Zwischen Wissenschaft und Praxis: Uni Kiel ab sofort mit „Brutstätte“ für Geschäftsideen

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Erfolgreich gestartet: CAU-Präsident Lutz Kipp (Mitte), ZfE-Chefin Anke Rasmus und Minister Buchholz mit einer Drohne  des StartUp „Orthodrone“, die hochaufgelöste und dreidimensionale Geodaten erfassen kann.

Kleiner Meilenstein für die Wirtschaftswissenschaften an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU): Die ehemalige Uni-Druckerei am Westring ist seit heute eine offizielle Brutstätte für Geschäftsideen an der Grenze zwischen grauer Theorie und rauer Markt-Realität.  Zusammen mit der Chefin des ZfE, des Zentrums für Entrepreneurship (Unternehmertum), Dr. Anke Rasmus, schnitten CAU-Präsident Prof. Dr. Lutz Kipp, CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Karin Schwarz, Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz symbolisch das Eröffnungsband durch.  Damit setzt die Universität mit Hilfe des Landes um, was das CAU-Präsidium vor knapp anderthalb Jahren beschlossen hatte: Die Einrichtung eines so genannten „Inkubators“ zur Förderung von Ausgründungen.

„Aus akademischen Forschungs- und Ausbildungsstätten lassen sich Unternehmen ausgründen, die nachhaltige Innovationen und wissensbasiertes Wachstum ermöglichen. Wir glauben fest daran, dass die Wissenschaft eine der wichtigsten Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und der Wohlstandssicherung ist. Deshalb haben wir diese Infrastruktur geschaffen, in der wir das Thema Gründungsmanagement auch wissenschaftlich begleiten werden“, sagte Kipp vor etwa 50 Gästen in den Räumen der ehemaligen Universitätsdruckerei.

Buchholz betonte ebenfalls die große Bedeutung einer Brutstätte für Ideen, die mit dem Inkubator auf dem Campus der Kieler Universität entstanden ist: „Wir leben in einem Land, in dem unsere Wirtschaftsstruktur von 198.000 Unternehmen geprägt ist, alle kleiner und mittelständischer Natur. Es ist aber auch durch die Tatsache geprägt, dass im Verhältnis ganz wenig Mittel für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden. Deshalb ist es für die Wirtschaftskraft des Landes so wichtig, dass eine Verzahnung zwischen der Wissenschaft und den Unternehmungen stattfindet.“

Zu den Hintergründen des Landes-Engagements beim ZfE-Inkubator und anderen Gründungs-Aktivitäten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Für Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer ist die Inkubator-Eröffnung ein absolutes Highlight: „Wir brauchen für die originäre Förderung von Start-ups eigene Biotope, denn es geht um verschiedene Gründungsphasen: So wie die Kaulquappe zum Frosch wird, brauchen wir die Inkubatoren für die ganz frühen Ideen.“ Dies reihe sich hervorragend in die vielen Gründungsangebote ein, die sich in der Stadt und im Land immer mehr verdichten. „Besonders über den wissenschaftlichen Anspruch, den das Zentrum für Entrepreneurship hat, schließt der Inkubator eine Lücke. Darauf können wir stolz sein!“

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Für rund 200.000 Euro hergerichtet: Die ehemalige DUni-Druckerei bietet Platz für bis zu 10 Gründungs-Teams

Nach den Worten von Uni-Präsident Kipp unterstützen Inkubatoren akademische Start-ups vor und unmittelbar nach ihrer Gründung. Der CAU-Inkubator biete Platz für etwa zehn Gründungsteams, die dort künftig für ein Jahr verschiedene Beratungs-, Veranstaltungs- und Unterstützungsangebote des Zentrums für Entrepreneurship (ZfE) an der CAU nutzen können. Das Land Schleswig-Holstein, dass die StartUp-Bemühungen der Hochschulen in den kommenden vier Jahren mit knapp sieben Millionen Euro fördert, stellt allein für den Inkubator eine knappe halbe Million Euro an Personalkosten bereit. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Der Bau des Inkubators ist eines von 13 Teilprojekten aus dem mit 6,8 Mio. geförderten „Innovationsorientiertem Netzwerk“, an dem zahlreiche Hochhschulen und Unternehmen beteiligt sind. „Er ist für uns vor allem auch ein weiterer wichtiger Baustein für die systematische Ausbildung an der Uni Kiel im Bereich Gründungsmanagement“, so ZfE-Leiterin Rasmus. Das ZfE unterstütze Gründerinnen und Gründer dabei als „Lotsen“ bei der Vermittlung von Kontakten zu Geldgebern, potenziellen Kunden oder Branchenexperten. Das erhöhe nachweislich die Überlebenschancen der Ausgründungsvorhaben, so Rasmus weiter.

Hier das Grußwort von Buchholz im Live-Mitschnitt:

 

Uni Kiel nimmt Startrampe für Gründerinnen und Gründer in Betrieb

Zusammen mit Wirtschaftminister Bernd Buchholz nimmt das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der Kieler Uni heute erstmals einen so genannten Inkubator in Betrieb. Klingt medizinisch, ist es aber nicht. Es handelt sich um eine Art Starthilfe oder Startrampe für Gründungswillige Studenten oder Absolventen.

Heißt konkret: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZfE-Inkubators beraten und unterstützen als Serviceeinrichtung der zentralen Verwaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel alle gründungsinteressierten Mitglieder der Uni Kiel. Neben Beratungen und Veranstaltungen werden auch temporäre Arbeitsplätze (u.a. für öffentlich geförderte Gründungsvorhaben, etwa Exist, Gründungsstipendium SH) im ZfE-Inkubator angeboten. 

In den Räumlichkeiten der ehemaligen Unidruckerei finden bis zu 10 Teams Platz. Interessierte Gründungsteams können sich ab sofort für einen Platz bewerben. Im ZfE-Inkubator wird auch die neue Veranstaltungsreihe „Entrepreneurs on Campus“ ab 22.11.2018 jeweils donnerstags von 18 – 20 Uhr sowie die „start-up friday“ Reihe ab 23.11.2018 jeweils freitags von 12 – 14 Uhr stattfinden.

Unsere Meldung der Woche: Ein riesiges Stück mehr „freie Bahn“ im echten Norden

Es bewegt sich was: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat am Dienstag vorgestellt, welche Schienenprojekte bundesweit in den nächsten Jahren prioritär umgesetzt werden sollen. Dabei hat Schleswig-Holstein ein großes Stück vom Kuchen abbekommen – nicht nur den lang ersehnten zweigleisigen Ausbau der Marschbahn-Strecke zwischen Klanxbüll und Niebüll.

Für Verkehrsminister Buchholz seine „Meldung der Woche“ zu den näheren Einzelheiten hier klicken

Bundesverwaltungsgericht verkündet Entscheidung über A-20-Klagen am 27. November

Senat_BVGNach einem fast zehnstündigen Sitzungs-Marathon hat der 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig soeben die mündliche Anhörung zu den beiden Klagen gegen den vierten Bauabschnitt der Autobahn A 20 beendet. Wie der Vorsitzende Dr. Wolfgang Bier sagte, soll die Entscheidung am 27. November um 10 Uhr verkündet werden.

Neben den beiden Naturschutzverbänden BUND und Nabu, die gemeinsam klagen, hat auch eine Privatperson Einwände gegen den knapp 20 Kilometer langen A-20-Abschnitt zwischen der A 7 und Wittenborn erhoben. Eine weitere Privatperson und die Gemeinde Klein Gladebrügge bei Bad Segeberg hatten ihre Klagen vor dem Verfahren zurückgezogen. Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP), der am ersten der beiden Verhandlungstermine an dem Verfahren teilgenommen hatte, zeigte sich am Abend weiterhin optimistisch, dass das Land zumindest für ein Teilstück des Abschnitts Baurecht erhalten könnte.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Anhörung standen vor allem Fragen des Gewässer-, Gebiets- und Artenschutzes.

IHK-Umfrage:Unternehmen im Land mit Konjunktur und Auftragslage zufrieden

Die Wirtschaft im echten Norden steht weiterhin gut da. Der Konjunkturklimaindex der IHK weist für das dritte Quartal (Juli bis September) auf einer Skala von 0 bis 200 Punkten einen Wert von 120,6 auf. Damit gab es zum Vorquartal praktisch keine Veränderung. Wie die IHK heute weiter berichtete, bezeichneten zuletzt 44,8 Prozent der 675 Unternehmen, die sich an der jüngsten Umfrage beteiligten, ihre Situation als gut, 45,0 Prozent als zufriedenstellend und 10,2 Prozent als schlecht. «Die Geschäfte liefen für die meisten Unternehmen gut, nur ein kleiner, wenn auch etwas gestiegener Anteil der Unternehmerschaft war unzufrieden», sagte IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn.

In der Industrie bewirkten gestiegene Auftragseingänge eine positive Lagebewertung. Überdurchschnittlich gut ist die Lage im Baugewerbe, das am Kapazitätsmaximum arbeitet. Im Einzelhandel berichtete fast jedes zweite Unternehmen von Umsatzrückgängen. Bei Dienstleistungen gibt es überwiegend steigende Umsätze und Erträge. Risiken für die weitere Entwicklung sehen die Unternehmen vor allem im Fachkräftemangel. Fast jedes zweite Unternehmen gab an, dass es offene Stellen über einen längeren Zeitraum nicht besetzen konnte.

Besonders prägnant sei das Problem im Bau- und Verkehrsgewerbe, hieß es. Die Geschäftserwartungen sind zum Vorquartal noch etwas gestiegen. 22,2 Prozent der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligten, rechneten mit einer günstigeren Entwicklung, 63,6 Prozent mit einer gleichbleibenden und 14,1 Prozent mit einer schlechteren.

A-20-Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht: Rohlfs optimistisch

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Vor dem Bundesverwaltungsgericht: DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe (links) und Verkehrs-Staatssekretär Rohlfs mit der Chefin des Amtes für Planfeststellung Verkehr (APV), Gesa Völkl

Zwei Klagen gegen den Weiterbau der Autobahn 20 in Schleswig-Holstein beschäftigen seit heute das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) klagen wegen Verstößen gegen das Wasserrecht und den Artenschutz gegen den Abschnitt östlich der A7. Außerdem wehrt sich eine Privatperson gegen eine im Zuge des Straßenbaus mögliche Enteignung einer Koppel.

Eine Entscheidung über die Klagen wird nach Angaben einer Gerichtssprecherin voraussichtlich aber auch am Mittwoch nicht fallen. Dann geht die mündliche Verhandlung in Leipzig weiter. Sein Urteil wird das Gericht wohl an einem gesonderten Termin verkünden. «Wir rechnen mit einem Verkündungstermin in zwei bis drei Wochen», sagte Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) der Deutschen Presse-Agentur.

Rohlfs_kleinRohlfs nahm an der Verhandlung teil. Im Gespräch mit Journalisten sagte er unter anderem

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Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hofft, dass die beiden verbliebenen Klagen gegen den 19,9 Kilometer langen Abschnitt von der A7 bis nach Wittenborn abgewiesen werden. «Wir haben alles getan, damit das Amt für Planfeststellung und Verkehr für das Projekt zügig Baurecht erlangen kann», sagte er der dpa.

Den Planfeststellungsbeschluss hatte noch die alte, SPD-geführte Landesregierung kurz vor der Landtagswahl 2017 erlassen. Die Leipziger Richter hatten aber bereits 2013 den dritten Abschnitt östlich von Bad Segeberg gestoppt, weil unter anderem der Fledermausschutz nicht genug beachtet worden war. Ein weiteres Problem: Da auf dem Abschnitt um Bad Segeberg noch das so genannte Fehlerheilungsverfahren läuft, ist bislang unklar, wo der östlich vorgelagerte dritte Abschnitt tatsächlich enden wird.

Rohlfs setzt darauf, dass die Bagger dennoch in absehbarer Zeit bereits in einem Teil des Abschnitts rollen können. Die Richter hätten angedeutet, dass der westliche Teil – von der Autobahn 7 bis zur geplanten Anschlussstelle Hartenholm – möglicherweise für vollziehbar erklärt werden könnte. «Das würde bedeuten, dass wir in diesem Bereich schon mit dem Bauen beginnen könnten, obwohl noch nicht feststeht, wo der Anschluss an den dritten Abschnitt erfolgen wird.»

Bis zur geplanten westlichen Elbquerung der A20 bei Glückstadt fehlen noch 80 Kilometer. Auf der Strecke sind 90 Brücken und ein Elbtunnel geplant. Das Problem: Für keinen der sechs Bauabschnitte gibt es bislang Baurecht. Drei Abschnitte wurden erfolgreich beklagt, drei hängen in den Planfeststellungsverfahren fest.

Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hatte die Planungsverantwortung für die A20 mit Beginn dieses Jahres an die Projektmanagementgesellschaft DEGES übertragen, um das Vorhaben schneller voranzubringen. Die Kosten der noch rund 80 Kilometer langen Strecke Richtung Niedersachsen einschließlich des geplanten neuen Elbtunnels belaufen sich auf etwa 2,2 Milliarden Euro.

Morgen um 9 Uhr wird die Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht fortgesetzt.

 

Erfolg für den Norden: Ausbau der Strecke Niebüll-Klanxbüll hat für den Bund Top-Priorität

Großer Durchbruch für die künftigen Sylt-Verkehre: Der Bund will die Bahnstrecke auf die Ferieninsel zweigleisig ausbauen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stufte den Abschnitt zwischen Niebüll und Klanxbüll im Bundesverkehrswegeplan in die Top-Kategorie mit einer gesicherten Finanzierung hoch. Dies geht aus einer heute in Berlin vorgestellten Liste hervor. «Wir wollen die Marschbahn zweigleisig ausbauen und damit die die Verbindung nach Sylt schneller und zuverlässiger machen», sagte Scheuer. Dazu gehört auch der zweigleisige Ausbau auf der Nordseeinsel selbst zwischen Morsum und Tinnum inklusive der Autoverladung.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sprach von einem großen Erfolg der Landesregierung und der Sylter Pendlerinitiative. „Auch wenn die Planung, für die wir bereits in Vorleistung gegangen sind, noch lange dauern wird und auch der Bau des 221-Millionen-Vorhabens nicht im Handumdrehen zu bewerkstelligen sein wird, so ist zumindest ab heute maximaler Druck auf diesem Projekt“, so Buchholz. Erfreulich sei insbesondere auch, dass der Plan des Bundes zudem den zweigleisigen Ausbau auf der Insel selbst – nämlich zwischen Tinnum und Morsum vorsehe und dabei auch die künftige Autoverladung auf der Insel planerisch integriere.

Buchholz sagte zum Ausbau der Strecke auf Sylt und der Priorisierung des Bundes weiter (Audio starten – „im Browser anhören“):

Weitere Projekte, die der Bund auf Drängen des Landes beschleunigen wird: Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Itzehoe-Wilster, das vierte Bahnsteiggleis in Elmshorn, der Ausbau der S 4 Ost zur Entlastung des Knotens Hamburg und die Ausbaustrecke Lübeck-Schwerin-Büchen-Lüneburg.

Die 61 Millionen Euro teure Elektrifizierung der Strecke Itzehoe über Wilster in einen neuen Übergabebahnhof außerhalb des Werksgeländes des Hafens Brunsbüttel beszeichnete Buchholz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als  «ein gutes Signal für die Westküste». Gerade für die Entwicklung des Industriegebiets sei die Entscheidung wichtig.

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Enak Ferlemann

Nach den Worten des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann soll der zweigleisige Ausbau «spätestens» 2030 fertig sein. «Je eher, umso besser. Die Bahn kann die Planung aufnehmen», sagte Ferlemann. Notwendig seien aber auch Maßnahmen auf Sylt. «Auch hier können wir uns einen zweigleisigen Ausbau vorstellen – und vor allem die Autoverladung würden wir gerne umlegen.» Zur Forderung von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP), den Ausbau der Marschbahn in einem «Legalverfahren» statt einem aufwendigen Planfeststellungsverfahren zu realisieren, meinte Ferlemann: «Wir suchen fünf Projekte in Deutschland, wo wir das machen. (…) Wir müssen dafür erst die rechtlichen Möglichkeiten schaffen.»

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Die Pendlerinitiative und die Sylter Unternehmer freuten sich über die Entscheidung der Bundesregierung. «Es ist geschafft, endlich kommt das was schon jahrelang gefordert wurde», sagte der Sprecher der Pendlerinitiative, Achim Bonnichsen, der dpa. Der Vorsitzende des Vereins Sylter Unternehmer, Karl Max Hellner, sagte, «wir sind natürlich begeistert, dass unsere jahrelangen Bemühungen endlich Früchte getragen haben». Die Topurlaubsdestination Sylt bekomme endlich die Anbindung, die sie verdiene. Auf der Insel selbst müssten nun die «Schularbeiten» gemacht werden. Diskutiert werden müsse etwa, die Autoverladung raus aus Westerland zu verlagern.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter hier klicken

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 gibt es bisher neben den dringlichsten Neubau- und Ausbauprojekten auch solche der Kategorie «potenzieller Bedarf». Nun steigen viele Vorhaben in den sogenannten Vordringlichen Bedarf auf, weil eine «positive gesamtwirtschaftliche Bewertung» vorliege. Der geltende Bundesverkehrswegeplan 2030 war 2016 beschlossen worden. Er sieht Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserwege in ganz Deutschland von insgesamt mehr als 270 Milliarden Euro vor. 40 Prozent der Mittel gehen an Bahnprojekte.

Und hier zum Kurzbericht des Bundes   und zur Präsentation von Scheuer

Weiterbau der A 20 östlich der A 7 ab heute erneut vor dem Bundesverwaltungsgericht

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt ab heute in Anwesenheit von Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs über zwei von ursprünglich fünf Klagen gegen den Weiterbau der Autobahn A 20. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) klagen gegen den Abschnitt östlich der A7. Die Entscheidung wird voraussichtlich an einem gesonderten Termin verkündet, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Gemeinde Klein Gladebrügge bei Bad Segeberg und zwei Privatpersonen hatten ihre Klagen in den letzten Tagen zurückgezogen.

Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hofft, dass beide Klagen gegen den 19,9 Kilometer langen Abschnitt von der A7 bis nach Wittenborn abgewiesen werden. «Wir haben seitens des Landes alles getan, um das zuständige Amt für Planfeststellung Verkehr so aufzustocken und auszurüsten, dass für das Projekt zügig Baurecht erlangt werden kann», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Prognosen seien vor Gericht aber grundsätzlich schwierig. Den Planfeststellungsbeschluss hatte die alte Landesregierung kurz vor der Landtagswahl 2017 erlassen. Die Leipziger Richter hatten 2013 den dritten Abschnitt bei Bad Segeberg nach Klagen derselben Naturschutzverbände gestoppt.

Landesstraßen: 2018 könnte das Sanierungs-Rekordjahr der letzten30 Jahre werden

Noch sind – dank des goldenen Herbstes – die meisten Baustellen auf unserem knapp 3600 Kilometer langen Landesstraßennetz in vollem Gange. Doch es zeichnet sich ab, dass dieses Jahr zu einem Sanierungs-Rekord-Jahr werden könnte.

Mit Luft nach oben: Diese Woche haben Verkehrsminister Bernd Buchholz und LBV.SH-Chef Torsten Conradt den jüngsten Zustandsbericht über die Landesstraßen und zugleich eine Sanierungs-Offensive vorgelegt. Mit teils fast dreifachen Sanierungs-Summen als in den vergangenen Jahren. Für Buchholz ein klarer Fall für seine persönliche Meldung der Woche.

Wer die Einzelheiten noch einmal anschauen möchte: hier klicken

Land, Eichdirektion und SIG Sauer ebnen den Weg zum Erhalt der Beschusstelle in Eckernförde

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Unterzeichnet: SIG-Sauer-Geschäftsführer Tim Castagne, EDN-Chef Dr. Herbert Weit und Staatssekretär Rohlfs ebnen den Weg zum Erhalt der Beschuss-Stelle

Die aus sicherheitstechnischen und organisatorischen Gründen vor knapp einem Jahr größtenteils geschlossene amtliche Beschussstelle für Waffen und Böller in Eckernförde soll bis zum Sommer kommenden Jahres wieder in Betrieb gehen: Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten heute in Eckernförde Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs, der Technische Vorstand der Eichdirektion Nord, Dr. Herbert Weit, und der Geschäftsführer des Eckernförder Traditionsunternehmens SIG Sauer, Tim Castagne. „Wir haben uns nach mehrmonatigen Verhandlungen zwischen Land, der Eichdirektion Nord und der Firma SIG Sauer auf Rahmenbedingungen verständigt, die einen dauerhaften Erhalt der Beschussstelle möglich machen sollen. Nun müssen allerdings noch einige Hausaufgaben erledigt werden, um die gute Absicht auch in Verträge zu gießen“, sagte Rohlfs.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass die Eichdirektion Nord auf dem Gelände von SIG Sauer Räume anmieten und bedarfsgerecht auf eigene Kosten aus- und umrüsten wird.

Rohlfs_kleinRohlfs sage im Pressegespräch weiter

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„Für die Herrichtung der Räume haben auch wir uns verpflichtet, umfangreiche Modernisierungs- und Ausbauarbeiten vorzunehmen“, sagte SIG-Sauer-Geschäftsführer Tim Castagne. Dies betreffe neben Vorrichtungen für den Beschuss der Waffen vor allem die Belüftung der Räume.

Castagne_kleinCastagne sagte weiter

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„Sobald dies alles umgesetzt ist, können künftig auch wieder die rund 20 gewerblichen Büchsenmacher im Land, die derzeit auf Beschussämter in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Thüringen ausweichen müssen, die Dienste der Beschussstelle in Eckernförde in Anspruch nehmen“, sagte Rohlfs. Seit Ende 2017 wird der Beschuss nur noch in einer Art „Behelfsbetrieb“ für die Produktion von SIG Sauer aufrechterhalten.

Wie Rohlfs weiter erläuterte, geht das Land für seinen Bereich von reinen Investitionen in Höhe von rund 420.000 Euro aus. Zudem soll eine zusätzliche Personalstelle der Beschussstellenleitung bald durch die Eichdirektion Nord ausgeschrieben werden. Rohlfs: „Für die Mitarbeiter der Beschussstelle werden sich künftig die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern. Und für unsere heimischen Büchsenmacher mit ihren hochwertigen Waffen ermöglicht unsere heutige Weichenstellung hoffentlich wieder eine schnelle und unkomplizierte Erledigung des gesetzlich vorgeschriebenen amtlichen Beschusses.“

Sauer
Seit 1951 am Standort Eckernförde: SIG Sauer

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus