige Rader Hochbrücke kann nach den Berechnungen der Statiker mindestens noch acht Jahre – also bis 2026 genutzt werden. Bis dahin soll die erste von zwei geplanten Ersatzbrücken fertig sein. Aktuell nimmt die Projektgesellschaft DEGES auf der Hochbrücke bereits Vermessungen für den Ersatz-Neubau vor.
Bei der Rader Hochbrücke erfolgt nach den Worten von Kötter anstelle der „Einfachen Prüfung“ ebenfalls eine „Hauptprüfung“, so dass das Bauwerk alle drei Jahre einem umfassenden Check unterzogen wird. Zusätzlich werden halbjährliche Sonderprüfungen vorgenommen.







Verkehrsminister Buchholz und LBV-SH-Chef Conradt zeigten sich zufrieden: Damit habe sich schon nach wenigen Tagen gezeigt, dass die Entscheidung zur Anschaffung des 40 Meter langen und rund 85.000 Euro teuren Zauns richtig gewesen sei.
Allein die Mail-Zuschriften an unser Ministerium reichten von teils amüsierten Kommentaren („… somit fordere ich Sie auf, auch ein Drittel der Kosten für meine Garagen-Renovierung zu übernehmen„), über leidenschaftlich sachliche Diskussionsbeiträge bis hin zu blanken Wut- und Hass-Mails.



Zusammen mit Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich Wirtschaftsminister Bernd Buchholz erfreut über den Erfolg der Verhandlungen, die vom Wirtschaftsministerium eng begleitet worden waren. Durch die Einbindung von tkms erhöhe die Kieler Werft einerseits ihre Chancen durch mehr know how und im Erfolgsfall auch deutlich den deutschen Wertschöpfungsanteil. „Neben Schleswig-Holstein werden auch Hamburg, Bremen und Niedersachsen profitieren“, sagte Buchholz. Nach Angaben von Germal Naval Yards werden die ausgewählten tkms-Spezialisten ihr Wissen insbesondere bei der Integration des Waffeneinsatzsystems sowie bei der Intensivnutzbarkeit der Schiffe einbringen.
Buchholz sagte weiter – Audio starten