Kleines Jubiläum: Dialogforum Fehmarnbelt tagt heute seit genau fünf Jahren – Staatssekretär Nägele Dauergast

Seit fünf Jahren gibt es das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung. Das von der Landesregierung 2011 gegründete Forum versteht sich als neutrale Diskussions- und Informationsplattform, an der Bürger, Verbände, Behörden und Bauherren beteiligt sind. Zur heutigen Jubiläumssitzung in Oldenburg im Kreis Ostholstein werden auch der dänische Verkehrsminister Hans-Christian Schmidt, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium erwartet. Und – wie immer – dabei ist auch Verkehrs-Staatssekretär Dr. FRank Nägele.
Nägele sagte zur bisherigen und künftigen Arbeit des Forums
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Nach einer kritischen Bestandsaufnahme der bisherigen Arbeit des Dialogforums ist eine Diskussion geplant. Dabei wird es unter anderem darum gehen, was das Dialogforum von der Politik und die Politik vom Dialogforum erwartet. «Wir erwarten viele Zuschauer, es wird sehr eng werden», sagte der Leiter der Geschäftsstelle, Horst Sieverling.
Unter dem Eindruck der heftigen Auseinandersetzungen um den Bahnhof «Stuttgart 21» hatte die Landesregierung das Forum im September 2011 ins Leben gerufen. Denn auch der Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark ist vor allem im Osten Schleswig-Holsteins umstritten. Das Dialogforum habe das Ziel, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen und eine Diskussion auf Augenhöhe zu ermöglichen, sagte der Sprecher des Forums, Christoph Jessen.
Die 30 Mitglieder treffen sich mindestens viermal im Jahr. Die Treffen sind öffentlich und werden vom Offenen Kanal Kiel als Livestream im Internet übertragen. Neu sind vier regionale Runde Tische, die zusammen mit der Deutschen Bahn Lösungsvorschläge für Brennpunkte der Bahnanbindung erarbeiten.
Der rund 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll die deutsche Ostseeinsel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden. Die Baukosten von rund 7,4 Milliarden Euro (Stand 2015) trägt der dänische Staat. Deutschland muss die Straßen- und Schienenanbindung auf deutscher Seite bezahlen, die Kosten dafür werden aktuell auf 2,1 bis drei Milliarden Euro geschätzt. Mit der Eröffnung wird wegen Verzögerungen im deutschen Planfeststellungsverfahren nicht vor 2026 gerechnet.
Das Dialogforum hat einen Jahresetat von 102 500 Euro. Davon trägt das Land Schleswig-Holstein 50 000 Euro. Je 25 000 Euro steuern die Bahn und die dänische Projektgesellschaft Femern A/S sowie 2500 Euro der Unternehmerverband UV Nord bei.

Meyer sagte beim Pressegespräch
Mit Blick auf die Diskussion um die Einführung einer Bundesautobahngesellschaft als oft gepriesenes Allheilmittel machte Meyer einmal mehr deutlich: „Zentralismus war noch nie ein Mittel, Verfahrensabläufe zu beschleunigen. Das konnten wir an der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und nicht zuletzt an der Hängepartie um die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels beobachten.“ Wichtiger sei es deshalb, Verfahren zu straffen und vor allem die Verantwortlichkeiten stets auf die Kernkompetenzen zu beschränken.

Hamburgs wichtigste Messe SMM, die internationale Leitmesse der maritimen Wirtschaft, verzeichnet in diesem Jahr eine Rekordzahl an Ausstellern: Rund 2200 Unternehmen aus 66 Ländern präsentieren sich bis Freitag mit ihren Produkten und Dienstleistungen in den Messehallen. Man erwarte, wie vor zwei Jahren, rund 50.000 Fachbesucher aus 100 Ländern, sagte Messechef Bernd Aufderheide der Tageszeitung „Die Welt“.
Meyer sagte zu seinem heutigen Besuchsprogramm 

Wirtschafts-Staatssekretär Frank Nägele erinnte vor diesem Hintergrund daran, dass vor allem der gesamte Marineschiffbau vom Exportgeschäft abhängig sei, weil die Nachfrage der deutschen Marine stark zurückgegangen sei. Hinzu komme, dass der Bund den Auftrag für die geplanten Mehrzweckkampschiffe europaweit ausgeschrieben habe. „Da Deutschland bisher als einziges europäisches Land seine Marineschiffbauaufträge ausschreibt, setzen wir uns beim Bund dafür ein, den Überwassermarineschiffbau jedenfalls solange in die Liste der Schlüsseltechnologien für Verteidigung aufzunehmen, bis es zu einheitlichen Vergabestandards auf europäischer Ebene gekommen ist“, so Nägele. Er erinnerte zudem an die bislang aussichtsreichen Verhandlungen von TKMS über den Bau von U-Booten für die norwegische Marine



