Deutsche Reeder blicken wieder vorsichtig optimistisch in die Zukunft

Schifffahrtskrise – Reeder sehen Licht am Ende des Tunnels

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Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal vor der Brunsbütteler Schleuse: Frachtraten und auch Schiffspreise stabilisieren sich allmählich, sagt der Verband Deutscher Reeder

Noch ist es zu früh für eine endgültige Entwarnung, aber so langsam macht sich in der Schifffahrtsbranche wieder Zuversicht breit. «Die Frachtraten und die Preise für gebrauchte Schiffe haben sich stabilisiert», sagt Alfred Hartmann, der Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR). Die Talsohle sei offenbar durchschritten und in zwei Jahren könnte die Branche wieder in normales Fahrwasser gelangen. «Es gibt nichts, was dagegen spricht. Wir sind keine Abbauindustrie wie die Kohleförderung», sagte Hartmann. Auch in Zukunft werde es einen wachsenden Welthandel, internationalen Warenaustausch und globale Schifffahrt geben. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz begrüßte die positiven Signale mit Blick auf die mehreren tausend Arbeitsplätze, die in Schleswig-Holstein direkt oder indirekt mit der Branche verbunden sind. «Allein am Nord-Ostsee-Kanal hängen 3500 Arbeitsplätze», so Buchholz.

Doch die hartnäckige Krise hat tiefe Spuren in der deutschen Schifffahrt hinterlassen. «Wir haben rund 1000 Schiffe verloren; allein in diesem Jahr 133», sagte der Reeder-Präsident, der die Hartmann-Gruppe im ostfriesischen Leer gegründet hat und führt. Mit 2720 Schiffen und einer Tonnage von 71 Millionen BRZ (Bruttoraumzahl) spielt Deutschland immer noch eine gewichtige Rolle unter den Schifffahrtsnationen der Welt und unterhält die viertgrößte Handelsflotte. Doch die Position war schon besser; Griechenland, Japan und China sind davongezogen. Zum Teil mit Schiffen, die von deutschen Reedern als Notverkäufe auf den Markt kamen. «Diese Schiffe sind ja leider nicht verschwunden, sondern fahren für deutlich geringe Kapitalkosten für ausländische Reeder», sagte Hartmann.

Ursache für die Branchenkrise ab 2008 waren hohe Überkapazitäten vor allem in der Containerschifffahrt, nachdem die Reeder zu viele Schiffe bestellt hatten und der Welthandel nach der Finanzkrise langsamer wuchs. Mit einigen Jahren Verzögerung führte das zu einer Konzentrationswelle bei den Linienreedereien mit Fusionen, Übernahmen und Insolvenzen. Die Hälfte der Top-20-Reedereien des Jahres 2013 ist verschwunden oder bei einem Konkurrenten gelandet.

In der deutschen Seeschifffahrt spielt die Containerschifffahrt mit einem Anteil von knapp 57 Prozent nach der Tonnage nach wie vor eine dominierende Rolle. Die deutschen Reedereien sind überwiegend im Chartergeschäft tätig; sie vermieten ihre Schiffe an die großen Linienreedereien. «Und weil die immer größer werden, ist unsere Verhandlungsmacht geschwächt», sagte Hartmann. Deshalb bleibe die Lage vorerst angespannt.

Eine Rolle spiele auch, dass sich deutsche Banken wie zum Beispiel die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Landesbanken weitgehend aus dem Geschäft mit der Schiffsfinanzierung zurückgezogen hätten.

Sie überließen dieses Geschäft nun zunehmend Banken aus Skandinavien, Großbritannien, den USA oder auch China. «Die Reedereien müssen neue Finanzierungswege finden», sagte Hartmann. Deshalb orientierten sie sich oft ins Ausland. Auf der anderen Seite nutzten auch ausländische Reeder das in Deutschland vorhandene große Knowhow über Schiffsmanagement und ließen ihre Schiffe von deutschen Reedereien betreuen. Das sei für die deutsche Schifffahrt ein neues Geschäftsmodell.

Stellenabbau bei TKMS: An Kiel geht der Kelch vorbei

ThyssenKrupp Marine Systems schließt Standort Emden. Standort Kiel nicht betroffen

TKMSDie Kieler Werft von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) ist von dem angekündigten Stellenabbau des Konzerns nicht betroffen. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens. Zuvor hatte die Konzernspitze Wirtschaftsminister Buchholz informiert. TKMS wird seinen Standort in Emden (Niedersachsen) mit 220 Mitarbeitern schließen.

Alle Beschäftigten in Emden bekämen aber Arbeitsplatzangebote an anderen Standorten, sagte der Sprecher weiter. In Frage kommen wohl Bremen, Hamburg und die Kieler TKMS-Werft, die als U-Boot-Schmiede internationales Ansehen genießt.

Die Unternehmensleitung informierte heute die Belegschaft in Emden auf einer Betriebsversammlung. Gewerkschafter und Betriebsräte kritisierten laut Deutscher Presse-Agentur, dass fast alle Fragen offen geblieben seien. Am Donnerstag hatte ThyssenKrupp angekündigt, in Deutschland in der Sparte Industrial Solutions zusätzlich bis zu 1000 Stellen in Deutschland zu streichen. Insgesamt sei weltweit der Abbau von bis zu 1500 Stellen in den kommenden drei Jahren geplant. «Kurzfristiger Fokus der Maßnahmen sind vor allem der Großanlagen- sowie der Marineschiffbau, die durch geringen Auftragseingang in den vergangenen Jahren von Unterauslastung und geringer Profitabilität besonders stark betroffen sind», hieß es in einer Mitteilung.

Die Kieler Werft hat laut Konzern rund 2800 Mitarbeiter. Die Hamburger TKMS-Niederlassung – wie Emden vor allem ein Engineering-Standort – hat etwa 540 Beschäftigte. Seit diesem Jahr gehört auch Atlas Elektronik in Bremen zu ThyssenKrupp. Die Umstrukturierung sei Folge des verschärften Wettbewerbsdrucks bei einer steigenden Nachfrage nach Marineschiffen, begründete ThyssenKrupp die Pläne.

TKMS-Geschäftsführer Rolf Wirtz äußerte Verständnis, dass für die Mitarbeiter viele Unwägbarkeiten entstünden. Das Unternehmen wolle und könne auf die qualifizierten Mitarbeiter nicht verzichten. «Die strategische Entscheidung ist jedoch nötig, um in einem harten Wettbewerb auch in Zukunft bestehen zu können», so Wirtz. TKMS Emden mit Technikern und Schiffskonstrukteuren ist der letzte Unternehmensteil von ThyssenKrupp auf der ehemaligen Traditionswerft Nordseewerke.

Helgoländer Wirtschaftsforum rückt SH erneut in den Blickpunkt einer Zukunftsbranche

Buchholz bei Helgoländer Wirtschaftsforum: Branche vereint Ökologie und Ökonomie

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Hochkarätig besetzt: Singer begrüßt die 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums

Am Nachmittag ist das 6. Wirtschaftsforum Offshorewind (WFO) auf Helgoland zuende gegangen, auf dem über 90 hochrangige VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft über aktuelle Entwicklungen diskutierten

Nach den Worten von Gastgeber Jörg Singer, Helgolands Bürgermeister, blickt die Branche auf ein ereignisreiches Jahr zurück. In der deutschen Nord- und Ostsee gingen in den letzten Jahren 1.000 Offshorewind-Anlagen in Betrieb und versorgen heute rund fünf Millionen Haushalte mit Strom. Erstmals verzichtet ein Windparkprojekt auf EEG-Förderungen. Die Branche wächst europaweit. Hier beläuft sich die installierte Kapazität in der ersten Jahreshälfte 2017 rd. 16 Gigawatt. Die höchsten Wachstumsraten in den nächsten Jahren werden allerdings in Ländern wie China und Taiwan erwartet.

Ansicht_Buchholz_088Buchholz sagte zu dem Forum:

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Lob erfährt die Branche auch von Enak Ferlemann, Parlamentarischer  Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, für „ihre Innovations- und in diesem Jahr unter Beweis gestellte Wettbewerbsfähigkeit“. Dies unterstreicht auch Buchholz:  „Die Branche hat es in 2017 geschafft, die Ökologie und Ökonomie zu vereinen“.

Helgoland konnte diese rasante Entwicklung „Live“ miterleben. Bis 2015 waren laut Singer zeitweise über 500 Techniker auf Helgoland zu Gast, um 208 Windkraftanlagen für die Unternehmen E.ON, Innogy und WindMW aufzubauen. Seit 2016 kehrt Normalität ein und die Touristen und Inselgäste erobern mit einem kräftigen Gästeplus von 19 Prozent in 2016 ihre Insel zurück. Für Helgolands Bürgervorsteher Peter F. Botter zeigt die Entwicklung, dass „Tourismus und Offshorewind gut zusammenpassen“. Mit einem Augenzwinkern fügt inger hinzu: „Ein Leben ohne Windkraft ist möglich, aber sinnlos“.

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Der Blick in die nahe Zukunft ist für alle Teilnehmer allerdings alles andere als rosig. Der Netzausausbau in Deutschland droht zum Flaschenhals der Energiewende zu werden. Zwar kann der Norden den Strombedarf von etwa 100 Terrawattstunden/Jahr  liefern, den der Süden dringend benötigt. Da der Strom allerdings bestenfalls erst ab 2025 von Nord nach Süd fließen kann, soll nach aktueller Gesetzlage der Ausbau der Offshorewindkraft „gedeckelt“ erfolgen. Dies führt dazu, dass die geschaffenen Produktionskapazitäten nicht genutzt werden und so Arbeitsplätze, Innovationskraft und Wettbewerb verloren gehen.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur weist darauf hin, „dass Anlagenbau, Übertragung und Stromtransport möglichst im Einklang erfolgen müssen, damit die klima- und volkswirtschaftlichen Ziele Deutschlands“ erreicht werden können.

Die Wirtschaftsvertreter sehen großen Handlungsbedarfe für eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen zur Sicherstellung des kontinuierlichen Ausbaus. Möglichst kurzfristig werden sie auf die neue Bundesregierung zugehen, um ihre Lösungsvorschläge, u.a. die frühzeitige Nutzung durch freigebliebene Netzanschlusskapazitäten aus den ersten Ausschreibungsrunden, mit Berlin zu beraten.

Den Schlusspunkt der Konferenz setzte Prof. Dr. Martin Skiba, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Offshore Wind e.V. (AGOW e.V.) mit der Verleihung des Preises „Bestes Offshore Windkraftwerk in Betrieb 2016“ an Sven Utermöhlen und Dr. Thomas Michel von E.ON für das Windkraftwerk Amrumbank West. „Wir freuen uns sehr und sind stolz über diesen Preis und der Dank geht an unser Amrumbank-Team. Die Auszeichnung ist auch eine Bestätigung unserer Offshore-Betriebsstrategie, was uns auch bereits hervorragende Ergebnisse in anderen Benchmarks gezeigt haben.“, kommentierte Sven Utermöhlen, COO der E.ON Climate & Renewables GmbH, die Preisverleihung.

LBV-SH und Minister geben heute Mittag die B 76 wieder frei – Restarbeiten bis Jahresende

Ende einer Geduldsprobe: Heute, 12.30 Uhr, wird die B-76-Vollsperrung zwischen Kiel und Preetz aufgehoben

Nach gut zwei Monaten Vollsperrung und einem Umleitungsverkehr über das Rastorfer Kreuz können die Berufspendler zwischen Kiel und Preetz wieder aufatmen: Pünktlich zum Ende der Sommerferien wird Verkehrsminister Bernd Buchholz die Vollsperrung heute Mittag um 12.30 Uhr gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) wieder aufheben. Damit sind gut zehn Kilometer der Bundesstraße Grundsanierung.

Wegen Restarbeiten an der Rosenheim-Brücke sowie an der Anschluss-Stelle zur B 202 wird es aber bis zum Jahresende noch weitere leichte Verkehrseinschränkungen geben

Im kommenden Jahr nehmen die Straßenbauer dann den B-76-Abschnitt in Höhe Elmschenhagen bis zur VKP-Kleinbahnbrücke bei Kiel in Angriff.

Landesregierung stellt erste Weichen für moderne berufliche Bildung in Schleswig-Holstein

Neues SH-Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) soll Arbeitsmarkt und Ausbildung besser verzahnen

HLA-Berufsschullehrer Frank Hinners unterrichtet hier die ersten Auszubildenden im Dialogmarketing
Berufsschullehrer Frank Hinners unterrichtet im Rahmen der dualen Ausbildung Schülerinnen und Schüler an der Flensburger Wirtschaftsschule (HLA)

Die Landesregierung stellt erste Weichen, um die Zuständigkeiten für die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein stärker zu bündeln und damit  eine wesentliche Säule des Bildungssystems zu stärken. Wie Bildungs-Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke und Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel erläuterten, soll bis 2020 ein eigenständiges „Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung“ (SHIBB) gegründet und organisatorisch beim Wirtschaftsministerium angesiedelt werden. Ein wichtiges Ziel dabei sei vor allem, dass die Jugendlichen über die berufliche Bildung erfolgreich in den Arbeitsmarkt finden. Ein weiteres Ziel ist die Bündelung der bisher auf mehrere Ministerien verteilten Zuständigkeiten für berufliche Bildung und Weiterbildung in einem gemeinsamen Institut.

rohlfs_thiloWirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sagte zu dem geplanten Institut

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Um den Gründungsprozess einerseits so transparent wie möglich zu gestalten und andererseits möglichst viel Expertise einzubringen, soll laut Rohlfs und Stenke ein Beirat aus Akteuren der Beruflichen Bildung inklusive der Regionalen Bildungszentren (RBZ) und der Berufsbildenden Schulen einberufen werden, der die Gestaltung des SHIBB begleitet. In einer Auftaktveranstaltung im Herbst soll über die geplanten weiteren Schritte informiert werden.

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Dr. Dorit Stenke

Nach den Worten von Stenke und Rohlfs ist und bleibt die duale Berufsausbildung auch zukünftig das zentrale Element und die Kernaufgabe der beruflichen Bildung. Um diese zu stärken, werde die Regierung geeignete Maßnahmen ergreifen, die vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. „Dazu gehören ausdrücklich auch die vereinbarten Maßnahmen zur Verbesserung des Überganges von der Schule in den Beruf inklusive der weiteren Entwicklung von Jugendberufsagenturen“, so Rohlfs.

Wie beide Staatssekretäre weiter erläuterten, stelle die Regierung mit gleicher Deutlichkeit auch die Bedeutsamkeit der weiteren fünf Schularten der Berufsbildenden Schulen heraus und bekenne sich ausdrücklich zu deren Erhalt. So sei im Koalitionsvertrag vereinbart worden, die bereits begonnene Weiterentwicklung und Dualisierung des Übergangs­bereiches fortzusetzen. Den Weg zum Mittleren Schulabschluss mit oder ohne den Erwerb der Fachhochschulreife – zum Beispiel über die Berufsfachschulen oder die duale Ausbildung – werde das Land den Wünschen der jungen Menschen entsprechend und  bedarfsgerecht erhalten.

„Denn genau diese Bildungsgänge stellen den Fachkräftebedarf außerhalb der dualen Berufsausbildung und die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems sicher“, so Stenke. Das Berufliche Gymnasium habe in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung zugenommen und stelle einen der drei gleichwertigen Wege zum Abitur in der gymnasialen Oberstufe mit Berufsbezug in unterschiedlichen beruflichen Fachrichtungen  in Schleswig-Holstein dar.

 

Arbeitsminister appelliert an Unternehmer: Programme zur Fachkräftesicherung nutzen

Buchholz: SH-Arbeitsmarkt trotz saisontypischer August-Delle weiterhin robust

Berufsschule für Köche
Köche dringend gesucht: An der Hannah-Arendt-Schule Flensburg erhalten angehende Köche ihren Berufsschulunterricht

Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. „Dieser Anstieg ist vor allem saisonbedingt, weil immer noch viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz und Unternehmen eine Auszubildende oder einen Auszubildenden suchen“, sagt Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz.

Nach BA-Angaben stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch die Zahl der arbeitslosen Migranten und Flüchtlinge nahm um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Hintergrund: Durch das Ende der Sprach- und Integrationskurse meldet sich diese Gruppe zunehmend bei den Arbeitsagenturen.

Mit Blick auf den vom Bundeskabinett am Mittwoch gebilligten Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept appellierte Buchholz an die Unternehmen, die Angebote der Landesregierung zu nutzen: „Bereits jetzt haben die Unternehmen in bestimmten Branchen und Berufen, etwa im handwerklichen Bereich oder in der Gesundheits- und Pflegebranche zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden.

Mit dem Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung oder dem Weiterbildungsbonus fördert das Land im Rahmen des Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen.“ Wie der Minister weiter sagte, stehe der Weiterbildungsbonus zudem auch  Auszubildenden offen, da eine Ausbildung in Verbindung mit fachlicher Weiterbildung ebenfalls ein probates Mittel gegen einen Fachkräfteengpass sei.

Ein weiterhin erfreulicher Trend zeigt sich laut Buchholz bei der sozialversicherungs­pflichtigen Beschäftigung mit einem Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (hochgerechnete Juni-Werte). „Die anhaltend gute Beschäftigungsentwicklung macht deutlich, dass unsere mittelständische Wirtschaft gut aufgestellt ist und der Trend für den Arbeitsmarkt weiterhin positiv ist.“

Ab Montag heißt es: Bahn frei für „Hein Schönberg“ – zumindest bis Oppendorf

Startschuss für ersten „Hein-Schönberg“-Abschnitt: Ab Montag fahren Züge auf der Strecke Kiel – Oppendorf.

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Der erste Zug startet Montag (4. September) am Kieler Hauptbahnhof um 5:12 Uhr. Die Züge fahren dann von morgens bis abends im Stundentakt und halten außer am Kieler Hauptbahnhof und in Oppendorf auch an der neuen Station Kiel-Ellerbek und bei Bedarf (Haltewunschtaste) an der Station Kiel Schulen am Langsee. Sonntags fahren zunächst keine Züge.

Den genauen Fahrplan gibt es in der Fahrplanauskunft auf www.nah.sh. Die Fahrzeit von Kiel Hauptbahnhof nach Oppendorf beträgt 13 Minuten; bis Kiel-Ellerbek sind es sieben Minuten. In den Zügen gelten die üblichen Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs, die auch schon in den Bussen gelten, ebenso die Mehrfahrtenkarten.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz bekräftigte die Absicht der Landesregierung, das von der Vorgänger-Regierung aufs Gleis gesetzte Projekt zuende zu bringen: „Wir werden den Ausbau weiter umsetzen und im ersten Schritt mit der neuen Bahn den Kieler Osten besser und schneller anbinden.“ Im zweiten Schritt solle dann ab 2020 die Probstei vom neuen ,Hein Schönberg‘ profitieren.“

Eine Einzelfahrkarte von Oppendorf oder Kiel-Ellerbek in die Kieler Innenstadt kostet 2,60 Euro; die Monatskarte im Abonnement kostet 49,50 Euro. Als besonderes Angebot bietet DB Regio Schleswig-Holstein den ersten 50 neu gewonnenen Abonnenten unter www.bahn.de/sht-abo einen BestChoice-Gutschein über 20 Euro.

Der Vorsitzende der Regionalleitung Region Nord der DB Regio AG Torsten Reh: „Das neue Angebot ist gerade für Pendlerinnen und Pendler sehr interessant. Wir wollen die belohnen, die sich besonders schnell für die neue Bahn entscheiden.“

Betreiber der neuen Bahnstationen im NAH.SH-Design ist die AKN Eisenbahn AG. Die AKN ist vom Land zudem damit beauftragt, die weiteren Ausbaumaßnahmen auf der Gesamtstrecke bis zum Schönberger Strand zu planen und durchzuführen.

AKN-Vorstand Wolfgang Seyb: „Zurzeit bereiten wir das Planfeststellungsverfahren für die Reaktivierung der Reststrecke vor. Im Herbst starten wir unabhängig davon mit notwendigen Instandhaltungsarbeiten ab Oppendorf bzw. Schönkirchen.“ Einen genauen Zeitplan für diese Arbeiten erarbeitet die AKN derzeit.

Rund um die neuen Bahnstationen informiert NAH.SH die Haushalte per Postwurfsendung über das neue Angebot, wie NAH.SH-Chef Bernhard Wewers berichtet: „Ich bin sicher, dass die Menschen die schnelle Verbindung schnell schätzen werden. Mein Wunsch ist ganz klar: Einfach einmal ausprobieren!“

Einen prominenten Testfahrer gibt es am Ende der ersten Betriebswoche: „Am Freitag, 8. September mache ich mir im Zug um 13:07 Uhr ab Kiel selbst ein Bild. Ich würde mich freuen, dann viele Oppendorfer und Ellerbeker im Zug zu treffen.“, so Buchholz.

Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.nah.sh und das neue Faltblatt zum neuen „Hein Schönberg“ zum download hier

 

Neue Chefin der TA.SH: Bettina Bunge löst zum 1. November Frank Behrens ab

Bettina Bunge wird neue Chefin der TASH – Buchholz: Gewinn für Schleswig-Holstein“

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Von Dresden in den echten Norden: Bettina Bunge

Wechsel an der Spitze der TASH: Wie Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute (29. August) in Kiel mitteilte, wird gegen Jahresende die Marketing- und Tourismus­expertin Dr. Bettina Bunge (49) die Geschäftsführung der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein übernehmen. „Wir sind froh, dass wir mit Frau Bunge eine überaus erfahrene Kennerin der Branche gewonnen haben“, kommentierte Buchholz die Personalent­scheidung. Die Geschäftsführung der Landesmarketing­organisation wird derzeit noch im Rahmen einer Interimslösung von Frank Behrens von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WTSH) wahrgenommen, nachdem die ehemalige Geschäftsführerin Andrea Gastager das Unternehmen Anfang 2016 verlassen hatte.

Bettina Bunge ist Diplom-Kauffrau, promovierte Expertin im Bereich Dienstleistungsqualität und seit über acht Jahren Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Davor war Bunge, die in Lüneburg geboren wurde, in leitender Funktion in verschiedenen Unternehmen und Marketingorganisationen tätig, unter anderem bei der Hamburg Tourismus GmbH, der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. und der Deutschen Lufthansa AG. Im Rahmen eines bundesweiten Ausschreibungsverfahrens hatte sich Bunge gegen rund 80 Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt, die ebenfalls ihr Interesse an der touristischen Spitzenposition im Land bekundet hatten.

Buchholz: „Nachdem in den letzten Jahren erheblich investiert wurde, verfügt Schleswig-Holstein über ein qualitativ hochwertiges Angebot an öffentlicher touristischer Infrastruktur, Hotels und Ferienwohnungen. Um diese Potenziale auszuschöpfen, bedarf es aber auch eines professionellen Marketings nicht nur auf regionaler und lokaler Ebene, sondern auch auf Landesebene. Der Leitung der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein kommt deshalb auch eine Schlüsselposition bei der Umsetzung der Tourismus Strategie Schleswig-Holstein 2025 zu.“

Bunge wird ihre neue Aufgabe voraussichtlich zum 1. November 2017 übernehmen.

Tourismus an Ostsee und in Holsteinischer Schweiz: „Analog besucht – digital beeinflusst“

Buchholz besucht Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) in Scharbeutz:  Erfreulicher Boom –  aber auch mit Luft nach oben

Text
Volker Owerien, Bürgermeister von Scharbeutz, erläutert Buchholz die Investitionen in die touristische Infrastruktur während der letzten Jahre.
Schleswig-Holsteins Rekordwerte im Tourismus verdankt das Land vor allem der boomenden Ostseeküste. Allein 3,4 Milliarden Euro vom knapp acht Milliarden Euro umfassenden SH-Gesamt-Umsatz der Branche werden hier erwirtschaftet. Von der Leistungsfähigkeit und den Perspektiven der Region überzeugte sich heute in Scharbeutz Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz bei einem Besuch bei der Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein Tourismus e.V.., Katja Lauritzen. Sowohl Buchholz als auch Lauritzen machten bei dem Ortstermin klar: Eine enorm große Herausforderung, um die Destination auf Erfolgskurs  zu halten, ist die zunehmende Digitalisierung der gesamten Branche.

Ansicht_Buchholz_088Im Gespräch mit Wiebke Ledebrink von Sat 1 sagte Buchholz nach dem Besuch an de Ostseeküste

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Nach den Worten von Lauritzen hören sich Begriffe wie Chatbots, AMP-Formate und schema.org „erst mal so gar nicht nach Urlaubsplanungen an, sind jedoch Herausforderungen, der sich die Tourismuswirtschaft immer mehr ausgesetzt sieht.“ Sie  erläuterte, wie rasant die technische Entwicklung Destinationen zum Handeln zwinge. Bei Buchholz traf sie damit auf offene Ohren. Der ehemalige Medien-Unternehmer sieht in der Digitalisierung große Chancen. Das Herunterbrechen auf den Tourismus sei dabei sehr wichtig. Google oder Facebook würden ihre Geschäftsmodelle gekonnt auf sich beziehen und immer weniger Spielraum für Destinationsmarketing oder auch Buchungsplattformen lassen. „Erfolgreiche Strategien in diesem Bereich zu entwickeln, kann nur gemeinsam gelingen. Daher suchen wir als OHT auch den Brückenschlag zum Land und den anderen Destinationen in Schleswig-Holstein, sowie den LTOs, so  Lauritzen.

Ostsee vs. Holsteinische Schweiz

Ein weiteres prägnantes Thema benannte Lauritzen, in dem sie die unterschiedliche Entwicklung der Destinationen Ostsee und Holsteinische Schweiz aufzeigte. Die Ostsee boome stark und habe zahlreiche Leuchtturmprojekte, die helfen, einen aktiven Imagewandel voranzutreiben. Trotz des Baus dieser Einheiten würden sich die Kapazitäten relativ stabil entwickeln. Gerade einmal neun Prozent mehr Betten seien in den letzten zehn Jahren dazugekommen. Entgegen der Entwicklung in der holsteinischen Schweiz mit  23 Prozent weniger Hotelbetten im vergleichbaren Zeitraum. „Die Entwicklung bestätigt das Ziel der neuen Landesregierung, den Binnenlandtourismus stärker in den Fokus zu nehmen, so Buchholz.

Haltermann
Buchholz mit Bayside-Seniorchef Jürgen Haltermann in dessen Hotel
Er bedauerte, dass in der Vergangenheit zu wenig  Konzepte und Ideen in den Regionen entwickelt wurden, um den Binnenlandtourismus zu stärken. Er appellierte an die Tourismusakteure, entsprechende Projekte zu entwickeln und wies auf Fördermittel des Landes zur touristischen Nutzung des Natur- und Kulturerbes sowie zur Erstellung regionaler Touristischer Entwicklungskonzepte hin. „Diese Unterstützungsmöglichkeiten sind gerade auch für Regionen im Binnenland interessant, werden derzeit aber noch zu wenig nachgefragt,“ so der Minister. Katja Lauritzen bestätigte, dass es in der Holsteinischen Schweiz noch zu wenig Leuchtturmprojekte gebe. „Die Nachfrage nach neuen Hotels ist da. Es bedarf jedoch kluger Konzepte, die sich gezielt an Segmenten orientieren und sich an den Stärken der Region orientiert, sieht Lauritzen die Chancen für die Region.

Scharbeutz/ Haffkrug

In einem Rundgang erläutert Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, die rasante Entwicklung der Gemeinde durch die Umsetzung intelligenter Infrastrukturmaßnahmen am Beispiel der Dünenmeile und der Promenade, mit denen auch eine wichtige Initialzündung für weitere Investitionen der Privatwirtschaft einherging. „Die Investitionen der öffentlichen und privaten Hand stehen in Abhängigkeit zueinander und machen in unserer Gemeinde ein Volumen von insgesamt 80 Millionen € aus“. Minister Dr. Buchholz wies darauf hin, dass das Land die Promenade in Scharbeutz mit knapp, 5,7 Mio. Euro und den Kurpark mit 700.000 Tsd. Euro gefördert hat. „Die Entwicklung in Scharbeutz zeigt, dass sich diese Investitionen ausgezahlt haben. Wir werden unsere Tourismusorte auch weiterhin bei dem Bau und der Attraktivierung ihrer touristischen Infrastruktur finanziell unterstützen,“ erklärte Minister Dr. Buchholz.  .

Schlafstrandkorb

Die Innovationskraft der Destination wird mit dem Schlafstrandkorb zum Ende des Termins deutlich. Die Erfolgsstory schlechthin. Er schützt vor Wind, bietet ein Dach über dem Kopf, hat kleine Tischchen, so dass ein Buch oder eine Tasse Kaffee abgestellt werden können. Er lässt sich drehen und wenden, immer der Sonne entgegen. Und seit 2016 dient er als Nachtlager. Schlafstrandkörbe sind die neuste Errungenschaft an den Ostseestränden. „Insgesamt 18 Körbe stehen in zehn Orten zur Verfügung und bieten das einmalige Erlebnis „Strandschlafen“ an.

Ab 39,90 Euro kann das „kleine Abenteuer“ erlebt werden, sagt Katja Lauritzen und ergänzt, dass die Schlafstrandkörbe für dieses Jahr so gut wie ausgebucht sind www.strandschlafen-ostsee.de.

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Strandgang: Bürgermeister Owerien (links) mit den Tourismus-Expertinnen Caroline Backmann und Katja Lauritzen sowie Tourismus-Minister Buchholz

Und so berichtet  Sat 1:

https://hamburg.sat1regional.de/video-hh/article/das-steckt-hinter-dem-touristen-boom-an-der-ostseekueste-242826.html 

Und so die Lübecker Nachrichten: 

Minister-Duo Buchholz / Olesen bekräftigt ehrgeizigen Fahrplan zur Beltquerung

Dänen versichern Buchholz: Maut-Nachlass für großen Belt kein Problem für Belttunnel – Minister bekräftigen Fahrplan

Talk
Olesen und Buchholz auf der Aussichtsplattform von Femern A/S in Rødby im Gespräch mit Journalisten

Bei ihrem ersten Treffen haben Verkehrsminister Dr.Bernd Buchholz und sein dänischer Amtskollege Ole Birk Olesen heute (25. August) im dänischen Rødbyhavn den bisherigen Zeitplan zum Bau des Fehmarnbelttunnels bekräftigt. Nachdem vor wenigen Wochen in Lübeck ein erheblicher Teil der insgesamt 12.600 Einwendungen gegen das Projekt von deutscher Seite mündlich erörtert wurde, sei es nach wie vor das gemeinsame ehrgeizige Ziel, im Sommer 2018 den Planfeststellungsbeschluss für den knapp 19 Kilometer langen Tunnel vorzulegen.

Buchholz_TonBuchholz sagte zu dem Treffen unter anderem

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„Ich habe dabei nochmals deutlich gemacht, dass der entscheidende Erfolgsfaktor eine hohe und damit gerichtsfeste Qualität der Planunterlagen ist“, sagte Buchholz nach dem Treffen. Dafür seien von den beiden Trägern des Projekts, der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S und der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), auch noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Dabei gehe es vor allem um ökologische Fragestellungen und Sicherheitsaspekte, die noch weiter vertieft werden müssten. „Sie können aber sicher sein, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung geschlossen hinter diesem Projekt steht und fest entschlossen ist, es auch zu verwirklichen“, sagte Buchholz zu seinem Amtskollegen. Angesichts der Proteste auf deutscher Seite gehe er aber fest davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss beklagt werde.

Femern / Claus Baunkjær   9/2012Nach Angaben von Claus F. Baunkjær, Vorstandschef von Femern A/S, habe man in den Zeitplan bereits zwei Jahre für die erwarteten Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht eingerechnet. Der Bau des rund sieben Milliarden teuren Tunnels solle dann 2020 beginnen und 2028 fertiggestellt sein. „Bei einer Länge von fast 19 Kilometern zwischen Puttgarden und Rødby handelt es sich damit um den weltweit größten kominierten Auto- und Eisenbahntunnel“, sagte Baunkjær. 

Die am Vortag bekannt gewordene Absicht der dänischen Regierung, in den kommenden Jahren schrittweise die Maut auf der Strecke über den Großen Belt abzusenken, hat nach Einschätzung von Olesen keine gravierenden Auswirkungen auf das Projekt. Zwar führe die Verbilligung der Alternativ-Route absehbar zu einer Verlagerung des Verkehrs zu Lasten der Beltquerung, an der geplanten Amortisationszeit von 36 Jahren ändere sich allerdings nichts, so der dänische Verkehrsminister. Buchholz erklärte dazu: „Das ist eine reine Angelegenheit des dänischen Staates, der ja auch Hauptgesellschafter bei Femern A/S ist.“

Die feste Fehmarnbelt-Querung bedeute allein für Deutschland einen volkswirtschaftlichen Gewinn von mindestens fünf Milliarden Euro – bezogen auf die nächsten 50 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt laut einem sh:z-Bericht eine neue Studie des dänischen Gutachter-Büros Dansk Brancheanalyse Die Annahme von Studien-Autor Ole Egholm beruht auf der Erwartung, dass das Verkehrsaufkommen bereits in den ersten zehn Jahren nach Eröffnung des Tunnels um das 3,5-Fache zunimmt. Das würde sieben statt heute zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr bedeuten. Egholm argumentiert mit den Erfahrungen mit den Brücken über den Großen Belt und den Öresund. Dort seien die Fahrzeugmengen im ersten Jahrzehnt nach der Einweihung auch um mehr als das Dreifache gestiegen. Zudem geht er von deutlich niedrigeren Maut-Gebühren als den heutigen sehr hohen Fährpreisen aus.

Mit Blick auf den anstehenden Ersatz der maroden Rader Hochbrücke machten beide Minister bei dem Treffen deutlich, dass ein sehsspuriger Neubau für die Vekehrsströme zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark deutlich besser und zukunftsweisender sei als der bislang geplante vierspurige Ersatz. „Ich bin zu diesem Thema mit dem Bundesverkehrsministerium nach wie vor im Gespräch“, sagte Buchholz.

Scandlines
Buchholz im Gespräch mit den beiden Scandlines-Geschäftsführern Søren Poulsgaard Jensen (links) und Senior-Kapitän Johannes Wasmuth
Im Anschluss an das Treffe mit Olesen besuchte Buchholz die Geschäftsleitung der deutsch-dänischen Reederei Scandlines, die auch nach der Verwirklichung der Beltquerung ihen Fährbetrieb zwischen Puttgarden und Rødby aufrecht erhalten will. Im Mittelpunkt dabei standen die Anbindung des Fährhafens in Puttgarden nach dem Bau des Belttunnels sowie Sicherheitsaspekte während der Bauzeit. Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang an den Koalitionsvertrag der Landesregierung, in dem Scandlines eine vernünftige Anbindung des Hafens zugesichert worden sei.

„Wir haben zu beiden Punkten ein sehr harmonisches und konstruktives Gespräch geführt und vereinbart, die strittigen Fragen bei Treffen unserer Fachleuten zu vertiefen“, so der Minister. Er sei erfreut darüber gewesen, dass seitens der Reederei-Geschäftsleitung überaus deutlich gemacht worden sei, dass es aus Sicht von Scandlines keineswegs darum gehe, den Bau der Beltquerung in Frage zu stellen, sondern vor allem darum, durch den Tunnelbau für die Kunden nicht schlechter erreichbar zu sein als vorher. „Ich bin zuversichtlich, dass wir tragfähige Kompromisse finden“, so der Minister.

Weiter sagte Buchholz (Startpfeil klicken):

Über das Treffen mit Scandlines berichten die LN so:

Bei seiner letzten Station zum Thema Beltquerung besuchte Buchholz am Nachmittag in der Gemeinde Presen bei Puttgarten Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative „Beltretter“, die ihm über 130.000 Unterschriften gegen das Tunnelprojekt übergaben.

„Beltretter“-Sprecherin Karin Neumann (Mitte) übergibt Buchholz die Kartons mit den Online-Petitionen

Nach dem einstündigen Treffen mit der Bürgerinitiative sagte Buchholz (Startpfeil klicken)

Und last, not least: Der gestrige Besuch bei den Dänen aus dem Blickwinkel von Sat-1-Redakteur Uwe von Pein:  zum Beitrag 

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus