A-20-Elbquerung beschäftigt erneut das Bundesverwaltungsgericht
Die mit dem Ausbau der Autobahn 20 verbundene Querung der Elbe mit einem Tunnel von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein steht einmal mehr auf dem Prüfstand. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelte gestern mündlich über die Klagen des BUND und eines Windparkbetreibers gegen das Projekt. Die Kläger streben die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses für den Bau des Abschnitts vom niedersächsischen Drochtersen bis zur Landesgrenze von Schleswig-Holstein an. Die Entscheidung des Gerichts soll am Vormittag des 10. November verkündet werden.
Während der Verhandlung, an der auch eine Vertreterin der schleswig-holsteinischen Planfeststellungsbehörde aus dem LBV-SH teilnahm, kamen Themen wie der Fledermausschutz, die Ausweisung von Ausgleichsflächen und auch mögliche Verstöße gegen das Planungsrecht zur Sprache. Dabei verwies der Vorsitzende Richter immer wieder auf sein Urteil aus dem April dieses Jahres.
Im Verfahren um den Bauabschnitt auf schleswig-holsteinischer Seite hatte das Gericht den Planfeststellungsbeschluss zwar für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt, die Linienführung im Kern allerdings bestätigt und die Klagen nahezu vollständig abgewiesen. Die Behörden in Schleswig-Holstein hatten einen Fachbericht zu Auswirkungen auf die Wasserqualität nicht öffentlich ausgelegt. Allerdings gaben die Richter den Planungsbehörden die Gelegenheit, diesen Mangel zu beheben. Die öffentliche Auslegung soll noch in in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.
Meyer: Mit einer Bundesfernstraßengesellschaft muss SH eine dicke Kröte schlucken
Bund und Länder haben sich heute nach jahrelangen Verhandlungen auf einen neuen Finanzpakt geeinigt. Vom Jahr 2020 an sollen bei der Umverteilung der Milliarden-Hilfen unter «reichen» und «armen» Ländern sowie zwischen Bund und Ländern neue Regeln gelten. Das von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Ministerpräsidenten nach zähen Schlussverhandlungen in Berlin vereinbarte Paket sieht jährlich leicht steigende Hilfen des Bundes vor, aber auch mehr Kompetenzen für den Bund.
Ministerpräsident Torsten Albig begrüßte die Einigung: „Wir haben für Schleswig-Holstein unter dem Strich ein gutes Ergebnis erreicht, das ab 2020 eine strukturelle Entlastung des Landeshaushalts um rund 140 Millionen Euro pro Jahr bedeutet. Es ist sehr erfreulich, dass wir diese langwierige Debatte in aller Sachlichkeit abschließen konnten, bevor der Bundestagswahlkampf einsetzt“, sagte er.
Die Länder seien dem Bund entgegengekommen und hätten sich in der Frage der Verkehrsinfrastrukturgesellschaft geöffnet. Die Details einer solchen Neuregelung des Bundesfernstraßenbaus werden in den nächsten Monaten zwischen Bund und Ländern geklärt werden. Albig: „Wir haben aber jetzt schon erreicht und festschreiben lassen, dass die Belange und Interessen unserer Beschäftigten in den Straßenbauverwaltungen auf jeden Fall gewahrt werden müssen.
Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer beurteilte die Aussicht auf eine private Fernstraßengesellschaft unter staatlicher Regelung skeptisch: „Im Interesse der Gesamtlösung muss Schleswig-Holstein hier leider eine dicke Kröte schlucken“, sagte er. „Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung oder das Eisenbahnbundesamt führen uns täglich vor Augen, dass zentral gesteuerte Verwaltungen oft deutlich schlechter funktionieren als über Jahrzehnte aufgebauter Sachverstand vor Ort“, so Meyer weiter.
Allein die Ankündigung eines massiven Einschnitts in die Organisation der deutschen Straßenbauverwaltungen könne zu einem Stillstand bei vielen wichtigen Infrastrukturpojekten führen. Man müsse sich nun an den Gedanken gewöhnen, dass vom fernen Berlin aus über Verkehrsprojekte wie den Ausbau der B 5 an der Westküste entschieden werde. „Und die Chancen für dieses wichtige Vorhaben sind mit dem heutigen Tag nicht gestiegen“, so Meyer. Doch das sei möglicherweise „der Preis für die höhere Weisheit“ an anderer Stelle.
Mitarbeiter des LBV-SH beim Aufstellen eines Wacken-Hinweisschildes an der A23
Mit Blick auf den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) befürchtet Meyer weitere Diskussionen um die Behörde: „Unsere 1400 Kolleginnen und Kollegen, die täglich eine hervorragende Arbeit leisten und für reibungslose Verbindungen in unserem Land sorgen, haben dieses Höchstmaß an entstehender Verunsicherung nicht verdient.“
Der Bund sei nun gefordert, rasch Klarheit über die künftige Organisationsform einer solchen Zentralgesellschaft zu schaffen und vor allem die Länder an einer vernünftigen Regelung bei Kompetenz- und Personalfragen zu beteiligen. Eine Lösung, die die derzeitige Auftragsverwaltung und die damit vorhandenen Aufgaben beim LBV-SH belässt, wäre für alle Beteiligten der beste Kompromiss und würde die Arbeitsfähigkeit des Landesbetriebs sichern. „Denn damit können die Belange und Interessen der Beschäftigten in den Straßenbauverwaltungen gewahrt werden“, sagte Meyer.
Weiter sagte Meyer zu dem heutigen Ergebnis
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Der insgesamt erzielte Kompromiss basiert dem Vernehmen nach im Wesentlichen auf dem Ländermodell, das eine radikale Neuordnung vorsieht. Der Bund soll ab 2020 den Ländern jährlich gut 9,5 Milliarden Euro Ausgleichszahlungen überweisen. Die Länder hatten knapp 9,7 Milliarden Euro gefordert. Sie konnten sich mit der Forderung nach jährlich steigenden Ausgleichszahlungen des Bundes zwar durchsetzen. Allerdings werde diese Dynamisierung begrenzt, hieß es. Mit etwa 1,4 Milliarden Euro werde nur ein Teil der Summe jährlich angepasst.
Diese Dynamisierung war einer der strittigsten Punkte. Der Bund wollte ursprünglich nur einen Festbetrag von jährlich 8,5 Milliarden Euro pro Jahr zahlen – ohne eine jährlich steigende Kompensation. Die von den Ländern geforderte Dynamisierung fällt nun aber deutlich geringer aus, die Lasten für den Bund nehmen also weniger stark zu. Der Bund rang den Ländern zudem Kompetenzen ab.
Meyer und Abgeordnete der Küsten-Koalition kritisieren CDU-Entwurf für Mittelstandsgesetz
Auf breite Kritik der Abgeordneten der Regierungsfraktionen im Kieler Landtag stieß heute einmal mehr das von der CDU-Fraktion geforderte Mittelstandsgesetz für Schleswig-Holstein. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem die Aufhebung des landeseigenen Mindestlohn- sowie des Tariftreue- und Vergabegesetzes vor. Auch das Korruptionsregister-Gesetz möchte die CDU abschaffen.
Die Koalitionsfraktionen hatten der Union bereits in der Ersten Lesung im Juli 2015 eine „rückschrittliche Wirtschaftspolitik“ vorgeworfen, die sich zum wiederholten Mal gegen faire Löhne und fairen Wettbewerb wende.
Schub für die SH-Infrastruktur: Meyer stockt LBV-Plaungskapazität um 30 Prozent auf
Rückenwind für das Planungspersonal beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH): Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute im Vorfeld der Aktuellen Stunde des Kieler Landtags sagte, werde das Land die derzeit 92 reinen Planer-Stellen in der Behörde um bis zu ein Drittel aufstocken und zugleich den von der Vorgängerregierung eingeleiteten Stellenabbaupfad für den LBV-SH anhalten.
Finanzministerin Heinold und Verkehrsminister Meyer im Landtag
„Damit schaffen wir nach intensiven Gesprächen mit der Finanzministerin gemeinsam die Voraussetzungen, um mehr Verkehrsprojekte zügig zu planen“, sagte Meyer. Im nächsten Schritt komme es nun darauf an, dass der LBV-SH die über die Haushalts-Nachschiebeliste für 2017 freigegebenen Mittel von bis zu 170.000 Euro pro Jahr und Stelle zügig umsetze und sämtliche Stellen im kommenden Jahr besetze. Bei den 170.000 Euro handelt es sich um die Summe aus rund 60.000 Euro reinen Personalkosten und 110.000 Euro an so genannten Werkvertragsmitteln, aus denen beispielsweise Ingenieurbüros und andere externe Dienstleistungen bezahlt werden.
Meyer sagte weiter
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„Damit können bis zu 30 interne Planer-Stellen für den LBV und seine Niederlassungen in Flensburg, Lübeck, Itzehoe und Rendsburg besetzt und externe Dienstleistungen beauftragt werden. Die entsprechenden Weichenstellungen haben wir mit dem Landesbetrieb bereits in der Sommerpause vorgenommen“, so der Minister. Neben den derzeit 92 reinen Planern beim LBV-SH arbeiten in der ebenfalls beim Landesbetrieb angesiedelten unabhängigen Planfeststellungsbehörde derzeit 23 Fachleute – fast doppelt so viele wie noch 2013.
Hier Meyers Landtagsrede zu dem Thema in voller Länge
Meyer erinnerte in diesem Zusammenhang an die bereits massiv aufgestockten Landesmittel durch das 2013 eingerichtete Sondervermögen für den Landesstraßenbau in Höhe von insgesamt knapp 43 Millionen Euro. Hinzu komme das landeseigene IMPULS-Investitionsprogramm sowie der Investitionshochlauf des Bundesverkehrsministeriums, woraus sich ebenfalls weitere erhebliche Investitionen in die Infrastruktur Schleswig-Holsteins ergeben werden.
Meyer: „Nicht zuletzt wurde im Bundesverkehrswegeplan 2030 die Mehrzahl der der von uns angemeldeten Straßenbauvorhaben in den vordringlichen Bedarf eingestuft, so dass wir vor enormen Herausforderungen stehen und unseren Landesbetrieb deshalb mit ausreichendem Personal und Werkvertragsmitteln ausstatten müssen.“
Nachdem die so genannte Haushaltsstrukturkommission der Vorgängerregierung im Jahr 2010 den Abbau von 5.345 Stellen in der Landesverwaltung bis zum Jahr 2020 beschlossen hatte, hat der 1400 Mitarbeiter starke LBV-SH bislang 65 Stellen abgebaut. „Ich bin froh, dass uns mit unserer Entscheidung nun ein erster wichtiger Schritt gelungen ist, in diesem wichtigen Planungsbereich umzusteuern und dem LBV das Rüstzeug zu liefern, sich angesichts seines riesigen Aufgabenspektrums zukunftsfest aufzustellen“, so Meyer.
Umweltpreis der SH-Wirtschaft an drei mittelständische Unternehmen
Drei ganz unterschiedliche Unternehmen hat die Studien- und Fördergesellschaft der schleswig-holsteinischen Wirtschaft mit ihrem diesjährigen Umweltpreis bedacht. Die mittelständische Condias GmbH aus Itzehoe erhielt den Preis heute ntag für ein innovatives Verfahren zur umweltfreundlichen und effizienten Wasseraufbereitung.
Die Müllverbrennung Kiel habe die beste Energieeffizienz aller vergleichbaren Anlagen in Deutschland und versorge ihre Kunden mit Strom, Fernwärme und vermarktbaren Reststoffen, hieß es zum zweiten Preisträger. Die Firma pely-plastic aus Wahlstedt wurde ausgezeichnet, weil die von ihr entwickelten und produzierten Müllbeutel aus Folie erheblich dünner als vergleichbare Produkte sind, bei der Fertigung deutlich weniger CO2 verursachen und eine günstige Ökobilanz haben.
«Seit 1984 haben wir insgesamt 60 Unternehmen für ihr Engagement im Umweltbereich auszeichnen können», sagte der Vorsitzende der Studien- und Fördergesellschaft, Uli Wachholtz. In der Gesellschaft, die sich in Bildung, Kultur und Politik engagiert, sind etwa 300 Unternehmen aller Branchen, Größenordnungen und Regionen des Landes vertreten.
Marine soll bis 2030 zwei weitere Unterseeboote erhalten.
Die Deutsche Marine hat heute in Eckernförde ihr neues hochmodernes U-Boot «U36» in Dienst gestellt. Mit der Übernahme des letzten Bootes der Baureihe «U212 A» wurde die U-Boot-Flotte damit vorerst komplettiert. Das Verteidigungsministerium teilte jedoch mit, bis 2030 zwei weitere U-Boote beschaffen zu wollen. Sie sollen sich nach Fähigkeit und Größe an den sechs vorhandenen U-Booten der Klasse «212 A» orientieren.
«Diese U-Boote sind State-of-the-Art, hightech pur», sagte der stellvertretende Marine-Inspekteur, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, beim Festakt im Marinestützpunkt in Eckernfördel. Die 57 Meter lange «U36» und ihre fünf Schwesterboote kosteten nach Angaben des Verteidigungsministeriums zusammen etwa 2,59 Milliarden Euro. Das Kommando über die Marineeinheit übernimmt Korvettenkapitän Christoph Ploß (34).
Die Unterseeboote der Klasse «212 A» gelten als modernste nicht-nukleare U-Boote der Welt. Sie besitzen nach Angaben der Marine einen einmaligen Hybridantrieb aus Dieselgenerator und Brennstoffzelle. Das System ermöglicht Einsätze über mehrere Wochen hindurch weitgehend unabhängig von Außenluftzufuhr.
A 21 – Bauarbeiten schreiten voran – von Dienstag auf Mittwoch Sperrung
Zügiger Fortschritt der Sanierung der A21 zwischen Wankendorf und Bornhöved. Nachdem die vergangenen Tage mit dem Einbau der Asphalttragschicht begonnen wurde, wird in der kommenden Woche zuerst der südliche Abschnitt bis zur Deckschicht in Gussasphalt fertig gestellt, um die Anschlussstelle Bornhöved Mitte November wieder freigeben zu können.
Auch die Sanierung der Brückenbauwerke schreitet nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) zügig voran. In der Nacht von Dienstag (11. Oktober) auf Mittwoch (12. Oktober) wird die A 21 Höhe Stolpe von 20.00 bis 4.00 Uhr gesperrt, um die Verkehrssicherung dem Baufortschritt anzupassen. Eine Umleitung ist vor Ort ausgeschildert, mit größeren Behinderungen ist nach Einschätzung des LBV-SH nicht zu rechnen. Der Verkehr von Süden wird an der Anschlussstelle Wankendorf abgeleitet, und im Norden in Stolpe wieder auf die B404 geführt. Richtung Süden läuft die Umleitung über die Gleiche Strecke.
Verkehrsminister stemmen sich mehrheitlich gegen Einführung blauer Plakette
Aus Sicht der Mehrheit der Verkehrsminister der Länder ist die Einführung einer blauen Plakette zur Eindämmung von Dieselfahrzeugen in Städten wenig zielführend und damit nicht entscheidungsreif. Verkehrsminister Reinhard Meyer und sein niedersächsischer Amtskollege Olaf Lies hattenn bei der Konferenz daran erinnert, dass der Kauf von CO2-armen Dieselfahrzeugen jahrelang beworben worden sei. Gegen genau diese Autos richte sich nun die «blaue Plakette». Statt – wie von den grünen Ministern gefordert – mit dem scharfen Schwert der Verbote zu hantieren, seien andere Instrumente weitaus erfolgversprechender.
So sei vor allem nötig, die Elektromobilität auszubauen und den Verkehrsfluss in den Städten zu verbessern. Zuvor hatte Bremens Verkehrs- und Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) vor der Verkehrsministerkonferenz in Stuttgart die Einführung der Plakette gefordert.
Meyer sagte soeben zu dem Beschluss der Ministerkonferenz
Meyer zur Dobrindt-Kritik an Planungsstau: Bund lässt Länder bei Planungskosten im Stich
Meyer mit Dobrindt und Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch
Verkehrsminister Reinhard Meyer weist die widerholte Kritik von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Planungsstau einiger Bundesländer beim Ausbau der Verkehrswege scharf zurück. Abgesehen davon, dass die schleswig-holsteinische Straßenbauverwaltung in den Jahren 2012 bis 2015 Investitionsmittel des Bundes in Höhe von rund 586 Millionen Euro und damit 21 Millionen Euro mehr verbaut habe als ursprünglich zur Verfügung gestellt, liege das Problem beim Bund selbst. Er lasse seit Jahren die Länder bei der Erstattung der Planungskosten für Straßenbau-Projekte im Stich, worunter besonders Schleswig-Holstein und Hamburg, aber auch andere arme Länder leiden.
Meyer sagte dazu am Rande der Verkehrsministerkonferenz in Stuttgart (Audiopfeil klicken)
Dobrindt hatte zuvor erklärt: „Das Nadelöhr sind nicht mehr die Finanzen, sondern die Planungen der Länder.“ Es könne nur dort gebaut werden, wo baureife Projekte vorlägen.
Das Ministerium wies darauf hin, dass zu den 24 im September freigegebenen Projekten für neue Bundesfernstraßen sechs Bundesländer kein eigenes baureifes Vorhaben hätten beitragen können: Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Saarland und Schleswig-Holstein. Schon im Juli 2015 hatte Dobrindt 72 Projekte freigegeben. Auch damals erhielten Berlin, Bremen und Saarland keine Baufreigaben. In Schleswig-Holstein gab es zwei Lärmschutzprojekte.
Wie Meyer weiter sagte, hätte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) allein in dieser Legislaturperiode acht vollziehbare Planfeststellungsbeschlüsse erlassen und damit erfolgreich Baurecht geschaffen sowie zwei Planfeststellungsbeschlüsse, die wegen Klagen noch keine Rechtskraft besitzen. Als weitere Beispiele nannte Meyer:
Den vor wenigen Wochen fertiggestellten Lückenschluss der A 23 in Itzehoe und den anstehenden nächsten Schritt zum Ausbau der B 5 (Itzehoe – Wilster-West)
Den voll im Zeitplan liegenden Ausbau der A 7, die bis 2018 in weiten Teilen sechsspurig ausgebaut werden soll
Mit Blick auf die Kritik der Kieler Opposition erinnerte Meyer unter anderem auch daran, dass unter Regie seiner drei CDU-Vorgänger etwa an der A 20 kein einziger Meter gebaut worden sei.
Verkehrsminister der Länder lehnen auf Antrag aus Schleswig-Holstein zur Einführung einer Sportbootmaut ab
Die Verkehrsministerkonferenz in Stuttgart hat heute auf Antrag Schleswig-Holsteins die Einführung einer Sportbootmaut in Deutschland mit großer Mehrheit abgelehnt.
Meyer sagte dazu eben am Rande der Konferenz in Stuttgart
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Mit dem Beschluss machten die Länderminister deutlich, dass eine Sportbootmaut und eine Kategorisierung der Wasserstraßen in Freizeit- und gewerbliche Wasserstraßen – wie bislang vom Bund vorgetragen – unter Finanzierungsgesichtspunkten strikt abgelehnt wird. Weiterhin erwarten die Länder vom Bund eine Darstellung der Gesamtfinanzierung der Bundeswasserstraßen und ein mit den Ländern abgestimmtes Gesamtkonzept der Wasserstraßenneuordnung.
Die Fachminister haben laut Meyer die große Sorge, dass im Rahmen des Organisationsprozesses der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) deren Leistungsfähigkeit nicht genug berücksichtigt wird. Diese müsse aber besonders während des Umbaus der WSV, aber auch für die Zukunft sichergestellt werden.
Dies gilt nach den Worten von Meyer für Schleswig-Holstein besonders für die im vordringlichen Bedarf stehende Projekte (Nord-Ostsee-Kanal oder Elbe-Lübeck-Kanal). Für die im vordringlichen Bedarf stehenden Projekte an den Bundeswasserstraßen bestehe neben der Sicherheit der Finanzierung ebenfalls deutlicher Personalaufstockungsbedarf in der WSV, besonders aber in denen mit Ausbaumaßnahmen befassten Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus