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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein

Heute Diskussion auf NordBau über neue Wege bei öffentlicher Auftragsvergabe 

Heute 9.45 NordBau: Pressegespräch und Diskussion über neue Wege bei öffentlicher Auftragsvergabe

Baustelle Deutschland: Wie können Großprojekte künftig besser geplant werden?

Elbphilharmonie, Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof – aber auch: Blasen auf der A 20 oder Brösel-Beton auf der A 1 bei Lübeck. Kein Zweifel: Die deutsche Planungs- und Baubranche hat ein Imageproblem, Kostenexplosionen, Pleiten, Pfusch und Pannen kommen die Steuerzahler teuer zu stehen. Über Möglichkeiten zu Terminetreue und Kostenstabilität und damit zur sprichwörtlichen deutschen Gründlichkeit zurückzukehren diskutieren heute Vormittag auf der NordBau fast 200 Fachleute auf Einladung von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Vorher – um 9.45 Uhr – gibt es ein Pressegespäch. Raum F 2 in den Holstenhallen hinter dem Stand des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH)

Ein Tag rund um Handwerk und Mittelstand: Meyer auf Besuchs-Tour quer durchs Land

Wirtschaftsminister Meyer tauchte heuten einen Tag lang ins schleswig-holsteinische Handwerk ein: Betriebsbesuche bei Leistungsträgern der SH-Wirtschaft

Das Handwerk mit seinen 31.426 Betrieben, rund 159.000 Mitarbeitern und 16.234 Lehrlingen ist in Schleswig-Holstein die tragenhde Säule des Mittelstands. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchte heute fünf  Handwerksbetriebe der unterschiedlichsten Gewerke in Begleitung des Präsidenten der Handwerkskammer Lübeck, Günther Stapelfeldt: „Wir freuen uns sehr über diese gemeinsame Tour. Der direkte Kontakt und Austausch mit den Betrieben ist wichtig – für beide Seiten! Die ausgewählten Betriebe haben heute wiedermal die Vielfalt und die Leistungsfähigkeit des Handwerks aufgezeigt und uns einen Blick hinter ihre Kulissen gewährt“, sagte Stapelfeld.

Los ging die Entdeckungstour in Bargteheide bei der Dohmen & Ardelt Tischlerei GmbH & Co.KG. Seit zehn Jahren setzt die selbstbenannte „Tischlerei für Anspruchsvolle“ außergewöhnliche Innenausbauprojekte in die Tat um und fertigt Möbel nach Wunsch an. Die beiden Geschäftsführer führten Meyer und Stapelfeldt durch ihren Betrieb und ließen sie die aktuellen Arbeiten begutachten.

Anschließend hielt Meyer in Schwarzenbek bei der Firma Fette, einem weltweit führenden Hersteller von Arzneimittel-Produktionsanlagen, ein Grußwort anlässlich einer Neubau-Einweihung.

Meyer sagte nach dem Besuch:


Die Tour führte heute auch in außergewöhnliche Gewerke. So ist beispielsweise Gerhard Lutz mit seiner Firma GL Spezialverglasung GmbH Marktführer in der Verglasung von Schienenfahrzeugen in Deutschland und ganz Europa. Aber auch das Thema Yachtverglasung gehört zu dem Tätigkeitsschwerpunkt des Betriebs, von dem sich Meyer heute ein eigenes Bild machen konnte. Das Unternehmen ist unter anderem am Bau von Megayachten beteiligt.

Der letzte Besuch fand soeben in Pinneberg bei Torsten Köhler statt. In seinem kleinen Studio bietet der Holzblasinstrumentenbauer alles von Kleinreparaturen oder Generalüberholungen an Instrumenten, bis hin zu Umbauten und dem direkten Instrumentenverkauf an.

Meyer äußerte sich am Ende des Tages begeistert: „Die Einblicke in die Betriebe hat mir einmal mehr die Stärke unserer Handwerksbetriebe vor Augen geführt. Sie alle übernehmen erfolgreich unternehmerische Verantwortung und zeigen großes Engagement bei der Ausbildung junger Menschen und bei der Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind außerdem offen, traditionelle Verfahren mit kreativen Ideen und innovativen Lösungen zu verbinden, um so neue Wege zu beschreiten. Das Handwerk ist damit ein zentraler Bestandteil unserer schleswig-holsteinischen Wirtschaft.“

Weiter sagte er:

Institute sehen deutsche Wirtschaft stabil auf Wachstumskurs

Seltene Einigkeit: Gleich drei Institute sehen deutsche Wirtschaft stabil auf Wachstumskurs. 
Doch für die Zeit danach gehen die Vorhersagen auseinander

Die deutsche Wirtschaft wird ihren Aufschwung im kommenden Jahr fortsetzen. Die Wirtschaftsforscher sind sich allerdings nicht darüber einig, ob das Wachstum stärker wird, gleichbleibt oder sich sogar abschwächt. Das ist das Ergebnis der Konjunkturprognosen dreier führender Wirtschaftsforschungsinstitute, die heute in Kiel, Halle und Essen vorgelegt wurden.

Sowohl das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) als auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen und das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle erwarten für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent in Deutschland. Die größte Zuversicht für das kommende Jahr hegt das Kieler IfW, das mit 2,1 Prozent Wachstum rechnet. Das RWI senkte hingegen seine Prognose für 2016 um einen Zehntelpunkt auf 1,8 Prozent. Noch skeptischer ist das IWH, das nur 1,7 Prozent Wachstum erwartet.

Entsprechend unterschiedlich sind die Einschätzungen der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Experten. «Deutschland befindet sich auf dem Weg zur Hochkonjunktur», heißt es beim IfW, das als einziges Institut bereits eine Vorhersage für 2017 wagte. Danach würde die deutsche Wirtschaft nochmals kräftiger um 2,3 Prozent wachsen. Die Kieler Forscher sehen sowohl den Export wie den privaten Konsum auf Expansionskurs, erwarten neue Tiefstände bei der Arbeitslosigkeit und verweisen auf den Kaufkraftgewinn durch niedrige Ölpreise.

Das IWH spricht dagegen von einem «verhaltenen Aufschwung» und erwartet, dass die Exporte an Schwung verlieren werden, auch wegen der Wachstumsschwäche in den Schwellenländern. Die Ökonomen aus Halle sehen den deutschen Arbeitsmarkt zunehmend von Migranten beeinflusst. Durch die hohe Zahl von Flüchtlingen könnten dem Arbeitsmarkt in diesem Jahr rund 128 000 zusätzliche Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Alle drei Institute rechnen mit weiter fallender Arbeitslosigkeit und erwarten 2,7 bis 2,8 Millionen Erwerbslosen.

Risiken sehen die Wirtschaftsforscher vor allem durch die zunehmende Kraftlosigkeit der chinesischen Wirtschaft, wo das Risiko einer «harten Landung» gestiegen sei. «Erste Indikatoren für das dritte Quartal in China sprechen für einen erneuten Rückgang des Expansionstempos», heißt es beim RWI. Stärkere Impulse seien dagegen von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zu erwarten, namentlich von den USA.

Rader Brücke: Blitzer werden Montag scharf geschaltet

Auto- und Lkw-Fahrer aufgepasst: Ab 14.  September wird auf der Rader Brücke geblitzt.
Neue Statik-Überprüfung bis November

Ab kommendem Montag können Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Rader Hochbrücke für Lkw- und Autofahrer teuer werden. Wie Verkehrs­minis­ter Reinhard Meyer bei einem Ortstermin auf der Brücke sagte, werde die seit knapp zehn Tagen andauernde Testphase der insgesamt vier auf der Brücke installierten Blitzer-Säulen zum Wochenende beendet sein und am 14. September der Normalbetrieb aufgenommen.

Im Gespräch mit Mirja Fiedler vom NDR Schleswig-Holstein-Magazin (Sendung heute abend, 19.30 auf N 3) sagte Meyer soeben bei dem Ortstermin:

„Insbesondere bei den Lkw über 7,5 Tonnen ist die Einhaltung des geltenden Überholverbots und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h für den Erhalt der Brücke elementar“, sagte Meyer. Dadurch würden die Schwingungen verringert und die Fahrbahnplatte entlastet. Auch Pkw, für die bei normalen Windverhältnissen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gilt, werden ab Montag kontrolliert.

Meyer: „Die installierten Geräte sind in der Lage, automatisch zwischen Lkw und Pkw zu unterscheiden – das ermöglicht eine umfassende Kontrolle.“ Die Auswertung der Bilder und die Ahndung der Verstöße werden von der Landespolizei übernommen. „Uns geht es in erster Linie um den Erhalt der Substanz der Rader Brücke für die kommenden elf Jahre, bis ein Ersatzbauwerk errichtet ist“, so Meyer. Deshalb werde auch ausdrücklich mit Hinweisschildern vor den Geschwindigkeitskontrollen gewarnt. Die Einnahmen aus den Bußgeldern und Ordnungswidrigkeiten gehen an den Kreis Rendsburg-Eckenförde (Bußgelder) und an das Land (Ordnungswidrigkeiten).

Die vier Blitzer-Säulen waren Ende August von der Spezialfirma JENOPTIK Robot GmbH aus Nordrhein-Westfalen aufgestellt worden. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 250.000 Euro.

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Ein Sprecher der Firma Jenoptik erläutert die Messverfahren für Pkw und Lkw

Meyer wies darauf hin, dass derzeit erneut eine gründliche Überprüfung des Zustands der Rader Brücke vorgenommen werde. Dazu wird ab dem 21. September für vier Tage unter anderem eine so genannte Unterflur-Besichtigungsbühne eingesetzt, so dass es in der Zeit zwischen 9 Uhr und 15 Uhr zu leichten Einschränkungen des Verkehrs kommen kann. Mit abschließenden Ergebnissen der Überprüfung ist voraussichtlich im November zu rechnen.

Landeskabinett berät heute über Verwendung der „Digitalen Dividende“

21,3 Millionen Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes in SH – ein Thema der heutigen Kabinettssitzung

  Bei der heutigen auswärtigen Sitzung des Landeskabinetts in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) geht es unter anderem um die Verwendung der 21,3 Millionen Euro aus der so genannten Digitalen Dividende II. Dabei handelt es sich um den Landesanteil Schleswig-Holsteins an den rund zwei Milliarden Euro aus der Versteigerung von Fernsefrequenzen vor wenigen Wochen.

Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bereits im Vorfeld der Kabinettssitzung sagte, sei das Ziel der Breitbandstrategie des Landes, Schleswig-Holstein bis 2030 flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Hier sei Schleswig-Holstein bereits heute mit einer Versorgungsquote von 23 Prozent führend.

Meyers Antrittsbesuch in der Biologischen Anstalt Helgoland

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Maarten Boersma erläutert Minister Meyer (l), wie Hummer sich beim Wachsen häuten

Meyer beim Alfred-Wegener-Institut: Hier werden
Wirtschaft und Wissenschaft ideal ergänzt

Antrittsbesuch von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei der Biologischen Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Nachdem die Zuständigkeit für das Institut vor einigen Monaten vom Wissenschafts- auf das Wirtschaftsministerium übergegangen ist, traf Meyer heute (4. September) am Rande des Helgoländer Offshore-Wirtschaftsforums mit Vize-Direktorin Prof. Dr. Karen Wiltshire, Stationskoordinatorin Dr. Ingeborg Bussmann und dem Leiter der Sektion Ökologie von Schelfmeersystemen, Prof. Dr. Maarten Boersma zusammen.

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Minister Meyer im Ökolabor, gemeinsam mit Karen Wiltshire, Helgolands Bürgermeister Jörg Singer und Maarten Boersma. Foto: Alfred-Wegener-Institut / Uwe Nettelmann

Meyer machte deutlich, dass die Landesregierung das AWI ausdrücklich bei seinem erfolgreichen Kurs unterstütze, Meeresforschung und Wirtschaft durch die Entwicklung von Spitzentechnologien noch enger zu vernetzen. „Die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtung wird uns unter anderem ständig bei Gesprächen in Brüssel attestiert“, so Meyer. Wie der Minister weiter sagte, biete Helgoland den 70 dort tätigen AWI-Mitarbeitern eine 35 Quadratkilometer große unterseeische Felslandschaft, die die reichste marine Tier- und Pflanzenwelt der deutschen Küste beherberge. „Dieser Lebensraum ist in der Nordsee einzigartig und für die Biologen des AWI ein Bilderbuch an Meeres- und Küstenforschung“, so Meyer.

Die Forschung vor Ort konzentriert sich auf ökologische Prozesse in der Nordsee durch eine Kombination von Langzeitaufnahmen, experimentellen Analysen und der Entwicklung von Modellen. Vor allem der Einfluss der globalen Wanderungsprozesse auf das Ökosystem Nordsee stehe dabei im Fokus.

Wie AWI-Vizechefin Wiltshire sagte; arbeiten die Forscher auch mit der Offshore-Windindustrie zusammen: So läuft derzeit eine Pilotstudie, in der Wissenschaftler überprüfen, ob sich im Labor gezüchtete Hummer in Windparks ansiedeln lassen. Denn die Population des Europäischen Hummers bei Helgoland stagniere seit Jahrzehnten auf sehr niedrigem Niveau. Der Hummer sei aber für einen gesunden marinen Lebensraum wichtig. Als oberster Regulator stabilisiere er die so genannten Hartboden-Lebensgemeinschaften und garantiere somit für eine hohe Artenvielfalt. „Ein Markierung-Wiederfang-Programm vor Helgoland hat gezeigt, dass ausgesetzte Hummer eine hohe Standorttreue zu ihrem Aussetzgebiet aufweisen. Im Pilotprojekt im Windpark Riffgat wird jetzt untersucht, ob Windkraftfundamente ein geeigneter Lebensraum für Hummer sind“, so Wiltshire.

Auch im Hinblick auf die Entwicklung des „Aquarium“-Konzeptes auf der Insel selbst ist Biologische Anstalt mit im Boot: Unter Federführung der Gemeinde Helgoland wird gemeinsam mit dem Institut weiter an einem Konzept für die künftige Nutzung des Aquariums gearbeitet. Meyer: „Das Land Schleswig-Holstein und das Bundesforschungsministerium begrüßen und unterstützen diesen Neubeginn außerordentlich.“

Netz-West: Zweiter Einspruch gegen Vergabe an DB zurückgezogen

Einsprüche zurückgezogen: DB Regio kann ab 2016 Strecke von Hamburg-Altona bis Westerland übernehmen.

Die bisherige Betreiberin, die Nord-Ostsee-Bahn, hat ihren Widerspruch vor der Vergabekammer des Landes für das sogenannte Bahnnetz-West zurückgezogen.  Zuvor war bereits ein Widerspruch des Konkurrenten Albellio gescheitert. Der Wirtschafts- und der Finanzausschuss des Landtags hatten bereits am 15. Juli grünes Licht gegeben für die Vergabeempfehlung des Verkehrsverbundes NAH.SH

Auf der Strecke pendeln Züge der Linien «RE 6 Westerland – Hamburg» und «RB 62 Heide – Itzehoe» und befördern täglich durchschnittlich 18 000 Fahrgäste. Mit Abellio, DB Regio und NOB hatten sich drei Konzerne an dem Vergabeverfahren beteiligt.

Mit der Neuvergabe kommt es zu mehreren Verbesserungen, wie Verkehrsminister Reinhard Meyer betonte. So gibt es dann «Sprinterzüge», die 20 Minuten schneller sind als bisher: Je zwei Züge fahren künftig am Samstag- und am Sonntagsmorgen von Hamburg nach Westerland und nachmittags wieder zurück. Die «Sprinter» fahren zwischen Oster- und Herbstferien. Außerdem soll es mehr Sitzplätze zu den besonders nachgefragten Fahrtzeiten geben. Und die Anschlüsse zur RB 62 Heide – Itzehoe sollen besser werden.

Meyer beim Offshore-Forum auf Helgoland

Meyer bei Helgoländer Offshore-Forum: Groß-Investoren und Mittelstand müssen enger zusammenrücken

Der Ausbau der Offshore Windenergie in Deutschland und Europa bietet für die Wirtschaft große Chancen und Herausforderungen. Heute werden gewaltige Investitionen in der Industrie vorgenommen, um den Kraftwerksbau auf See zu ermöglichen. In dieser Pionierphase gilt es, eine Vielzahl von Problemen zu lösen. Aktuell zeigt dies die Debatte um die Reduktion der Stromgestehungskosten und technischen Risiken durch innovative Produkte und Verfahren.

Seit gestern diskutiert zum vierten Mal das Wirtschaftsforum Helgoland auf der Hochseeinsel mit hochkarätigen Vertretern aus Industrie und Politik über die Zukunft der Offshore-Energie auf Helgoland

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ist einer der Redner, er sagte unter anderem...

Antrittsbesuch: Meyer zu Gast beim Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland

Stipvisite bei einer Perle der Meeresforschung: Meyer besucht Helgoländer Wissenschaftler

Tauchzentrum des AWI auf Deutschlands einziger Hochsee-Insel

Nachdem die Zuständigkeit für die Biologische Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) vor einigen Monaten vom Wissenschafts- auf das Wirtschaftsministerium übergegangen ist, absolviert Minister Meyer dort heute seinen Antrittsbesuch.

Er trifft am Rande des Helgoländer Offshore-Wirtschaftsforums mit Vize-Direktorin Prof. Dr. Karen Wiltshire, Stationskoordinatorin Dr. Ingeborg Bussmann und dem Leiter der Sektion Ökologie von Schelfmeersystemen, Prof. Dr. Maarten Boersma zusammen.

Vor seinem Besuch sagte Meyer:

Als Teil der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands, bietet die Insel Helgoland dem Alfred-Wegener-Institut inmitten der Deutschen Bucht das Felswatt und die über 35 Quadratkilometer große unterseeische Felslandschaft. Dabei handelt es sich um die reichste marine Tier- und Pflanzenwelt der deutschen Küste. Dieser Lebensraum ist in der Nordsee einzigartig und für die Biologen des AWI ein Bilderbuch an Meeres- und Küstenforschung.

Die Forschung vor Ort konzentriert sich auf die Prozesse, die in der Nordsee eine Rolle spielen, in einer Kombination von Langzeitaufnahmen („Helgoland Roads“), experimentellen Analysen und Modellierung. Vor allem der Einfluss der globalen Wanderungsprozesse auf das Ökosystem Nordsee steht in besonderem Fokus.

Schulterschluss für die Verkehrs-Infrastruktur

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Uwe Polkaehn und Reinhard Meyer (vorn) sowie Peter Michael Stein und Michael Thomas Fröhlich bei der Unterzeichnung des Bündnis-Papiers

Beim Ausbau der Infrastruktur in SH treten Land, Wirtschaft und Gewerkschaften jetzt gemeinsam auf

Die Spitzen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB Bezirk Nord), der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein (IHK) und des Unternehmensverbandes Nord (UVNord) haben sich heute mit Verkehrsminister Reinhard Meyer auf die wichtigsten Infrastruktur-Projekte verständigt, die für die Zukunft des Landes von herausragender Bedeutung sind.

Bei den Wasserstraßen handelt es sich dabei um:

  • Den Ausbau und die Modernisierung des Nord-Ostsee-Kanals.
  • Die Fahrrinnenanpassung der Elbe.
  • Den Ausbau und die Modernisierung des Elbe-Lübeck-Kanals.

Bei den Schienenprojekten um:

  • Die Straßen- und Schienenanbindungen des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels.
  • Den Ausbau der Hamburger S-Bahnstrecken ins Umland (S 4 und S 21).
  • Den weiteren Ausbau der Schienenstrecke Kiel-Lübeck.
  • Die Elektrifizierung und den vollständigen zweigleisigen Ausbau der so genannten Marschbahnline an der Westküste.

Und bei den Straßenbauprojekten um:

  • Den sechs- bzw. achtstreifigen Ausbau der A 7.
  • Das Ersatzbauwerk für die Rader Hochbrücke.
  • Den Neubau der A 20 mit westlicher Elbquerung bei Glückstadt.
  • Den sukzessiven Ausbau der B 404 zur A 21.
  • Den Ausbau der A 23 und der B 5 an der Westküste.

Im Gespräch mit Andreas Otto (RSH) und Christian Nagel (NDR 1 Welle Nord) sagte Meyer während der Pressekonferenz:

Meyer erinnerte weiter daran, dass die Verkehrsmengen im Land nicht zuletzt durch die Brückenfunktion Schleswig-Holsteins von und nach Skandinavien kontinuierlich anwachsen werden: „Da reicht es nicht, nur das vorhandene Verkehrswegenetz in einen guten Qualitätszustand zu bringen. Der bedarfsorientierte Ausbau der Infrastruktur ist nötig, wenn wir den Anforderungen der Zukunft gerecht werden wollen.“ Das gemeinsame Papier bezeichnete der Minister als einen Meilenstein: „Dadurch wird auch in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich, dass wir uns nicht durch die jeweiligen Interessen auseinander dividieren lassen, sondern an einem Tampen in die gleiche Richtung ziehen. Wir setzen damit ein symbolisches Zeichen der Solidarität – auch gegenüber den Entscheidungsträgern in Berlin“.

Der Chef des DGB Nord, Uwe Polkaehn, sagte: „Das jahrelange Sparen und Kürzen hat Bahnhöfe und Brücken, Schienenwege, Straßen und Kanäle nach und nach verkommen lassen. Dieser unhaltbare Zustand muss beendet werden. Die Verkehrsinfrastruktur gehört zur staatlichen Daseinsfürsorge. Wir brauchen dringend mehr staatliche Investitionen in unsere Verkehrsinfrastruktur. Der Norden hat gegenüber dem Süden einen extremen Nachholbedarf, das wollen wir dem Bundesverkehrsminister gemeinsam klarmachen. Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land sind auf einen guten Zustand der Verkehrswege angewiesen, sei es auf dem täglichen Weg zur Arbeit, zur Schule, Ausbildungsstätte oder zu Vereinen, Sport und Freunden. Der Ausbau der Verkehrswege ist ein wichtiger Beitrag, um zukunftsfähige Unternehmen und Beschäftigung zwischen Ost- und Westküste zu halten.“

Nach den Worten des Hauptgeschäftsführers der IHK Schleswig-Holstein, Peter Michael Stein, sei die Intention der Kammern, angesichts des neu anzumeldenden Bundesverkehrswegeplans die Interessen des Landes gebündelt nach Berlin zu kommunizieren. „Aus der Perspektive der Wirtschaft müssen Erhalt und Ausbau der Verkehrswege in unserem Land insbesondere mit Blick auf die zunehmenden Gütertransporte, die gewünschten steigenden Tourismusverkehre und insgesamt auf das Standing Schleswig-Holsteins im anziehenden Wettbewerb der Regionen oberste Priorität genießen. Gleiches gilt für die Breitbandversorgung als entscheidendem Standortfaktor“, sagte Stein.

UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich verdeutlichte: „Verkehrsinfrastruktur ist und bleibt die Grundlage für Wachstum und Beschäftigung. Schleswig-Holstein hat erheblichen Nachholbedarf sowohl bei der Sanierung als auch beim Neubau. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir eine Verständigung auf die wichtigsten Vorhaben, für die wir Bündnispartner geschlossen in Berlin eintreten werden. Unabhängig davon treten wir weiterhin kraftvoll für eine zügige Realisierung der A20, einschließlich einer Elbquerung bei Glückstadt ein. Und natürlich anerkennt UVNord mit der Beteiligung an diesem Bündnis das Engagement des Verkehrsministers und begreift ihn auch künftig als wichtigen Anwalt der infrastrukturellen Anliegen der norddeutschen Wirtschaft.“
Das komplette Bündnis-Papier hierAnlage_Buendnispapier_Final_PK