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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

So zeigt der echte Norden Flagge bei Europas größter Immobilien-Messe

Buchholz (rechts) in München im Gespräch mit Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und dessen Wirtschaftsförderern

Der echte Norden mit starker Präsenz im Südzipfel der Republik: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz besuchte heute die Expo Real in München, bei der sich Schleswig-Holstein zum 17. Mal gemeinsam mit Hamburg präsentiert. „Eine der wichtigsten europäischen Messen für Gewerbeimmobilien und Investitionen“, sagt Buchholz und zeigte sich sehr zufrieden mit der Rekordbeteiligung der regionalen Wirtschaftsförderer aus dem Norden.

Wie der Minister weiter sagte, hätten beide Länder viel zu bieten – hervorragende Flächen für Wohnbebauung in bester Lage, gut erschlossene Gewerbegebiete entlang der Wachstumsachsen Richtung Skandinavien sowie Bauflächen für Hotels und Ferienanlagen in boomenden Ferienregionen, die sich für eine vielfältige Nutzung anbieten. Der Norddeutsche Empfang am heutigen Abend verdeutliche die enge Zusammenarbeit der beiden Bundesländer.

Der schleswig-holsteinische Gemeinschaftsstand, organisiert von der WT.SH, sei zudem ein wichtiger Baustein im Standortmarketing des Landes Schleswig-Holstein.

Auf der Expo Real in München dreht sich alles um Gewerbeimmobilien und Investitionen – von Immobilienprojekten und Investments bis zur Finanzierung. Vertreter aller wichtigen Immobilienmärkte und -standorte sowie die internationalen Vertreter der der Immobilienwirtschaft sind dabei.

Buchholz will bei Konferenz der Verkehrsminister für mehr Kontrolle der DB-Klima-Millionen werben

Flensburger Tageblatt von heute…

Die Bahn in Deutschland braucht nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Verkehrsministers Bernd Buchholz dringend weitere Qualitätsverbesserungen. «Und die Verwendung der dafür eingestellten Mittel muss auch konsequent kontrolliert werden», sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Verkehrsministerkonferenz am Mittwoch in Frankfurt/Main. Der Beschluss, die Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19 auf 7 Prozent zu senken, sei richtig. «Aber nur deshalb wird kaum jemand vom Auto auf Bahn oder Bus umsteigen.» Darum seien zielgerichtete Vorschläge zur Qualitätsverbesserung bei Schieneninfrastruktur und Verkehrsleistung erforderlich.

Zu den bei der Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt anstehenden Themen sagte Buchholz weiter – Audio starten „im Browser anhören“

Der Einsatz der 400 Millionen Euro für die Bahn aus dem Klimapaket müsse zielgerichtet gesteuert werden, sagte Buchholz. Zudem sollten über einen Sonderfonds die Pro-Kopf-Investitionen für die Bahn mittelfristig auf 150 Euro im Jahr verdoppelt werden.

Für klimafreundliche Qualitätsverbesserungen bietet sich aus Sicht des Kieler Ministers Schleswig-Holstein als perfektes Testfeld an, zumal hier die Elektrifizierungsquote bundesweit am niedrigsten ist. «Auf den Strecken nach Sylt sowie von Hamburg nach Kiel und Lübeck könnte die Bahn wunderbar ihre Fähigkeiten zur Qualitätsverbesserung in einer Art Pilotprojekt unter Beweis stellen.»

Buchholz hatte kürzlich im Bundesrat eine Initiative zur zügigen Bahn-Elektrifizierung eingereicht. Er verknüpfte das mit der Forderung, dass der Bund komplett die Elektrifizierung von Regionalstrecken bezahlt. In Schleswig-Holstein haben nur 376 von 1275 Kilometern Schiene Oberleitungen. Auf knapp 900 Kilometern fahren die Züge mit Diesel.

Buchholz: Tag der Einheit war eine Visitenkarte des Wirtschafts-Standorts Schleswig-Holstein

Es war ein kurzes, aber ebenso friedliches wie gelungenes Fest. Die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit rund um Rathausplatz, Sparkassen-Arena, Kiellinie oder Landeshaus zogen am Mittwoch und Donnerstag Zigtausende nach Kiel.

Auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) war fast überall dabei und legte sein besonderes Augenmerk natürlich auf die Themen Energie und Wirtschaft – wie etwa unsere StartUp-Zelte. Seine „Meldung der Woche“. Video starten

Deutschland-Premiere in Brunsbüttel: Erste LNG-Betankung von Schiff zu Schiff

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Die blaue „Kairos“ betankt im Brunsbütteler Elbehafen die grüne „Sheldt River“

Weiterer Meilenstein zur Etablierung von LNG (Liquefied Natural Gas) in der Schifffahrt und in Deutschland. Im Brunsbütteler Elbehafen führte das Unternehmen „Nauticor“ heute erfolgreich die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung Deutschlands durch. Der Laderaumsaugbagger „Scheldt River“ hat den emissionsarmen Treibstoff LNG von dem Bunkerschiff „Kairos“ übernommen.

Nauticor-Chef Mahinde Abeynaike bezeichnete das geglückte Manöver als weiteren Meilenstein beim Aufbau einer flächendeckenden LNG-Versorgungsinfrastruktur.

Die Tatsache, dass der Brunsbütteler Elbehafen als Standort für den ersten LNG Ship-to-Ship Bunkervorgang Deutschlands gewählt wurde, freut Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und der SCHRAMM group: „Auf dem Weg, Brunsbüttel als führenden LNG Standort in Deutschland zu etablieren, stellt die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung im Elbehafen eine Bestätigung unseres Handelns dar. Der Hafen- und Industriestandort Brunsbüttel erfüllt alle Voraussetzung für die Nutzung, die Bebunkerung, den Umschlag und die Lagerung von LNG.“ Durch eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern von Nauticor, Brunsbüttel Ports und des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) als Genehmigungsbehörde hätten die notwendigen genehmigungsrechtlichen und operativen Voraussetzungen geschaffen werden können.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz begrüßt ebenfalls die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung: „Umweltfreundlichere Schiffe brauchen neue Kraftstoffe. Mit LNG gehen wir dabei die ersten Schritte, bis wir ausreichend synthetische Kraftstoffe zur Verfügung haben. Neue Kraftstoffe wiederum erfordern neue Prozeduren beim Tankvorgang, und diese Verfahren müssen in allererster Linie höchsten Sicherheitsansprüchen genügen. Ich freue mich daher sehr, dass Brunsbüttel Ports einmal mehr Vorreiter bei neuen Verfahren ist und bedanke mich bei allen beteiligten Behörden für die reibungslosen Vorbereitungen.“

Derweil werden die Planungen zur Errichtung eines kombinierten LNG Import- und Distributionsterminals am Standort Brunsbüttel durch die German LNG Terminal GmbH weiter vorangetrieben. Auch die Schifffahrtsversorgung mit LNG würde laut Buchholz von einem Terminal profitieren, da die Planungen vorsehen, dass LNG-Bunkerschiffe wie die Kairos am Terminal LNG zur Weiterverteilung übernehmen können.

 

Rückenwind von 2,3 Millionen Euro für Kieler Gewerbegebiets-Erschließung in Holtenau

Mit Rubin
Buchholz, Kämpfer und KiWi-Wirtschaftsförderer  Einar Rubin bei der Übergabe des Förderbescheids heute im Ministerbüro

Um dem wachsenden Bedarf an Gewerbeflächen rund um Kiel gerecht zu werden, unterstützt das Land die Landeshauptstadt mit knapp 2,3 Millionen Euro. Wirtschafts­minister Dr. Bernd Buchholz überreichte heute einen entsprechenden Förderbescheid an Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. „Mit diesem Betrag unterstützen wir Kiel dabei, in seinem Holtenauer Gewerbegebiet Boelckestraße rund sechs Hektar an zusätzlichen Gewerbeflächen und langfristig bis zu 240 neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Buchholz. Kiel plant auf dem Arreal nahe des Flughafens sieben Baufelder zwischen 4.000 und 13.000 Quadratmetern.

Wie Buchholz weiter erläuterte, verzeichne Kiel in den letzten Jahren eine starke Nachfrage nach neuen Gewerbeflächen. In Kiel selbst sowie im Umland seien bereits mehrere Gewerbegebiete erweitert oder neu erschlossen worden. Aktuell, so Buchholz, werde auch das Gewerbegebiet Schönkirchen auf der anderen Seite der Förde erweitert, ebenfalls mit Fördermitteln des Landes. „Die jüngsten Erschließungen in der KielRegion machen aber auch sehr deutlich, dass die Bereitstellung großer Flächen nur noch im interkommunalen Schulterschluss gelingt“, sagte er.

Kiels Oberbürgermeister Kämpfer unterstrich: „Die Förderung des Landes hilft uns sehr bei der Realisierung dieses Gewerbegebiets, das sogar eine optimale Anbindung aus der Luft hat.“ Das Areal im Kieler Norden grenze direkt an den Kieler Airport und liege in unmittelbarer Nähe zum Fernverkehr und zu internationalen Seewegen.

„Mit der Erschließung des Gewerbegebietes nördlich der Boelckestraße fällt der Startschuss für eine Wirtschaftsflächenentwicklung in den nördlichen Stadtteilen Kiels“, sagt Einar Rubin, Prokurist bei der Kieler Wirtschaftsförderung (KIWI). Diese Entwicklung werde sich mit der zukünftigen Ausweisung weiterer Gewerbeflächen am Airpark Holtenau, auf der maritimen Potenzialfläche des ehemaligen MFG-5-Geländes und im Gewerbe- und Industriegebiet in Kiel-Friedrichsort fortsetzen. „Und damit zur Stärkung der Stadtteile Holtenau und Friedrichsort beitragen“, so Rubin weiter.

Rohlfs gratuliert VisiConsult im Namen des Landes zum Großen Preis des Mittelstands

Visi
Silke Schulenburg, Hajo Schulenburg und Lennart Schulenburg (rechts) mit Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs heute bei der „Siegesfeier“ in Stockelsdorf

Das mittelständische Unternehmen VisiConsult X-ray Systems & Solutions GmbH mit Sitz in Stockelsdorf ist einer der Sieger des diesjährigen deutschen Mittelstandspreises. Nach der offiziellen Preisverleihung am letzten Sonnabend in Düsseldorf gab es heute eine interne Nachfeier am Standort in Stockelsdorf. Dabei gratulierte auch Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs der Gründer-Familie sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insbesondere mit Hinblick auf das diesjährige Motto ‚Nachhaltig Wirtschaften‘ sei VisiConsult ein würdiger Preisträger. „Ich freue mich, dass das Unternehmen es unter anderem versteht, die Leistung seiner Mitarbeiter als auch den echten Norden zu schätzen.“

VisiConsult ist einer von bundesweit nur vier Global Playern im Bereich der Röntgenbildverarbeitung. Da alle drei Konkurrenzbetriebe Aktienunternehmen sind, punktete der Mittelständler aus dem echten Norden vor allem mit seiner direkten und innovativen Führung sowie seiner Flexibilität. Anfang 2019 wurde das Unternehmen an die zweite Familiengeneration übergeben. Die Vision, sich vom kleinen Nischen-Player zum Weltmarktführer zu entwickeln, verfolgt nun ein fünfköpfiger Familienverbund.

Anders als konkurrierende Unternehmen, bietet VisiConsult laut Jury-Begründung einen Komplettservice, der seinesgleichen sucht. Angefangen hat alles 1996 mit dem Bildverarbeitungsprogramm Xplus, das heute noch Anwendung findet und das Herzstück der Röntgengeräte ist. Schnell wurde dem kreativen Geschäftsführer Hajo Schulenberg klar, dass die Kunden nicht nur die Software benötigen. Er begann, auch die Anlagen um das Programm herum zu konstruieren. Vor allem für den Automobilsektor und für die Luftfahrt liefert das Unternehmen innovative Lösungen, durch die es seine Marktführung langfristig ausbauen und sichern will. Weiterhin gilt das Unternehmen als Vorreiter in den Themen Automatisierung und Industrie 4.0. Im Rahmen von Konferenzen und Dachverbands-veranstaltungen teilt es seine Erfahrungen und Ideen häufig mit anderen Unternehmen.

Als Familienbetrieb in Zeiten des Fachkräftemangels weiß VisiConsult, wie wichtig die Förderung junger Menschen ist. Deshalb sind neben den 70 Mitarbeitern auch elf Auszubildende sowie zwölf Werkstudenten und Praktikanten für das Unternehmen tätig. In den letzten Jahren waren stets mindestens 15 Prozent der Angestellten in einer Ausbildung. Zahlreiche enge Kooperationen, beispielsweise mit der Fachhochschule und der Universität zu Lübeck, ermöglichen zudem regelmäßig studentische Praktika und akademische Abschlussarbeiten im Betrieb. Die Übernahmequote bei den regelmäßig zwei bis drei dualen Studenten beträgt beinahe 100 Prozent. Außerdem bietet das Unternehmen geflüchteten Menschen eine Chance und konnte auf diese Art und Weise inzwischen zwei neue Mitarbeiter gewinnen.

Besonders großen Wert legt VisiConsult auf den Umgang mit seinen Mitarbeitern. Auszubildende können bei einem vierteljährlich stattfindenden Azubi-Stammtisch mit der Geschäftsführung Feedback geben.

Enger Schulterschluss von Bund, Land und Wirtschaft beim Thema LNG-Terminal Brunsbüttel

So berichtet heute unter anderem die Dithmarscher Landeszeitung über das 30. Brunsbüttler Industriegespräch auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Klares Bekenntnis von Politik und Wirtschaft zum geplanten Brunsbüttler LNG-Terminal beim 30. Brunsbüttler Industriegespräch? Vor rund 150 Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft machten Montagabend an Bord der „Adler Princess“ sowohl Umwelt-Staatssekretär Tobias Goldschmidt als auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz klar, dass die Landesregierung ohne Wenn und Aber zu dem 500-Millionen-Projekt stehe. Erst am Tag zuvor hatte das Konsortium German LNG den erfolgreichen Abschluss des Präqualifizierungsverfahrens bekannt gegeben. 
Neben Buchholz und Goldschmidt begrüßte Gastgeber Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und Geschäftsführer der SCHRAMM group,  zum ersten Mal auch Norbert Brackmann in seiner Rolle als maritimer Koordinator der Bundesregierung. In diesem Jahr lag der thematische Fokus auf der Bedeutung der Industrie für die Region in Zeiten der Umweltbewegung vor dem Hintergrund des jüngst stattgefundenen Klimacamps in Brunsbüttel. In seinem Eingangsstatement unterstrich Buchholz die große regionalökonomische Bedeutung des ChemCoast Park Brunsbüttel als größtes zusammenhängendes Industriegebiet mit seinen Industrieunternehmen und Häfen für die Region, aber auch für das gesamte Land Schleswig-Holstein.

Mit Blick auf die jüngste Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), wonach in den letzten 20 Jahren in Schleswig-Holstein kontinuierlich Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe weggefallen sind, kündigte Buchholz bis zum Jahresende eine Nachjustierung der Industrie-Strategie der Landesregierung an. „Wir sind in den letzten Jahren durch die starke mittelständische Prägung mit einem zu schwach ausgeprägten Fokus auf die Industriepolitik unterwegs gewesen“, so Buchholz. Das solle sich mit der neuen Strategie ändern. Das Ziel: Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 soll die Zahl der Industriearbeitsplätze wieder deutlich steigen. „Wir brauchen dabei eine gemeinsame Haltung mit Hamburg, dass Betriebe, die nicht mehr in Hamburg unterkommen, in den Hamburger Rand geholt werden. Dafür benötige man allerdings entsprechende Industrieflächen. Außerdem setze die Landesregierung darauf, dass Hochschulen und mittelständischen Unternehmen im Land noch enger zusammenarbeiten, um sich in der Forschung austauschen zu können.

Chefsessel frei: Buchholz und IHK-Experten machen Nachfolgern und Nachfolgerinnen Mut

KN
Die KN von heute berichten im Wirtschaftsteil ausführlich über den gestrigen Aktionstag

Rund 5.400 Unternehmen in Schleswig-Holstein werden in den nächsten Jahren vor der Frage stehen, ob und wer ihre Geschäfte fortführt. Diese Frage betrifft nicht nur die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst, sondern auch die Beschäftigten oder die Kommunen. Für die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel Grund genug, mit einem „Tag der Nachfolge“ zum wichtigen Thema wachzurütteln. Denn: Viele Geschäftsführende unterschätzen, wie intensiv und langwierig sich die Managementaufgabe darstellen kann.

Schirmherr der Veranstaltungs ist Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, er sagte (Audio starten – im Browser anhören):

Der Tag der Nachfolge am gestrigen Montag lieferte passgenaue Antworten, wie die strategische Aufgabe gelingen kann. In Fachvorträgen boten Experten Hilfestellungen, Nachfolgeberater diskutierten mit Teilnehmern in kleinen Runden Themen und individuelle Fragen rund um die Nachfolge. Buchholz: „Es geht vor allem darum, Mittelstandsunternehmen samt zugehöriger Arbeitsplätze und Know-how im Land zu halten. Denn immer dort, wo sich kein geborener Nachfolger findet, ist die Gefahr groß, dass ein Betrieb von Investoren aufgekauft, zur verlängerten Werkbank degradiert oder sukzessive ausgehöhlt wird.“

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Erfolgreiche Unternehmens-Nachfolgerinnen in Lübeck: Buchholz mit Claudia Brömel (rechts) und Anja Fromm vor ihrer Firma Hörakustik

Der Report zur Unternehmensnachfolge 2018 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt, dass die Sorgen des Mittelstands um die Nachfolge wachsen.  So hatte zum Zeitpunkt der Beratung durch die IHK-Experten jeder zweite befragte Senior-Unternehmer (47 Prozent) noch keinen Nachfolger in Sicht und sogar 70 Prozent der potenziellen Übernehmer noch nicht den richtigen Chefsessel gefunden. Die Umfrage verdeutlicht, dass ungeklärte Fragen bei der Anwendung des neuen Erbschaftsteuerrechts weiter für Verunsicherung sorgen. Entmutigend wirken auch der Fachkräftemangel und die Bürokratie. Eine weitere Hürde liegt in den emotionalen Schwierigkeiten, die 36 Prozent der Chefs damit haben, ihr Lebenswerk loszulassen.

Ein Unternehmer, der diese Herausforderungen kennt, ist Olaf Dähmlow, Geschäftsführer der Fr. Dähmlow GmbH & Co. KG aus Neumünster. Er hat vor fünfzehn Jahren den Schritt in die familieninterne Nachfolge gewagt. „Einfach war es nicht, und den Erfolg verdanke ich ganz wesentlich meinem Steuerberater und seiner absoluten Ehrlichkeit“, berichtet Dähmlow. Sich rechtzeitig die richtige Hilfe der Fachleute zu holen, das empfiehlt er heute. Im Rückblick hätte er jedoch gern mehr Zeit gehabt, um die verschiedenen Möglichkeiten im Nachfolgeprozess gegeneinander abwägen zu können.

PK
Buchholz mit Julia Körner von der IHK zu Kiel

„Erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sind essenziell für die positive Entwicklung unseres Landes“, sagt  Dr. Julia Körner, Geschäftsbereichsleiterin Existenzgründung und Unternehmensförderung der IHK zu Kiel. Für viele Unternehmerinnen und Unternehmer sei die Nachfolge aber nach wie vor ein unangenehmes Thema, das sie lieber aufschieben. Das sei aber ein Irrweg. „Gerade die Antworten auf rechtliche und steuerliche Fragen benötigten in vielen Fällen zeitlichen Vorlauf“, betont die IHK-Expertin.

Einen geboren Nachfolger oder eine geborene Nachfolgerin gebe es häufig nicht, erläutert Olaf Rosenbaum von der Kanzlei Rosenbaum – Steuerberater, Wirtschafts- u. Unternehmensberatung aus Kiel. Daher sei es wichtig, rechtzeitig die Möglichkeiten zu erkennen und zu gestalten: „Eine Übergabe innerhalb der Familie kann für ein Unternehmen eine Option darstellen, die Fortführung durch leitende Angestellte eine andere oder aber auch ein Verkauf an einen Unternehmensfremden“, sagt der Unternehmensberater. Eine Herausforderung: Einen objektiven Unternehmenswert gibt es in der Praxis nicht. Senior-Chefs und Interessenten hätten dazu oft stark abweichende Sichtweisen.

Wirtschaftsminister Buchholz appelliert vor allem an Schulabsolventen, sich genau zu überlegen, ob sie studieren oder vielleicht eine duale Ausbildung anstreben sollten: „Der Weg über den Gesellen zum Fachwirt oder Meister und schließlich zum Unternehmensnachfolger oder zur Unternehmensnachfolgerin kann mindestens so attraktiv und wirtschaftlich noch interessanter sein als eine akademische Laufbahn.“

In einem sind sich die Experten einig und appellieren an Unternehmerinnen und Unternehmer genauso wie an Interessierte: „Nicht zagen, nicht zögern – einfach machen!“

Herbstprognose: Der Arbeitsmarkt im echten Norden bleibt auch 2020 in Bestform

Auch wenn jüngste Meldungen über den Abbau von Arbeitsplätzen bei großen Unternehmen in Schleswig-Holstein für Ärger und Verunsicherung sorgen – die Zukunftsaussichten bleiben positiv: „Wir können auch 2020 einen Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein erwarten, der zudem über dem Bundesdurchschnitt liegt“, kommentierte heute Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die aktuelle Herbstprognose des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Zahl der Beschäftigten soll demnach ebenfalls weiter steigen.

„Bei allen Unsicherheiten in den Prognosen, haben wir in Schleswig-Holstein starke Branchen, etwa den Gesundheits- und Pflegebereich, die von der wirtschaftlichen Entwicklung grundsätzlich wenig betroffen und damit krisenfeste Arbeitsplätze sind“, so der Minister. Aktuell sind im echten Norden mehr als ein Drittel aller Beschäftigten in den Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht, öffentliche Verwaltung sowie im Dienstleistungsbereich tätig.

Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ging die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im September einmal mehr deutlich zurück und liegt aktuell bei 76.300. Besonders erfreulich sei der Rückgang der Zahl der arbeitslosen jungen Menschen und Langzeitarbeitslosen. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,8 Prozent.

Mit Blick auf das begonnene Ausbildungsjahr und alle Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, appellierte Buchholz an Bewerberinnen und Bewerber wie an Betriebsinhaber: „Angesichts regionaler Fachkräfteengpässe sollten keinerlei Potenziale für eine Ausbildung ungenutzt bleiben.“  Die Landesregierung unterstütze dabei nach Kräften und fördere beispielsweise mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unter anderem die „Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)“ im Handwerk.

Buchholz appelliert an alle Autofahrer: Licht kostenlos überprüfen lassen

Auto im Nebel nachts auf einer Landstraße bei Breklum

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit liegt das Augenmerk bei Verkehrskontrollen auf der Beleuchtung der Fahrzeuge – die Blender werden aus dem Verkehr gezogen. Wer sichergehen will, dass sein Fahrzeug im einwandfreien Zustand ist, sollte also vorher Scheinwerfer und Co. beim Licht-Test in einem Mitgliedsbetrieb der Kfz-Innungen überprüfen lassen.

Der diesjährige Licht-Test-Aktion wurde heute in Kiel von Verkehrsminister Bernd Buchholz eröffnet. Mit dabei waren Michael Ihle (Landespressesprecher Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein), Elisabeth Pier (Geschäftsführerin Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein), Jan-Nikolas Sontag (Geschäftsführer Verband des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein) und Uwe Thöming (Landespolizeiamt).

Buchholz sagte dazu heute – Audio starten – im Browser anhören:

Warum der Licht-Test heute noch von so großer Bedeutung ist, erklärt der Verkehrsprofi Uwe Thöming: „Im Morgengrauen, genauso wie am frühen Abend haben wir ein erhöhtes Verkehrsaufkommen – und in der Dunkelheit bzw. Dämmerung ereignen sich mehr Unfälle. Die Verkehrssicherheit jedes einzelnen könnte enorm gesteigert werden, wenn es weniger „Blender und Einäugige“ auf den Straßen gäbe.“ Da hilft der jährliche kostenlose Licht-Test. Die Bilanz aus dem vergangenen Jahr gibt allerdings für Schleswig-Holstein noch keine Entwarnung: fast 40 Prozent der Fahrzeuge hatten Mängel an der Lichtanlage, so waren beispielsweise bei fast jedem dritten Fahrzeug die Hauptscheinwerfer defekt.

„Das lässt sich oft schnell (und kostenlos) beheben,“ weiß Michael Ihle, „nur wenn Ersatzteile eingebaut oder umfangreiche Einstellarbeiten notwendig sind, fallen Kosten an.“ Insofern ist mit wenig Aufwand ein enorm großer Effekt für die Sicherheit auf den herbstlichen Straßen erreicht. Ein guter Grund, warum Verkehrsminister Buchholz gerne der Aktion den Rücken stärkt: „Trotz allen technischen Fortschritts ist leider kein Trend zur Besserung der Mängelquote erkennbar. Die Aktion Licht-Test hilft, die Notwendigkeit  einer einwandfreien Fahrzeugbeleuchtung in Erinnerung zu rufen. Jeder sollte sich klar machen, dass das im Zweifel sogar lebensnotwendig sein kann. .“ so Buchholz. Mit großen Bannern an Autobahnbrücken wird zusätzlich auf die Verkehrssicherheitsaktion aufmerksam gemacht.

Damit Autofahrer sicher unterwegs sind, sollten sie ihr Licht am Auto checken lassen – auch an Kleinlastern und Nutzfahrzeugen! Vom 1. bis 31. Oktober ist der Licht-Test kostenlos in allen Meisterbetrieben der Kfz-Innungen in ganz Schleswig-Holstein.