Buchholz gratuliert Startup-„Überfliegern“ aus Friedrichsgabekoog und Kiel

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Naiture-Chef Vitali Czymmek zusammen mit Wirtschaftsminister Buchholz und anderen Preisträgern sowie Jurymitgliedern

Finale beim zweiten landesweiten Startup-Wettbewerb „Überflieger“ unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz: Von den sechs Jungfirmen, die sich heute Abend im Gästehaus der Landesregierung mit ihren Geschäftsideen einer Jury aus 15 Experten stellten, werden diese drei eine Reise nach San Francisco und ins Silicon Valley antreten: „Naiture“ aus Friedrichsgabekoog im Kreis Dithmarschen, die „Firefighter VR“ sowie „myStandards“ aus Kiel. Buchholz dankte allen Unternehmerinnen und Unternehmern für die Teilnahme und gratulierte den strahlenden Siegern. In San Francisco werden sie die Hotspots für Startups kennen lernen und können dort neue Kontakte knüpfen und ihre Ideen weiterentwickeln.

„Vereint schaffen wir in Schleswig-Holstein immer mehr Möglichkeiten für Startups, sich und ihre Ideen zu realisieren. Die Finalisten haben einmal mehr gezeigt, welche Potentiale in unserem Land stecken“, sagte Buchholz. Und Naiture-Geschäftsführer Vitali Czymmek sagte nach der Preisverleihung: „Ich finde es toll den Spirit vom Silicon Valley jetzt bald zu erleben. Ausserdem möchte ich bei Google reinschauen und den Work-Life-Balance übern Teich mit nach Friedrichsgabekoog nehmen. Nachhaltig durch Innovation ist ein Weg, unsere globalen Probleme zu lösen und es wäre wunderbar, wenn wir unsere Ideen ins Silicon Valley tragen und dort überzeugen können“, freut sich Gewinner Vitali Czymmek, technischer Geschäftsführer von Naiture.

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Buchholz bei seinem Grußwort zum heutigen Startup-Wettbewerb „Überflieger 2019“

Naiture entwickelt Robotik-Systeme zur Unkraut-Bekämpfung in der Landwirtschaft: „Unser System basiert auf den drei Technologien der Künstlichen Intelligenz, Robotik und Big Data. Unsere Lösung besitzt dabei viele Vorteile gegenüber der chemischen Unkrautbekämpfung. Es hat einen minimalen Einfluss auf das Ökosystem. Durch die lernfähige KI kann das System für eine Vielzahl von Anwendungen ausgelegt werden und durch unsere langjährige Forschungserfahrung konnten wir eine Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und modernster Technik schaffen“, erläutert Czymmek.

„Firefighter VR“ ist eine Virtual-Reality-Lösung, die es Feuerwehrleuten ermöglicht, jederzeit und überall zu trainieren. Als eigenständige digitale Trainingslösung hilft sie die Kosten für Ausbilder, spezielle Übungsplätze und lange Anfahrten zu Trainingseinrichtungen zu reduzieren. Mit simulierter Ausrüstung können Feuerwehrleute eigenständig und ohne Verletzungsgefahr trainieren. D

Die myStandards GmbH revolutioniert die Feststoffanalytik. Gegründet von Christina Wittke und Simon Nordstad, produziert und vertreibt das Unternehmen weltweit Nano-Pellets, die als Referenzmaterialien für die chemische Feststoffanalytik dienen. Feststoffanalytik wird zum Beispiel bei der Goldgehaltbestimmung von Gestein im Bergbau, beim Abbau von seltenen Erden für Smartphones oder bei Sedimentanalysen für die Klimaforschung angewandt. Diese Analysen können nun endlich durch die Nano-Pellets von myStandards ihre Genauigkeit und Richtigkeit beweisen!

„Wir freuen uns, dass wir bei der zweiten Auflage dieses Kontests für alle Teilnehmer einen Preis dank unser zahlreichen Sponsoren ausloben können“, so Börrje Schneider (Marketing Club Schleswig-Holstein e.V.). „Die Plätze vier bis sechs erhalten eine zweitägige Learning Journey nach Berlin und werden dort andere Startups, den Accelerator, Inkubatoren, Labs und Unternehmen besuchen.“ Zusätzlich gibt es für IO Dynamics aus Flensburg eine Wild-Card für die Teilnahme am StartUpCamp des Wirtschaftsministeriums.

IQ Dynamics sind die drei Gründer, Felix Kruse, Nabil Imran und Johann Olsen. Sie  lernten sich während ihres Studiums an der Technischen Fakultät der CAU zu Kiel kennen, bekamen das Gründungsstipendiums Schleswig-Holstein und konnten so ihr Produkt IO-ELON, ein intelligentes Lademanagement für Elektroautos, weiterentwickeln. IO-ELON ist ein Lade- und Fuhrparkmanagement-System, das Daten über den Ladestand, die Ladeleistung, oder die Batteriegesundheit der Fahrzeuge erhebt und diese mit Informationen wie Fahrprofilen, Strompreisen und eigenerzeugtem Strom kombiniert, um automatisiert Ladevorgänge für den Betrieb elektrischer Unternehmensflotten zu steuern. Hiermit möchten die Gründer insbesondere die Energiewende mit der Mobilitätswende verbinden, in dem der überschüssige Strom aus erneuerbaren Energien optimal zum Betreiben von Elektroautos genutzt werden kann. Derzeit befindet sich IO-ELON in der Prototypen-Phase und wird im Mai 2019 bei der Flotte der Flensburger Stadtwerke erprobt. Ab Ende 2019 wird mit der Vorbereitung für die Markteinführung begonnen.

Auch die Initiatoren des Wettbewerbs, die Vereine The Bay Areas e.V. und StartUp SH e.V. sowie der Marketing-Club Schleswig-Holstein e.V. sind begeistert von den aktiven Teilnehmern. „Wieder einmal haben wir eine Vielzahl an aussichtsreichen Bewerbungen erhalten und die Finalisten haben bewiesen, dass jede Menge Unternehmertum auf dem Weg in die Zukunft ist“, so Anke Rasmus, Vorsitzende StartUpSH e.V.. „Die Idee, mit diesem Wettbewerb junge Gründer und Gründerinnen zu unterstützen, findet einen großen Zuspruch und das nicht nur bei Sponsoren, sondern auch bei der Öffentlichkeit. Das bestärkt uns, mit dem Überflieger den richtigen Weg zu gehen“, sagt Axel Schulz (The Bay Areas e.V.).

Kampf gegen Funklöcher: Buchholz nimmt Mobilfunk-Anbieter beim Wort

Die Mobilfunk-Konzerne Telekom und Vodafone wollen nach eigenen Angaben den Mobilfunk-Ausbau in Schleswig-Holstein massiv forcieren. Innerhalb der nächsten zwölf Monate will allein Vodafone weitere 100 LTE-Bauvorhaben realisieren. Dazu wird Vodafone an 65 Standorten in Schleswig-Holstein komplett neue Mobilfunk-Stationen bauen und vorhandene Mobilfunk-Stationen erstmals mit LTE-Technik aufrüsten.

Für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz ist das zumindest die interessanteste Ankündigung dieser Woche. Kommende Woche (5. Juni) wird der Ausbau des Mobilfunk-Netzes das Breitbandforum in Neumünster beschäftigen und eine weitere Woche später trifft Buchholz die Spitzen der Telekommunikationsanbieter. Video starten.

 

Land und Landeshauptstadt senden Strandkorb als Freundschaftssymbol nach San Francisco

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Kiel-Marketing-Chef Uwe Wanger (rechts) mit Staatssekretär Rohlfs vor dem Strandkorb – der heute noch an der Kiellinie steht, nächjste Woche aber schon vor dem Konsulat in SFO

Der Strandkorb als typisches Markenzeichen von Schleswig-Holsteinerobert hierzulande stets die Herzen der Gäste. Als ein Symbol mit starker Strahlkraft schickt die Landeshauptstadt Kiel durch Kiel Marketing, gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, ein eigens für die Städtepartnerschaft und das Northern Germany Innovation Office (NGIO)   gestaltetes Strandkorbmodell über den Atlantik von Kiel nach San Francisco/USA.

„Mit dem Northern German Innovation Office haben wir eine Brücke nach San Francisco geschlagen, um schleswig-holsteinischen Unternehmen das Innovationssystem des Silicon Valley näherzubringen, neue Geschäftsmodelle und Innovationsmethoden zu identifizieren, Technologietrends zu erkennen und Kooperationspartner zu identifizieren“, erklärte Staatssekretär Dr. Rohlfs. Schon jetzt reisen regelmäßig Delegationen in die amerikanische Partnerstadt. Vor Ort können diese Multiplikatoren mit dem neuen Strandkorb-Unikat noch charmanter empfangen werden.

Rohlfs sagte weiter…

„Als Kiel-Marketing und Mitglied im The Bay Areas e.V. sind wir seit der ersten Stunde an dem Prozess der Städtepartnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Kiel mit San Francisco beteiligt. Ich freue mich als Tourismuschef mit dem ganz traditionellen Strandkorb ein klassisches Symbol in einer innovativen Partnerschaft beisteuern zu können“, freut sich Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing und ist sich sicher: „Der Strandkorb ist ein echter Hingucker und wird als Gesprächsthema Nummer 1 auf Empfängen und bei den Besuchern im Konsulat zum wichtigen Botschafter der Städtepartnerschaft.“

„Langfristig planen wir mit unterschiedlichen Partnern aus der Wirtschaft, Kultur und Institutionen mehrere dieser Strandkörbe an ausgesuchten Plätzen in San Francisco aufzustellen, um so im Stadtbild ein Akzent für die Städtepartnerschaft zu setzen“.

„Nun hoffe ich sehr, dass der „Strandkorb der Freundschaft“ pünktlich zum 24.6. in San Francisco im deutschen Konsulat eintrifft, um dort im Rahmen eines Empfangs für eine DFB Trainer Delegation, dem KSV Holstein Kiel und Vertretern der Städtepartnervereine sowie des Councils of San Francisco, präsentiert zu werden.“ Als Zeichen der Nachhaltigkeit und Integration, ist der Strandkorb in der Stiftung Mensch aus Meldorf.

Er brummt am Bau – und was Minister Buchholz sonst noch freut: Mai-Arbeitsmarkt in Bestform

Mehr Umsatz, mehr Arbeit, mehr Beschäftigte – nicht nur der Arbeitsmarkt im echten Norden zeigt sich nach den Worten von Wirtschafts- und Arbeitsminister Bernd Buchholz aktuell in Bestform. Getragen wird der erneute Rückgang der Mai-Arbeitslosenzahlen um knapp 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr maßgeblich auch vom Baugewerbe. Dort brummt es allen pessimistischen Konjunkturprognosen zum Trotz kräftig weiter. Die größeren Betriebe des Bauhauptgewerbes erwirtschafteten im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 484 Millionen Euro und damit 40 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Statistikamt Nord heute weiter berichtete, wuchs die Zahl der Beschäftigten um 16 Prozent auf 15 800. Das Arbeitsvolumen stieg um 32 Prozent auf 4,1 Millionen Stunden.

Die hohen Steigerungsraten hängen einerseits damit zusammen, dass es in diesem Winter kaum witterungsbedingte Beeinträchtigungen gab. Zudem erfasste die Statistik mehr Betriebe als vor einem Jahr. Diesmal waren es 364 mit jeweils mindestens 20 Beschäftigten.

Im Wohnungsbau fiel der Zuwachs des Arbeitsvolumens mit 37 Prozent am stärksten aus. Beim baugewerblichen Umsatz legte der öffentliche und Verkehrsbau mit 47 Prozent auf 122 Millionen Euro am kräftigsten zu. Die Auftragseingänge erhöhten sich im ersten Quartal insgesamt um sechs Prozent auf 525 Millionen Euro.

Die Arbeitslosenquote im Land liegt derzeit unverändert bei 5,0 Prozent, ein Rückgang um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Der Arbeitsmarkt profitiert neben der Baukonjunktur von einer anhaltenden Nachfrage nach Arbeitskräften, vor allem auch in den Branchen, die konjunkturunabhängiger sind, wie dem Dienstleistungssektor oder dem Gesundheits- und Sozialwesen“, sagte Buchholz.

 

Die Bedenken der Chefin hielten keine drei Tage: Wie Masor Farah in Kiel Fuß gefasst hat


Auch so kann Integration im Idealfall laufen: Von der Flucht aus Somalia über ein Kinderheim in Schleswig und ein Zufalls-Praktikum bei der Kieler Klempnerei „Penk & Sohn“ – hinein in Ausbildung und einen festen Job. Und nicht nur das: Mansor Farah schaffte auch noch eine beachtliche Sportkarriere als Marathonläufer. 

Gestern traf der 23-Jährige in seinem Kieler Ausbildungsbetrieb Wirschaftsminister Bernd Buchholz und den neuen Chef der Lübecker Handwerkskammer Hans Stamer. 

 sh:z-Reporter Kay Müller war dabei – hier seit heutiger Bericht:

https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/es-laeuft-bei-mansor-farah-id24047627.html 

Land weist Kritik von Deutscher Umwelthilfe am geplanten LNG-Terminal zurück

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Aus Sicht von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz geht die rechtliche Beurteilung des geplanten LNG-Terminals in Brunsbüttel durch die Deutsche Umwelt-Hilfe (DuH) fehl: Wir teilen die Einschätzung der DuH-Anwältin dezidiert nicht, wonach das Terminal  nicht genehmigt werden kann, so der Minister. Laut DuH handelt es sich bei dem LNG-Terminal um einen Störfallbetrieb, der nur angesiedelt werden dürfe, wenn ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen gefährlichen Betrieben und der Wohnbevölkerung eingehalten wird.

Dazu sagte Wirtschaftsminister Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Hintergrund: In Brunsbüttel will ein Gemeinschaftsunternehmen aus drei Firmen ein LNG-Importterminal als Teil einer neuen Infrastruktur für flüssiges Erdgas bauen und rund 500 Millionen Euro investieren. Bundes- und Landesregierung unterstützen das Vorhaben grundsätzlich. Eine Entscheidung der privaten Betreiber über die Investition soll im Herbst fallen; gegenwärtig läuft die Kundengewinnung. Weitere mögliche Standorte für ein Terminal sind Stade und Wilhelmshaven.

img_1290Wie Buchholz weiter sagte, habe der TÜV Nord mit seinem Gutachten im Jahre 2018 Wege aufgezeigt, nach denen von einem LNG-Terminal Brunsbüttel keine Gefährdung ausgehe. Selbstverständlich gehe es dabei auch um die benachbarten kerntechnischen und andere Anlagen. Hierbei werden Sicherheitsabstände und Auswirkungen von Druckwellen von Explosionen geprüft, die im unwahrscheinlichen Fall des Freisetzens und Verdampfens von LNG entstehen können.

„Ob die vom TÜV aufgezeigten se Wege gangbar und zulässig sind, wird am Ende selbstverständlich die Genehmigungsbehörde zu beurteilen haben. In deren Entscheidung werden alle erforderlichen Vorschriften, Regelwerke, Standards und Normen Berücksichtigung finden. In die Beurteilung eingebunden sind weitere Behörden wie z.B. die Atomaufsicht oder das Bundesamt für kerntechnischen Entsorgungssicherheit“, so Buchholz.

Das formale Genehmigungsverfahren hat noch nicht begonnen. Aussagen, ob der Terminal genehmigt werden kann oder ob eine Genehmigung zu versagen ist, können erst zum Abschluss des Verfahrens gemacht werden. Dies wird frühestens Anfang 2020 möglich sein. Dies ist Aufgabe der Genehmigungsbehörden des Landes Schleswig Holstein und nicht Aufgabe externer Gutachter.

Umweltpolitisch ist LNG nach den Worten des Ministers ein Beitrag zu mehr Klimaschutz. Im Vergleich zu Diesel entstehe bei der Verbrennung etwa 25 Prozent weniger klimaschädliches CO2.  Seit einigen Jahren wird LNG zunehmend als Kraftstoff in der Schifffahrt und für Nutzfahrzeuge wie Lkw und Busse eingesetzt. Es trägt auch dazu bei, Emissionen von Luftschadstoffen wie Stickoxid (NOx) und Feinstaub zu reduzieren. Die in der EURO-VI-Abgasnorm festgelegten Grenzwerte für Schadstoffe können durch die Nutzung von LNG als Kraftstoff deutlich unterschritten werden.

Klar ist daneben, dass Flüssiggas eine Brückentechnologie ist. Wenn sich mit LNG für die Schifffahrt erreichen lässt, den CO2-Ausstoß in relevanter Größenordnung zu reduzieren, dann ist zu fragen warum gerade die Umweltverbände hier auf Gegenkurs geht.

 

Maritime Wirtschaft als Taktgeberin der Industrie – Buchholz zur 11. Nationalen Maritimen Konferenz

Diese Woche trafen sich auf Einladung der Bundesregierung in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) rund 800 Vertreterinnen und Vertreter  aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zur 11. Nationalen Maritimen Konferenz. Im Mittelpunkt standen neben der Frage nach dem Beitrag der Branche gegen den Klimawandel unter anderem der wachsende wirtschaftliche Druck durch Dumping-Konkurrenz aus China und der Fachkräftemangel.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz war bei der Konferenz Berichterstatter für den Bereich Schiffbau – und zog folgenmdes Fazit des zweitägigen Branchentreffens. Seine „Meldung der Woche“ – Video starten.

Der Countdown läuft: Bekommt Itzehoe die bundesweit erste Batterie-Forschungsfabrik?

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Die Bewerbung ist auf dem Weg (v.r.): Staatssekretär Rolfs, ISIT-Chef Müller-Groeling, Bürgermeister Koeppen und der Steinburger CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich

Die Kugel rollt – nichts geht mehr: Im Wettbewerb um die vom Bund ausgeschriebene erste Batteriezell-Forschungsfabrik in Deutschland hat die Landesregierung im Schulterschluss mit dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) seine Bewerbung für den Standort Itzehoe endgültig auf den Weg gebracht. „Auch wenn wir bei dem 550-Millionen-Projekt einer enormen Konkurrenz durch Länder wie Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen gegenübersehen – einen Gewinn können wir heute schon verbuchen: Wir haben unsere Kompetenzen auf dem Feld der Speichertechnologien die letzten Monaten so effizient gebündelt, dass wir auch für weitere Projekte einen ausgezeichneten Nährboden haben“, sagte Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute (24. Mai) in Kiel. Die von einem Expertengremium unter Leitung von ISIT-Chef Dr. Axel Müller-Groeling erarbeitete 500 Seiten starke Bewerbung für Itzehoe ist dem Bundesforschungsministerium am 22. Mai übersandt worden.

Staatssekretär Rohlfs dankte allen Beteiligten für die intensive Arbeit an der Bewerbung sowie der Stadt Itzehoe und dem Kreis Steinburg für die regionale Unterstützung des Projekts. „Hier hat sich eine ganze Region mit großer Begeisterung untergehakt, um dieses Vorhaben zu unterstützen. Diesen Schwung nehmen wir mit, um Schleswig-Holstein noch mehr zum Land der Energiewende zu machen.“ Die in Europa angestrebte Mobilitätswende sei nur dann konsequent, wenn Batterien mit sauberem Strom produziert werden. Und die schleswig-holsteinische Westküste habe mit ihrer regenerativen Energie eindeutig das Potenzial,  d e r  Industriestandort der Zukunft zu werden, so Rohlfs weiter.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Rohlfs weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Im Falle eines Zuschlags stellt die Landesregierung für den Bau der Forschungsfertigung insgesamt 145 Millionen Euro zur Verfügung und würde die Batterieforschung künftig zu einem Förderschwerpunkt machen. Die Stadt Itzehoe und der Kreis Steinburg haben zugesagt, sich finanziell mit insgesamt 15 Millionen Euro an dem Projekt zu beteiligen.

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Hier das gesamte Pressegespräch als Livestream-Mitschnitt:

Nach den Worten von ISIT-Chef Müller-Groeling bietet Itzehoe neben perfekten örtlichen Rahmenbedingungen eine einzigartige Kombination von Standortfaktoren, Kompetenzen und Partnern. Als wichtige Pluspunkte des Standorts Itzehoe listet die Bewerbung neben der gesicherten Finanzierung unter anderem folgende weiteren Aspekte auf:

Batteriekompetenz:  Schleswig-Holstein verfüge durch universitäre, angewandte und unternehmerische Forschung über umfangreiche Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette von Batterieprodukten. Zudem gebe es umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft sowie im Transfer von Forschungsergebnissen in die Pilotfertigung. Der geplante Neubau der Batterieforschungsfabrik grenze direkt an das Fraunhofer ISIT an, wo seit Jahren erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen universitärer und angewandter Wissenschaft sowie Industrie auf den Gebieten Leistungselektronik, Batteriezellentwicklung und -fertigung und Mikroelektromechanische Systeme praktiziert werde.

Forschungsinfrastruktur: Durch den Betrieb großer Reinräume im ISIT (ca. 4.000m²) ist der Standort in diesem überaus kritischen Bereich der Forschungsinfrastruktur äußerst versiert. Zusammen mit der am ISIT ansässigen US-Firma Vishay verfügt das Forschungszentrum über einen etablierten Personalstamm und bildet laufend weiteres Fachpersonal aus, das perspektivisch für die Forschungsfabrik eingesetzt werden kann.

Verfügbarkeit von Facharbeitern:  Die Region um Itzehoe verfügt über hervorragende Berufsbildungseinrichtungen – insbesondere in den relevanten Bereichen Mikroelektronik, Elektronik und Mechatronik – und einen großen Pool an gut ausgebildeten Fachkräften.

Unterstützung aus der mittelständischen Wirtschaft: Das industrielle Umfeld in der Region Itzehoe und den angrenzenden Ländern deckt alle wesentlichen Aspekte der Wertschöpfungskette einer Zellfertigung ab. Die große Anzahl an Absichtserklärungen zur Unterstützung und Beteiligung an den Tätigkeiten einer Forschungsfabrik beweist laut Müller-Groeling das enorme Interesse und die Motivation der Partner aus der überwiegend mittelständischen Industrie.

Mittelständische Industriepartner: Bei der Vorbereitung der Bewerbung hat das Expertengremium eine Vielzahl von flexiblen und agilen mittelständischen Industriepartnern gewonnen, die an den Erzeugnissen aus der geplanten Forschungsfabrik interessiert sind, um ihren Zellbedarf zu decken. Müller-Groeling: „Die Produkte aus der Fabrik würden somit nicht nur sinnvoll genutzt, sondern schaffen auch erheblichen Mehrwert bei den Anwendern durch bessere Endprodukte.“

Zusätzliche Verwendungsschwerpunkte der Erzeugnisse: Zwei Industriezweige der regionalen Industrielandschaft haben ein besonders großes Interesse an der Ansiedlung der Forschungsfabrik erkennen lassen: Der starke maritime Sektor – inklusive Schiff- und U-Boot-Bau –  sowie die angeschlossene Logistik. Alle sind auf leistungsfähige Batterien angewiesen. Zugleich besteht riesiger Bedarf an Speichertechnologien zur sinnvollen und netzdienlichen Bereitstellung der im Übermaß vorhandenen Erneuerbaren Energien.

Batteriezellenrecycling mit lokalen Partnern: Die komplette Recyclingkette von Lithium-Akkus lässt sich durch Firmen aus der Region bereits heute abdecken. Die Unternehmen sind offen für innovative Ansätze zu effizienteren Verfahren, die unter dem Dach der der geplanten Forschungsfabrik entwickelt werden sollen. In diesem Zusammenhang wurden mit mehreren Partnern bereits erfolgreiche Vorabstimmungen zur zukünftigen, gemeinsamen Entwicklung und Erprobung von Recyclingverfahren vorgenommen.

CO2-freier Betrieb durch Einsatz Erneuerbarer Energien: In Schleswig-Holstein, dem Land der Energiewende, steht im Jahr 2025 voraussichtlich mehr als doppelt so viel Erneuerbare Energie zur Verfügung als im Land verbraucht wird. Durch ein intelligentes Versorgungskonzept kann ein Teil davon für die Forschungsfabrik genutzt werden und so den so genannten CO2-Footprint der produzierten Batteriezellen drastisch reduzieren.

Hervorragende logistische Anbindung. Durch die unmittelbare Nähe zur Autobahn A 23 mit direkter Verbindung zum internationalen Flughafen Hamburg in weniger als 60 Kilometern Entfernung ist der Standort für regionale wie für überregionale Besucher schnell erreichbar. Müller-Groeling: „Eine gute Bahnanbindung rundet diesen Aspekt ab. Die Nähe zu Binnen- und Tiefseehäfen in Brunsbüttel bietet hervorragende Potentiale für einen günstigen Materialumschlag per Schiff.“

Und so wirbt der Kreis Steinburg für das ISIT als Standort der Batteriefabrik:

 

Minister nach Maritimer Konferenz: Mehr Chancen für Landstrom – mehr Geld für SH-Werften

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Aus Sicht von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bestehen gute Chancen, dass ab dem kommenden Jahr mehr Reedereien in den norddeutschen Häfen auf Landstrom zurückgreifen werden: „Wir haben heute vom Bundeswirtschaftsminister die klare Zusage gehört, die so genannte EEG-Umlage, die den Strom für die Reedereien bislang unrentabel macht, in den kommenden Monaten um 80 Prozent zu reduzieren. Damit dürfte es für Reeder deutlich schneller lukrativ werden, ihre Diesel in den Häfen abzustellen, als bislang erwartet“, sagte Buchholz den „Lübecker Nachrichten“ und dem NDR zum Abschluss der Nationalen Maritimen Konferenz in Friedrichshafen.

Während in Lübeck bereits seit elf Jahren eine Landstrom-Anlage für Frachtfähren zur Verfügung steht, wurde in Kiel vor drei Wochen die erste Anlage für große Passagierschiffe in Betrieb genommen. Bislang werden Landstromanlagen wegen der im Vergleich zum Diesel deutlich höheren Kosten aber nur spärlich genutzt. Laut Bucholz sei die die Verbilligung des Landstroms, über dessen Finanzierung noch keine Einigung mit dem Bund bestehe,  ein wichtiger erster Schritt und nicht allein für Häfen und Reeder eine gute Nachricht:  „Rentabler Landstrom ist ein wichtiger ökonomischer Schritt, um ökologisch das Richtige zu tun, nämlich mehr für Klimaschutz zu tun und für Lufreinhaltung in Hafenstädten wie Kiel, Hamburg oder Lübeck.“

Im Gespräch mit NDR-Info-Redakteurin Kerstin von Stürmer sagte Buchholz am rande der Konferenz in Friedrichshafen weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Ebenfalls erleichtert zeigte sich Buchholz von der Ankündigung des Bundes im Vorfeld der Maritimen Konferenz, im kommenden Jahr ein neues Programm für parallele Bürgschaften von Bund und Ländern einzurichten. „Dann haben endlich auch unsere sechs mittelständischen Werften im Land ein gutes Instrument zur Hand,  zunehmend kapitalintensive Aufträge zu stemmen, ohne – wie jüngst die Flensburger Schiffbaugesellschaft – in schwierige Fahrfasser zu geraten.“ Die sechs großen Werften in Schleswig-Holstein beschäftigten direkt rund 5.000 Mitarbeiter. Durch den hohen Anteil von Zulieferbetrieben an der Wertschöpfung beim Bau eines Schiffes kommen noch 20.000 Beschäftigte hinzu,  die direkt oder indirekt durch die Werften Arbeit finden.

Mit Blick auf die bei der Konferenz am Bodensee von den rund 800 Branchenvertretern diskutierten weltweiten Wettbewerbsverzerrungen im Schiffbau durch chinesische Unternehmen warnte Buchholz vor Protektionismus: „Unsere Antwort  auf Dumpingpreise sollte die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch kluge Innovationen sein und keine Abschottung. Aber dazu müssen wir  uns europaweit unterhaken und eine gemeinsame Strategie verfolgen.“

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Nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier werde  die Bundesregierung der maritimen Wirtschaft im Konkurrenzkampf gegen Chinas staatlich subventionierte Schiffbauer auch mit Hilfe einer gemeinsamen EU-Strategie zur Seite stehen. Möglichst rasch nach der Europawahl solle sich die EU-Kommission mit einer deutschen Initiative für eine gemeinsame maritime Strategie Europas beschäftigen, so der CDU-Politiker.

Alle bisherigen EU-Initiativen für die Schiffbau- und Zulieferindustrie sowie für Häfen, Schifffahrt, Offshore-Windenergie und Meerestechnik sollen demnach gebündelt werden. Erstmals soll die EU dafür einen Maritimen Koordinator berufen. Diese «zentrale Ansprechperson» solle «auf internationaler Ebene Europas maritime Wirtschaftsinteressen auch gegenüber schwierigen Handelspartnern konsequent und nachdrücklich durchsetzen».

Nach Angaben aus Konferenzkreisen wird die Initiative von Frankreich unterstützt. Zur stärker werdenden Konkurrenz aus Asien sagte Altmaier, derzeit würden «die Karten neu gemischt». Wettbewerber wie China investierten sehr viel Geld und strebten auch im Hochtechnologie-Schiffbau mit klaren Strategien die Weltspitze an. Er verwies auf die Zielstellungen in Pekings Industriestrategie «Made in China 2025».

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Buchholz (Mitte) bei der Diskussionsrunde zum Schiffbau während der 11. Nationalen Maritimen Konferenz in Friedrichshafen

Land stärkt überbetriebliche Lehrlingsunterweisung mit drei Millionen Euro

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Rohlfs (rechts) bei der Bescheidübergabe an Lübecks neuen Handwerkskammer-Präsidenten Ralf Stahmer

Schleswig-Holsteins Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs übergab heute im Unternehmen MAN Truck und Bus Service GmbH in Lübeck die Zuwendungsbescheide zur Förderung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) an die Kammervertreter aus Lübeck und Flensburg. „Die ÜLU sichert eine gleichwertige Ausbildung unabhängig von Größe und Spezialisierung des Ausbildungsbetriebs und unter Berücksichtigung neuester Entwicklungen in den Berufsfeldern. Mit dieser Förderung würdigen wir auch das Ausbildungsengagement der überwiegend kleinen und mittleren Ausbildungsbetriebe in Schleswig-Holstein“, sagte Rohlfs.

Lübecks Kammerpräsident Ralf Stamer und sein Flensburger Amtskollege Jörn Arp nahmen die Förderbescheide entgegen und dankten dem Land für dessen Unterstützung. „Die Förderung ist ein wichtiger Beitrag, um die Ausbildung im Handwerk zu stärken und deren Attraktivität zu sichern“, sagte Stamer. Landesweit profitiert ein Großteil der Auszubildenden von den Lehrgängen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. Sie ist Teil der fachpraktischen Ausbildung im Handwerk und eine wichtige Ergänzung der betrieblichen Ausbildungsleistung. Mit der Förderung konnten in den Jahren 2015 bis 2018 fast 21.000 Lehrlinge erreicht werden.

Die Handwerkskammer Lübeck erhielt einen Förderbescheid in Höhe von ca. 1,93 Mio. Euro, annähernd 915.000 Euro erhielt die Kammer Flensburg. Die Fördersumme aus dem Landesprogramm Arbeit setzt sich aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmitteln zusammen.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus